Aggressiv, überfordert und belastet als mutter

s2hafner
s2hafner
20.01.2014 | 12 Antworten
Kennt das noch jemand? meine kids sind 6 (bub) und 8 (mädchen). sie streiten sehr viel, was solche aggressionen in mir auslöst und durch schreien geht es mir besser, aber dann kommen die schuldgefühle. ich arbeite in teilzeit, bin sehr froh, einen job zu haben, ist ein ausgleich. nach dem job kids holen, nach hause, jause, hü-machen (äusserst stressig), haushalt (da ich perfektionistisch veranlagt bin), kochen, waschen, bügeln... meinen eigenen interessen kann ich hier nicht mehr nachgehen. mein mann ist mein 3. kind, der mir ebenfalls dreck macht und den wäschekorb vollstopft und wenn er kommt, herrscht nochmals mehr chaos in sachen emotionen. ich wäre lieber allein, werde ich aber nicht gehen weger meiner kinder. putzfrau leiste ich mir keine und musste auch beim ausprobieren nachputzen. dauernd wird der alltag gestört durch krankheiten oder sonst etwas. ohne soziale unterstützung ist man für alles alleine zuständig. manchmal möchte ich einfach davon rennen. geht es anderen auch so? (muede)
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1 Antwort
ganz normal dass du anfängst zu schrein, kenne viele denen das passiert, auch mir entfährt öfter mal ein schrei. aber besser mal zu brüllen als zu schlagen, das passiert mir nicht. klar hat man dirket danach schon ein schlechtes gewissen. ich entschuldige mich dann immer und bin wieder ganz lieb. der ganze alltagsstess ist aber auch eine herausforderung. ich arbeite auch von mo-fr und dirket danach die kinder holen. für mich ist es auch ein ausgleich. aber du musst unbedingt auch mal ziet für dich haben. ein vater ist ja auch noch da. geh mindestrens einmal in der woche weg. er kann ja dann daheim bleiben. ich stelle es mir mit so einem mann auch schwer vor. habe das lange mitgemacht auch wegen der kinder, mich dann aber getrennt weil er zu aggro war. die kinder haben auch unter ihm gelitten. da war der punkt dann erreicht. manchmal ist man allein besser dran, wenn der partner auchz nur arbeit macht und meckert wenn er sich mal um die kinder kümmern soll. setz dich durch!
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 20.01.2014
2 Antwort
Dann muss ich es ja noch richtig gut getroffen haben, habe 4 Kinder, mein Mann geht im Schichtwechsel arbeiten, so das er wenn dann nur am WE zeit hat jetzt im Winter hab ich garten frei dann ist da aber noch Unser Hund, kann es sein das Du dein leben selber stessig machst. Bügeln tu ich garnicht, ich mach auch nicht jeden Tag Großputz , wäsche wasche muss ich jeden Tag , haber trozdem noch zeit in Ruhe nen Buch zu lesen.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 20.01.2014
3 Antwort
Du musst lernen den Haushalt auch mal zu lassen. Natürlich ne gewisse Grundordnung und Sauberkeit sollte da sein, aber man muss es nicht übertreiben. Saugen, das Bad machen und halt in der Küche was so anfällt. Wischen und zb staub wischen kann man auch nach Bedarf. Sag deinem Mann das er zb spülen kann wenn ihr gegessen habt so hast du die 10 Minuten wieder drin. Nimm dir zwischendurch einfach ein paar Stunden nur für dich. Gehst zum Frisör oder bei ner Freundin Kaffee trinken oder er soll mit den Kids spazieren gehen, damit du mal nen Bad nehmen kannst. Du musst gaaaanz dringend für dich selber lernen, was ist wichtig und muss wirklich jeden Tag gemacht werden und was nicht.Viel Glück
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 20.01.2014
4 Antwort
Wenn Kinder nicht genug positive Aufmerksamkeit erhalten holen sie sich negative - hauptsache Aufmerksamkeit haben und wenns das Geschrei der Mutter ist ist es auch OK - besser als gar nix ... .. so sagt man ;) Versuche zu deligieren. Binde unbedingt deinen Mann mit ein und auch die beiden Kinder. 1-2 feste Aufgaben in der Woche sind für alle Beteiligten völlig OK. Versuche du deinen Perfektionismus etwas zu lockern. Sowas kann nach hinten losgehen. Und dann hab ich noch nen Buchtipp für dich: Geschwisterliebe Geschwisterhass von Macel Rufo. In diesem Buch werden Geschwistersituationen beschrieben und warum sie so reagieren wie sie reagieren. Ich bin auch zweifache Mutti ... ich kann dir also nachfühlen und sag dir mit Sicherheit: tue alles, um DIR Auszeiten zu ermöglichen - sonst gehst du irgendwann unter.
Solo-Mami
Solo-Mami | 20.01.2014
5 Antwort
Also lange geht das nicht mehr gut.... Mach auf jedenfall was für dich auch... Verkürze evt. deine Arbeitszeit? Oder sag dein mann das er zb auch was machen soll. Bist doch nicht seine Putze. Das Leben ist auch da um Spass zu haben. Gehen denn die kinder ab und an zu oma und opa?
DieIvi
DieIvi | 20.01.2014
6 Antwort
Ooooh ich sehe gerade du kommst aus Klagenfurt!!! Wooooow!!! Ich liebe es dort
DieIvi
DieIvi | 20.01.2014
7 Antwort
Da kam nur die hälfte an. Eine wunderschöne Stadt im Sommer sehr sehr schöööön ;-) Grüss mir Klagenfurt!!
DieIvi
DieIvi | 20.01.2014
8 Antwort
Na ja, du schreist, deine Kinder schreien und streiten. Offenbar haben alle Beteiligten das Gefühl, nicht gehört zu werden. Dich eingeschlossen. Nur Menschen, die gelernt haben, nicht gehört zu werden , müssen schreien, um sich besser zu fühlen. Du fühlst dich aber nicht wegen des Schreiens besser, du fühlst dich besser, weil du dir Aufmerksamkeit verschafft hast. Deine Kinder spiegeln dir demnach nur dein eigenes Problem. Das ist weder ein Vorwurf, noch eine Abwertung, es ist einfach eine Erkenntnis. Ich habe dieses Problem auch, aber seit ich es weiß, kann ich daran arbeiten. Das Gleiche gilt für deinen Perfektionismus. Du weißt es, änderst aber nichts und gehst daran zu Grunde. So wird es nicht weiter gehen. Dein Mann muss sich im Prinzip ebenfalls so lange so verhalten, dass er dir die Brocken liegen lässt und nicht hilft, bis du gelernt hast, dass es im Leben wichtigere Dinge gibt, als alles tip top in Ordnung zu halten. Ich bin auch oft überfordert und werde aus dem Grund auch erst mal aufhören zu arbeiten. Ich habe noch Elternzeit aufgespart, die nehme ich ab Februar. Aber ich habe mir auch therapeutische Hilfe gesucht, meditiere viel, arbeite eben an meinen Schwächen bzw. meinen Baustellen, die mich so nervös und aggressiv werden lassen. Im Wesentlichen ist es aber meistens die Überforderung mit dem Alltag und das einzige, was da hilft, ist Dinge zu ändern. Einstellungen zu ändern. Zu ändern, wie man die Dinge betrachtet und bewertet. Schuld an deiner Situation sind jedenfalls nicht dein Mann und auch nicht deine Kinder. Sie machen dich lediglich darauf aufmerksam, woran du arbeiten darfst, damit dein Leben einfacher und erfüllter ist. Ich hoffe, das kommt an, manche fühlen sich durch so eine Aussage angegriffen, weil sie die Umstände für ihr Elend verantwortlich machen. Allerdings ist jeder der Erschaffer seiner Umstände. Und daher bist du die einzige, die etwas daran ändern kann.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 20.01.2014
9 Antwort
ich danke ganz herzlich für eure antworten, sind aber alles sachen, die ich ohnehin selbst weiss. aber man steckt halt in seiner haut. darf ich euch noch eine frage stellen, zumindest denjenigen, die mind. 2 kinder haben, einen beruf und auch für den haushalt selbst zuständig sind und den kindern gegenüber pädagogisch wertvol sein wollen. findet ihr muttersein anstrengend oder die mehrfachbelastung?
s2hafner
s2hafner | 21.01.2014
10 Antwort
ich habe zwar nur ein Kind, finde das muttersein aber keineswegs anstrengend...ich bin auch viel alleine mit der kurzen..mein mann hat als Freiberufler sehr sehr unregelmäßige Arbeitszeiten und wenn er dann zuhause is, arbeitet er da auch noch...das meiste bzgl. mausi und haushalt bleibt an mir hängen...er arbeitet 7tage die Woche...Wochenenden als Familie sind ne absolute Seltenheit und 100% ruhe vor der arbeit hat er da auch nich..streng genommen is die zeit um heilig abend herum die einzige, an der er mal frei hat, wofür aber übelst vorgearbeitet werden muss usw... ich bin sehr viel allein mit der kurzen und manage den Großteil..geh im Hauptjob 30std die Woche arbeiten und hab noch kleine Nebenjobs, bei denen ich mir die zeit aber oft selber einteilen kann trotzdem bin ich zufrieden, weil ich mir dennoch meine Auszeiten nehme..meine Freundin kommt ab und an mal vorbei oder ich geh zu ihr..mal kommt die kurze mit, nimmt was zum spielen mit und beschäftigt sich dann dort während wir gemütlich quatschen, oder ich geh mal zum Friseur und mein mann, Schwiegereltern oder meine Eltern bespaßen die kurze in der zeit und bzgl. haushalt lass ich auch ma fünfe grade sein und putz gewiss nich jeden tag...ich mach zb nur 2 Waschmaschinen in der Woche..geht anders auch gar nich, weil ich keinen trockner habe und mir gewiss auch keinen anschaffen werde, ich bei dem wetter draußen nix hinhängen brauch und im wäschekeller für 8 partein im haus auch nur begrenzt platz is, weil ich da nich alles mit wäsche zuhängen kann, das bad und die küche putz ich eher nebenbei, weil ich sowieso mehrmals am tag da drin bin..staubsaugen 1x die Woche, abwasch täglich und ansonsten was halt so anfällt, was dann eher nebenbei in ein paar min gemacht wird soviel hab ich gar nich, als das ich da jeden tag groß reinemachen machen müsste..dann liegt halt irgendwo noch n krümel staub..na und? wens stört, der kann sich gerne die putzsachen geben lassen und loslegen.. all zuviel kann mein mann berufsbedingt nunmal nich machen..das heißt aber nich, dass er absolut gar nichts macht..das wäre weder in meinem, noch in seinem Interesse...wenn mausi abends schläft, gehen wir zb gemeinsam in den keller und hängen wäsche auf, was so viel schneller geht..er bringt den müll runter und kümmert sich um die gelben säcke, die papier- und flaschenentsorgung, kommt bei größeren einkäufen mit damit ich nich alles alleine schleppen muss, ab und an kocht er abends mal was oder wir zusammen... es is nich viel, aber Kleinvieh macht auch mist..allemal besser, als wenn ich ihm mit mitte 30 noch den arsch putzen und ihm alles hinterher tragen müsste
gina87
gina87 | 21.01.2014
11 Antwort
@s2hafner findet ihr muttersein anstrengend oder die mehrfachbelastung? *kurzüberleg* .... nein, wenn ich ehrlich bin nicht. OK, wenn man selbst krank ist dann ja - aber im Normalfall ehr Nein. Ich bin gerade von Arbeit nach Hause und hab ne halbe Stunde für mich. Das bedeutet nen Käffchen und noch ein bissel Internet und dann kommen die Kinder heim und es geht in die 2. Runde. Ausser abwaschen und saugen steht nix weiter an, Haushalt wird jeden Tag etwas gemacht ... vielleicht mach ich noch ne Waschmaschine an, wenns reicht. Nacher noch etwas Schule mit der Kleinen machen, sie hat noch Hausaufgaben auf ... ;) Versuche dir Freiräume zu schaffen und setz dich mal ne halbe Stunde am Tag hin. Schau TV, lies Zeitung oder höre Musik, trink nen Tee oder Kaffee, gaaaanz in Ruhe - ganz wie du willst - aber nimm dir jeden Tag ne kleine Auszeit. Und dann wie gesagt komm von deinem Perfektionismus weg - das raucht dich auf.
Solo-Mami
Solo-Mami | 21.01.2014
12 Antwort
@s2hafner Ich finde Muttersein anstrengend. Es mag aber sein, dass ich es anstrengend finde, weil ich auch noch Beruf und Haushalt habe. Ich komme für meinen Geschmack zu kurz, aber das wesentlichere Problem ist, dass ich den Krach nicht vertragen kann. Ich werde nervös, wenn ich mich versuche, auf etwas zu konzentrieren und gleichzeitig von zwei Kindern mit Fragen oder Forderungen befeuert werde. Das spüre ich körperlich und das ist für mich sehr anstrengend. Es kostet mich ganz viel Kraft, da nicht loszuschreien. Ich muss aber dazu sagen, dass ich Lehrerin, u.a. auch Sport gebe und ich bin diesem gewissen Lärmpegel dadurch den ganzen Tag ausgesetzt. Ich glaube, wenn es dann zu Hause weiter geht, ist das für mein Nervensystem einfach zu viel. Meine Kinder sind inzwischen drei und fünf. Es fängt an ruhiger zu werden, wobei ich mit der Großen phasenweise viel zu tun habe, weil sie süchtig nach Aufmerksamkeit ist und ich noch keinen Weg gefunden habe, ihr mehr Selbstvertrauen zu lehren, wenn sie keine Aufmerksamkeit bekommt. Meine Eltern, wo sie derzeit noch oft ist, weil ich ja arbeite, steuern da schön gegen, denn wenn sie dort ist, dreht sich alles um sie. Ich glaube aber, wenn ich nicht mehr arbeite und mehr Ruhe zu Hause habe, werde ich die Kinder nicht mehr so sehr als Belastung empfinden. Allerdings glaube ich auch, dass Kinder in der heutigen Zeit in unserem Kulturkreis, wo viel auf die Befriedigung der persönlichen Bedürfnisse ausgerichtet ist, nicht wirklich glücklich machen. Hier ist ein interessanter Artikel dazu: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/weltweite-umfrage-eltern-sind-nicht-gluecklicher-als-kinderlose-a-943490.html
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 22.01.2014

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