Unglücklich als Mutter

Froechlein
Froechlein
21.06.2020 | 34 Antworten
Hallo zusammen,

ich bin ganz neu hier und habe mich angemeldet weil ich einfach mal alles rauslassen muss und das Gefühl habe ganz allein zu sein.

Meine Tochter war ein absolutes Wunschkind und ich liebe sie über alles das ganz vorweg.
Dennoch waren die ersten Monate für mich sehr belastend.
Die ersten zwei Monate hatte ich ziemlich mit der neuen Situation zu kämpfen und mein Mann hat mich komplett alleine gelassen, da er gar keinen Bezug zu unserer Tochter hatte. In den darauffolgenden Monaten sanierte er unser Haus komplett sodass wir im Februar nach 2 Monaten, einziehen konnten. In dieser Zeit hätte er gerne mehr zuhause verbracht doch war nach der Arbeit meist auf der Baustelle. Wir hatten vor der Geburt viele Absprachen getroffen bzgl Freizeit und Entlastung für mich. Doch wurde alles über den Haufen geworfen und ich war komplett alleine mit meiner Tochter bis sie 5 Monate alt war.
Seit dem gibt mein Mann sich Mühe und doch ist es immer so dass eigentlich ich verantwortlich bin. Ich vergleiche das gern mit dem Kaninchen wofür die Eltern zuständig sind wenn das Kind die Lust verliert.
Aber auch von meinen Freunden fühle ich mich ausgeschlossen seit der Geburt. Wir sind die ersten im Freundeskreis und seit 9 Monaten (so alt ist sie nun) hat mich niemand auch nur mal gefragt ob ich etwas mit unternehmen möchte. Man trifft sich mal auf nen Kaffee hauptsächlich um das Baby zu sehen aber das wars.
Ich habe daraus die Entscheidung getroffen all die geplanten Aktivitäten die nicht stattfinden konnten weil mein Mann sich nicht kümmern konnte und die Dinge die ich sonst regelmäßig mit meinen Freunden gemacht habe nicht mehr zu machen. Ich wollte zum Beispiel einen Film im Kino gucken was nicht geklappt hat weil mein Mann es nicht geschafft hat an einem der 3 möglichen Tage. Dann guck ich ihn eben gar nicht.
Oder ich war Karneval immer mit einer Freundin einen Tag weg die mich nicht mal gefragt hat. Das werde ich nun nicht mehr tun.
Außerdem habe ich entschieden dass ich niemanden aus diesen Gründen mein Kind zum aufpassen geben werde. Ich möchte nicht dass mir jemand vorhält dass man auf sie aufpassen musste damit ich Spaß habe. Auch meinem Mann gebe ich sie nur damit ich Haushalt oder so machen kann.
Ich stehe zu meinen Entscheidungen und bin aber tot unglücklich. Ich fühle mich allein und hab das Gefühl das mein Leben eigentlich vorbei ist. Ich habe nur noch meine Tochter für die es Sinn macht stark zu sein. Alles was mir sonst Freude bereitet hat ist weg gebrochen.
Ich kann diese Entscheidungen aber nicht rückgängig machen denn dann würde ich wieder einknicken und ändern würde sich sowieso nichts denn beim nächsten Mal ist es wieder so.
Ich bin sogar so weit dass ich den Freundinnen die nun schwanger sind wünsche dass sie nach der Geburt von alleine sehen wie weh sie mir getan haben.
Ich weiß wirklich nicht mehr wie ich glücklich werden kann ohne meine Entscheidungen rückgängig zu machen, was mich auch frustrierend würde.
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34 Antworten

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1 Antwort
Ui, na das klingt schon ziemlich verfahren und verkopft bei dir. Erstmal das Thema "Freunde": Ich und ich glaube auch viele andere frische Muttis kennen dieses Gefühl dass sich keiner von damals mehr meldet, man irgendwie allein ist, keiner mal fragt usw. Habe ich schon oft gelesen, gehört und auch mir ging es damals so. Daher muss ich dir diesen Zahn auch ziehen. Vermutlich wird sich da auch keiner mehr großartig melden, weil ihr jetzt Eltern seid. Man kann mit euch nicht mehr das machen, was man ohne Kind mit euch machen konnte. Ihr seid zeitlich stark eingeschränkt, nicht mehr so flexibel und spontan, wahrscheinlich früher müde bzw Haut früh ab, weil ihr am nächsten Tag ausgeruht für die Kleine sein müsst oder schon müde seid. Die Hauptgesprächsthemen sind nicht mehr die selben und ja, für Leute ohne Kinder wird man dann oft leider irgendwie uninteressant. Da hatte ich damals auch echt dran zu knabbern. Aber ein bisschen nachvollziehen kann ich es auch, obwohl mir die Treffen mit Freundinnen manchmal fehlen. Stattdessen treffe ich mich jetzt überwiegend "nur" noch mit anderen Müttern und das wäre auch mein erster Tipp: besucht Pekipkurse, geht auf den Spielplatz, geht zum Babyschwimmen, was auch immer. Hauptsache Kontakt zu anderen Müttern. Das dein Mann dich so hängen lässt ist nicht ok und anstatt dich nun quasi selbst zu bestrafen und dir das Leben noch schwerer zu machen, solltest du dich nach Alternativen umschauen, zB eine feste Babysitterin. Habe ich auch und du musst dich nicht von ihrem Wohlwollen abhängig machen, denn du bezahlst sie ja schließlich und auf lange Sicht wird es immer mal Sitiationen geben, wo du jemanden brauchst, der dir die Kleine mal abnimmt. Alle spaßbringenden Aktivitäten des Lebens sich bis auf Weiteres zu verbieten macht dich ja auch nicht glücklich und bringt dich null weiter, außer du willst irgendwann mal total ausgelaugt, entnervt und unglücklich sein. Deinem Mann solltest du da allerdings auch mal in den Hintern treten und ihm klar machen, dass Elternschaft nicht funktioniert, wenn sich einer komplett rausnimmt und alles auf den anderen abwälzt. Das ist kein partnerschaftliches Verhalten. Und er konnte nichts mit ihr anfangen? Aber wir Frauen können das oder wie? Dann muss man sich halt überwinden, an sich arbeiten und sich trotzdem kümmern. Er macht es sich scheinbar echt leicht. Zumindest kommt es so rüber beim Lesen. Was ist denn wenn du irgendwann mal zusammenbrichst, n Burnout kriegst oder einfach nur einen simplen Magen-Darm-Infekt? Dann muss er einfach mal da sein und man muss sich auf ihn verlassen können. Ansonsten wird nämlich über kurz oder lang auch eure Ehe drunter leiden, denn du bist dann unglücklich, erschöpft, fühlst dich nicht gewertschätzt, dafür aber ungerecht behandelt. Sowas tut keiner Beziehung auf Dauer gut. Mach ihm das bitte mal klar.
Weidenkaetzchen
Weidenkaetzchen | 21.06.2020
2 Antwort
Danke für die Antwort. Kurse besuchen wir eigentlich und wir treffen uns auch mit unserem Geburtsvorbereitungskurs regelmäßig zumindest vor Corona. Momentan geht das mit den Kursen leider alles nicht allerdings wollen wir so schnell wie möglich jetzt unsere regelmäßigen Mutti treffen wieder aufleben lassen. Diese tun mir immer sehr gut und fehlen sehr. Mit meinem Mann kommt es ein wenig falsch scheinbar rüber. Er hatte die ersten zwei Monate Probleme mit ihr und dann war er quasi 3 Monate nur zum Schlafen zuhause wegen der Haussanierung. Da ging er selber am krückstock. Seitdem bemüht er sich sehr und ich wurde in der Zwischenzeit auch schon operiert wo er sich um die kleine wunderbar gekümmert hat. Es ist eher so dass er es macht wenn er muss oder ich ihn dran erinner. Und ich mir vor allem sehr schwer tue ihm die ersten Monate zu verzeihen. Aber ja generell hast du recht. Ich weiß nur nicht wie ich ihm das klar machen soll und das vor allem ohne das ich das Gefühl habe zu versagen
Froechlein
Froechlein | 22.06.2020
3 Antwort
Liebe Froechlein, es ist natürlich nicht schön, wenn man sich so alleingelassen fühlt. Aber ehrlich gesagt es liegt auch an Dir selber. Wenn Du nicht delegieren kannst, dann wird auch nichts passieren. Sich zurückzuziehen und dann zu jammern bringt nichts. Wenn Du ins Kino möchtest, dann hol Dir jemanden der auf Euren Zwerg aufpasst. Was ist z.B. mit den Großeltern? Warum können sie nicht mal auf den Enkel aufpassen wenn Du rausgehen möchtest? Deine Freundinnen sind nicht unbedingt dafür da um auf Deinen Zwerg aufzupassen obwohl sie es ja auch machen könnten. Du mußt sie dafür dann aber auch klar und deutlich ansprechen. Einfach nur zu sagen: "Dann eben nicht." ist auch nicht in Ordnung und bringt Dir nichts außer Frust. Was Deinen Mann betrifft; Er hat genauso wie Du Pflichten und Rechte. Wenn Du mal ohne das Kind losgehen möchtest dann mach genaue Ansagen. "Schatz, ich gehe jetzt mal nach XY. Kümmer Du Dich bitte jetzt um YX. Ich bin dann in ca. 2 Stunden wieder da." Will er nicht, dann sag ihm daß es jetzt nicht anders geht. Sprecht auch mal in Ruhe miteinander darüber. Sag ihm deutlich, daß es so nicht weitergeht und auch Du mal Deine Auszeiten brauchst. Manche Männer brauchen solch klare Ansagen, weil sie einfach nicht mitbekommen, daß es der Frau dann doch mal zuviel wird. Deine Freundinnen können nicht hellsehen genauso wie Dein Mann oder die Großeltern. Es braucht einfach ganz klare Worte. Du wartest bisher nur darauf, daß jemand von selber mal darauf kommt, Dir das Kind abzunehmen. Das wird eher selten bis gar nicht passieren wie Du ja schon bemerkt hast. Also mach den Mund auf, nur sprechenden Leuten kann geholfen werden. Nur jammern und sich selber leid tun wird Dir nicht helfen. Hol Dir Deine Unterstützung. Ich lese bei Dir nur: "...hat mich niemand auch nur mal gefragt ob ich etwas mit unternehmen möchte" oder "Oder ich war Karneval immer mit einer Freundin einen Tag weg die mich nicht mal gefragt hat. " Warum fragst Du nicht mal? Deine Freundinnen und Deine Familie sind keine Hellseher. Wenn man Hilfe möchte muß man auch mal den Mund aufmachen und nachfragen. Das ist kein Betteln sondern einfach nur eine ganz normale Anfrage. Du wirst sehen, daß dann auch viele bereit sein werden zu helfen. Dieses trotzige "Dann guck ich eben gar nicht." erinnert mich an ein Kleinkind. Fehlt nur noch die rausgestreckte Zunge und das Aufstampfen mit dem Fuß plus Schnute ziehen. *zwinker* Auch Du hast das Recht auf Auszeiten. Egal ob Du jetzt ins Kino möchtest oder mal zum Friseur. Also sag Deinem Mann und den anderen deutlich was Du möchtest. Und Dein Mann hat Dich alleine gelassen??? Er hat das Haus saniert!!! In zwei Monaten. Hallo??? Er hat es nicht für sich gemacht sondern für EUCH, für seine Familie!! Daß er dann nicht auch noch neben der Arbeit und der Sanierung Dir die Kleine abnehmen kann ist doch wohl nachvollziehbar. .......
babyemily1
babyemily1 | 22.06.2020
4 Antwort
.... Er wird dann auch total groggy gewesen sein und soll dann neben der ganzen Schufterei am Haus Dir auch noch das Baby abnehmen. Warum hast Du dann nicht mal im Familienkreis um Hilfe gefragt oder bei Deinen Freundinnen anstatt trotzig zu reagieren und zu jammern? Ansonsten hättest Du Dir ja vielleicht auch mal Hilfe bei der Caritas oder anderen Organisationen holen können. Man hätte sich mal im Netz informieren können. Es geht alles, aber man muß auch von selber mal fragen. Darauf zu warten, daß andere einen unterstützen, da wartet man meistens lange drauf. Selbst ist die Frau. Hör bitte auf, Deinen Mann so schlecht zu machen. Er hat wirklich geschuftet für Euch, damit ihr in einem eigenen Haus wohnen könnt. Da dann auch noch zu jammern, er hätte Dir die Kleine nicht abgenommen finde ich schon echt hardcore. Er wird ja nebenher auch noch gearbeitet haben, danach dann noch auf die Baustelle. Also Du hast da kein Duracell-Häschen sondern einen Menschen, der irgendwann auch mal k.o. ist. Es ist jetzt echt hier nicht böse gemeint, aber ich glaube Du brauchst mal wirklich so einen Anranzer, anstatt weichspülende Worte, damit Du aus diesem Jammertal rauskommst. Sag was Du willst, dann können die anderen Dir auch helfen.
babyemily1
babyemily1 | 22.06.2020
5 Antwort
Danke für die Antwort. Kurse besuchen wir eigentlich und wir treffen uns auch mit unserem Geburtsvorbereitungskurs regelmäßig zumindest vor Corona. Momentan geht das mit den Kursen leider alles nicht allerdings wollen wir so schnell wie möglich jetzt unsere regelmäßigen Mutti treffen wieder aufleben lassen. Diese tun mir immer sehr gut und fehlen sehr. Mit meinem Mann kommt es ein wenig falsch scheinbar rüber. Er hatte die ersten zwei Monate Probleme mit ihr und dann war er quasi 3 Monate nur zum Schlafen zuhause wegen der Haussanierung. Da ging er selber am krückstock. Seitdem bemüht er sich sehr und ich wurde in der Zwischenzeit auch schon operiert wo er sich um die kleine wunderbar gekümmert hat. Es ist eher so dass er es macht wenn er muss oder ich ihn dran erinner. Und ich mir vor allem sehr schwer tue ihm die ersten Monate zu verzeihen. Aber ja generell hast du recht. Ich weiß nur nicht wie ich ihm das klar machen soll und das vor allem ohne das ich das Gefühl habe zu versagen
Froechlein
Froechlein | 22.06.2020
6 Antwort
Danke für die Antwort. Kurse besuchen wir eigentlich und wir treffen uns auch mit unserem Geburtsvorbereitungskurs regelmäßig zumindest vor Corona. Momentan geht das mit den Kursen leider alles nicht allerdings wollen wir so schnell wie möglich jetzt unsere regelmäßigen Mutti treffen wieder aufleben lassen. Diese tun mir immer sehr gut und fehlen sehr. Mit meinem Mann kommt es ein wenig falsch scheinbar rüber. Er hatte die ersten zwei Monate Probleme mit ihr und dann war er quasi 3 Monate nur zum Schlafen zuhause wegen der Haussanierung. Da ging er selber am krückstock. Seitdem bemüht er sich sehr und ich wurde in der Zwischenzeit auch schon operiert wo er sich um die kleine wunderbar gekümmert hat. Es ist eher so dass er es macht wenn er muss oder ich ihn dran erinner. Und ich mir vor allem sehr schwer tue ihm die ersten Monate zu verzeihen. Aber ja generell hast du recht. Ich weiß nur nicht wie ich ihm das klar machen soll und das vor allem ohne das ich das Gefühl habe zu versagen
Froechlein
Froechlein | 22.06.2020
7 Antwort
du solltest dir professionelle HIlfe holen, hört sich nach einer Depri an. dein Mann arbeitet und baut das Haus um, was soll er noch alles tun? und wieso gehst du nicht auf deine Freunde zu?
eniswiss
eniswiss | 22.06.2020
8 Antwort
@Froechlein Wieso versagen? Die Familie, wie sie heute besteht, ist ja nun nicht mehr so wie es früher war. Früher waren die Familienverbände viel größer und an sich war ja auch der Plan, dass dein Mann und du die Betreuung teilt. Dass dein Mann nun doch nicht so hilft wie geplant und erhofft, ist ja nicht unbedingt vorhersehbar gewesen. Ich bin zwar grundsätzlich der Meinung, dass man sich nur so viele Kinder "anschafft ", wie man auch alleine gewuppt kriegt, aber das heißt ja nicht, dass man nicht mal erschöpft sein darf, nicht an seine emotionalen und körperlichen Grenzen kommt und dass man nicht mal Entlastung braucht. Jede/r braucht mal Pause, Abwechslung und Unterstützung. Das hat nichts mit versagen zu tun. Dazu gehört schon etwas mehr. Dieses Denken musst du dir abgewöhnen, sonst gehst du vor die Hunde. Am Anfang wollen immer alle alles perfekt machen, was durch den Druck der Gesellschaft ja sogar noch verstärkt wird, aber das kann niemand und muss auch niemand. Dein Kind muss doch auch nicht perfekt sein, warum also du? Dieser falsche Stolz und dieses "dann mach ich eben gar nichts mehr" ist doch nichts was dich weiterbringt. Ich könnte mir vorstellen, dass eine Mediation dir und deinem Mann gut tun würde. Jemand, der von außen drauf schaut und euch dabei hilft eure Konflikte auszusprechen und zu lösen. Da brodelt scheinbar ziemlich viel unter der Oberfläche.
Weidenkaetzchen
Weidenkaetzchen | 22.06.2020
9 Antwort
@babyemily1 Da steht doch dass er erst mit der Kleinen nichts anfangen konnte und die Sanierung erst später begonnen hatte. Und eine Sanierung bzw der Zeitplan muss natürlich auch den familiären Verhältnissen angepasst werden. Ich versteh die TE da durchaus und finde deine Worte zu hart.
Weidenkaetzchen
Weidenkaetzchen | 22.06.2020
10 Antwort
Wie bitte?? Du schreibst jetzt auch noch, daß er sich in der Zeit wo Du operiert wurdest WUNDERBAR um die Kleine gekümmert hat und jammerst dann trotzdem weiter? Es ist wie gesagt, ganz normal daß auch Du müde und groggy bist. Ein Baby zu haben ist kein Zuckerschlecken und mega-anstregend. Aber anstatt zu jammern solltest Du Dir dann lieber Hilfe holen. Man muß nicht alles allein schaffen sondern darf ruhig auch mal um Hilfe bitten. Das hat nichts mit Unfähigkeit oder ähnlichem zu tun. Und daß ein Mann sich vielleicht die erste Zeit ein bißchen schwer tut wie er mit so einem kleinen Würmchen umzugehen hat ist auch ganz normal. Nicht jeder findet sofort in die Vater- oder Mutterrolle hinein. Manche brauchen eben ein bißchen. Oft auch weil sie einfach Angst haben dem kleinen Wesen weh zu tun. Wenn Du dann höchstwahrscheinlich auch noch genauso wie jetzt reagiert hast , dann kann das ja auch nichts werden. Die Zeit danach hat er für Euch geschuftet bis zum Abwinken. Da dann auch noch zu jammern, daß Du nur allein für das Baby verantwortlich bist ist schon sehr undankbar. Er ist auch nur ein Mensch. Du schreibst selber, daß er am Krückstock ging und total fertig war und auf der anderen Seite hättest Du von ihm noch erwartet, daß er nach der Baustelle Dir das Baby noch abnehmen hätte sollen und am besten dann auch den Haushalt und auch noch den Einkauf. Ein bißchen viel des Guten. Er ist ja auch nur ein Mensch. Ja, es war für Euch BEIDE eine stressige Zeit, aber Du hättest Dir ja Hilfe holen können. Warum hast Du niemanden von der Familie oder Deinen Freundinnen angesprochen? Oder mal im Internet geschaut, wo man Unterstützung Wenn Du aber aus diesem Tal selber nicht herausfindest solltest Du Dir auf jeden Fall professionelle Hilfe holen. Das kann dann durchaus in einer Depression enden. Daher: Hol Dir schnellstens Hilfe!
babyemily1
babyemily1 | 22.06.2020
11 Antwort
Übrigens kenne ich das. Irgendwann hat man einfach man keine Lust mehr zu fragen, wenn von den anderen nie was zurückkommt.
Weidenkaetzchen
Weidenkaetzchen | 22.06.2020
12 Antwort
Wie ich gerade schon geschrieben habe gibt es tatsächlich Menschen die eine gewisse Zeit brauchen um in ihre Rolle als Mama oder Papa reinzufinden. Nicht jeder kann sofort etwas mit so einem kleinen Wesen anfangen. Es gibt da nunmal einige die sich etwas schwer tun. Aber der Mann der TE hat sich doch jetzt nicht zurückgelehnt und zuhause gar nichts mehr gemacht. Er hat ein paar Wochen nach der Geburt das Haus saniert und ist auch noch arbeiten gegangen. Und wo hat die TE geschrieben, daß sie überhaupt mal gefragt hat? Ich lese da nur, daß "niemand mal gefragt hat". Also hat sie es selber gar nicht angesprochen. Dann schreibt sie sie war Karneval immer mit einer Freundin weg die ja auch nicht gefragt hat. Sie wartet also deutlich darauf, daß ANDERE ihr Hilfe anbieten. Selber fragt sie anscheinend nicht danach. Es ist nunmal nicht immer so, daß die Leute an der Türe Schlange stehen um zu helfen. Man muß auch mal fragen. Sie scheint ja auch relativ schnell trotzig zu reagieren. Das kann man ja auch lesen wenn sie schreibt "dann gebe ich das Kind eben nicht mehr ab damit ich Spaß habe". Wenn man so reagiert kann das nichts werden. Und wenn sie ihrem Mann die Kleine nur gibt, damit sie den Haushalt machen kann, wie soll er dann eine intensive Beziehung zur Tochter bekommen? Da lässt sie ihm ja dann auch selber kaum eine Chance. Ich denke nicht, daß ich da zu hart urteile. Der Mann hat so geschuftet, daß er selber total k.o. war und sollte dann auch noch das Baby nehmen? Etwas viel des Guten. Und wenn die TE in den ersten Wochen genauso reagiert hat wie jetzt ist es für mich auch nachvollziehbar, daß er dann vielleicht kaum eine Möglichkeit hatte sich um die Kleine zu kümmern.
babyemily1
babyemily1 | 22.06.2020
13 Antwort
@babyemily1 Fahr mal runter. Du bist in deiner Wortwahl gerade extrem abwertend und dramatisierend. Männer können mit so kleinen Würmchen oft am Anfang nicht so viel anfangen? Aber wir Frauen oder was? Ich will nicht wissen was hier los ist, wenn mal eine Mutter schreibt"ich konnte mit meinem Baby einfach nichts anfangen. Erst als es zwei war, weil man dann auch mal mit ihm spielen konnte." Furchtbar diese Denke und das unter Müttern. Und monatelang nicht durchschlafen, permanent sich kümmern, wobei sie selbst psychische Probleme am Anfang hatte usw. ist auch anstrengend. Dass er das Haus in zwei Monaten sanieren muss, war doch seine Entscheidung. Wenn ein Mann aufm Bau oder als Maler abends nach 8-9Stunden Arbeit nach Hause kommt, wird hier doch auch davon ausgegangen, dass der Mann sich selbstverständlich am Familienleben beteiligt und sich vielleicht nochmal eine Stunde mit den Kids beschäftigt. Und sie soll dankbar sein, dass der Vater sich auch mal um die Kleine kümmert, weil sie krank war? Das ist seine Tochter und seine Partnerin und ja wohl selbstverständlich, dass er sich da kümmert und zwar ordentlich. Sind ja schließlich BEIDE die Eltern und sorgeberechtigt oder hab ich da was falsch verstanden? Von mir als Mutter wird doch auch erwartet dass ich mich um mein Kind kümmere und da fragt auch keiner, ob ich denn überhaupt mit Babys kann oder es mir gerade zeitlich passt.
Weidenkaetzchen
Weidenkaetzchen | 22.06.2020
14 Antwort
@babyemily1 Wenn ich mich mal bei Freunden darüber beschwert habe, dass nie jemand mir mal meinen Sohn angenommen hat, hat das dennoch nicht bedeutet, dass ich nicht auch mal selbst gefragt hätte. Erst nachfragen, dann urteilen!
Weidenkaetzchen
Weidenkaetzchen | 22.06.2020
15 Antwort
Also Weidenkaetzchen. Ich glaub´s ja wohl nicht. Der Mann hat zugesehen, daß die Sanierung in zwei Monaten soweit abgeschlossen ist, daß sie einziehen können. Das ist Schwerstarbeit . Dazu kam dann noch die OP der TE. In dieser Zeit hat er sich doch dann um die Kleine und den Haushalt gekümmert. Was mich wundert ist, daß die TE nichts schreibt von ihrer Familie . Warum fragt sie da nicht mal um Hilfe, während ihr Mann dann auf dem Bau am schuften war? Und mit dem Kino: Der Film wird ja nicht nur in den 3 Tagen gelaufen sein. Sie schreibt ja, daß ihr Mann es nicht geschafft hat. Ich gehe mal davon aus, daß er in dieser Zeit dann arbeiten war und danach noch am Haus gearbeitet hat. Daß er dann nicht auch nicht Zeit findet auf die Kleine aufzupassen während sie ins Kino geht kann ich verstehen. Warum hat sie dann auch hier nicht mal in der Familie oder ihre Freundinnen gefragt? Ich lese NIRGENDWO, daß sie überhaupt mal gefragt hat. Ich lese nur: ....die mich nicht mal gefragt hat. Oder: "...mich hat niemand gefragt." Aber niemals daß sie selber gefragt hat.
babyemily1
babyemily1 | 22.06.2020
16 Antwort
@babyemily1 Und ich lese nirgendwo dass sie nicht gefragt hätte. Ebenso lese ich nirgends dass ihr Mann da zeitlich Druck hatte den Bau so schnell fertig zu stellen. Auch lese ich nirgends dass er jetzt noch so viel mir dem sanieren zu tun hat und selbst wenn: der Kinderwunsch wird ja nun von beiden Seiten bestanden haben, ebenso gab es gegenteilige Absprachen was die Kinderbetreuung betrifft. Also, schieß dich mal nicht so auf die TE ein, sondern betrachte das alles mal etwas differenzierter, wenn du es nicht 100% weißt. Wäre ich die TE würde ich mich aufgrund deiner Antworten löschen, ganz ehrlich. In deinen Argumenten lese ich dagegen nur Vermutungen, wie es wohl gewesen ist. Weißt es aber nicht, sondern machst die TE lieber erstmal runter, statt einfach mal ruhig nachzufragen. Und im Übrigen ist es nicht in jeder Familie leicht um Hilfe zu bitten. Sei es weil das familiäre Verhältnis ohnehin schwierig ist, die Verwandten offensichtlich selbst genug um die Ohren haben . Zumal ein Baby ja nun auch gerne mal fremdelt und nicht mal eben so abgegeben werden kann. Warum sie nicht fragt, brauchst du mich doch nicht fragen. Woher soll ich das denn wissen? Sollte es so sein, dann musst du die Fragen WOHLWOLLEND die TE fragen. Dann kannst du weiter Poltern. Ich will nicht sagen wer hier Recht hat oder nicht, aber es ist doch klar dass man sich nicht vollkommen ausklinken kann, auch wenn man schnell fertig mit dem sanieren werden will. Sie werden ja vorher nicht auf der Straße gehaust haben und das Kind war ja auch nicht ganz plötzlich und unerwartet da.
Weidenkaetzchen
Weidenkaetzchen | 22.06.2020
17 Antwort
Der zeitliche Druck ist doch wohl normal und für jeden Menschen der ein bißchen logisch denken kann normal. Man möchte so schnell es geht fertig werden. Sie werden in dieser Zeit ja auch irgendwo gewohnt haben und das kostet ja dann auch nunmal Geld. Daß man dann versucht so schnell es geht das Haus soweit fertig zu machen, daß man umziehen kann finde ich nachvollziehbar und braucht mir niemand extra zu erklären. Sie hat ja selber geschrieben, daß ihr Mann nach der Zeit "an Krücken ging", also total fertig war. Und daß man innerhalb von zwei Monaten eine komplette Haussanierung schafft ist auch sehr utopisch. Daher gehe ich einfach mal ganz frecht davon aus, daß er auch heute noch damit zutun hat. Ich lese nirgendwo, daß sie gefragt hat. Sie schreibt mehr als deutlich , daß sie nicht gefragt wurde. Sie jammert sogar schon, daß ihr Leben vorbei ist. Man liest nichts davon, daß sie mal ihre Familie gefragt hat ob jemand helfen kann. Nur "ich bin unglücklich", "mein Leben ist vorbei", "alles was mir sonst Freude bereitet hat ist weggebrochen", ich weiß nicht mehr wie ich glücklich werden kann" "bin todunglücklich". "Ich möchte nicht, daß mir jemand vorhält daß man auf sie aufpassen musste, nur damit ich Spaß habe"usw. Das ist pures Selbstmitleid und hilft ihr nicht weiter. Ich kann ja wie gesagt verstehen, daß man wenn der Mann kaum Zeit hat sich ziemlich alleine fühlt. Aber anstatt dann darauf zu warten, daß jemand an die Tür klopft und sagt: "Komm ich nehme Dir die Kleine ab." sollte sie doch dann einfach vielleicht mal selber fragen, ob ihr jemand helfen kann. Es ist ja auch nicht so, daß es für Fälle, wo die Familie nicht helfen kann, keine weiteren Anlaufstellen gibt, wo man sich Unterstützung holen könnte. Aber Du glaubst doch wohl selber nicht, daß eine Haussanierung innerhalb von zwei Monaten erledigt ist. Ich hätte Dich da für nicht ganz so naiv gehalten.
babyemily1
babyemily1 | 22.06.2020
18 Antwort
@babyemily1 Du wiederholst dich. Vermutungen, pauschale Denke, kein Blick für individuelle Lebensumstände und Wahrnehmungen. Ich lese da kein Slebstmitleid, sondern depressives Gedankengut. Aber als Mutter darf man ja nicht "jammern", sondern muss erstmal sämtliche Anlaufstellen und Familienmitglieder abklappern, bevor sie auch nur einen Gedanken daran verschwendet, dass sie nicht alleinerziehend ist, sondern es sogar einen Vater gibt. Und wenn er dann doch mal in die blöde und unerwartete Situation kommt sich um seine Tochter kümmern zu müssen, und das auch noch so richtig, dann soll diese in Selbstmitleid zerfließende Mutter auch nich dankbar sein, denn immerhin kann er jetzt nicht weiter sanieren und kann ja auch nicht so wirklich mit Babys. Wow! Willkommen in den 50ern. Interessant zu lesen wie du mit dem Mann mitleidest, der nach der selbstgewählten Sanierung ein gebrochener Mann ist, die TE aber dankbar sein soll, weil er während einer OP sich netterweise ums Kind kümmert. Schließlich sind Operationen bekanntermaßen Luxus, den die TE sicher auf ein Datum verschieben hätte können, an dem das Haus fertig saniert ist. Und wo wir beim Thema "Naiv" sind: dass ein Kind und eine Sanierung Zeit kosten, eine Schwangerschaft 9Monate geht und beides ganz schön ins Geld geht, wusste der Ärmste sicherlich auch schon vorher, meinste nicht!? Ich denke wenn die TE schreibt, dass er schon vor der Sanierung nicht so wirklich geholfen hat, sollte man ihr das schon glauben und nicht noch überlegen, wie man jetzt den Mann verteidigen könnte, damit man selbst nicht sagen muss:"Ok, vielleicht hab ich der TE Unrecht getan". Und auch wenn ich weiss, dass du ungern die Antworten anderer aufmerksam liest, selbst aber ellenlange Texte schreiben willst: es gibt Gründe, warum man nicht fragt und nur weil sie es nicht explizit erwähnt, kannst du nicht daraus schlussfolgern, dass sie nie gefragt hätte. Es ist schön dass du solche Sitiationen noch nicht erlebt hast, aber ich kann dir sagen, dass man manchmal besser nicht fragt und es auch leider nicht immer zig Hilfen vor Ort gibt, die zu jedem passen. Dann gib einfach Hilfestellung, anstatt deine Antworten mit "WIE BITTEEEE!!!???" zu beginnen und der TE dann einzureden, sie würde jammern und Selbstmitleid haben. Damit erreichst du im Besten Fall, dass die TE sich noch weniger öffnet und bis zur totalen Erschöpfung oder Depressionen runterschluckt, weil sie ja nicht jammern will. Damit schlagen sich schon genug Mütter rum.
Weidenkaetzchen
Weidenkaetzchen | 22.06.2020
19 Antwort
Am Anfang kann das sehr anstrengend sein und man fühlt sich schnell alleine gelassen versteh ich aber ich verstehe auch das dein Mann Job und Haus Sanierung unter einem Hut bringen wollte. Versuch doch mal selbst auf deine Freunde zuzugehen und nach zu fragen ob sie was mit dir unternehmen möchte zur Not geht das auch mit Kind wo ihr was zusammen unternehmen könnt :) Wenn sie nein sagen weißt du ja wo du dran bist im schlimmsten Fall. Und wenn du was alleine unternehmen willst dann sprich es klar an bei deinem Mann jeder braucht mal Zeit für sich. Da hilft nur reden und Klarheiten schaffen.
mialinchen
mialinchen | 22.06.2020
20 Antwort
Selbstgewählte Sanierung? Sie haben ja wohl anscheinend ein Haus gekauft und das mußte saniert werden. Sie schreibt ja: ..daß wir nach zwei Monaten einziehen konnten. Also haben sie da vorher ja wohl nicht gewohnt. Ergo hatten sie in der Zeit doppelte Kosten: Haus UND Wohnung. Und wenn sie nicht gerade Millionäre sind wird er eben schon geschaut haben, daß die Sanierung so schnell es geht wenigstens soweit erledigt war, daß sie einziehen konnten und sich die Kosten für die Wohnung damit erledigt hatten. Auch ein Umzug ist ja nicht ohne und dauert dann auch noch eine Zeit, selbst wenn alles fertig saniert ist. Ich weiß zwar nicht auf welchem Ponyhof Du lebst Weidenkaetzchen, aber in der Realität versucht man eben Dinge wie eine Haussanierung so schnell es geht hinter sich zu bringen. Gerade wenn ein Baby da ist und man der Familie schnell ein schönes Heim bieten möchte. Ja, bevor man "rumjammert" sollte man doch wohl wirklich erstmal im Familien- und Freundeskreis selber fragen ob jemand helfen kann. Dann nur jammern wie arm man doch dran ist bringt einen doch wohl nicht weiter. Und ich habe auch geschrieben, daß sie sich bitte fachliche Hilfe holen sollte, damit es nicht in einer Depression endet. Damit ist dann auch natürlich gleichzeitig gemeint, daß sie bei einer bestehenden Depression dann logischerweise genauso verfahren sollte. Ich kann nur das beurteilen was sie hier schreibt und kann nicht einfach reininterpretieren, daß sie vielleicht möglicherweise doch schon im Familien- und Freundeskreis um Hilfe gefragt hat. Sie schreibt ja auch, daß ihr Mann sich Mühe gegeben hat. Was soll er denn noch machen Deiner Ansicht nach? Er geht arbeiten, er saniert das Haus so schnell er kann, er kümmert sich dann auch um seine Tochter und den Haushalt während der OP seiner Frau, macht den Umzug, gibt sich Mühe lt. Aussage der TE....! Was soll er noch machen? Er ist nur ein MENSCH! Auch beim ihm wird der Akku mal leer gewesen sein. Den Zeitpunkt der Sanierung kann man sich doch nicht aussuchen. Wenn sie das Haus gekauft haben muß die Sanierung ja so schnell es geht gemacht werden, egal ob jetzt das Baby kommt oder nicht. Da führt kein Weg dran vorbei. Aber das scheinst Du ja nicht zu verstehen Weidenkaetzchen. Du scheinst ja dann soviel Kohle zu haben, daß Du dann lieber die Sanierung gelassen hättest, damit der Mann Dir dann das Baby abnehmen kann. Dann lieber doppelt und dreifache Kosten, aber Du kannst dann ins Kino! Toll! Das kann sich aber nicht jeder leisten. Ich sage ja nicht, daß die erste Zeit mit einem Baby anstrengend ist. Ich habe es wie Du ja weißt auch viermal durch. Aber wenn der Mann beschäftigt ist und es nicht anders geht, muß man eben vielleicht mal überlegen auf wen man noch zurückgreifen kann. Notfalls dann eben beim JA z.B. eine Haushaltshilfe beantragen oder ähnliches.
babyemily1
babyemily1 | 22.06.2020

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