Kind in eine Pflegefamilie geben?

Maleficent
Maleficent
16.05.2018 | 35 Antworten
Hallo liebe Mütter,

ich bin neu und habe mich eigentlich nur aus Verzweiflung hier angemeldet.

Ich habe so viele Probleme, und leide somit momentan und seit ca. 10 Jahren an Depressionen bzw. sie wechseln immer mal wieder in der Intensität und momentan habe ich mittelgradige bis schwere.

Ich bin alleinerziehend und habe außerdem eine Emotional instabile Persönlichkeitsstörung.

Die Ehe mit dem Kindsvater war schlimm. Aber ich zweifel, ob es wirklich so schlimm war oder eben nur schlimm durch meine Psyche.

Ich kann einfach nicht mehr. Ich habe niemanden. Keine Freunde, keinen Job, keine familiäre Unterstützung.... ich weiß nicht mehr weiter. Für meinen Sohn, zwinge ich mich den Haushalt zu machen u.s.w aber mehr ist kaum drin.

Er tut mir so leid, dass er mit so einer kranken und kaputten Mutter aufwächst. Ich kann ihm nichts bieten, keine Struktur, keine Freizeitgestaltung, finanzielle Mittel am Existenzminimum und eine Mutter die total kaputt ist.

Ich war in einer Tagesklinik, das war leider sehr stressig und da bei mir noch körperliche Beschwerden dazu kommen, musste ich aufhören. Kann aber wiederkommen, habe keine Medikamente.

Mir wurde dort empfohlen eine Familienhilfe zu beantragen, gibt es Erfahrungen mit sowas?

Aber ich denke, bedingt durch meine Krankheit, wird es nicht viel bringen.

Ich hatte unbehandelte postnatale Depressionen und hänge bis heute drin. Ich habe keine Hoffnung mehr und weiß nicht, ob ich noch einen weiteren Tag überstehe.

Durch die Depressionen ist es mir nicht möglich zu lieben. Zurzeit ist es ganz schlimm. Ich spiele meinem Sohn dann immer etwas vor. Kpse und knuddel ihn, aber mein Herz ist kalt. Es war nicht immer so aber die Krankheit macht mich kaputt.

Deshalb denke ich, dass mein Sohn es verdient hat, beachtet und gut versorgt zu sein. Er soll ein besseres Leben haben. Obwohl ich manchmal denke, es ist leider eh schon zu spät.

Ich bin so verzweifelt.

Bitte verurteilt mich nicht, das mach ich bereits jeden Tag 24 Stunden...

Liebe Grüße Male
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35 Antworten (neue Antworten zuerst)

35 Antwort
@babyemily1 Okay vielen Dank, da schau ich mal und erkundige mich. Eigentlich hört sich alles so leicht an, aber die Depression macht vieles fast unmöglich....ich hasse diese Krankheit. Aber wird schon. Lg maleficent
Maleficent
Maleficent | 23.05.2018
34 Antwort
@babyemily1 Dankeschön. Ja es schwankt immer bei mir, deshalb zögere ich oft. Mal ist ein Tag super und mal Katastrophe. Schade, dass mir das meine betreuerin nicht gesagt hat mit dem Taxi und der kk. Da mach ich mich morgen schlau.
Maleficent
Maleficent | 23.05.2018
33 Antwort
Ups das sollte gar nicht hier rein sorry
Schnucki89
Schnucki89 | 23.05.2018
32 Antwort
@babyemily1 natürlich kann sie mit ihrem geld tun und lassen was sie will. Was mich stört ist das es zwischendurch ist. Wenn er sowas einfach zwischendurch bekommt was erwartet er dann erst an seinem Geburtstag. Ausserdem gibt es ja auch die möglichkeit das sie einfach mal nein sagt oder das er wenn er ein neues spiel möchte er dann ein altes löschen muss
Schnucki89
Schnucki89 | 23.05.2018
31 Antwort
Ja, da denken viele nicht dran. Und was Deinen Junior betrifft, damit er nicht immer mitkommen muß: Leg´die Termine soweit es möglich ist in die Schulzeit. Ansonsten einfach mal die Klassenlehrerin/den Klassenlehrer fragen, ob er dann für die Zeit in die Betreuung gehen könnte. Das geht ganz bestimmt. Dann kannst Du ganz beruhigt zum Arzt gehen. Ansonsten einfach mal beim JA nachfragen. Es gibt oft Angebote für Schulkinder im Nachmittagsbereich, wo sie hingehen können. Hier bei uns ist das z.B. der Mädchentreff. Dort können sie Hausaufgaben machen, spielen, basteln und es werden sogar ab und zu mal Ausflüge gemacht. Vielleicht gibt es ja sowas auch bei Euch in der Nähe. Oder wir haben hier direkt neben uns einen Abenteuerspielplatz. Auch dort werden die Kinder nach der Schule betreut, bekommen sogar Mittagessen und können spielen und sich mit den Tieren, die dort sind beschäftigen. Ich weiß, hört sich immer nach viel Aufwand an , aber vielleicht kannst Du es ja gemeinsam mit einer Haushaltshilfe angehen. Sie kann Dir dann bei solchen Dingen ein bißchen unter die Arme greifen.
babyemily1
babyemily1 | 23.05.2018
30 Antwort
@babyemily1 Dankeschön. Ja es schwankt immer bei mir, deshalb zögere ich oft. Mal ist ein Tag super und mal Katastrophe. Schade, dass mir das meine betreuerin nicht gesagt hat mit dem Taxi und der kk. Da mach ich mich morgen schlau.
Maleficent
Maleficent | 22.05.2018
29 Antwort
Das Geld für die Krankenfahrten bekommst Du von der Krankenkasse bezahlt. Erkundige Dich bitte mal danach. Das Taxi brauchst Du nicht selber zu bezahlen. Du MUSST weiterkämpfen. Du hast ein Kind, für das sich dieser Kampf lohnt. So schwer es auch fallen mag. Du brauchst Hilfe und die MUSST Du SOFORT beantragen.
babyemily1
babyemily1 | 22.05.2018
28 Antwort
@babyemily1 Vielen dank für deine mühe. Aber wir haben kein Geld. Wir haben 400 euro zum leben im monat. Da ist Taxi auch nicht drin. Sorry für mein gejammer. Donnerstag geh ich zum Hausarzt und dann seh ich weiter... ich mag einfach nicht mehr kämpfen. Sogar sprechen ist mir zu viel. Vielen Dank nochmal
Maleficent
Maleficent | 21.05.2018
27 Antwort
@babyemily1 Vielen dank für deine mühe. Aber wir haben kein Geld. Wir haben 400 euro zum leben im monat. Da ist Taxi auch nicht drin. Sorry für mein gejammer. Donnerstag geh ich zum Hausarzt und dann seh ich weiter... ich mag einfach nicht mehr kämpfen. Sogar sprechen ist mir zu viel. Vielen Dank nochmal
Maleficent
Maleficent | 21.05.2018
26 Antwort
@babyemily1 Vielen dank für deine mühe. Aber wir haben kein Geld. Wir haben 400 euro zum leben im monat. Da ist Taxi auch nicht drin. Sorry für mein gejammer. Donnerstag geh ich zum Hausarzt und dann seh ich weiter... ich mag einfach nicht mehr kämpfen. Sogar sprechen ist mir zu viel. Vielen Dank nochmal
Maleficent
Maleficent | 21.05.2018
25 Antwort
Liebe Male, wenn nur 2 mal am Tag ein Bus fährt, dann fahr bitte mit dem Taxi. Ist zwar nicht ganz so billig, aber Krankenfahrten bekommt man meistens auch von der Krankenkasse bezahlt. Erkundige Dich doch mal danach. Du MUSST die Arzttermine wahrnehmen, das ist ganz wichtig. Und zur Not nimmst Du Deinen Sohn einfach mit. Das geht auch. Zur Beschäftigung unterwegs kannst Du ja für ihn vielleicht ein Buch mitnehmen oder ihm mal einen Nintendo oder eine PSP besorgen, wo er dann ein bißchen "zocken" kann und es für ihn dann nicht so langweilig ist. Und was Deinen EX betrifft: So einfach ist das mit dem Sorgerechtsentzug nicht. Wenn Du alles machst und Dir Hilfe holst ist das genau das Richtige und wird Dir auf gar keinen Fall zur Last gelegt. Im Gegenteil. Es spricht dann für Dich! Du fühlst Dich alleingelassen schreibst Du! Gerade hier wäre z.B. eine Selbsthilfegruppe sehr gut, damit Du Dich dann nicht mehr so alleine fühlst und Dich austauschen kannst. Schau mal im Internet nach, da findest Du bestimmt etwas. Mit der Küche: Wenn sie wirklich so verschimmelt ist, schau doch mal bei ebay-kleinanzeigen rein. Dort verschenken viele ihre Küchen und die sind wirklich noch top. Hier findest Du mit Sicherheit eine schöne Küche, die besser ist und Dir gefällt. Durch Deine Erkrankung siehst Du leider vieles auswegslos. Das ist aber nicht so und durch die psychologische Hilfe wirst Du dann lernen, diese Dinge positiver zu sehen. Bitte nimm ab jetzt die Termine wahr, wie ich schon schrieb zur Not mit dem Taxi.
babyemily1
babyemily1 | 21.05.2018
24 Antwort
@babyemily1 Hier auf dem Land fährt 2 mal am tag ein bus. Meine Vergangenheit ist der grund und wir haben hier kein Internet. Wenn ich dann so lange mit dem bus unterwegs wäre, hätte ich niemanden zum aufpassen für meinen sohn... ausweglos alles... durch meine zusätzliche PTBS kann ich manchmal nicht bus fahren... In einer Woche kann ich zum arzt, dann seh ich weiter. Heute hat mein ex gesagt, er möchte nun das alleinige Sorgerecht und will mir meinen sohn entziehen. Und ich bin schon am boden. Die letzten tage waren viel besser. Aber ich habe nun Angst, wenn ich mir Hilfe hole, mein ex das gegen mich verwendet und dann ist alles zu spät. Er ist der grund warum ich in dieses loch gefallen bin unter anderem.... Mein sohn und ich sind traumatisiert durch die ehe und die Tagesklinik bzw. die Oberärztin schob es mehr oder weniger immer auf meine Borderline-Störung. Als wenn ich nicht alle Tassen im Schrank hätte und der Partner ja so normal ist. Ich fühle mich alleine gelassen...mit allem. Ich hab schon eine ambulante betreuung beantragt die mich unterstützt. Die dame besorgte mir eine Küche, da ich keine hatte. Ich war happy, nun musste ich feststellen, dass sie total verschimmelt ist und ich habe starke Zwänge und dreh bald durch. Dankeschön für deine Antwort Lg maleficent
Maleficent
Maleficent | 20.05.2018
23 Antwort
Liebe Male, wir haben auch kein Auto und es gibt "Öffis". Hier ist es zwar manchmal ein bißchen umständlich, aber man kommt auch hier von A nach B, auch in andere Städte. Bitte versuche auf jeden Fall die ärztlichen Termine wahrzunehmen. Ich weiß, Deine Krankheit macht Dir hier oft einen Strich durch die Rechnung und es erscheint alles unmöglich. Aber gerade weil die Termine bei diesen Ärzten so rar sind, sollte man sie auf jeden Fall wahrnehmen, zur Not machst Du die Fahrt mit einem Taxi. Aber kein Auto zu haben ist kein triftiger Grund den wichtigen Termin abzusagen. Zumal: Was machst Du dann beim nächsten Termin? Dann hast Du ja wieder kein Auto und Du MUSST dahin. Und wenn der Hausarzt in Urlaub ist, dann gehst Du bitte zur Vertretung. Ja, ist nicht so dolle, aber Du brauchst ja auch Deine Medis! Da ist es dann egal, wer sie verschreibt, Hauptsache Du bekommst und nimmst sie weiterhin. Schau auch bitte vielleicht einfach mal nach ob es eine Selbsthilfegruppe in Deiner Nähe gibt, der Du Dich anschließen kannst. Hier kannst Du dann möglicherweise auch neue Impulse bekommen, wo Du noch Hilfe bekommen könntest und wirst Dich vielleicht dann nicht mehr so alleine fühlen. Und melde Dich bitte umgehend bei profamilia, der Caritas oder beim JA. Dringend!! Du wirst AUF JEDEN FALL dort Unterstützung bekommen und keiner wird Dir das Sorgerecht wegnehmen, sondern sie werden Dir helfen. Warum müßt ihr umziehen? Was ist der Grund?
babyemily1
babyemily1 | 19.05.2018
22 Antwort
@schnurpsneu Ich habe Tagesklinik gemacht und trotzdem alles gemanaged....alleine ubd mein sohn konnte in den Hort gehen. Die Oberärztin und ich hatten ziemliche Schwierigkeiten und sie wollte mir am Entlassungstag nichts vetschreiben und meinte ich soll zum Hausarzt gehen. Der ist aber im Urlaub. Zum Psychiater kann ich erst wieder im august kommen. Ich hatte einen termin, konnte aber nicht hin, weil mein sohn und ich krank waren und ich kein auto habe und dieser in einer anderen Stadt ist. Alles zum heulen....:(
Maleficent
Maleficent | 18.05.2018
21 Antwort
@Jasmin|Kissel Ja das mach ich, ich habe nur Angst, das Sorgerecht zu verlieren. :(
Maleficent
Maleficent | 18.05.2018
20 Antwort
@yxccvbnn Vielen dank für deine Antwort. Ging es dir dort wirklich besser? Und ging es deiner mutter besser, weil sie entlastet war? Wie ist euer Kontakt heute? Ich möchte meinen Sohn auf keinen Fall dauerhaft weggeben. Niemals. ;)
Maleficent
Maleficent | 18.05.2018
19 Antwort
@Maria1510 Danke liebe Maria, ich bin auch Erzieherin. :) bzw. habe die Ausbildung abgeschlossen, aber keine Berufserfahrung. Kenne mich grob mit verschiedenen Hilfen aus, allerdings nur theoretisch und nicht praktisch. So wie du es schilderst habe ich es mir auch eher gedacht. Der Weg geht meist über ein Heim oder? Und das möchte ich absolut nicht. Obwohl ich schon öfter von Pflegefamilien gehört habe, die einspringen wenn not da ist. Das ist bestimmt regional sehr unterschiedlich und da wir am A... von Deutschland leben momentan ist es wohl eher utopisch das ganze. Ich hatte auch an eine erziehungsbeistandschaft gedacht. Mich zieht es einfach nur noch mehr runter, wenn ich sehe, wie andere Kinder aufwachsen und dies mit meinem Sohn vergleiche. Er hat niemanden...nur eine kranke Mutter. Wir werden höchstwarscheinlich umziehen demnächst, dann steht ein erneuter schulwechsel an, das macht mich echt fertig...der arme kleine... Lg male
Maleficent
Maleficent | 18.05.2018
18 Antwort
Hallo Maleficent. Ich habe gerade deinen Text gelesen und wollte dir schreiben unabhängig davon was andere geschrieben haben. Also sollte ich etwas schreiben, was andere schon geschrieben haben bitte ich um Nachsicht. =) Ich bin Erzieherin und habe eine Zeitlang in einem Heim bzw. "Kinderdorfhaus" gearbeitet. Klar ist es möglich ein Kind in eine Pflegefamilie zu geben. Jedoch würde dein Kind wahrscheinlich vorübergehend in ein Heim gegeben werden, damit eine Pflegefamilie gefunden werden kann. Wie alt ist denn dein Sohn? Denn ich denke das weiß auch jeder nicht Pädagoge ein Kind leidet mit fortgeschrittenem Alter immer mehr unter der Trennung zur leiblichen Familie. Du sagst dein Herz fühlt sich kalt an, wenn du dein Kind kuschelst, jedoch höre ich aus deiner Nachricht trotzdem mütterliche Liebe heraus. Ich kenne natürlich nicht deine Gesamtsituation, deshalb möchte ich mich mit Einschätzungen weitgehend zurück halten. Ich denke du solltest dich beim Jugendamt erkundigen, welche Hilfen man in Anspruch nehmen kann. Wenn ich mir jedoch selbst eine persönliche Meinung anmaßen darf.. Ich glaube, dass wenn du deinen Sohn in eine Pflegefamilie gibst, der Halt, den du vielleicht nicht siehst, aber den dein Kleiner die trotzdem gibt, verloren geht eventuell. Du sagtest, dass du versuchst dich für ihn gradezuhalten. Dein Sohn braucht dich und du brauchst ihn. Ich verurteile dich selbstverständlich NICHT!! Ich finde dich sehr mutig. Und ich denke jeder versteht, dass du für dein Kind nur das beste willst. LG Maria
Maria1510
Maria1510 | 18.05.2018
17 Antwort
Schau doch mal ob du ned beim Jugendamt Hilfe bekommst es gibt sehr viele möglich keiten
Jasmin|Kissel
Jasmin|Kissel | 18.05.2018
16 Antwort
Hallo Male, sowas zu schreiben beweist viel Mut und stärke. Das Ganze erinnert mich an meine Kindheit ich bin mit einer alleinerziehenden depressiven Mutter aufgewachsen. Ich hab schon mit 5 Jahren den Kompletten Haushalt geschmissen, bin einkaufen gegangen und alleine in den Kindergarten gegangen. Meine Mutter lag den ganzen Tag auf dem Bett und hat nichts gemacht einfach nichts. Über Jahre hab ich das für ganz normal angesehen. Erst mit 8 hab ich realisiert, dass es nicht normal ist. Ich bin dann alleine zum Jugendamt und habe meine Situation geschildert. Wir bekamen dann eine Familienhilfe. Mit der kam ich gar nicht zurecht. Auf meinen Wunsch kam ich dann mit 9 Jahren ins Heim. Und ich muss sagen es war die schönste Zeit überhaupt in meiner Kindheit. Mit 15 bin ich dann in meine eigene Wohnung gezogen. Auch, wenn es hart klingt, deinem Sohn wird es bei einer Pflegefamilie bestimmt super gehen. Er wird dich genau so lieben wie jetzt und dir später sogar dankbar sein, dass du dich so entschieden hast. Meine Mutter hat sich damals innerhalb eines halben Jahres so stark ins positive veränder das kann man sich gar nicht vorstellen.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 17.05.2018

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Kategorie: Erziehung

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