Blasensprung

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Wann sie wohl platzt?
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Wann sie wohl platzt?

Während der Schwangerschaft liegt das Ungeborene sicher und geschützt im Fruchtwasser der Fruchtblase, wo es wächst und gedeiht. Bildet sich ein Riss in dieser Blase, fließt das Fruchtwasser Richtung Muttermund und Scheide. Der sogenannte Blasensprung hat stattgefunden.

Bei den meisten Frauen findet der Blasensprung während der Geburt gegen Ende des ersten Wehenstadiums (Eröffnungsphase) statt, einige erleben ihn aber auch noch vor den Wehen. Der Blasensprung gilt als sicheres Zeichen, dass die Geburt nun bald losgeht. Platzt die Fruchtblase einige Zeit vor dem errechneten Geburtstermin, spricht man von einem vorzeitigen Blasensprung.

Fruchtwasser

Am Ende der Schwangerschaft ist das Kind von circa einem Liter Fruchtwasser umgeben. Reißt schließlich die Fruchtblase, geht diese Flüssigkeit tröpfchenweise oder schwallartig verloren. Viele Frauen sind davon überrascht, je nachdem wie viel Flüssigkeit wie schnell austritt – es können bis zu 800 Milliliter sein. Um einigermaßen trockenen Fußes das Krankenhaus zu erreichen, empfehlen Hebammen und Ärzte beim Blasensprung den Einsatz einer Binde.

Die hat nämlich den Vorteil, dass Du sehen kannst, welche Farbe die austretende Flüssigkeit hat. Viele Schwangere sind sich nämlich unsicher, ob es sich um Fruchtwasser oder Urin handelt, der zum Ende der Schwangerschaft häufig austritt.

  • Beim Fruchtwasser ist eine klare, gelbliche Färbung, mit süßlichem Geruch normal.
  • Grünes Fruchtwasser dagegen deutet darauf hin, dass das Kind einen (vorübergehenden) Sauerstoffmangel erlitten und das sogenannte Kindspech ins Fruchtwasser abgegeben hat. Dies ist der Fall, wenn das Kind übertragen wurde und die Plazenta nicht mehr richtig arbeitet.

Fruchtwasser oder Urin?

Solltest Du Dir nicht sicher sein, ob es sich um Urin oder Fruchtwasser handelt, gerade wenn die Flüssigkeit nur tröpfchenweise austritt, sprich am besten mit Deinem Arzt. Der kann mithilfe eines pH-Indikatorpapiers definitiv bestimmen, um welche Flüssigkeit es sich handelt. Geht das Fruchtwasser schwallartig ab, reicht mitunter eine einfache Binde nicht aus. Hier ist dann vielleicht ein altes Handtuch praktischer, auch wenn es komisch aussehen sollte. Der Autositz bleibt so eher trocken.

Sprengung der Fruchtblase

Generell gilt, je länger die Fruchtblase intakt ist, desto schonender verläuft die Geburt für Mami und Kind. Da der Druck des Köpfchens durch das Fruchtwasser gedämpft wird und die Wehen so besser verarbeitet werden können. Soll heißen, die werdende Mutter braucht weniger Schmerzmittel. Der Vorteil für das Baby liegt im größeren Bewegungsspielraum, den es bei geschlossener Fruchtblase hat. Es kann seinen Kopf besser drehen und beugen und somit seinen Weg leichter durch den Geburtskanal finden.

War es früher noch häufig üblich, die Geburt durch Sprengung der Fruchtblase einzuleiten, wird heute weitgehend davon abgesehen. Denn es gibt große Nachteile bei diesem Vorgehen. So ist die Infektionsgefahr für das Neugeborene erhöht und bei der Mutter kann es zu Rissen am Muttermund kommen, sollte dieser nicht weit genug geöffnet sein.

Eine Sprengung der Fruchtblase ist dann sinnvoll, wenn die Geburt längere Zeit nicht vorangeht, Mutter und Kind aber bereits sehr erschöpft sind oder aber, wenn sich die Fruchtblase so stark vorwölbt, dass der Pressdrang zu früh einsetzt. Hier kommt dann der sogenannte Blasensprenger zum Einsatz, ein Gummifingerling mit kleinen Häkchen dran, mit dem die Fruchtblase angepikst wird. Der Piks selbst tut nicht weh, dafür werden die Wehen danach meist heftiger und die Geburt schreitet voran.

[AKH]

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