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Anzeichen, dass die Geburt losgeht

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Zur Entbindung in die Geburtsklinik

Viele Frauen empfinden die Schwangerschaft als eine ganz besondere und spannende Zeit im Leben. Der Körper verändert sich, während das Ungeborene darin heranwächst und sich bewegt. Logisch, dass die Neugier und Vorfreude auf das eigene Kind mit jedem Tag steigt. Während dieser Zeit gehen werdenden Mamis viele Fragen durch den Kopf.

Wie wird mein Kind wohl aussehen? Welche Charaktereigenschaften wird es haben? Ist das Baby gesund? Wie wird die Geburt verlaufen? Und woran erkenne ich, dass es wirklich los geht? Besonders Frauen, die ihr erstes Kind zur Welt bringen, sind diesbezüglich oft unsicher und haben Angst, den Geburtsbeginn zu verpassen.

Anzeichen - das Baby kommt!

Hier findest Du eine Liste von Symptomen, die Dir verraten, dass die Geburt unmittelbar bevor steht.
  • Abgang des Schleimpfropfens (Zeichnen): Mit Zeichnen ist der Abgang des Schleimpfropfens gemeint, der während der Schwangerschaft vor dem Muttermund liegt und die Gebärmutter vor Keimen schützt. Er ist in der Regel von klebriger oder schleimiger Konsistenz und mit ein wenig Blut durchsetzt. Das Zeichnen ist ein häufiges Anzeichen dafür, dass die Geburt losgeht, da sich der Muttermund geweitet hat. Er kann sich aber auch bis zu 12 Tage vor der Geburt lösen, im Normalfall passiert es aber erst einen Tag davor.
  • Muskelzittern: In vielen Fällen kommt es vor dem Einsetzen der Wehen zu Muskelzittern, das bis zu einige Minuten dauern kann. Hier versucht der Körper, Spannungen zu lösen. Ein warmes Bad oder eine Massage können Abhilfe schaffen.
  • Wehen: Im letzten Drittel der Schwangerschaft bereitet sich die Gebärmutter mit so genannten Übungswehen auf die kommende Geburt vor. Hierbei wird der Bauch vorübergehend hart und es kann schon mal ordentlich ziehen. Diese Uteruskontraktionen müssen aber von den richtigen Geburtswehen unterschieden werden. Als Faustregel gilt, Kontraktionen, die mindestens alle zehn Minuten auftreten und je eine Minute dauern, sind ein sicheres Zeichen dafür, dass es Zeit wird, ins Krankenhaus zu fahren.
  • Harter Bauch: Ein harter Bauch ist immer ein Zeichen für Gebärmutterkontraktionen. Doch diese Kontraktionen sind nicht immer nur mit Schmerzen verbunden. Wird der Bauch in regelmäßigen Abständen (mindestens alle zehn Minuten) nahe dem Geburtstermin hart, so kann das die bevorstehenden Geburtswehen ankündigen.
  • Rückenschmerzen: Das Einsetzen der Wehen geht bei vielen Gebärenden mit ungewohnten Schmerzen im unteren Rückenbereich einher, die ähnlich wie Regelschmerzen oder stärker sein können.
  • Durchfall: Bei manchen Frauen können sich die Kontraktionen der Gebärmutter und die von der Gebärmutterwand abgegebenen Prostaglandine auf die Verdauung auswirken. Die Betroffene kann bei Einsetzen der Wehen sehr weichen Stuhlgang oder sogar Durchfall haben. Dies ist kein Grund zur Sorge und hilft dem Körper sogar, überflüssigen Ballast im Bauchraum loszuwerden.
  • Erschöpfung/Schlafstörungen: Auch Schlaflosigkeit und Erschöpfung können Anzeichen für den Geburtsbeginn sein. Diese werden durch hormonelle Veränderungen ausgelöst, die zu den Wehen führen.
  • Blasensprung: Hiermit ist das Platzen der Fruchtblase gemeint, bei dem das Fruchtwasser entweder tröpfchenweise oder schwallartig austritt. Meistens springt die Fruchtblase vor oder während der Geburt, wenn der Muttermund weit geöffnet ist. Reißt die Fruchtblase, ohne dass Wehen eintreten, spricht man von einem vorzeitigen Blasensprung. Für 20 bis 25 Prozent der Frauen beginnt die Geburt auf diese Weise.
  • Leichte Schmierblutung: Ein weiteres Anzeichen für die bevorstehende Geburt ist eine leichte Schmierblutung, die mit oder ohne Wehentätigkeit einhergehen kann. Zu der Blutung komm es, wenn Kräfte auf den sehr gut durchbluteten Muttermund einwirken und dadurch kleine Gefäße einreißen. Auch eine leichte Blutung mit Schleimabgang zum Ende der Schwangerschaft ist meistens nichts Beunruhigendes. Solltest Du Dir aber unsicher sein, fahr lieber in die Geburtsklinik und lass Dich untersuchen.
  • Übelkeit und Erbrechen: Manchen Schwangeren ist bei Geburtsbeginn auch übel oder aber sie müssen sich übergeben. Dies rührt oft von der Situation selbst her, besonders bei Erstgebärenden, für die eine Geburt eine völlig neue Erfahrung ist, vor der sie eventuell auch Angst haben.

    [AKH]

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