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Plazenta Praevia

neugeborenes
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Wann ist eine natürliche Geburt möglich?
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AutoreninfoSylvia Koppermann
aktualisiert: 26.02.2013Mehrfache Mutter u. Autorin
Medizin, Gesundheit und Erziehung
Die Diagnose "Plazenta Praevia" beschreibt genau genommen nicht den Zustand der Plazenta, sondern deren Lage innerhalb der Gebärmutter und bildet stellt damit eine Fehllage der Plazenta (Mutterkuchen) dar.Bei etwa 0,5 % aller Schwangerschaften wird eine Plazenta praevia diagnostiziert, wobei Mehr- oder Vielgebärende deutlich öfter betroffen sind als Erstgebärende, besonders häufig ist dies der Fall bei schnell aufeinanderfolgenden Schwangerschaften.

Die Gefahren der Plazenta Preavia

Liegt sie nah dem Muttermund, kann sie eine mögliche Gefahr für das Kind darstellen, wenn sie sich während der Geburt vor den Muttermund schiebt und somit den Weg versperrt.

Bei der Plazenta Praevia totalis hat sich die Plazenta bereits vorgeburtlich vor den Muttermund geschoben.

Nach der Befruchtung nistet sich die Fruchtanlage in der Gebärmutter ein. Dabei gilt als einziges Kriterium, abhängig vom jeweiligen Platz der Einnistung, ob die Gebärmutterschleimhaut an der Stelle die nötige Eignung bietet. Beeinflussen kann man jedoch bei der natürlichen Einnistung nicht, ob dies eher im oberen, vorderen, hinteren oder unteren Teil der Gebärmutter geschieht. Wichtig ist allerdings, frühzeitig zu erkennen, ob die Plazenta eine Lage hat, die zu Komplikationen führen könnte.

Der Diagnosezeitpunkt

Eine mögliche Komplikation kann die Plazenta praevia darstellen. Hierbei handelt es sich um einen Plazentasitz, der nahe dem Muttermund liegt und diesen teilweise oder ganz verdecken kann.
Normalerweise wird erst zwischen der 20. und 24. Schwangerschaftswoche die Diagnose der Plazenta praevia gestellt. Denn zuvor ist es noch möglich, dass die Plazenta durch das Wachstum des Kindes vom Muttermund weg gezogen wird und somit keine Gefahr für den späteren Geburtsverlauf darstellt.

Bedeutung der Plazenta Praevia

Grundsätzlich kann man sagen, dass der Begriff Plazenta praevia für die zu große Nähe am Muttermund spricht. Allerdings gibt es hier nochmals Unterteilungen. So bedeutet die Diagnose Plazenta praevia vorrangig noch nicht, dass eine Geburt auf natürlichem Weg unmöglich ist. Man spricht zuerst einmal von einer tief sitzenden Plazenta, die eine spontane Entbindung ermöglicht, wenn keine Verdeckung des Muttermundes vorliegt.
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Foto: mamiweb.de

Die Plazenta praevia marginalis

Bei der Plazenta praevia marginalis erreicht die Plazenta den Muttermund, deckt ihn jedoch nicht ab. Abhängig von Konstitution des Kindes und der Mutter, ist grundsätzlich eine normale Entbindung möglich. Dies ist jedoch von verschiedenen weiteren Faktoren abhängig, die im Einzelfall mit Hebamme und Arzt besprochen werden sollten.

Die Plazenta praevia partialis

Die Plazenta praevia partialis beschreibt den Zustand, bei dem die Plazenta teilweise den Muttermund überlagert. Bei der normalen Entbindung kann es zu Komplikationen kommen, da Teile der Plazenta den Geburtsweg verengen oder abgebunden werden könnten, wenn das Kind hindurch tritt. Um dieses Risiko zu vermeiden, wird meist von einer normalen Entbindung ab- und zum Kaiserschnitt geraten.

Plazenta praevia totalis

Liegt die Diagnose der Plazenta praevia totalis vor, bedeutet dies, dass die Plazenta den Muttermund komplett verdeckt. Eine normale Geburt ist hierbei nicht möglich und würde Lebensgefahr für Mutter und Kind darstellen.

Weitere Risiken der Plazenta praevia sind die Gefahr, dass es zum Ende der Schwangerschaft zum Einreißen der Plazenta kommen kann. Dies kann bereits geschehen, wenn die Frau etwa schwerer hebt oder auch eine "falsche" Drehung macht. Da die Plazenta direkt an den mütterlichen Blutkreislauf angeschlossen ist, kann die Schwangere unter Umständen bei einem solchen Riss sogar verbluten. Dies ist vor allem daher gefährlich, weil ein solches Einreißen normalerweise schmerzfrei verläuft und nur an den plötzlich auftretenden Blutungen erkannt wird.

Die Häufigkeit der diagnostizierten Plazenta praevia steigt mit Anzahl der vorangegangenen Entbindungen oder bei Mehrlingsschwangerschaften.

[SyKo]

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