17. Schwangerschaftswoche (17. SSW)

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17. Schwangerschaftswoche
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17. Schwangerschaftswoche

Die Zeit vergeht wie im Fluge. Es gibt auch in dieser Woche eine Reihe erfreulicher Dinge und obendrein sind nun umfangreiche Untersuchungen möglich. Diese können Aufschluss über eventuell vorhandene genetische Abweichungen geben.
Was du hier lesen kannst:
  • Was du tun kannst
  • Veränderungen des Körpers in der 17. SSW
  • Entwicklung des Embryos
  • Pränataldiagnostik in der Schwangerschaft
  • Bedeutung für die Eltern
  • Trisomie 21 und Down Syndrom
  • Eisenmangel
  • Alpträume
  • Venenpflege
  • Sport in der Schwangerschaft
  • Hämorrhoiden
  • Gewichtsverteilung

Was du tun kannst

Für viele Frauen beginnt die Schwangerschaft nun anstrengender zu werden. Dies ist vor allem deshalb so, weil es einfach immer haufenweise Fragen gibt, auf die man allein keine Antwort mehr geben kann. Nicht wenige Frauen haben einen Arzttermin nach dem nächsten und fühlen sich meist schnell emotional und körperlich am Ende, da diese neue Situation und einige Zukunftsängste sie belasten.

Hilfe suchen

Du solltest dir für die alltäglichen Dinge auf jeden Fall Hilfe suchen. Bitte deinen Partner, deine Freunde und Familie, dir bei der Hausarbeit und allen anderen alltäglichen Dingen, wie zum Beispiel dem Einkaufen, zu helfen. Gerade der Großeinkauf sollte immer in Begleitung gemacht werden, da die Tüten schnell sehr schwer werden. Auch beim Renovieren des neuen Kinderzimmers solltest du dir jemanden suchen, der dir dabei helfen kann.

Es ist keine Schande, dass du in der Schwangerschaft nach Unterstützung suchst und fragst und vermutlich werden viele aus deinem Umfeld dir gerne helfen und so ein wenig teilhaben an deiner spannenden Reise in einen ganz neuen Abschnitt deines Lebens. Für die mentale Ausgeglichenheit, die du immer anstreben solltest, kannst du auch Yoga machen oder einfach meditieren, je nachdem was dir eher liegt. Für beides ist es nicht zwingend erforderlich, einen Kurs zu besuchen, sondern du könntest dir auch ein Buch oder eine DVD besorgen. Achte nur darauf, dass du Schwangerschaftsyoga machst oder einfach nur entspannende Musik auflegst und dabei einige Übungen machst, die dir die Hebammen zeigen können.

Auch wenn du es vielleicht übertrieben findest, achte darauf, dir ausreichend Ruhe zu gönnen. Dein Körper macht enorme Veränderungen durch und sowohl du als auch dein ungeborenes Kind brauchen Ruhe und Entspannung. Es ist wichtig, sich nicht mit unnötigem Stress zu belasten oder alles allein stemmen zu wollen.

Veränderungen des Körpers in der 17. SSW

Wie schon in den Wochen davor wird sich deine Gebärmutter weiter ausdehnen. Dies hat zur Folge, dass dein Bauch sich deutlich härter anfühlen wird. Durch dieses Wachstum werden deine Organe nun nach oben gedrückt. Hierdurch kann es zu gelegentlichem Sodbrennen kommen. Das Sodbrennen lässt sich leicht mit etwas Natron oder Bullrichsalz in den Griff bekommen. Auch kann es sein, dass du nun an Verstopfung leidest. Ein unangenehmes Thema, welches aber Schwangere im zweiten Trimester gern einmal plagt.

Verstopfung: Eine Plage in der Schwangerschaft

Um einer Verstopfung vorzubeugen, solltest du auf eine gesunde Ernährung achten. Dies gilt nicht nur für die Schwangerschaft, sondern auch für die folgende Stillzeit. Vergiss nicht: Du bist, was du isst. Obwohl jeder diesen Satz kennt, solltest du einmal darüber nachdenken, wie viel Weisheit in ihm steckt. Deine Nahrungsmittel sind die Bausteine, aus denen neue Zellen gebildet werden. Dein Kind bekommt das, was du zu dir nimmst ebenfalls ab. Bei ungesunder Ernährung kann es schnell zu Mangelerscheinungen kommen und das solltest du auf jeden Fall vermeiden. Versuche regelmäßig etwas Dörrobst zu essen, Vollkornprodukte und natürlich viel Gemüse und Obst. Leidest du akut unter Verstopfung, solltest du fettreiches Essen meiden, da dieses die Beschwerden nur verschlimmert.

Gewichtsveränderungen in der 17. SSW

Vermutlich nimmst du fleißig weiter zu. Ein halbes Kilo pro Woche ist durchaus nicht ungewöhnlich. Je nach Ausgangslage deines Gewichts hast du womöglich schon zwei bis fünf Kilo zugenommen. Vermeide es abzunehmen! Beim Gewichtsverlust werden Giftstoffe freigesetzt, die sich in den Fettzellen befinden.

Solltest du laut BMI (Body Mass Index) untergewichtig gewesen sein, so wirst du vermutlich im Durchschnitt mehr zunehmen als andere Schwangere, die ein eher durchschnittliches Gewicht gehabt haben. Schwangere mit leichtem Übergewicht nehmen womöglich gar nicht groß zu, zumindest in den ersten Wochen nicht. Generell solltest du dir über das Gewicht aber nicht den Kopf zerbrechen. Ein Teil des Gewichtes entfällt auf Dinge, die nach der Geburt nahezu sofort verschwinden: Das Kind, die Plazenta und das Fruchtwasser.

Mutterbänder und Schwangerschaftsstreifen

Die Mutterbänder verbinden die Gebärmutter mit dem Beckenknochen und müssen sich nun weiter dehnen. Dadurch können Schmerzen entstehen. Auch Rückenschmerzen oder Schmerzen in anderen Körperregionen können von den Mutterbändern ausgestrahlt werden. Meistens dauern die Schmerzen nur kurz an. Sollten sie aber dauerhaft präsent sein und dich wirklich belasten, solltest du einen Arzt um Rat fragen, auch die Hebamme deines Vertrauens, so du schon eine hast, weiß sicher Rat.

Übrigens können nun langsam die ersten Dehnungsstreifen auf dem Bauch auftauchen. Hier kann man mit Massageölen und regelmäßiger Pflege etwas vorbeugen. Du wirst auch bemerken, wie deine Brustwarzen und die umgebenen Höfe immer dunkler und größer werden und womöglich kannst du eine dunkle Linie auf deinem Bauch erkennen, die über den Nabel bis hinab zum Schambein läuft. Dies ist die sogenannte Linea Nigra, die nach der Geburt wieder heller und nicht mehr sichtbar sein wird.

Entwicklung des Embryos

Größe und Gewicht in der 17.SSW

Dein Kind ist nun so groß wie eine Birne. Es misst also ungefähr 10,6 Zentimeter und wiegt circa 100 Gramm. Ab jetzt sich die Größenangaben nicht mehr wirklich so leicht vorherzusagen und entwickeln sich deutlich unterschiedlicher und individueller von Schwangerer zu Schwangerer. Es besteht also kein Grund gleich in Panik zu verfallen, sollte dein Würmchen noch etwas kleiner oder sogar schon etwas größer sein. Solange der Arzt sonst keine Auffälligkeiten entdeckt, kannst du davon ausgehen, dass mit dem Kind alles in Ordnung ist.

Das Skelett deines Babys bildet sich immer weiter aus. Die weichen Knorpel, die bisher für die Stabilität im Körper des Ungeborenen gesorgt haben, werden nun langsam durch feste Knochen ersetzt. Auch entsteht beim Embryo nun die erste Fettschicht, die ihm hilft, seine Körpertemperatur zu regulieren.
Um das Rückenmark und die Nervenzellen entwickelt sich nun eine schützende Substanz.

Das Baby trainiert fleißig

Auch Atemübungen stehen jetzt auf dem Trainingsplan von deinem Kind. Es atmet Fruchtwasser ein und wieder aus. Keine Sorge, das ist alles unproblematisch und völlig normal. Auf dem Ultraschall kann man das Kind nun auch öfter beobachten, wie es am Daumen nuckelt, womit es den Saugreflex trainiert oder manchmal sogar mit der Nabelschnur spielt.
Beides sieht äußerst süß aus ist aber vor allem lebenswichtig. Denn diese Beschäftigung im Bauch trainiert den Saug-, Atem- und Greifreflex des Babys. Wenn du Glück hast, kannst du dies bei deinem Frauenarzt beobachten, wenn dieser gerade einen Ultraschall macht.

Ist das Kind gesund?

Spezifischere Untersuchungen, wie zum Beispiel die Fruchtwasseruntersuchung, auch Amniozentese genannt, gehören in den Bereich der Pränataldiagnostik, die immer dann zum Einsatz kommt, wenn bei der ersten großen Vorsorgeuntersuchung, welche in der 11. bis zur 13. SSW durchgeführt wird, Auffälligkeiten beim Baby entdeckt werden. Die oben genannte Fruchtwasseruntersuchung findet in der Regel erst zwischen der 14. und 17. Schwangerschaftswoche statt.

Pränataldiagnostik in der Schwangerschaft

Der Name Pränataldiagnostik (kurz PND) weißt schon gut darauf hin, um was es hier geht. Er setzt sich aus den Teilen Prä, natal und Diagnostik zusammen und heißt übersetzt in etwa so viel wie vorgeburtliche Diagnostik. Damit bezeichnet man alle gesundheitlichen Untersuchungen, die der Frauenarzt während der Schwangerschaft bei der Mutter und dem Kind durchführt. Sie dient vor allem dem Zweck, Fehlbildungen beim Kind frühzeitig zu entdecken und auch sonstige Auffälligkeiten untersuchen zu können. Derzeit gibt es eine ganze Reihe von Verfahren, mit denen das möglich ist. Im Folgenden sehen wir uns einmal die gebräuchlichsten Methoden im Detail an:
  • Ersttrimesterscreening: Dieser sollte von allen Frauen gemacht werden und wird in der Regel von allen gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Zeitlich ist er zwischen der 11. und 13. Schwangerschaftswoche angelegt und es handelt sich dabei um eine nicht invasive Methode, was eigentlich nur bedeutet, dass nicht in den Bauch gepikst werden muss.
  • Nackentransparenzmessung: Diese wird mit dem Ultraschall gemacht und zusätzlich gibt es noch einen Bluttest von der werdenden Mama. Macht sich der Arzt dann noch die Mühe, das Nasenbein zu messen, so ist das ermittelte Ergebnis noch genauer. Ziel dieser Untersuchung ist es herauszufinden, ob eine Trisomie 21, also das sogenannte Down Syndrom, vorliegen könnte. Sollte dies bei dir der Fall sein, mach dich nicht verrückt! In vielen Fällen stellt eine genauere Untersuchung fest, dass doch alles in Ordnung ist. Sollte dies nicht der Fall sein, muss das auch nicht gleich eine Katastrophe sein. Eine Beratungsstelle kann hier eine enorme Hilfe sein.
  • Organultraschall: Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um einen sehr genauen Ultraschall der Organe des Babys. Diese Feindiagnostik kann zwischen der 19. und 22. SSW gemacht werden. Auch hier handelt es sich um eine nicht invasive Untersuchung, da die Organe alle per Ultraschall begutachtet werden. Viele Frauenärzte machen hierbei dann auch noch ein schönes Foto vom Gesicht, welches die Eltern als Andenken mit nach Hause nehmen dürfen.
    • Triple- oder quadriple Test: Dieser kann zwischen der 15. und 18. SSW durchgeführt werden. Hierbei handelt es sich um einen Bluttest, der bei der werdenden Mama gemacht wird und bei dem drei oder vier Werte, wie der Name schon sagt, untersucht werden, die ebenfalls auf eine Trisomie 18 oder 21 hindeuten können.
    • Chorionzottenbiopsie, Amniozentese: Diese werden vorgeschlagen, sollte der Frauenarzt etwas Ungewöhnliches entdeckt habe sich nun Klarheit verschaffen möchte. Beide sind invasive Methoden, denn in beiden Fällen muss in den Bauch gestochen werden. Erstere kann schon in der 11. Schwangerschaftswoche gemacht werden. Bei der Chorionzottenbiopsie wird etwas Gewebe von der Plazenta entfernt und mit diesen Zellen wird dann ein Gentest durchgeführt. Die Amniozentese, oder auch Fruchtwasserpunktion, entnimmt etwas Fruchtwasser, wodurch man direkt die Zellen des Kindes mit einem Gentest untersuchen kann. Sie ist ab der 13. SSW möglich. Bei beiden Untersuchungsmethoden ist das Ergebnis genauer. Sie werden allerdings in der Regel nur gemacht, wenn der Verdacht besteht, dass ein Gendefekt vorliegen könnte, denn die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt steigt um 0,5% bei der Amniozentese und um 1% bei der Chorionzottenbiopsie. Diese Untersuchungen wollen also wohl überlegt sein und nicht ohne guten Grund durchgeführt werden.
    • Nabelschnurpunktion: Hierbei wird Blut aus der Nabelschnur gewonnen. Auch dies ist ein invasiver Eingriff und wird nur in seltenen Fällen gemacht. Das Blut kann auf Toxoplasmose, Röteln und die Blutgruppe hin untersucht werden.

    Bedeutung für die Eltern

    Widmen wir uns einmal der Frage, was es denn überhaupt bedeutet, wenn das Ergebnis lautet: hohe Wahrscheinlichkeit einer Trisomie 21. Die Frage, die man sich nun stellen muss ist folgende: Will man wirklich das Risiko einer Fehlgeburt in Kauf nehmen, nur um zu wissen, ob das Kind eine Behinderung haben könnte oder möchte man dies vielleicht gar nicht im Vorfeld wissen? Dies ist eine sehr persönliche und individuelle Entscheidung, bei der es kaum ein Richtig oder Falsch gibt.

    Wichtig ist, und das sollte man nie vergessen, alle Untersuchungen im Rahmen der PND zeigen nur Wahrscheinlichkeiten in verschiedenen Abstufungen von gering zu hoch auf. Auch wissenswert ist, dass alle Krankheiten, die sich so diagnostizieren lassen, bis heute nicht heilbar sind.
    Letztendlich kann diese ganze Untersuchungsreihe nur eine Frage aufwerfen: Können und wollen die Eltern mit einem unheilbar kranken oder genetisch nicht gesunden Kind leben oder wollen sie lieber eine Abtreibung in Erwägung ziehen? Es ist durchaus eine Überlegung wert, einen solchen Befund nicht vorab haben zu wollen, denn vielleicht fällt die Entscheidung nach der Geburt dann doch anders aus.

    Es ist eine verzwickte Situation, in der keiner stecken möchte. Beachte immer: es ist deine Entscheidung, ob du eine weitere Aufklärung wünschst oder ob dir die Ungewissheit lieber ist. Die Wahl haben du und dein Partner und da kann euch keiner reinreden, denn es hat alles seine Vor- und Nachteile. Allerdings ist eine vernünftige Beratung von einem Facharzt eine gute Sache und auch die Hilfe eines Therapeuten bei der Entscheidungsfindung kann nicht verkehrt sein.

    Trisomie 21 und Down Syndrom

    Schon in der Schwangerschaft ist es mit Hilfe der Pränataldiagnostik möglich, erste Anzeichen einer Trisomie 21 zu erkennen. Vor allem durch die Nackentransparenzmessung und den Organultraschall kann man hier frühzeitig weitere Untersuchungen einleiten.

    Ab 35 Jahren steigt bei der Mutter das Risiko, dass es zu einer Trisomie 21 kommt. Das Alter des Vaters scheint hierbei keine Rolle zu spielen.
    Lässt eine Untersuchung eine Trisomie 21 erahnen, können weitere Untersuchungen gemacht werden, die dieses Ergebnis untermauern. Sollte dies der Fall sein, besteht meist noch eine Chance auf eine Abtreibung, so die Eltern dies wünschen. Beratungsstellen stehen den Eltern bei dieser schwierigen Entscheidung zur Seite.

    Was ist die Trisomie 21?

    John Langdon-Down beschrieb das Down Syndrom, wie die Trisomie 21 auch genannt wird, erstmals im Jahre 1866. Die genetische Ursache erkannte aber erst 100 Jahre später Jérôme Lejeune. Jeder Mensch hat, wie bekannt sein dürfte, 23 Chromosomenpaare. 22 davon sind die sogenannten Autosomen und 1 Paar ist das Gonosom. Das Gonosomenpaar nennt man auch Geschlechtschromosome, denn sie legen das Geschlecht des Kindes fest. Insgesamt haben wir also 46 Chromosomen in jeder unserer Zellen.

    Wie entsteht das Down-Syndrom?

    Bei der Trisomie 21 befinden sich aber 47 Chromosomen in der Zelle, was dadurch kommt, dass das 21. Chromosom drei anstatt nur zwei mal vorhanden ist. Der Grund hierfür liegt darin, dass sich das Chromosomenpaar 21 bei der Reifeteilung nicht wie es normal wäre getrennt hat, sondern die Eizelle - oder seltener auch die Samenzelle - zwei Chromosomen enthält. Hierdurch kommt es zu einer Verschmelzung von 24 (23 wären normal) Chromosomen von der einen und 23 Chromosomen von der anderen Seite. Das Resultat ist eine Trisomie 21.

    Was bedeutet eine Trisomie 21 für das Kind?

    Diese Veränderung im menschlichen Genom führt dazu, dass es zu körperlichen und geistigen Veränderungen kommt. Das Aussehen, die Organe und die kognitiven Fähigkeiten sind anders, als bei einem Menschen mit einem normalen Gensatz.
    Typische körperliche Merkmale einer Trisomie 21 ist die spitz zulaufende Lidfalte, die flache Nase und die Sprenkel an den Außenseiten der Regenbogenhaut. Häufig betroffen sind ebenfalls Herz, Darm, Fortpflanzungsorgane und die Ohren.
    Die meisten der organischen Fehlentwicklungen lassen sich heute in der Regel gut operativ behandeln. Männer mit Trisomie 21 sind in der Regel unfruchtbar, Frauen nicht. Der Grad der geistigen Behinderung allerdings ist sehr unterschiedlich. Die meisten Menschen mit einer Trisomie 21 sind aber in der Lage, zumindest Lesen und Schreiben ähnlich zu erlernen, wie Gleichaltrige ohne Behinderung.

    Interessant ist das äußerst soziale Verhalten von Menschen mit Down Syndrom. Wichtig ist zu wissen, dass auch Menschen mit Down Syndrom ein lebenswertes Dasein führen können und dass es durchaus einige gibt, die das Gymnasium abgeschlossen und sogar studierten haben. Auch gibt es eine Zeitschrift, die von Menschen mit Trisomie 21 verfasst wird, diese nennt sich “Ohrenkuss”.

    Entscheidungen treffen

    Die geistigen Entwicklungen und Fähigkeiten hängen stark von der Frühförderung bis ins Jugendalter ab und verlangen eine große Einsatzbereitschaft von den Eltern. Trisomie 21 ist also definitiv ein schwieriger Befund, doch es ist durchaus sinnvoll, alle Möglichkeiten abzuwägen. Auch eine Adoptionsfreigabe kommt in Frage, wenn man mit einer Abtreibung nicht leben könnte. Hilfe- und Beratungsstellen sollten hierbei der erste Anlaufpunkt sein, solltest du ein Kind mit Trisomie 21 erwarten.

    Eisenmangel

    In der Schwangerschaft kann es leicht zu einer Anämie, also einem Eisenmangel, kommen, da sich das Blutvolumen vergrößert. Folgende Anzeichen können auf einen Eisenmangel hindeuten und sollten einen Besuch beim Arzt auslösen, damit dieser den Hämoglobinwert in deinem Blut untersuchen kann:
    • blasse Haut
    • starke Müdigkeit
    • ständige Infekte
    • Schwindel-Anfälle
    • schwarze Punkte unter den Augen
    Du kannst einem Eisenmangel vorbeugen, indem du viel Hirse, Roggen, Linsen und rotes Fleisch zu dir nimmst. Auch die Einnahme von Eisenpräparaten ist möglich, wenn dein Frauenarzt keine Einwände erhebt.

    Alpträume

    Einige Schwangere leiden vermehrt unter bösen Träumen. Der Grund ist in der Regel in der Hormonumstellung zu finden. Auch emotionaler Stress oder eine Depression können Auslöser von Alpträumen sein. Prinzipiell helfen hier Entspannungsübungen, Yoga und Meditationen. Rede mit deinem Partner oder Freunden darüber und mach dir klar, dass es nur Träume sind. In den allermeisten Fällen steckt nichts dahinter. Auch ein Therapeut kann helfen, unbewusste Ängste zu erkennen und aufzuarbeiten.
    Abhilfe kann ein entspannendes Abendritual schaffen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem heißen Bad, entspannender Musik, einer angenehmen Massage oder einem guten, nicht zu aufregenden Buch? Vielleicht hilft es auch schon, über die Träume zu reden. Sei dir aber gewiss, du bist nicht die Einzige, die sich mit Horrorgeschichten im Schlaf plagt.

    Venenpflege

    Der Kreislauf der Schwangeren muss im Laufe der Schwangerschaft Höchstleistungen erbringen. Die Blutmenge ist enorm gesteigert und das Wachstum von Baby und Uterus belasten den mütterlichen Körper. Der Druck, der nun auf den Venen lastet ist deutlich erhöht und bestimmte Hormone lockern auch noch die Wände der Adern, was es deutlich schwieriger für das Herz und die Gefäße macht, das Blut aus den unteren Körperregionen wieder zurückzuleiten. Die Gebärmutter und auch Verstopfungen üben weiteren Druck auf die Venen im Bauchraum aus.
    Aufgrund dieser körperlichen Entwicklungen leiden viele Schwangere unter Venenerweiterungen (Varizen), die sich als Krampfadern oder Hämorrhoiden äußern. Krampfadern im Schambereich verschwinden in der Regel nach der Schwangerschaft wieder. Die an den Beinen bleiben dir meistens erhalten. Diese Venenerweiterungen können sehr unangenehm und schmerzhaft sein. Deshalb ist eine gute Venenpflege notwendig.

    Venenproblemen vorbeugen

    Sport und eine gesunde Ernährung bieten hierbei die Grundlage. Viele Ballaststoffe, Vitamin C und E sollen Krampfadern wirksam vorbeugen. Vitamin C findet sich in Gemüse, Obst und Säften und Vitamin E findest du vor allem in pflanzlichen Ölen wie Sonnenblumen-, Weizenkeim- oder Olivenöl. Ebenfalls hilfreich ist regelmäßige Beckenbodengymnastik

    Linderung der Beschwerden

    Solltest du schon Krampfadern oder Hämorrhoiden haben, so lindern Kräutersalben die Beschwerden und können blutende Varizen sogar zur Heilung bringen. Auch eine Akupunkturbehandlung oder Shiatsu können Linderung verschaffen. Alle Tipps sollten vorher individuell mit deinem Arzt oder deiner Hebamme besprochen werden. Auch hilfreich bei Hämorrhoiden kann das Auftragen von Quercus-Salbe sein.

    Sport in der Schwangerschaft

    Auch wenn alle immer davon reden, dass man sich in einer Schwangerschaft schonen sollte, kann und sollte man trotzdem ein wenig Sport treiben. Sport in der Schwangerschaft tut sowohl der Mutter als auch dem Kind gut. Wenn du dich sportlich betätigst, wird dein Kind mehr durchgeschaukelt und seine Sinnesorgane entwickeln sich besser. Bei dir als werdende Mama kann Sport dafür sorgen, dass du eine bessere Körperhaltung einnimmst, Rückenschmerzen verschwinden und sogar Venenstaus und Wadenkrämpfen kann man damit vorbeugen.

    Natürlich ist nicht jede Sportart geeignet. Extremsportarten und Kampfsport sollte man tunlichst sein lassen. Auch Sportarten mit schnellen Richtungswechseln wie Fußball oder Tennis sind nicht so gut, da die Bänder, Sehnen und Muskeln weicher sind und du somit häufiger umknicken kannst. Auch verschiebt sich durch die Schwangerschaft dein Schwerpunkt nach unten. Am besten geeignet sind Ausdauersportarten wie Tanzen, Walken, Schwimmen oder Fahrradfahren. Auch Yoga und Pilates sind in der Schwangerschaft erlaubt. Weitere Anreize kann dir sicher auch deine Hebamme oder dein Frauenarzt geben, mit denen du durchaus über deine Pläne sprechen solltest.

    Hämorrhoiden

    Darüber spricht niemand gerne, doch die meisten Schwangeren bekommen früher oder später Probleme mit ihnen. Dabei handelt es sich um Adern im Enddarm, die sich aufgrund der erhöhten Blutmenge im Beckenbereich stark ausweiten. Wenn du eine Veranlagung für Krampfadern hast oder in einer vorherigen Schwangerschaft schon einmal Probleme gehabt hast, dann ist es ziemlich sicher, dass du auch jetzt wieder „Freude“ mit ihnen haben wirst. Vermeide Verstopfung, trinke viel Wasser und bewege dich regelmäßig, um Hämorrhoiden vorzubeugen. Ist dies nicht geglückt, kannst du mit Quercus-Salbe oder Teebaumölzäpfchen Abhilfe schaffen. Besprich aber alle Salben und Zäpfchen erst mit deinem Arzt oder deiner Hebamme. Warme Sitzbäder mit Kamille helfen ebenfalls, auch kannst du eine hervorgetretene Hämorrhoide entweder wieder zurückschieben oder, sollte das nicht gehen, kühle sie vorsichtig. Bei starken Beschwerden ist umgehend ein Arzt aufzusuchen.

    Gewichtsverteilung

    Um dir schon mal einen Überblick zu geben, wo die Gewichtszunahme herkommt und wohin sie geht, kannst du hier eine kleine Aufschlüsselung lesen. Diese Werte beziehen sich auf das jeweilige Gewicht kurz vor der eigentlichen Geburt und sind nur grobe Anhaltspunkte:
    • Gebärmutter (circa 1000 Gramm)
    • Plazenta (circa 650 Gramm)
    • Fruchtwasser (circa 1000 Gramm)
    • Brüste und erste Milch (circa 450 Gramm)
    • Blut (circa 1500 Gramm)
    • Fettpolster (circa 1800 Gramm)
    • Wasser (circa 3500 Gramm)
    Damit kommst du auf eine ungefähre Gewichtszunahme von 9900 Gramm und dazu kommt noch das Baby, das in der Regel auch durchschnittlich 3500 Gramm auf die Waage bringt. Somit kommen wir auf eine Gewichtszunahme von 13,4 kg. Tröste dich damit, dass diese Kilos größtenteils mit der Geburt verschwinden werden.

    [KaKra]

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