Beschäftigungsverbot ?

sanchen88
sanchen88
15.07.2015 | 12 Antworten
Hi ihr Lieben, ich bräuchte mal dringend eure Hilfe. Meine Schwester arbeitet bei einer Lebensmittelkette, seit etwa dreieinhalb Jahren. Seit Mai hat sie einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Jetzt ist sie schwanger. Termin Ende November. Durch die SS kann sie nicht mehr schwer heben, bzw. schwere Arbeiten verrichten. Was ja eigentlich auch selbstverständlich ist. Allerdings nicht bei Ihrem Arbeitgeber! Jetzt hat sie extra ein Attest vom Arzt gebracht, dass sie diese schweren Arbeiten nicht mehr ausführen darf, und sie wird total zur Schnecke gemacht. Nur noch tyrannisiert. Sie ist nervlich am Ende und denkt über eine Kündigung nach. Da würde ihr dann aber Geld fürs Elterngeld fehlen.
Jetzt habe ich ihr geraten, sie soll sich erst mal krank schreiben lassen. Kann sie sich aber nicht auch ein Beschäftigungsverbot ausstellen lassen ? Kennt ihr euch damit aus ? Danke für eure Hilfe.
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1 Antwort
Eigentlich steht ihr ein schonplatz zu weigert sich der AG oder kann das nicht umsetzten kann auch er ein Beschäftigungsverbot erteilen. Kündigen darf sie nicht, im schlimmsten Fall bekommt die sogar 3 Monate sperre vom Amt und natürlich wirkt sich das negativ auf das elterngeld aus. Weigert sich der AG ein Beschäftigungsverbot zu erteilen sollte sie nochmal mit ihrer Ärztin sprechen. Soweit ich weiß wäre mobbing auch ein Grund für das bv und das ist ja in der Firma anscheinend gerade gegeben.
Jacky220789
Jacky220789 | 15.07.2015
2 Antwort
@Jacky220789 Stellt das Beschäftigungsverbot aber nicht der Frauenarzt aus ?
sanchen88
sanchen88 | 15.07.2015
3 Antwort
Beide können es ausstellen. Der Arzt wenn Gesundheit von Mutter und Kind in Gefahr ist, der AG wenn Bestimmungen zum Schutz der Mutter und des ungeborenen Kindes nicht gewährleistet werden können.
Jacky220789
Jacky220789 | 15.07.2015
4 Antwort
der arbeitgeber ist für die einhaltung der mutterschutzrichtlinien verantwortlich! der FA DARF in diesem fall kein BV erteilen sondern nur, wenn es aufgrund der schwangerschaft gesundheitliche probleme gibt. sie arbeitet bei einer lebensmittelkette? da gibt es sicher einen betriebsrat und einen betriebsärztlichen dienst. dies wären in ihrem fall die richtigen anlaufstellen.
ostkind
ostkind | 15.07.2015
5 Antwort
@ostkind Nee, so groß ist die Kette jetzt auch nicht. Denn's Bioladen. Ich glaube nicht, dass sie einen Betriebsrat haben, sonst hätte sie das schon mal erwähnt. Sie könnte es doch aber beim FA sagen, dass der AG sie weiterhin alles ausführen lassen will, da er meint, ne Palette abzuräumen könnte sogar ein Kind, oder schwere Käseleiber tragen und schneiden..
sanchen88
sanchen88 | 15.07.2015
6 Antwort
ich habe mein BV vom Frauenarzt bekommen, weil ich auch nicht mehr arbeiten konnte. schmerzen im Unterleib und fühlte mich nicht mehr wohl auf Arbeit. Es wurde hinten rum getuschelt weil ich wohl nicht mehr so fleissig wie vorher war und da belastete mich schon. Denn ich war immer da, geholfen wo es ging und dann das. Mein FA hat sofort ein BV ausgestellt. Kaum war ich daheim gings mir auch wieder besser, die schmerzen waren fast weg und ich als Mensch fühlte mich wieder um eingies wohler
JACQUI85
JACQUI85 | 15.07.2015
7 Antwort
wenns keinen Betriebsrat gibt, gibt's immer noch das Arbeitsgericht...soll sie ihm das doch mal vorschlagen..mal schauen was er dann macht da gibt's empfindliche strafen, wenn man sich nich ans Mutterschutzgesetz halten kann soll er sie doch ins BV schicken, wenn er meint es geht nich, wenn sie nur noch die leichteren arbeiten macht...dadurch entstehen ihm doch keine finanziellen Nachteile und er kann sich ne aushilfe suchen, ohne doppelt zahlen zu müssen der FA stellt das BV nur aus, wenns aus gesundheitlichen gründen nicht anders geht...der kann nichts dafür, wenn der AG sich nich ans gesetz halten will/kann.. gibt zwar ausnahmen, die dann auch eins ausstellen, aber eigentlich wär das in dem fall aufgabe des AG
gina87
gina87 | 15.07.2015
8 Antwort
@sanchen88 das kann dem FA kopf und kragen kosten, wenn er es ausstellt. der darf ein BV nur erteilen, wenn besondere risiken vorliegen, die sie komplett arbetisunfähig machen, aber NICHT, weil der arbeitgeber sich weigert, die mutterschutzbestimmungen einzuhalten. das arbeitsgericht ist eine gute anlaufstelle. vorher nochmal mit dem chef reden, auf die mutterschutzbestimmungen verweisen, auf sein recht bestehen. nicht einfach kopf einziehen und krank schreiben lassen!
ostkind
ostkind | 15.07.2015
9 Antwort
Denns ist definitiv gross genug, um sich an richtlinien zu halten! An der kasse, in der warendispo und zum putzen ist sie schliesslich einsetzbar! Sie soll sich direkt an ver.di oder einen anwalt wenden!
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 15.07.2015
10 Antwort
Also ich würde es zunächst mit einer Krankmeldung versuchen...das ist für eine Schwangere gewiss auch nicht allzu schwierig zu erwirken...
Mutti_2000
Mutti_2000 | 15.07.2015
11 Antwort
@Mutti_2000 Die Krankmeldung wirkt sich nach sechs Wochen, nämlich dann wenn sie ins Krankengeld fällt, zu ihrem Nachteil aus! Elterngeld waren glaub ich so um die 60% vom Durchschnittslohn. Und jetzt nimm mal 60% e-Geld von 60% des Lohns... Pi mal Daumen bleibt da viiiiel weniger vom Elterngeld. Ich hatte das Vergnügen weil meine damalige Firma in der ss mit meiner großen Kurzarbeit hatte. Erst nachdem ich das alles von nem Anwalt checken lassen wollte und sie auf eine Richtlinie der Bundesrepublik aufmerksam gemacht habe, in der geraten wird Schwangere von Kurzarbeit aus zu schließen, sind sie eingeknickt und haben drei Monate nach berechnet und nach gezahlt.
delila
delila | 16.07.2015
12 Antwort
Hallo, ich kenne das Problem. Mach es so.. Wenn der Chef sich quer stellt, frag den betriebsarzt. Bzw. lass dir die Nummer geben. Sollte er kein bv aussprechen und du schaffst es körperlich nicht mehr, wende ich an das Amt für Arbeitsschutz. . Das sollte die letzte Stelle sein, aber die werden dich definitiv unterstützen.
youfa
youfa | 30.08.2015

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