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Erkältung in der Schwangerschaft

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Erkältung der Schwangeren: Meist kein Problem!
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AutoreninfoMag. Reka Schausberger
aktualisiert: 30.07.2021Mehrfache Mutter
Erziehung, Familie, Psychologie
Während einer Schwangerschaft sind viele Frauen häufiger erkältet als zuvor, da sich die Abwehrkräfte vermehrt darauf konzentrieren, den Fötus zu schützen. In den meisten Fällen können Husten und Schnupfen dem Ungeborenen nicht schaden, dafür hat die Natur durch einen ausgeklügelten Schutz gesorgt.

Bei einer Erkältung mit Fieber in der Schwangerschaft solltest du aber vorsichtig sein, wenn die Temperatur für mehrere Tage auf über 39 Grad steigt. Dann besteht die Gefahr von frühzeitigen Wehen, es könnte zu einer Frühgeburt kommen. Gefahr besteht auch, wenn das Fieber von Bauchschmerzen begleitet wird.

Der Körper ist während der Schwangerschaft anfälliger

Der Körper wird während der Schwangerschaft anfälliger für Infektionen, Husten, Schnupfen und die Grippe. Vorbeugend können z.B spezielle Vitamin- oder Mineralienpräparate für schwangere Frauen eingenommen werden.

Generell gilt aber: Schone Dich häufig und versuche Dein Stresslevel auf einem Minimum zu halten!

Wenn es Dich dann doch erwischt hat, und es passiert vielen, dann bewahre einen kühlen Kopf (im wahrsten Sinne des Wortes). Der kleine Racker in deinem Bauch wird das wegstecken.

Nestschutz

Das Kind ist nämlich in der Fruchtblase besonders geschützt. Etwaige Viren befallen bei einer Erkältung vorwiegend die Nasen- und Rachenschleimhaut sowie die oberen Atemwege der Frau. Bevor sie tiefer in den Körper vordringen, hat das Immunsystem in der Regel schon genug Abwehrstoffe gebildet.

Die Gebärmutter trägt ihren Teil dazu bei. Sie schützt das Baby gegen die Viren wie z.B. der Grippe, die Plazentaschranke hält viele Erreger zurück. Auch die Druckerhöhung die durch Husten auf den Bauch entsteht fügt dem Ungeborenen keinerlei Schaden zu. Nies-  oder Hustenanfälle kommen bei ihm nur als sanfte Wellenbewegungen an.

Sekundärinfektionen

Eine Gefahr Die Schleimhäute bilden normalerweise eine natürliche Barriere gegen eindringende Substanzen von außen. Die Erkältung schwächt diese Barriere allerdings. So haben es andere Erreger (wie Bakterien) leichter, ebenfalls in den Körper einzudringen. Wenn das passiert, sprechen Mediziner von einer Sekundär- oder Superinfektion. Da eine bakterielle Infektion, sowohl für das Ungeborene als auch die Mutter, gefährlicher werden kann als eine virale Erkältung solltest du in der Schwangerschaft versuchen, eine Erkältung, mit der Gefahr einer bakteriellen Sekundärinfektion, möglichst zu vermeiden. Dies kannst du tun indem du dich vor einer Infektion mit Bakterien schützt. Meide Menschenmassen und vor allem akut Erkrankte. Bakterien befinden sich zumeist auf Oberflächen wie Türklinken, Einkaufswagen, Geländern usw. Wasche deine Hände in der Erkältungszeit daher besonders häufig.

Hohes Fieber

Eine langanhaltend hohe Temperatur kann gefährlich werden für das ungeborene Baby. Bei sehr hohem Fieber (über 39 C°) solltest Du daher den Rat Deines Arztes einholen.

Welche Medikamente kann ich risikofrei einnehmen?

Rezeptfreie Erkältungsmittel solltest du meiden, da diese nicht alle auf Auswirkungen in Schwangerschafts- und Stillzeit getestet wurden. Außerdem können sie oft Alkohol oder Koffein enthalten. Wenn du wegen der Schmerzen zu Medikamenten greifen musst, dann am ehesten Paracetamol. Aspirin dagegen solltest Du besser meiden, da es die Entwicklung Deines Babys in den ersten Wochen der Schwangerschaft beeinflussen kann. Auch Ibuprofen können sich negativ auf das Herz-Kreislauf-System des Ungeborenen auswirken. Deshalb solltest du eine Erkältung nach Möglichkeit ohne Medikamente auskurieren. Fallen die Beschwerden nicht so heftig aus, ist das im Allgemeinen auch problemlos möglich.

Wichtig: Eine gesunde und vitaminreiche Ernährung ist in der Erkältungsphase ein absolutes muss, damit stärkst du dein Immunsystem.

Ist die Einnahme von Medikamenten unvermeidbar sollte das gerade in der Schwangerschaft immer in Absprache mit einem Arzt erfolgen.

Alternative Therapiemaßnahmen

  • Schnupfen: Kochsalzlösung statt Nasenspray
  • Husten: Zwiebelsirup statt Hustensaft
  • Kratzen im Hals: Salbeitee statt Lutschtabletten
  • Halsschmerzen: Kartoffelwickel statt Schmerzmittel

Schwitzen ist bei Erkältungssymptomen auch immer sehr hilfreich.

Quellen:

Ärzteblatt: Paracetamol in der Schwangerschaft - Studie: Paracetamol in der Schwangerschaft

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