Schnupfen bei Kindern

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AutoreninfoNatalija Krenz
aktualisiert: 25.10.2019Online Redakteurin
Gesundheit und Erziehung

Verschnupfte Kinder gehören einfach zum Leben dazu. In der Regel kann man damit rechnen, pro Kind etwa 10 Schupfenerkrankungen durchstehen zu müssen im Jahr. Was man über den herkömmlichen Schnupfen wissen sollte, das erfährst du alles gleich hier in diesem Artikel.

 

Was du hier lesen kannst:

  1. Was ist das?
  2. Ursachen
  3. Symptome
  4. Auswirkungen
  5. Therapie
  6. Vorsorge
  7. Tipps und Tricks für Eltern

1. Was ist das?

Eine Erkältung oder ein grippaler Infekt ist letztendlich nichts anderes als eine durch Viren hervorgerufene Erkältungskrankheiten. In der Regel müssen sich Kleinkinder im Durchschnitt 6 bis 10 Mal im Jahr mit dieser Krankheit herumschlagen und Erwachsene trifft es in der Regel immer noch zwei bis dreimal pro Jahr. Die verantwortlichen Viren rufen in der Regel Krankheitsanzeichen an den Schleimhäuten der Nase, des Rachens und der oberen Atemwege hervor. Schnupfen, Husten, Hals- und Gliederschmerzen gehören zu einer Erkältung maßgeblich dazu und sind meist zwar recht unangenehm aber selten wirklich gefährlich. Ein grippaler Infekt oder einer Erkältung sollten nicht mit einer echten Grippe verwechselt werden.

2. Ursachen

Am häufigsten treten Erkältungskrankheiten im Frühjahr, Herbst und Winter auf. Also immer dann, wenn es nass und kalt ist. Warum dies genau so ist, dafür gibt es bisher noch keine allgemeingültige Erklärung. Allerdings kann man beobachten, dass das Frieren allein kein Grund für eine Erkältung darstellen muss. Vielmehr ist es so, dass in einem unterkühlten Körper die Schleimhäute weniger gut durchblutet werden und somit leichter von Viren und Bakterien passiert werden können. Auch eine entsprechend stressige Situation, Übermüdung oder allgemeine Unzufriedenheit schwächen das Immunsystem und machen so Kinder und Erwachsene deutlich anfälliger gegenüber einen grippalen Infekt. Interessant ist zudem die Tatsache, dass es etwa 200 verschiedene Viren gibt, die einer Erkältungskrankheit verursachen können. Bei jedem Kontakt, mit einem dieser Viren, die das Immunsystem noch nicht kennengelernt hat, ist der Körper erst einmal hilflos dem Erreger ausgesetzt und das Kind wird krank. Das erklärt auch, warum gerade junge Kinder deutlich häufiger krank werden als Erwachsene. Sie sind einfach weniger Viren in ihrem Leben bisher begegnet. Grundsätzlich wird auch hier vom Immunsystem mit Abwehrstoffen reagiert, die im Endeffekt dafür sorgen, dass der Körper den Rest seines Lebens gegen diesen Erreger geschützt ist. Fast alle grippalen Infekte fängt man sich durch eine sogenannte Tröpfcheninfektion ein. Das bedeutet, dass die Viren in die Luft gehustet oder geniest werden oder teilweise einfach durch das Sprechen in die Raumluft gelangen. Atmet man selbst dann diese winzigen Speichelpartikel ein, kommen die Viren mit den Schleimhäuten in Kontakt und werden hier wieder aktiv.

3. Symptome

Häufig bemerkt man eine sich anbahnende Erkältung dadurch, dass es zu einem Jucken, Brennen oder Kribbeln innerhalb der Nase kommt. Kurze Zeit später setzt daraufhin ein wässriger Schnupfen ein, der häufig begleitet wird von einem verstärkten Niesreiz. Spätestens jetzt kommen dann auch noch übliche Symptome wie das Kratzen im Hals, leichte Schluckbeschwerden, Husten, Gliederschmerzen und Kopfschmerzen, Fieber, aber auch Frösteln, Unwohlsein und Abgeschlagenheit dazu. Bei etwa 80 % der Erkrankten tritt Schnupfen auf. Dies ist somit das häufigste Krankheitsanzeichen eines grippalen Infekts. Auch hierfür sind wieder Viren zuständig, die die Nasenschleimhaut besiedeln, die sich daraufhin entzündet, anschwillt und vermehrt Sekret produziert. Zum Anfang ist dieses Sekret sehr wässrig, später wird das Sekret zunehmend zäher und nicht selten haben wir den Eindruck, dass wir nun eine verstopfte Nase haben. Durch die Schädigung der Schleimhäute in den Atemwegen, dem vermehrten Schleimtransport, der schließlich von den Flimmerhärchen durchgeführt wird, die eigentlich für die Reinigung zuständig sind und die den Schleim nicht mehr abtransportiert bekommen, kommt es zum Schutzreflex Husten, was gerade zum Beginn eines grippalen Infekts im Normalfall sehr trockener Husten ist, der somit relativ unproduktiv ist und nicht wirklich etwas tut. Bei Kindern sollte man nach spätestens zwei Wochen oder wenn dieses heiser wird, über Atembeschwerden oder Schmerzen klagt einen ärztlichen Rat einholen. Auch wenn sich der Schleim gelblich verfärbt oder Blutbeimengungen im Schleim enthalten sind, sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden. Hat man sich eine echte Grippe eingefangen, so beginnt diese in der Regel mit hohem Fieber, einem schweren Krankheitsgefühl und man muss hierbei stark aufpassen, da sich die Influenzaviren sehr häufig auf Lunge, Gehirn und Herz ausweiten.

4. Auswirkungen

In der Regel kommt es bei einer Erkältungskrankheit eher selten zu wirklich ernsten Nebenwirkungen und Komplikationen. Häufig ist es so, dass sich die Viren weiter ausbreiten und vor allem Bakterien die vorgeschädigten Schleimhäute zusätzlich infizieren können. Anzeichen hierfür finden sich immer dann, wenn die Erkältung nach einer Woche nicht vorüber ist oder sich sehr hohes Fieber über 39 °C einstellt. Gerade bei Kleinkindern kann es im Zuge einer Erkältung zu Ohrenschmerzen durch eine Mittelohrentzündung kommen, da die Krankheitserreger von der Nase aus über die Ohrtrompeten in die Ohren wandern. Auch möglich ist es, dass die Infektion sich in die Nasennebenhöhlen ausweitet was meistens zu einem schmerzhaften Druckgefühl hinter den Wangenknochen oder hinter den Augen führt. Hierbei kann man häufig beobachten, dass die Schmerzen am schlimmsten direkt nach dem Aufstehen sind oder wenn man sich gerade bückt. Auch ist es denkbar, dass sich die Erkrankung der Schleimhäute auf die tieferen Atemwege ausweitet. Kommt es hier zu einer Entzündung, spricht man von einer Bronchitis. Starker, schmerzhafter Husten, mit weißen oder gelblichen Auswurf, Fieber und Atembeschwerden können Anzeichen für eine Bronchitis sein. In der Regel klagen die Kinder in diesem Fall auch darüber, dass es ihnen nicht gut geht, sie wenig belastbar sind und ein großes Schlafbedürfnis haben. In der Regel reicht es bei diesen Komplikationen, auf verschiedene pflanzliche Präparate zurückzugreifen, die den Schleim lösen und die Entzündung hemmen. Hällt die Entzündung jedoch länger als drei Tage an, so bietet es sich an, auf ein Antibiotikum zurückzugreifen. Besonders aufpassen muss man bei Säuglingen und Kleinkindern, die bei rasch ansteigenden Fieber zu Fieberkrämpfen neigen. Hierbei zittert das Kind, verdreht eventuell die Augen und kann kurzfristig sogar bewusstlos werden. Sollte dies passieren, sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden. In ganz seltenen Einzelfällen kann es durchaus auch dazu kommen, dass eine Erkältung zu einer Herz Kreislaufschwäche führt.

5. Therapie

Wie bei so ziemlich allen Erkrankungen, die durch Viren ausgelöst werden, gibt es keine wirksamen Medikamente, um den eigentlichen Grund der Erkrankung zu behandeln. Der Körper braucht in der Regel 7 bis 10 Tage, um gegen die Eindringlinge anzukommen und die Krankheit zu überwinden. Grundsätzlich kann man nur den natürlichen Heilungsprozess des Körpers unterstützen, in dem man viel trinkt. Gerade bei einer Erkältung mit verschleimten Atemwegen gilt grundsätzlich, je mehr man trinkt, desto besser. Je flüssiger der Schleim ist, desto leichter kann er dann auch abfließen. Feuchte Tücher auf der Heizung sorgen übrigens auch für eine feuchte, reizarme Luft, die für die Schleimhäute deutlich schonender ist, als die übliche trockene Wohnungsluft. Der schnellste Weg zum erwünschten Heilungserfolg ist bei einer Erkältung grundsätzlich Ruhe und Schlaf. Das Problem hierbei ist gerade bei Kindern allerdings, dass diese in der Regel nicht so wahnsinnig viel davon halten, im Bett liegen zu bleiben und den ganzen Tag zu schlafen. Manchmal sind sie trotz der Krankheit munter und wollen einfach spielen. Man kann sich allerdings als Eltern darauf verlassen, dass das Kind sich freiwillig hinlegen würde, wenn es denn tatsächlich müde wäre. Trotzdem sollte man ein wenig darauf achten, dass der Tagesablauf die erforderliche Ruhe und Erholung für das Kind gewährleistet. Obwohl es durchaus einige Kombinationspräparate in der Apotheke und teilweise auch in der Drogerie gibt, macht es dennoch teilweise mehr Sinn, einfach jedes Symptom mit einem eigenen Medikament zu behandeln. Bei Schnupfen schaffen Arzneimittel mit Wirkstoffen, die die Nasenschleimhaut abschwellen lassen in der Regel Erleichterung. Allerdings sind Nasensprays und Tropfen nur für einen kurzfristigen Einsatz gedacht und sollten nicht übermäßig verwendet werden. Ebenfalls wohltuend für die Atemwege können auch Kamille oder ätherische Öle wie zum Beispiel Eukalyptus sein. Hier ist allerdings Vorsicht geboten, denn viele ätherische Öle können unter Umständen Allergien hervorrufen und gerade bei Kleinkindern sollte man auf ätherische Öle lieber verzichten. Gegen allzu trockenen Husten kann man mit Hausmitteln wie zum Beispiel heiße Milch mit Honig oder freiverkäuflichen Hustensäften vorgehen. Ebenfalls lässt sich gegen Reizhusten auch Heilpflanzenauszüge aus Eibisch oder isländisch Moos verwenden, da diese auf den Reizhusten lindert wirken. Auch wenn es viele Eltern sicherlich nicht gerne hören: Fieber ist tatsächlich ein Abwehrmechanismus des Körpers und sollte deshalb auch nur in Ausnahmefällen gesenkt werden. Fieber kann man besonders gut durch kalte Wadenwickel senken, allerdings sollten diese nur dann angewendet werden, wenn die Arme und Beine tatsächlich auch warm sind und nicht womöglich nur der Körper heiß ist und der Rest kalt ist. In diesem Fall wären Wadenwickel sehr schädlich. Grundsätzlich sollte ein Arzt aufgesucht werden, wenn das Fieber mehrere Tage hinweg unverändert andauert. Ab einer Temperatur von 39 °C ist es ratsam, den Kindern finden fiebersenkende Mittel zu geben. Das Mittel der Wahl bei Kindern ist Paracetamol. Allerdings sollte man auch hier dabei bedenken, dass ohne ärztliche Empfehlung Paracetamol auch nicht über einen längeren Zeitraum oder in höherer Dosierung eingenommen werden darf. Bei Halsschmerzen helfen in der Regel Kräutertee oder Salbei Bonbons und das Gurgeln mit warmen Kamillentee. Auch Salbeitee befeuchtet die Schleimhäute wieder und wirkt der Vermehrung von Keimen in Mund und Rachen entgegen. Hat das Kind womöglich Gliederschmerzen, so ist es durchaus möglich, auf ein Schmerzmittel zurückzugreifen. Auch das Schmerzmittel der Wahl wäre Paracetamol, was gleichzeitig auch Fieber senken wird.

6. Vorsorge

Grundsätzlich gibt es kaum etwas, dass man gegen die Erkältungsviren tun kann. Es gibt keinen Impfstoff, mit Ausnahme des Grippeimpfstoffs, der allerdings nur gegen die echten Influenzaviren schützt und nicht gegen grippalen Infekte. Der einzige wirksame Schutz besteht darin, das Immunsystem zu stärken. Hierzu kann man mit regelmäßiger Bewegung im Freien auch bei Wind und Wetter sowie einer vitaminreichen und ausgewogenen Ernährung beitragen. Vor allem Vitamin C unterstützt die Abwehrkräfte und vermeidet man jetzt noch künstliche Zusatzstoffe und Zucker, ist das Immunsystem in der Regel relativ gut vorbereitet auf die Grippeviren.

7. Tipps und Tricks für Eltern

Besondere Vorsicht ist bei ätherischen Ölen für kleine Kinder geboten. Grundsätzlich können ätherische Öle zwar durchaus hervorragend bei einer Erkältung wirken, doch gerade bei Kleinkindern können diese lebensgefährlich sein. Egal ob sie inhaliert werden, auf die Haut aufgetragen und auf die Schleimhaut aufgetragen oder geschluckt werden, können diese Öle zu massiven Vergiftungserscheinungen führen. Schleimhautirritation, Übelkeit, Bauchweh, Krampfanfälle und Schockreaktion sind je nach Menge des Mittels bei Kindern möglich. Bei Säuglingen ist das Ganze sogar noch dramatischer. Ätherische Öle sind bei Ihnen in der Lage einen tödlichen Stimmritzen Krampf auszulösen. Zu den ätherischen Ölen gehört auch das in Mode gekommene Teebaumöl, das gerne für alles mögliche eingesetzt wird. Je kleiner das Kind ist, desto weniger sollte man mit diesen Dingen herumprobieren.

 

[KaKra]

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