Mediziner kritisieren "Kaiserschnitt auf Wunsch" Der folgende Bericht stammt nicht von mir sondern war ein Bericht auf 3 Sat

Gelöschter Benutzer
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15.08.2009 | 7 Antworten
Wenn keine medizinischen Gründe dagegen sprechen, sollten Frauen normal entbinden", sagte der Geburtsmediziner Renaldo Faber von der Universitätsklinik Leipzig. Er äußerte scharfe Kritik an Kollegen, die leichtfertig Kaiserschnitte vornähmen. Denn diese seien grundsätzlich mit einem höheren Risiko für die Mutter verbunden als die normale Geburt.

Mögliche Risiken und Komplikationen seien unter anderem Verletzungen der Blase und des Darms, stärkere Blutungen, Blutgerinnselbildung und Embolie, Infektionen des Bauchraumes sowie eine längere Verweildauer im Krankenhaus. Zudem sei auch die Sterblichkeit der Mütter höher, betonte Faber. Da dem "Kaiserschnitt auf Wunsch" keine medizinische Notwendigkeit zu Grunde liege, widerspreche er eigentlich der ärztlichen Ethik. Auf der einen Seite stehe das Selbstbestimmungsrecht der Frau als hohes Gut.
Auf der anderen Seite stehe eine Körperverletzung, die nicht gerechtfertigt sei und immer noch mit höheren Risiken einhergehe. Er persönlich bewerte die Wunsch-Sectio, so der medizinische Fachausdruck für den Kaiserschnitt, in erster Linie als ein Versagen der behandelnden Geburtsmediziner, die Schwangere nicht von der Ästhetik und Unbedenklichkeit einer normalen Geburt überzeugen könnten, sagte Faber.
Die Entbindung bei einer Erstschwangerschaft per Kaiserschnitt verdoppelt das Risiko einer Totgeburt beim zweiten Kind. Dies ergab eine Studie der britischen Universität Cambridge. Die Forscher betonen jedoch in der Fachzeitschrift "The Lancet", dass das absolute Risiko für eine Fehlgeburt bei einer solchen Zweitschwangerschaft gering ist und bei etwa eins zu 1.100 liegt. Die Mediziner werteten die Daten von etwa 120 Geburten zwischen 1992 und 1998 in Schottland aus. Bei Frauen, die zuvor per Kaiserschnitt entbunden hatten, lag die Häufigkeit von Totgeburten in der Zweitschwangerschaft bei 2, 4 pro 10 Frauen pro Woche.

Hatten die Frauen ihr erstes Kind dagegen auf normalem Weg zur Welt gebracht, lag der Wert danach bei 1, 4. Die Mediziner erklären die Häufung damit, dass ein Kaiserschnitt das Risiko plazentaler Störungen bei zukünftigen Schwangerschaften erhöht. Die Gefahr einer Totgeburt begann bei Frauen, die ihr erstes Kind per Kaiserschnitt entbunden hatten, etwa mit der 34. Woche der zweiten Schwangerschaft.
Der Grund für den Kaiserschnitt beim ersten Kind hatte keinen erkennbaren Einfluss auf das Risiko. "Unsere Ergebnisse sind für Frauen wichtig, die einen Kaiserschnitt in Erwägung ziehen, jedoch noch weitere Schwangerschaften planen", schreibt Untersuchungsleiter Gordon Smith. Ein Kaiserschnitt reduziere die Gefahr vorgeburtlicher Erkrankungen und Todesfälle im Zusammenhang mit Steißgeburten. Falls Frauen jedoch einen Kaiserschnitt ohne klare medizinischen Vorteil wünschen, sollten sie laut Smith über die möglichen Auswirkungen auf Folgeschwangerschaften unterrichtet werden.




Viele Schwangere werden auf chirurgische Eingriffe bei der Entbindung nicht ausreichend vorbereitet. Zu diesem Schluss kommen schottische Forscher in einer Studie an Frauen, deren Kinder per Kaiserschnitt, Zangengeburt oder Saugglocke zur Welt kamen. Die meisten Mütter waren ursprünglich davon ausgegangen, dass sie ihr Baby auf natürlichem Wege zur Welt bringen können.





Die Mehrheit der befragten Frauen wurde der Studie zufolge beim Einsetzen der Wehen nicht richtig über die Gründe für die Operation aufgeklärt. Auch nach der Entbindung seien die Mütter nur ungenügend über den Geburtsvorgang und mögliche gesundheitliche Folgen informiert worden. Viele hätten daher anhaltende Ängste vor weiteren Schwangerschaften entwickelt. Einige wollten sogar ganz auf weitere Kinder verzichten. Nach Angaben der Mediziner sind bei nahezu jeder dritten Geburt operative Maßnahmen erforderlich. Diese seien mit dafür verantwortlich, dass 25 bis 33 Prozent aller Geburten zu traumatischen Symptomen bei den Müttern führten.




Beim ersten Kind sind deutsche Mütter immer älter. In Bayern sei nach aktuellen Zahlen inzwischen jede vierte Erstgebärende älter als 35 Jahre, was auch bundesweiten Schätzungen entspreche. Das sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Perinatalmedizin, Prof. Karl-Theo Schneider.

Im Jahr 1980 war hingegen bundesweit nur jede 50. Erstgebärdende über 35 Jahre alt. Die Zahl der Geburten sei in den vergangenen zehn Jahren bundesweit um 20 Prozent gesunken. Anstatt rund 900 Kindern kämen derzeit jährlich noch 700 auf die Welt - diese Differenz entspreche der Einwohnerzahl von zwei Großstädten.





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1 Antwort
Ich kann nur zu dem Thema sagen
das ich 2 natürliche Geburten hatte...die erste war schwer und lang...aber es hat sich in jeder Weise gelohnt! Ich kann jeder Frau nur raten wenn keine medizinischen Gründe dafür sprechen , natürlich zu entbinden! Man sollte sich mit seinen Ängsten befassen, nicht davonlaufen! LG
Maxi2506
Maxi2506 | 15.08.2009
2 Antwort
hmm
also schwer eine meinung darüber zu finden. was ich nur doof finde, ich hatte einen notkaiserschnitt und langsam mächte ich schon noch irgendwann ein 2 kind, aber dies wird denke ich zu auch ein Kaiserschnitt, da mein tochter festhing also mein becken ist zu lein. womit muss ich jetzt rechnen?? währe es für mich besser auf ein zweites zu verzichten??
Mami270409
Mami270409 | 15.08.2009
3 Antwort
Folgendem Abschnitt würde ich zustimmen:
"Er persönlich bewerte die Wunsch-Sectio, so der medizinische Fachausdruck für den Kaiserschnitt, in erster Linie als ein Versagen der behandelnden Geburtsmediziner, die Schwangere nicht von der Ästhetik und Unbedenklichkeit einer normalen Geburt überzeugen könnten, sagte Faber." Den Rest finde ich im Moment schwierig für die Frauen, die gerne vaginal entbunden hätten, bei denen aber trotzdem, aus welchen Gründen auch immer, ein KS gemacht wurde... Macht jetzt erst recht Angst vor weiteren Schwangerschaften...
AliceimWunderla
AliceimWunderla | 15.08.2009
4 Antwort
statistik
ich gebe zu, ich habe nicht den ganzen text gelesen. ich habe aufgehört als die statistik genannt wurde . bitte nicht missverstehen: ich finde die entwicklung zum wunschkaiserschnitt auch nicht richtig, aber solche zahlen zu verbreiten ebensowenig.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 15.08.2009
5 Antwort
@Mami270409
Also ich bin im Moment auch wieder schwanger 14+1 udn werde definitiv wieder einen KS haben diesmal aber geplant und net NOTKS. Uns war es von vornherein klar das es wieder einen KS gibt aber das hat uns net gehindert wieder ein Kind zu bekommen.
JACQUI85
JACQUI85 | 15.08.2009
6 Antwort
@Schietbüddel
Darum geht es meiner Meinung nach nicht. Das Risiko ist erhöhter als nach einer normalen Geburt das ist für mich eine wichtige Aussage. Das wird aber den Frauen bei der Aufklärung nicht gesagt und das finde ich nicht in Ordnung.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 15.08.2009
7 Antwort
KS
ich hatte ein Not-KS auf Grund von BEL und Blasensprung in der 34.ssw wo die Hebamme meine Presswehen nicht erkannt hat und meinte ich "spinne" als Erstgebärende so das der kleine mit dem Steißbein zuerst in Geburtskanal gerutscht ist und es dann sehr, sehr schnell gehen mußte. Jetzt die 2. Geburt sollte auf natürlichem Wege ablaufen sofern alles ok bleibt, jedoch denke ich das damit voll übertrieben wird, es ist schließlich jeder Mutter selbst überlassen was für sie persönlich der bessere Weg der Geburt ist und nicht den, den die Ärzte sehen, und wenn es sooo gefährlich sei auch für die Folgeschwangerschaften, würden es auch viel mehr Ärzte so sagen und nicht wie es oftmals ist, nur die KS-Gegner. Ich bin weder dafür noch dagegen ich denke das es ihn als 2. Möglihckeit ein Kind zu bekommen gibt hat seinen Grund und jede Frau wollte für sich Wählen welchen Weg sie da gehen will.
Blue83
Blue83 | 15.08.2009

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07.09.2013 | 5 Antworten

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