Möchte mal Eure Meinung hören!

Blackspider80
Blackspider80
27.01.2009 | 17 Antworten
Hallo ich habe hier mal eine Geschichte für Euch über die ich mal einige aussenstehende Meinungen brauche.
Also, folgendes:
Mein Bruder ist schwerhörig, meine Schwägerin gehörlos, der Sohn der beiden wurde im November 2006 geboren und gleich nach der Geburt wurde bei ihm auch eine schwerhörigkeit festgestellt. Allerdings mussten die beiden mit ihm seit er auf der Welt ist alles mögliche durchmachen.Von Hörtest zu Hörtest sogar Klinikaufenthalte mit verschiedenen Test unter Narkose und und und (alles aufzuschreiben würde den Platz hier sprengen).Jetzt bekommt er seit ca einem viertel Jahr Frühförderung, allerdings kann die Dame die das macht keine Gebärdensprache. Der kleine jedoch hat mittlerweile einen Wortschatz von ca. 20-25 Wörtern in Gebärdensprache. In der Lautsprache bringt er allerdings noch kein gebrauchbares Wort heraus, er versucht es aber immer wieder mal. Nun hat er seit Anfang Januar endlich Hörgeräte die genau auf ihn angepasst sind, da jetzt erst feststeht das er auf einem Ohr taub ist und auf dem anderen eine Hörfähigkeit von 30% hat. Die beiden hatten vor kurzem einen Termin beim Gesundheitsamt, bei dem sie ziemlich fies behandelt wurden.
Es wurde ihnen überhaupt nicht zugehört, als sie erklären wollten was nun mit dem kleinen geschehen soll. Es wurde ihnen angedroht das Jugendamt (Sorgerechtsentzug) einzuschalten, da der kleine ein CI (Cochlea Implantat) bekommen soll, was einige Risiken hätte. Die beiden möchten es dem kleinen noch nicht antun, sich so einer grossen OP zu unterziehen, da er jetzt erst seine Hörgeräte hat mit denen er eventuell das sprechen erlernt, sie möchten noch etwas abwarten. Darauf wird jetzt mit Jugendamt gedroht wegen \'unterlassener Hilfeleistung\', ihr Fall wird verglichen mit (ich zitiere wörtlich) : \'Wenn Ihr Kind Diabetes hätte und sie würden ihm das Insulin verweigern, würde es sterben!\'.
Die zwei haben jetzt totale Panik vor den folgen weil sie diese Operation nicht wollen. Sie sagen sie möchten warten, weiterhin die Frühförderung nutzen und nach einem Kindergartenplatz suchen für schwerhörige in dem Jeremias dann etwas lernt und auch etwas um die Ohren hat, die letzte Lösung wäre dann die OP da die beiden natürlich viele kennen die diese Operation gemacht haben, denen es aber nichts oder wenig gebracht hat. Es wäre eine Operation am Kopf in dem eine Art Druckknopf eingesetzt wird, was dann mit einem Hörgerät aussen verbunden wird (mal für Laien). Nun Frage ich Euch was Ihr davon haltet und WARUM dieses Kind nicht als Muttersprache die Gebärdensprache benutzen darf?
Ich bin für jede Meinung dankbar!
Nicole
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17 Antworten

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1 Antwort
An eurer Stelle würde ich diesen Fall
öffentlich machen, wendet euch an die Zeitung oder ähnliches! Bin sonst auch nicht für sowas, aber das hört sich doch alles ziemlich vernünftig an, was dein Bruder und Frau da vorhaben!
brummse
brummse | 27.01.2009
2 Antwort
find ich ja krass
is ja nix lebensbedrohliches, wo dann die eltern die hilfe verweigern... dss man da nicht verstehen kann, dass eltern vor so einem eingriff angst haben und erstmal andere möglichkeiten nutzen wollen vesteh ich nicht... aber das is deutschland... und unser jugendamt... es werden kinder entzogen wo es ihnen gut geht und da wo bekannt is, dass was nicht stimmt, leben die kinder bis zur verkümmerung weiter... verstehs nicht...
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 27.01.2009
3 Antwort
UNVERSCHÄMT...
ich finde das ist eine frechheit wie sie behandelt worden sind ..traurig
isa2008
isa2008 | 27.01.2009
4 Antwort
oh mann
das ist echt unglaublich, ich kann deinen bruder und deine schwägerin verstehen! so eine op ist ja nicht ohne!! und der vergleich mit dem insulin hinkt ja wohl gewaltig!!!!!! da ist man echt manchmal sprachlos , was es doch für ungerechtigkeit in der welt gibt! sie sollen sich nicht unterkriegen lassen und weiterhin das tun, was das beste für den kleinen ist!!!!!
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 27.01.2009
5 Antwort
Ich find das nur unverschämt!
Was spricht den dagegen, ihn erstmal Gebärdensprache lernen zu lassen? Man kann doch einen Hörfehler bzw Taubheit mit Option auf eine riskante OP nicht mit Diabetes vergleichen! Ich glaub, die Leute, die so einen Schwachsinn von sich geben, haben einfach nichts besseres zu tun... Das ist keineswegs unterlassene Hilfeleistung, davon kann man nur sprechen, wenn jemand in unmittelbarer Gefahr ist, aber seine Hörschwäche ist ja keine Gefahr für ihn! Ich würde mir eher Sorgen machen, wenn die Eltern ihr Kind ohne zu zögern so einer gefährlichen OP ausliefern würden!
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 27.01.2009
6 Antwort
Sie
sollen sich auf jeden Fall rechtliche Hilfe holen, das geht ja wohl gar nicht. Es ist immernoch ihr Kind.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 27.01.2009
7 Antwort
Hallo
ich würde mir einen Anwalt nehmen niemand kann dich zu einer OP zwingen, es geht ja nicht um Leben oder Tod.Das wäre ja genauso wie wenn man sagen würde, ihr Kind hat im Jahr 5 Mandelentzündungen und der Arzt rät dir sie rausmachen zu lassen, und wenn du es nicht machen lässt, schaltet er das JA ein!Frechheit! LG
drittephase
drittephase | 27.01.2009
8 Antwort
das ist die Entscheidung von den beiden
wenn sie die OP nicht wollen, kann man sie auch nicht dazu zwingen.Und wer garantiert denn das es nach der OP besser läuft.Dem Jugendamt würde ich was erzählen.Was soll denn sowas.Ich glaube die beiden haben es so schon schwer und dem kleinen geht es sicher sehr gut.Und wenn die Frühförderung was bringt, würde ich damit auch weiter machen.Zu einer OP können sie nicht gezwungen werden.Da würde ich mit dem Leiter vom JA mal ein ernstes Wörtchen reden und mich notfalls an die Presse wenden.
WildRose79
WildRose79 | 27.01.2009
9 Antwort
Melden!!!!
Dein Bruder soll diese unmögliche Behandlung anzeigen oder melden! Das ist eine Verletzung der menschlichen Würde! Das dürfen sie sich nicht gefallen lassen!
vickybaby08
vickybaby08 | 27.01.2009
10 Antwort
ich weiss nicht...
ich habe keine ahnung wie ich bei meinem eigenen kind reagieren würde, aber ich glaube genauso wie die beiden... bevor man dem kind so eine riesen belastung zumutet, erstmal alles andere versuchen und die zwei bemühen sich wirklich sehr, darum spricht der kleine ja nun schon mit 2 jahren soviel, zwar nur in gebärden aber egal...nicht böse gemeint ist nen doofer vergleich aber welche muttersprache haben ausländer in deutschland? egal woher sie sprechen als muttersprache ihre landessprache egal ob spanier, holländer oder sonst wer!? warum darf der kleine es nicht, soll ich euch die antwort geben? die antwort auf diese frage war vor kurzem : "Weil Deutschland die Anzahl der Behinderten senken möchte!". Ich halte Euch auf dem laufenden ... Das wird noch ne heisse Sache!!! Bussi Nicole
Blackspider80
Blackspider80 | 27.01.2009
11 Antwort
Dein Bruder und seine Frau tun mir echt leid
So behandelt zu werden...echt der Wahnsinn. Das Jugendamt soll sich um wichtige Fälle kümmern und nicht um sowas. Wieso müssen die Eltern gezwungen werden??? Ich versteh das nicht. Sie haben sich ja schließlich ausgiebig mit dieser OP auseinander gesetzt und halten sie für den jetzigen Moment einfach für nicht sinnvoll. Ich kann das sehr gut nachvollziehen, wenn der kleine jetzt sein Hörgerät hat und weiter gefördert wird - warum soll es dann nicht auch ohne OP gehen? Ich finde es wirklich unerhört das der kleine nicht wie du so schön geschrieben hast "als Muttersprache die Gebärdensprache " nutzen darf. Ich kenne einige Kinder die mit der einfachen Kombination aus Hörgerät und Gebärdensprache prima klar kommen. Vielleicht hat sich in ein paar Jahren ja auch die Erfolgsquote dieser OP um ein vielfaches verbessert und dann kann man ja nochmal drüber nachdenken. Aber für den Moment würde ich diese OP auch nicht wollen, wenn es nicht den gewünschten Erfolg erzielt ..
lilamima
lilamima | 27.01.2009
12 Antwort
.................
Wenn die Möglichkeit gegeben wäre für mein Kind nur ein bißchen zu hören würde ich ihr auch dieses Implantat einsetzen lassen. Allerdings finde ich es aus Laiensicht eigentlich richtig erstmal abzuwarten, er muss sich ja wahrscheinlich auch an das Hören, mit Hörgerät, gewöhnen. Ich würde mir aber eine Frühförderung mit Gebärdensprache suchen. Aber warum soll er keine Gebärdensprache lernen? Selbst wenn er zu 100% hört, finde ich es selbstverständlich damit er sich auch mit seiner Mutter verständigen kann. Und nur die beiden, seine Eltern, wissen wie es ist gehörlos aufzuwachsen. Es ist scheiße das sich das Jugendamt nicht daran orientiert!
silvie1912
silvie1912 | 27.01.2009
13 Antwort
danke danke
Eure antworten tun den beiden echt sehr gut... Mein bruder sagte gestern abend schon : "Sag mal warum werden wir in unserer Gehörlosenwelt nicht von den Hörenden akzeptiert, wir tun doch keinem was!!???"
Blackspider80
Blackspider80 | 27.01.2009
14 Antwort
Hallo
also ich würde einem kleinen kind so ne Riesen OP auch nicht antun wenns vermeidbar iat.die Idee von Brummse ist gut, wenn ihr das öffentlich macht dann wirds peinlich fürs amt und merken das sich dein Bruder und seine frau nicht alles gefallen lassen und meinen es nämlich gut zum wohle des Kindes.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 27.01.2009
15 Antwort
ich weiss nicht ob das richtig ist
mit der öffentlichkeit, man kennt ämter, die haben immer den längeren arm oder ? aber genau das ist der punkt, viele oder fast alle gehörlosen lassen sich sehr gut einschüchtern, sie haben einfach angst um ihr kind und dann noch solche vorfälle die aber sogut wie nie an die öffentlichkeit kommen!!! schaut selbst... http://www.enbeka.de/index.php?menuid=56 ich krieg die KRISE!!!
Blackspider80
Blackspider80 | 27.01.2009
16 Antwort
Cochlea Implantate (CI)
Erstmal ist es natürlich unverschämt, dass mit deinem Bruder und seiner Frau anscheinend nicht sehr sachlich diskutiert wird. Es ist schon eine schwierige Entscheidung mit einigem für und wider. Lies doch dazu mal http://de.wikipedia.org/wiki/Cochleaimplantat. Früher hat man bei Kleinkindern eher kein CI eingesetzt, weil sich durch das Wachstum das Implantat im Ohr verschoben hat, was das Hörempfinden natürlich verändert hat. Aber bei den modernen Geräten ist dieses Problem wohl behoben. Ein Vorteil frühzeitig eingesetzter Implantate ist, dass das Kind wesentlich besser Hören und Verstehen lernt als später. Am besten einen guten Arzt suchen, der Erfahrung mit CI's hat und sich beraten lassen. Er kann am besten alle Vor- und Nachteile und auch mögliche Risiken erläutern. Sollten sie sich dann noch dagegen entscheiden, hilft auch meist ein differenziertes Gutachten vom Arzt, um die Beweggründe der Eltern ggf. vor dem Jugendamt klarzumachen und damit seine Entscheidung zu begründen.
ostkind
ostkind | 27.01.2009
17 Antwort
Cochlea Implantat (CI) - Teil II
Damit kann es auch keinen Vorwurf mehr geben, gegen die Interessen des Kindes zu handeln. Uff, das war lang, sorry. Hoffe das hilft euch. Viel Glück, wie auch immer sich dein Bruder und seine Frau entscheiden! Lg,
ostkind
ostkind | 27.01.2009

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