19. Schwangerschaftswoche (19. SSW)

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19. Schwangerschaftswoche
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19. Schwangerschaftswoche

Willkommen in der 19. SSW. Es geht in riesigen Sprüngen auf die Halbzeit zu. Ab diesem Zeitpunkt wird es nun auch zu sogenannten Übungswehen kommen, bei denen sich dein Körper auf die Geburt vorbereitet.
Was du hier lesen kannst:
  • Veränderungen des Körpers in der 19. SSW
  • Entwicklung des Embryos in der 19. SSW
  • Beschäftigung ab der 19. SSW
  • Das Fruchtwasser
  • 2. große Vorsorgeuntersuchung – was wird gemacht?
  • Pflege des Bauchs

Veränderungen des Körpers in der 19. SSW

Übungswehen bereiten den Körper auf die Geburt vor

Dein Körper arbeitet auf Hochtouren und bereitet sich mit Übungswehen auf die bevorstehende Geburt vor. Solange diese Kontraktionen nicht schmerzhaft und nur selten auftreten, ist alles in Ordnung. Solltest du Bedenken haben oder dir irgendetwas komisch vorkommen, gehe auf jeden Fall zu einem Arzt oder besprich es mit deiner Hebamme.

Das Gewicht nimmt weiter zu

Der Bauch wächst und wächst und ebenso solltest du nun auch weiter zunehmen. Versuch, die Gewichtszunahme nicht als notwendiges Übel zu betrachten, sondern mach dir klar, dass dein Körper und auch das Baby diese Reserven brauchen. Nimmst du gut zu, so hast du vermutlich weniger Probleme mit Schwangerschaftsmüdigkeit als Frauen, die weniger zunehmen. Immer dran denken: Die meisten Pfunde verschwinden nach der Geburt ganz von selbst wieder.

Passen deine BHs noch? Deine Brüste können schon um bis zu zwei Körbchengrößen gewachsen sein. Wenn du also nun neue brauchst, dann solltest du gleich passende Still-BHs besorgen. Diese lassen sich dann auch gleich nach der Geburt weiter verwenden und machen das Stillen wirklich bequem.

Verstopfte Nase und andere Symptome

Solltest du nun vermehrt unter einer verstopften Nase leiden, so wisse, dass dies auch eine Folge des erhöhten Blutvolumens ist, das die Nasenschleimhaut anschwellen lässt. Abhilfe kann ein Nasenspray auf Meersalzbasis schaffen.

Sollten Schwangerschaftssymptome zu häufig oder zu intensiv auftreten, ist ein Gang zum Arzt angeraten. Bei Bedenken und allem, was irgendwie merkwürdig ist, solltest du einen Termin mit deiner Hebamme machen, um es abklären zu lassen. Sicher ist sicher in der Schwangerschaft.

Entwicklung des Embryos in der 19. SSW

24 Zentimeter misst dein Kind schon in etwa vom Scheitel bis zur Ferse und bringt circa 200 bis 240 Gramm auf die Waage.
Das Gehirn entwickelt sich gerade im Bereich der Sinneswahrnehmungen weiter. Das Kopfhaar beginnt nun auch zu wachsen. Das ganze Baby ist derzeit mit einer weichen, flaumigen Haarschicht bedeckt, dem Lanugohaar. Zwischen diesen Haaren bildet sich eine ölige Substanz, die die Haut des Fötus vor dem Fruchtwasser schützt und Vernix Caseosa (Käseschmiere) genannt wird. Die Geschlechtsorgane sind nun voll entwickelt. Bei einem Mädchen werden sich derzeit noch etwa sechs Millionen primitive Eizellen in den Eierstöcken bilden, die sich auf etwa eine Million reduzieren werden. Der Körper des Mädchens wird danach keine neuen Eizellen mehr bilden können, so dass man sagen kann: Jedes Kind entsteht aus einer Eizelle, die ebenso alt ist, wie die Mutter. Die Hoden eines Jungen produzieren jetzt schon Testosteron. Der Hodensack ist schon ausgebildet, aber erst um den Geburtstermin herum senken sich die Hoden ab.

Ab die 19. SSW fängt dein Baby nun auch an, immer mehr Fruchtwasser zu sich zu nehmen, so dass sich in seinem Darm Stoffwechselprodukte anlagern, die nach der Geburt als Kindspech ausgeschieden werden. Vor allem besteht dies aus den verschluckten Haaren und Hautzellen, die das Baby über das Fruchtwasser aufgenommen hat.

Beschäftigung ab der 19. SSW

Es wird auch im zweiten Trimester spannend bleiben. Das Risiko einer Fehlgeburt ist nur noch minimal, so dass du deinen Alltag etwas unbesorgter begehen kannst.
Hast du noch aufgeschobene Arzttermine? Dann ist jetzt der ideale Zeitpunkt, um diese endlich nachzuholen. Auch wenn dein Bauch nicht zu übersehen sein sollte, weise trotzdem jeden Arzt auf die Schwangerschaft hin. So kannst du sicher sein, dass der Arzt bei der Behandlung und der Medikamentenvergabe diese besonderen Umstände auch berücksichtigt.

Du kannst jetzt auch schon anfangen, dich nach passenden Kinderärzten und Kindertagesstätten umzusehen. Gerade bei speziellen Konzeptwünschen solltest du dich wirklich früh um einen Platz kümmern. Klingt merkwürdig? Ist es auch. Fakt ist aber, dass in einigen Einrichtungen nur dann ein Platz zu bekommen ist, wenn man das Kind schon vor der Geburt anmeldet.

Für die Geburt könntest du schon mal passende Örtlichkeiten suchen und mit deiner Hebamme oder wer auch immer dir sonst passend erscheint, über die Wahl des Ortes und den Ablauf dort reden.
Auch ein Geburtsvorbereitungskurs muss gesucht werden. Hierzu kann es nötig sein, sich mit seiner Krankenkasse abzustimmen, falls du bestimmte Sonderwünsche hast.
Prinzipiell kann man sagen: Was dir gut tut, tut auch deinem Baby gut und schadet nicht. Wenn Unsicherheiten bestehen, solltest du diese mit dem Arzt oder der Hebamme deines Vertrauens besprechen.

Das Fruchtwasser

Dein Kind lebt vor der Geburt in einer Wasserwelt. Es ist umgeben vom sogenannten Fruchtwasser. Diese Amnionflüssigkeit wird von den inneren Eihäuten gebildet. Im Fruchtwasser befinden sich verschiedene Proteine, Zucker, Kalium, Natrium, diverse Spurenelemente und Haut und Haare vom Baby selbst. Bis zu zwei Liter dieser Flüssigkeit befindet sich im Bauch einer Schwangeren und schützt das Baby vor Schlägen und Stößen. Ab der 19. SSW trinkt dein Baby das Fruchtwasser und regt so die Verdauung an.

2. große Vorsorgeuntersuchung – was wird gemacht?

Diese Untersuchung solltest du auf keinen Fall verpassen, da sie für dich und dein Baby wichtig ist. Folgende Werte, Daten und Untersuchungen werden bestimmt/gemacht:
  • mütterliches Gewichts
  • mütterlicher Blutdruck
  • Hämoglobingehalt im Blut, um Eisenmangel auszuschließen
  • Urinuntersuchung
  • Lage der Gebärmutter
  • Lage, Bewegung und Herzaktivität des Babys
  • Feststellung einer Einlings- oder Mehrlingsschwangerschaft
  • Lage und Funktion der Plazenta
  • Biometrische Daten:
    Abstand von Schläfe zu Schläfe (Biparietaler Durchmesser (BPD))
    Abstand Stirn zu Hinterkopf (Fronto-okzipitaler Durchmesser (FOD))
    Kopfumfang (KU) – als Alternative zum FOD
  • Abstand rechter zu linker Bauchseite (Abdomen/Thorax-quer-Durchmesser (ATD)) Alternativen zum ADT:
    Abstand Bauchnabel zum Rückgrat (Abdomen/Thorax-a.p. Durchmesser (APD))
    Bauchumfang (Abdomen/Thorax- Umfang (AU))
  • Oberschenkelknochenlänge (Femurlänge (FL))
  • Oberarmknochenlänge als Alternative zum FL (Humeruslänge (HL))
  • Überprüfung der Kopfform und des Gehirns des Babys
  • Überprüfung Hals/Rückgrat des Babys
  • Brustraumüberprüfung (Position und Funktion des Herzens)
  • Rumpfüberprüfung (genaue Begutachtung der Organe) Die Femurlänge multipliziert mit sieben ergibt die ungefähre Scheitel-Fersen-Länge (SFL).

    Pflege des Bauchs

    Der Bauch wird immer runder und dies bedeutet eine starke Belastung für das Gewebe und die Haut. Vielleicht spürst du hin und wieder ein merkwürdiges Jucken oder Ziepen am Bauch. Hier hilft das regelmäßige Eincremen mit einem gutem Körperöl. Auch eine leichte Zupfmassage ist eine gute Idee und tut dem Gewebe und der Haut gut. Hierzu nimmt man kleine Hautpartien zwischen Daumen und Mittelfinger und zieht sie hoch. Es zwickt leicht, soll aber nicht weh tun. Dann arbeitest du dich Zentimeter um Zentimeter vor. Ob dieses aufwändige Prozedere aber wirklich dafür sorgt, dass du keine Schwangerschaftsstreifen bekommst, ist nicht sicher.
    Solltest du eine dunkle Linie auf deinem Bauch bemerken, so handelt es sich vermutlich um die Linea Nigra. Eine durch die Melaninanreicherung sichtbar werdende Gewebefalte. Die Färbung verschwindet nach der Schwangerschaft wieder.

    [KaKra]

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