Sorgerecht/Aufenthaltsbestimmungsrecht- Hilfe!

bananarama
bananarama
29.08.2016 | 22 Antworten
Hallo ihr Lieben, ich wende mich an euch mit den Problemen einer Freundin. Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen ...
Ein paar Fakten:
Sie waren 8 Jahren zusammen, ihr Sohn ist 3 Jahre alt, sie haben das geteilte Sorgerecht, sind nicht verheiratet. Das Haus in dem sie leben zahlen sie bei seinen Eltern ab.

Sie hat ihm nun vor ein paar Tagen mitgeteilt, dass sie sich trennen und ausziehen möchte (Es war für alle Beteiligten abzusehen). Seitdem macht er ihr das Leben zur Hölle ... Sie haben die laufenenden Kosten untereinander aufgeteilt ... Da er Strom und Wasser bezahlt, hat er ihr verboten dies zu benutzen. er wirft ihren Einkauf weg etc ...
Er hat ihr mehrfach gedroht, dass er sich um das alleinige Sorgerecht bemühen wird ...

Sie war schon beim Gericht, dort sagte man ihr, dass sie zunächst den sanften Weg über das Jugendamt gehen solle ... Zeitgleich hatte er sich aber schon um Jugendamt und Anwalt gekümmert ... dort auch was von Kindeswohlgefährdung durch grobes Anfassen erzählt.

Sie hat mittlerweile mehrere Wohnungen in Aussicht, die sie zeitnah beziehen könnte ... Nun ist es gestern Abend aber sehr eskaliert, nachdem er sie dort "zur Sau gemacht" hat, kamen auch noch Schwiegereltern vorbei und haben sie dann richtig fertig gemacht ... Sie saß zuletzt heulend im ausgebauten Kellerraum und hat dort übernachtet.Heute möchte sie gern zu mir kommen und vorerst hier bleiben ...

Aber wie ist es nun mit ihrem Sohn?
Ich habe gelesen, dass bei geteiltem Sorgerecht, auch ein geteiltes Aufenthaltsbestimmungsrecht herrscht ... Aber diese Situation lässt keine Einigung zu ... Ist es gefährlich, wenn sie voerst das Kind beim Vater lässt? Hat er dann bessere Chancen?
Oder gibt es Mittel und Wege, dass sie den kleinen doch mitnehmen kann?
Ich weiß momentan nicht, wie wir weiter verfahren sollen ...

Ich warte auf Rückruf einer Anwaältin, hatte aber hier schon auf Erfahrungen und Tipps gehofft ...

Vielen Dank im voraus ...
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22 Antworten

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1 Antwort
Also zur Beruhigung erstmal, das alleinige Sorgerecht wird so gut wie gar nicht mehr erteilt, es sei denn, es liegen ganz gravierende Gründe vor.
Tara1000
Tara1000 | 29.08.2016
2 Antwort
Aber wenn sich die Eltern nun nicht einig werden? Sie ist total kooperativ- und er ist das absolute Gegenteil ... Er "benutzt" das Kind um ihr eins reinzuwürgen ... und der Kindsvater setzt sich zu ihm und sagt "wenn du jetzt gehst, ist Papa ganz traurig" ... : (
bananarama
bananarama | 29.08.2016
3 Antwort
Ich halte es für saublöd, das Kind da zu lassen, wenn sie doch schon weiß, dass er es benutzen wird, um ihr Kummer zu bereiten. Sie soll das Kind mitnehmen, er kann ja dann sehen, wie er es bekommt, wenn er das will. Sie hat dann erst mal Fakten geschaffen. Punkt. Warum wartest DU auf einen Rückruf vom Anwalt und nicht sie? Wäre doch ihre Sache, das zu klären.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 29.08.2016
4 Antwort
Hey, das das Sotgerecht idt eine Torte mit vielen Stücken. Aufenthaltsbestimmungstecht ist ein Stückchen davon. Es ist durchaus möglich, das ein Elternteil das Aufenthaltsbestimmungsrecht hat, auch wenn beide geteiltes Sorgerecht haben. Dies wird aber, da es da meist nicht zu einvernehmlichen Lösungen kommt, per Gericht festgelegt. Du kannst deiner Freundin ausrichten, dass schon einiges im Argen liegen muss, damit einer Mutter das Sorgerecht entzogen wird. Anschwärzen reicht da i.d.R. nicht aus, weil das JA schnell spannt, das da nichts dahinter ist. Dies gilt aber auch für den Vater. Die werden sich mit dem geteilten Sorgerecht wahrscheinlich arrangieren müssen. Ich wünsche deiner Freundin ganz viel Kraft für die kommenden Wochen und Monate.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 29.08.2016
5 Antwort
@schnurpselpurps - ich habe auf einen Rückruf gewartet, weil ich zum einen die Anwältin privat kenne und den Kontakt herstellen wollte und zum anderen ist sie nervlich Ende, daher nehme ich Ihr alles ab was geht ... Und das Kind kann sie nicht einfach mitnehmen, dass wirkt sich für sie negativ aus ... Laut Anwältin soll sie jetzt einen eiligen Antrag stellen für das Aufenthaltsbestimmungsrecht ... Sie soll regelmäßig Kontakt zu ihrem Kind aufsuchen, alles was er Verweis, spricht am Ende gegen ihn ... Sie sagt als Mutter hat sie größere Chancen ... Gerade, weil das Kind noch so klein ist ... Morgen hat sie den Termin. Ich danke euch trotzdem für die Antworten
bananarama
bananarama | 29.08.2016
6 Antwort
*alles was er abweist, spricht gegen ihn
bananarama
bananarama | 29.08.2016
7 Antwort
@bananarama Ich würde nie und nimmer ohne das Kind gehen. Das wird ihr am Ende negativ ausgelegt!
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 29.08.2016
8 Antwort
Einmal das. Und dann, je länger das Kind beim Vater verbleibt, desto schwieriger wird es, es zurückzuholen. Weil er dann nämlich geltend machen könnte, die Mutter würde das Kind aus dem gewohnten Umfeld reissen.
Tara1000
Tara1000 | 29.08.2016
9 Antwort
@Tara1000 Sehe ich auch so. Arbeitet sie denn? Arbeitet der Kindsvater?
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 29.08.2016
10 Antwort
irgendwie verstehe ich manche Frauen nicht so ganz ... bevor es zur Trennung kommt , hadert man doch schon länger mit Trennungsgedanken ? eine Krise kommt ja in den seltesten Fällen von heute auf morgen ... warum informiert man sich nicht schon vorher z. B bei einem Rechtsanwalt , Caritas oder Ämter , damit man weiß , was auf einen zukommt und einem zusteht ? oder sucht sich nicht schon vorher eine Wohnung , damit man dann auch umziehen kann ? oder bespricht es mit den Eltern , ob man vorübergehend mit Kind wohnen kann , bis eine Wohnung gefunden wurde ... dann könnte man solche Situationen umgehen , die zu eskalieren drohen ... ich persönlich könnte mein Kind nicht einfach zurück lassen ...
130608
130608 | 29.08.2016
11 Antwort
ok, der Reihe nach: 1. wenn nix schriftliches vereinbart ist ist sie raus aus der Nummer mit der Rückzahlung. Sie trägt nur die laufenden Kosten bis zum Auszug bzw. zur Ummeldung in die neue Wohnung 2. er darf ihre Sachen nicht entsorgen, das wäre Diebstahl, Sachbeschädigung, Zerstörung von Eigentum 3. er darf sie nicht rauswerfen, sie hat bisher genauso abbezahlt wie er und hat ein Wohn- und Nutzungsrecht 4. das JA ist in der Tat die erste Anlaufstelle und erst wenn das nicht funktioniert kommen die Gerichte ins Spiel 5. NIEMALS das Kind zurücklassen !!! Sie soll das Kind mitnehmen, dem Vater Bescheid geben wo sie und sein Kind ist. Umgangsrecht muß gewahrt werden. Tut sie das nicht ist es Kindesentzug.
Solo-Mami
Solo-Mami | 29.08.2016
12 Antwort
@Solo-Mami So isses. :-) Warum um Himmels Willen macht sich eine Mutter darüber ernsthaft Gedanken, ihr Kind zurückzulassen, wenn sie geht, es sei denn sie schläft künftig unter einer Brücke? Ehrlich gesagt wäre das für mich ein ziemlich klares Zeichen, dass der Junge beim Vater wohl doch besser aufgehoben ist und auch die Mutter das so sieht. Wenn sie das so sieht, auch okay, aber dann nicht jammern wenn er dort auch bleibt. Klar, heimlich abhauen und ihm nicht verraten was mit dem Kind ist, das ginge mal gleich gar nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Anwalt ernsthaft rät, ein Kind nicht bei sich zu behalten. Es sei denn, die Mutter arbeitet und der Vater ist Hausmann und Haupt-Bezugsperson. Dann sieht das wohl anders aus. Oder die Mutter will tatsächlich das Kind entführen. Oder, wie gesagt, sie lebt dann auf der Straße. Oder das Kind kann dann nicht mehr in den Kiga oder die Schule. Oder sie hat eben doch was auf dem Kerbholz, aber die TE sagt ja, der Vater ist der böse Bube. Wie soll sie denn bitte unter den gegebenen Umständen permanenter Bedrohung durch den Kindsvater da hingehen und das Kind besuchen, wenn sie ausgezogen ist? Wie stellt der Anwalt sich das denn bitte vor??? Fragen über Fragen: Was ist das für eine Nummer mit dem groben Anfassen? Reine Lüge? Sie ist eine liebe Mama und würde das nie tun? Wie kommt er darauf? Wer fasst da wen grob an? Schlägt er die Frau? Oder ist es "nur" seelische Grausamkeit? Wäre sie vielleicht mit Kind im Frauenhaus besser aufgehoben, wenn der Typ gefährlich ist? Und warum will er unbedingt das Kind bei sich behalten? Vaterliebe? Oder Machtanspruch? Was die Rückzahlung angeht, kenne ich mich nicht aus. Da kommt es sicher auf die Verträge an. Jedenfalls, bananarama, kann die Frau froh sein, Dich an ihrer Seite zu wissen.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 29.08.2016
13 Antwort
Puh, manche Antworten finde ich wirklich krass ... Natürlich ist sie am Boden zerstört, wenn sie ihr Kind dort lässt. Ihr wurde vom Jugendamt und der Anwältin gesagt, dass sie das Kind gegen seinen Willen nicht mitnehmen darf ... Sie versucht einen Vernünftigen und überlegten Weg zu finden ... Sie ist definitiv keine schlechte Mutter und liebt ihren Sohn über alles Der Kindsvater ist sauer, weil sie sich trennt ... Er will ihr mit aller Macht weh tun ... Sie sind beide grundsätzlich gute Eltern ... Lieben den Jungen über alles. Sie ist sensibel und unbeholfen, er macht sie nieder und fährt seinen Egotrip. Natürlich kam die Entscheidung nicht von heute auf morgen ... Sie stand vor zwei Jahren schon einmal an diesem Punkt und wollte ihrem Sohn nicht die heile Familie nehmen ... Nun hatte sie vor zwei Wochen den Punkt und wollte gehen ... Hat sich wieder überzeugen lassen und letzte Woche kam alles schlag auf Schlag, er hat sie so fertig gemacht, dass sie nun mehr oder weniger von heute auf morgen in der Hölle sitzt ... Ich finde es unfair, was hier teilweise behauptet wird ... Ich wollte Tipps und keine Verurteilung meiner Freundin gegenüber. Die Situation ist grausam ... Gestern wurde sie wie wild von Schwiegereltern beschimpft ... Und es gab eine Rangelei zwischen ihm und ihr. Sie muss da raus .. Er hat sich krank schreiben lassen und das Kind nicht in den Kiga gebracht, er bewacht es förmlich und würde ihn zur Not auch festhalten ... Sie kann ihn nicht da raus holen, ohne dem Kind zu schaden ...
bananarama
bananarama | 29.08.2016
14 Antwort
Ich weiß nicht was in meinem Text vermuten lässt, dass das Kind bei ihm besser aufgehoben ist ...
bananarama
bananarama | 29.08.2016
15 Antwort
sie darf das Kind gegen den Willen des Vaters nicht mitnehmen ... aber er darf das Kind gegen den Willen der Mutter behalten ? ... aha ... wenn beide GUTE Eltern sind und auch sein wollen , dann tragen sie die Streitigkeit sicher nicht auf dem Rücken des Kindes aus , sondern finden eine gemeinsame Lösung ...
130608
130608 | 29.08.2016
16 Antwort
@130608 Danke! Ich dachte auch gerade, das da ein logischer Fehler ist. Wenn sie das Kind nicht gegen den Willen des Vaters mitnehmen darf, wie sollen sich Paare trennen, die es nicht rinvernehmlich tuen? Natürlich darf sie das Kind mitnehmen, aber der Vater muss wissen wo es ist und muss die Möglichkeit haben sein Umgangsrecht auszuüben.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 29.08.2016
17 Antwort
HeidaUlrichsd ... da bin ich ganz Deiner Meinung ...
130608
130608 | 29.08.2016
18 Antwort
solange der Vater weiß wo sie mit Kind ist ist es KEINE Kindesentziehung ... Voraussetzung eist, dass der Vater jederzeit zum Kind Kontakt aufnehmen kann Läßt deine Freundin das Kind bei ihm zurück kann sich das sehr negativ auswirken.
Solo-Mami
Solo-Mami | 29.08.2016
19 Antwort
Okay, ich verzichte auf weitere Antworten. Trotzdem vielen Dank ...
bananarama
bananarama | 29.08.2016
20 Antwort
warum reagierst Du denn so pampig ? es hat niemand schlecht über Deine Freundin geschrieben oder verurteilt ...
130608
130608 | 29.08.2016

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