Ich kann nicht mehr

Maja003
Maja003
05.01.2020 | 37 Antworten
Hallo zusammen ...

wie bereits im Titel geschrieben binnich ich fix und fertig mit den Nerven. Es geht um mein Kind. Er ist 8 Jahre alt und macht mir das Leben seit Wochen zur Hölle. Bis kurz vor Weihnachten war alles wie immer. Was nicht heißt dass es gut war. Er ist schon immer "anders". Es müssen bestimmte Dinge so ablaufen wie er es möchte, er isst monatelang immer ein und das selbe und will partout nichts anderes probieren. Er hatte schon diverse Ticks wie Zwinkern oder Nase hochziehen. Die sind zur Zeit aber weg. Konzentration ist nur schwer möglich. Wir waren deswegen schon bei der Ergo.

Das was mir aber extrem zu schaffen macht sind seine Wutausbrüche, Aggressionen und seine Rastlosigkeit im Bett. Wir fassen ihn schon mit Samthandschuhen an und trotzdem explodiert er sehr sehr leicht..man kann nicht mal die Situationen eingrenzen. Egal bei was, es ist immer und jederzeit möglich, dass er an die Decke geht. Dabei wird er sehr böse, laut und schmeißt mit Vorliebe alles was er in dem Moment in die Finger bekommt umher und auch auf mich. Ich versuche ihn dann im Ruhigen zu beruhigen, mit ihm zu Reden. Aber es hilft alles nichts. Er bleibt extrem wutig.

Nächste schlimme Situation tagtäglich ist das zu Bett gehen. Alleine schon mal gar nicht. Was an sich nicht schlimm wäre. Aber er kommt dann einfach nicht zur Ruhe. Ist total aufgedreht. Wird teilweise böse wenn ich versuche ihn zu beruhigen. Sagt immer er will jetzt nicht schlafen. Komischerweise beginnt das oft erst im Bett. Er kann vorher noch ganz ruhig gewesen sein. Im Bett legt sich dann wie ein Schalter um und zack 2 3 Stunden Kampf. Egal ob wir uns zeitig oder später hinlegen. Wenn er dann iiirgendwann wenigstens mal liegt und versucht einzuschlafen merke ich wie seine Hände und Füße noch total zucken wodurch er unruhig ist.

Ein Nein oder Ermahnungen etc. gelten bei ihm nicht. Werden übergangen oder er flippt dadurch noch mehr aus.

Vor allem die letzten Wochen waren ganz ganz schlimm. Ich bin mittlerweile psychisch und körperlich am Ende. Ich habe mittlweile dauerhauft erhöhten Puls, bin innerlich total aufgewühlt und habe ständig wie so ein Gefühl der Nervosität. Wodurch ich auch nicht schlafen kann, da es auch nachts nicht weggeht. Ich bin dauerhaft angespannt und habe richtige Angst vor allen Situationen.

Zum Arzt geht es hoffentlich ganz bald sobald wir einen Termin bekommen. Aber gibt es irgendetwas was ich bis dahin tun kann dass er ... mehr zur Ruhe kommt und nicht mehr so böse ist. Alles Reden mit ihm hilft nichts. Irgendwelche ... was weiß ich ... Methoden um diese schlimmen Situationen aufzulösen oder zu verhindern?
Dein Kommentar (bzw. Antwort)
Noch 3000 Zeichen möglich.

37 Antworten

[ Antworten von neu nach alt sortieren ]
1 Antwort
Ich nehme an er hat eine Diagnose, da er ja auch schon bei der Ergo war. Ich gehe also davon aus, dass wir hier nicht von einem "normalen" Kind reden und dementsprechend normale Erziehungstipps nicht unbedingt funktionieren würden. Was steckt denn dahinter? ADHS? Autismus? Trauma? Wäre schon wichtig zu wissen um entsprechend Tipps zu geben. Liebe Grüße
Weidenkaetzchen
Weidenkaetzchen | 05.01.2020
2 Antwort
@Weidenkaetzchen Außer einer Konzentrationsschwäche kam nichts bei rum. Dass die vorhanden ist wussten wir vorher schon.
Maja003
Maja003 | 05.01.2020
3 Antwort
Ich bin auch bei weidenkätzchen. Irgendwas muss dahinter stecken. Ausser Konzentration Schwäche. Zu welchem Arzt willst du den? Hast du schonmal mit dem. Kinderarzt darüber gesprochen? Evt. Testen lassen auf adhs, oder was es sonst noch gibt?
keisimaileen
keisimaileen | 05.01.2020
4 Antwort
@keisimaileen Erstmal gehen wir zum Kinderarzt. Da der nicht alle 5 Tage die Woche auf hat kann ein Termin noch dauern. Wir waren letztes Jahr vor der Ergo wegen seinem Verhalten, was bei weitem nicht so schlimm war wie jetzt und seiner Konzentration, schon beim Kinderarzt. Der ist also vorinformiert. Nur hat sich das mit der Wut und Aggression seit ca. 2 3 Wochen sehr verschlimmert. Und wir wissen nicht warum. Es hat sich nichts geändert am täglichen Leben etc. Und plötzlich von einen Tag auf den anderen war es da. Dieses oft richtig boshafte Verhalten. Wenn man sagt das einem etwas was er getan hat nicht gefällt, verletzt oder weh tut interessiert ihn das gar nicht. Vor allem dass es plötzlich so extrem geworden ist, ist uns ein Rätsel. Bisher konnten wir es noch irgendwie händeln bzw. haben die normalen Situationen ohne Ärger es "aufgehoben". Aber jetzt ist kaum noch eine Situation, egal welche alltägliche es ist, wo kein Kampf stattfindet. Und das eben seit 2 3 Wochen. Wo aus unserer Sicht nichts war. Fragt man ihn kann er nichts benennen. Aber es ist als ob der bewchriebene Schalter umgelegt wurde.
Maja003
Maja003 | 05.01.2020
5 Antwort
In dem alter ist er ja in der schule. Wie läuft es da?
Brilline
Brilline | 05.01.2020
6 Antwort
@Brilline Den lehrern gegebüber folgt er. Den mitschülern gegenüber zumindest laut dem wie es von der Erzieherin geschildert wird alles im "normalen" rahmen. Er muss da zwar auch oft ermahnt werden, aber da hat er dann diese wutanfälle nicht. Ich habe auch das gefühl, dass ihm die schule gut tut. Im sinne von, da hat er seine festen Strukturen an die er sich hält. Die gibt es zu hause zwar auch. Aber da ist ja nur die mama oder die oma . Und gegen die trautber sich zu wütden Die Ferien jetzt waren in der aktuellen Situationen Gift. Ist zumindest mein Gefühl. Kann auch Zufall sein. Ich werde sehen, wie es ab morgen wird. Ehrlich, ich war noch nie so froh, dass ein Urlaub und die Ferien vorbei sind. Auch wenns ggf. nicht zusammenhängt
Maja003
Maja003 | 05.01.2020
7 Antwort
Ich arbeite auf einer Wohngruppe für Kindern mit Behinderungen und wir haben einen kleinen Jungen mit Autismus bei uns. Das was du beschreibst ist seinem Verhalten manchmal recht ähnlich. Was nicht heißen soll, dass dein Sohn auch Autist ist. Aber vielleicht kann ich Denkanstöße geben. Kann es die fehlende Struktur durch die Ferien sein? In der Schule haben die Kinder ja schon einen festen Ablauf und dadurch Sicherheit. Habt ihr viel unternommen? Kann er einfach überfordert/ überreizt sein? Lichter, Lärm, viele Menschen ... Und versuche einen Termin in einem SPZ zu bekommen, falls es so was bei euch gibt. Da schauen Fachleute aus verschiedenen medizinischen Bereichen auf ihn und können vielleicht noch eine genauere Diagnose stellen.
JennyBa
JennyBa | 05.01.2020
8 Antwort
@JennyBa Viel unternehen konnten wir nicht. Da er auf nichts lust hatte und inmer wenn wir unterwegs waren wieder heim wollte und eben dann diese Wutanfälle bekommen hat. Natürlich sind wir täglich raus. Aber das waren keine stundenlangen Ausflüge. Eine Freundin hat mir vorhin geraten mal zum Jugendamt zu gehen. Sie hatte auch einen sehr schwierigen Sohn. Und da hat sie wohl Personen und Anlaufstellen vermittlet bekommen. Arzt kümmern wir uns ja schon. Kann das mit dem JA helfen oder ist das eher ein Schuss in den Ofen.
Maja003
Maja003 | 05.01.2020
9 Antwort
Hm, auch wenn es vielleicht doof klingt, erklärt ihm jede Einzelheit vom Tag. Was habt ihr vor, was macht ihr als Nächstes. So ist er vorbereitet und es überrascht ihn nicht so schnell etwas. Erträgt er es während seinen Wutanfällen angefasst zu werden? Wenn ja, könnte es helfen ihn fest in den Arm zu nehmen. So spürt er sich, seine Grenzen und spürt Sicherheit. Das Jugendamt ist bestimmt eine gute Möglichkeit Hilfe zu bekommen. Sie haben Adressen für Beratungsstellen, vielleicht könnt ihr eine Familien- oder Einzelfallhilfe bekommen. Das Jugendamt ist nicht negativ und will im Grunde immer helfen!
JennyBa
JennyBa | 05.01.2020
10 Antwort
@JennyBa Das mit dem Erklären mache ich schon lange. Meist am Abend davor was wir allgemein morgen machen, dann nochmal am Tag. Nacher machen wir das und das, gehen wir da und da hin. Selbst sowas wie Zähne putzen oder Badewanne kündige ich an. Oder zu Bett gehen. In den Arm nehmen klappt nur wenn er noch in der Bockphase ist, wenn er richtig wütend oder gar aggressiv ist klappt das gar nicht.
Maja003
Maja003 | 05.01.2020
11 Antwort
Liebe Maja003, vielleicht wird einfach ZUVIEL geredet. Was ist zum Beispiel mit Konsequenzen? Setzt Du diese auch wirklich durch ? Ein Kind braucht Grenzen. Bei Dir lese ich raus, daß es diese anscheinend nicht wirklich bei Euch gibt. In der Schule weiß er, daß falsches Verhalten mit entsprechenden Reaktionen geahndet wird und wird sich daher dann auch an die Regeln halten. Ihn mit "Samthandschuhen" anzufassen ist genau verkehrt denke ich mal. Unser Sohn hat ADHS und da kenne ich so ein Verhalten sehr gut. Man muß sich da einfach durchsetzen. Wenn es heißt "es ist Schlafenszeit", dann geht es ohne Wenn und Aber auch ins Bett. Sollte er dann Theater machen, hat dieses dann auch Konsequenzen, die aber dann auch definitiv und klar durchgesetzt werden müssen. Eine Psychologin hat es mir damals mal so erklärt: Setz ein Kind in die Wüste ohne Begrenzung. Es wird total unstrukturiert umherirren, mal hier und mal da graben usw. Mach einen Rahmen und setz es dort hinein. Dann wird es auch dort dann mit der Zeit graben. Will heißen: Du mußt Grenzen setzen! Klar und deutlich! Er macht mit Dir was er will und das geht nicht! Du bist alleinerziehend und mußt daher BEIDE Rollen vertreten. Laß Dir das Theater nicht weiter gefallen. Genauso wie beim Arzttermin. Auch wenn der KiA nicht jeden Tag Sprechzeit hat . Du scheinst Dir ehrlich gesagt auch viel Streß selber zu machen. Was ist so schlimm daran, wenn er dasselbe isst? Warum machst Du soviel Wind darum? Dann lass ihn doch einfach mal ohne Dich darüber aufzuregen. Es wird ihm mit der Zeit dann irgendwann sowieso zu blöd werden denke ich mal und er wird dann auch wieder etwas anderes essen. Gönn Dir Ruhezeiten, wenn er in der Schule ist. Entspann Dich dann mal, leg die Füße hoch. Nimm ein ausgiebiges Bad, mach Dir einen Tee, kuschel Dich auf die Couch und lies etwas, hör Musik, ein Hörbuch oder schau Deinen Lieblingsfilm. Schalte dann einfach mal ab. Deine Nervosität springt auf Deinen Sohn über und er reagiert dann auch entsprechend. Wie gesagt: Setz Dich durch. Wenn Du "NEIN" sagst, heißt es auch "NEIN". Egal wie sehr er dann rumtobt oder -schreit. Schick ihn dann in sein Zimmer. Hört er nicht auf zu toben oder rastet total aus, hat das eben Konsequenzen. Er darf dann nicht zu seinem Freund, derAusflug fällt flach oder ähnliches. Noch was: Hat er Möglichkeiten, sich genügend auszutoben? Macht er Sport oder ähnliches? Vielleicht braucht er mehr Bewegung, wo er seine Energie rauslassen kann. Isst er viel Süßigkeiten oder trinkt süße Getränke? Zucker ist ein Energielieferant. Wir haben bei unserem Sohn durch sein ADHS auf die Ernährung geachtet, ganz besonders auf den Zuckergehalt ...
babyemily1
babyemily1 | 05.01.2020
12 Antwort
... Das war wirklich gut, denn auch Zucker "pusht". Man glaubt gar nicht, in wieviel Lebensmitteln Zucker "versteckt" ist. Wir haben dann sehr darauf geachtet, auch z.B. beim Kochen und Backen und den Zucker radikal reduziert. Thema Konzentration: Da kannst Du mit ihm üben. Es gibt da wirklich viele Dinge. Mag er z.B. gerne am Computer spielen? Wenn ja, gibt es da Unmengen an Spielen, die die Konzentration steigern. Oder mag er Brettspiele? Wenn ja, gibt es auch hier ganz viel. Zum Beispiel Mensch ärgere Dich nicht, Schnappt Hubi . Oder malt er gerne? Dann probier mal Malen nach Zahlen aus oder kauf ein Malbuch. Auch Wimmelbildbücher sind ganz gut für die Konzentration. Thema "mit Sachen um sich werfen": Wenn er das macht, nimm ihm die Sachen weg und schick ihn in sein Zimmer. Macht er etwas kaputt, heißt es anziehen und es wird dann gemeinsam neu gekauft. Bekommt er Taschengeld, so wird es dann davon bezahlt. Oder wenn er etwas bekommen sollte, muß er eben länger darauf warten weil eben dann dafür das Geld fehlt. Er ist mit 8 Jahren alt genug zu verstehen, daß Dinge Geld kosten und nicht einfach so kaputt gemacht werden dürfen, nur weil man sich ärgert und das geht nur durch konsequentes Verhalten. Es bringt dann auch nichts, auf ihn einzureden, denn die kleinen ""Wutlinge" hören einen dann in ihrem Wutanfall nicht. Du redest da gegen eine Wand. Da hilft nur aus der Situation nehmen und ihn in sein Zimmer schicken, Tür zu. Wenn er sich beruhigt hat, darf er wieder raus. Du kannst - wenn alles nichts hilft und er im Zimmer weitertobt oder dort Sachen umherwirft - dieses im schlimmsten Fall mal wenn er in der Schule ausräumen. Kommt er nach Hause: "Tja, Du scheinst ja die Dinge nicht mehr zu brauchen, weil Du sie ja kaputt machst. Daher habe ich sie entfernt." Manchmal hilft dann echt nur sowas. Ich weiß, es ist wirklich sauschwer und wir waren oft auch am Rande unserer Kraft. Ich war auch in Kur mit unserem Sohn und seiner großen Schwester und das hat mir echt gut getan. Ich habe da auch sehr viele gute Ratschläge und Tipps bekommen, wie ich reagieren kann und wie ich meinen Akku zwischendurch mal aufladen kann. Dann bleibt eben der Haushalt mal liegen und man nutzt die freie Zeit wenn die Kids dann im Kiga oder in der Schule sind für sich selber. Wenn Oma aufpasst, geh raus! Bummel durch die Stadt , gönn Dir einen leckeren Cappu oder geh mal zum Frisör. Geh shoppen und verwöhn Dich mach selber. Das tut der Seele gut und man ist dann auch mit der Zeit etwas entspannter. Und je gelassener Du wirst, desto ruhiger wird auch Dein Junior reagieren.
babyemily1
babyemily1 | 05.01.2020
13 Antwort
Auch daß er - wenn ihr unterwegs seid - wieder nach Hause will zeigt mir, daß Du ihm wenig Grenzen setzt. Du lässt Dich von ihm umhertreiben wie eine Sklavin. Der Junge will nicht ins Bett bzw. nicht alleine, also macht er Theater und Mama springt. Der Wutzwerg will wieder nach Hause, also wieder Theater und Mama fährt nach Hause. Du sagst irgendwo "Nein" zu und er rastet aus. Dann springt Mama wieder. Du brauchst Dich auf gar keinen Fall mit Deinem 8jährigen Sohn mit ins Bett zu legen, wenn Du nicht möchtest. Auch Du hast ein Leben und brauchst abends mal Ruhe und Zeit für Dich! Er ist alt genug um alleine einzuschlafen. Er braucht da dringend einen festen Ablauf. Um eine bestimmte Uhrzeit heißt es waschen, Zähne putzen, nochmal zur Toilette und Schlafanzug an. Dann geht es ab ins Bett aus dem Zimmer. Sag ihm "Gute Nacht, ich bin dann jetzt im Wohnzimmer." und geh raus. Macht er Terror, lass ihn zetern. Je mehr Du dann darauf eingehst und er dann durch diesen Terror seinen Willen bekommt desto öfter wird er so reagieren. Er muß spüren, daß dieses Verhalten ihm nichts bringt.
babyemily1
babyemily1 | 05.01.2020
14 Antwort
Darf ich auch mal fragen, wie lange er Ergo bekommen hat?
babyemily1
babyemily1 | 05.01.2020
15 Antwort
@JennyBa Das mit dem Erklären mache ich schon lange. Meist am Abend davor was wir allgemein morgen machen, dann nochmal am Tag. Nacher machen wir das und das, gehen wir da und da hin. Selbst sowas wie Zähne putzen oder Badewanne kündige ich an. Oder zu Bett gehen. In den Arm nehmen klappt nur wenn er noch in der Bockphase ist, wenn er richtig wütend oder gar aggressiv ist klappt das gar nicht.
Maja003
Maja003 | 05.01.2020
16 Antwort
@babyemily1 Ergo hatten wir ca. ein halbes Jahr. Danach war der Fall aus Ärztesicht abgeschlossen. Nun ja ... Ja die Konsequenzen ... bei denen happert es. Dessen bin ich mir sehr bewusst. Ich versuche sie durchzusetzten. Dann kommt der Anfall, oft mit Gewalt, und dann gebe ich schon mal nach. Ich weiß dass das falsch ist. Und trotzdem ... wenn dunein Kind vor dir hast dass dich schlägt und versucht dir so gut es nur geht weh zu tun mit allen Mitteln ... dann gibst du irgendwann auf. Vorhin z.b. beim zu Bett gehen hat er sich mein Handy gekrallt und wollte darauf spielen. Das habe ich nicht erlaubt. Was folgte war schon gar kein Wutanfall mehr sondern mehr. Er wurde wie ein wildes Tier. Hat geschriehen, ist durch das Zimmer wie ein Gestochener und hat mir versucht mit allen Mitteln weh zu tun. Erst die Arme verdrehen, an den Haaren reißen, dann die Schulter ins Gesicht, dann hat er sich das Radio geschnappt und wollte mir das mehrfach entgegenhauen. Weggehen half nicht, da er hinterher kam. Er versucht tatsächlich mir richtig Gewalt anzutun. Irgendwann hat es tatsächlich mal geklappt dass er das Handy nicht mehr bekommen hat und trotzdem sich einigermaßen beruhigt hat. Das nur als Beispiel was da dann kommt. Ich habe oft richtige Angst vor ihm. Kann daher gar nicht mehr abschalten. Selbst wenn er mal nicht da ist komme.ich nicht runter und habe Angst vor dem Moment wenn er nach Hause kommt oder ich ihn abhole. Sonstige Sachen wie nicht allein ins Bett etc. würden mich an sich gar nicht stören. Wenn es denn klappen würde. Denn das hat es mal. Ihn z.b. in sein Zimmer schicken oder was weiß ich klappt kaum da er es einfach nicht macht und dann eben gewalttätig wird. Denn Arzt wechseln geht nicht da keiner mehr aufnimmt. Habe ich schon versucht. Unserer hat aktuell, weil nur Babyjahrvertretung, 2x die Woche auf. Mir selbst Ruhezeiten gönnen geht nicht, da ich Vollzeit arbeiten gehe. Die Oma hat ihn immer mal genommen. Aber da er dort genau das selbe macht wie bei mir ist das die letzte Zeit auch schwierig geworden. Ich kann einfach nicht mehr. Er ist so unberechenbar und böse geworden die letzten Wochen. Ich habe Angst vor meinem eigenen Kind ... ist doch schon krass ... und ja, ich weiß es und kann es aber einfach aufgrund der geschilderten Sachen nicht, das Durchsetzten meinerseits fehlt oft. Er ist 8 und hat schon einiges an Kraft. Much wunderts dass bei mir bisher alles heile geblieben ist. Das ist eigentlich das schlimmste. Die Gewalt. Mit allem anderen könnte man sich arrangieren oder eben durchsetzten. Wäre da nicht die Gewalt seinerseits.
Maja003
Maja003 | 05.01.2020
17 Antwort
wir waren bei der Ergo ? ... wieso geht er nicht mehr zur Ergotherapie , er scheint es ja weiterhin nötig zu haben ... gerade auch , wegen den Konzentrationsprobleme ... um wieviel Uhr geht er ins Bett ? schläft er ansonsten ausreichend ? Schlafmangel ist auch übeel , da reagieren viele mit kratzigem Verhalten ... wie sieht seine Ernährung aus ? ungesund ist ja ein dehnbarer Begriff ... dass Kinder mal mehr oder weniger jeden Tag das Gleiche essen möchten , ist nicht immer so ungewöhlich ... auf regelmäßige Mahlzeiten achten ... manche Kinder können auch aufbrausend reagieren wenn sie hungrig sind ... hungrig und müde ist eine ganz üble Kombination ... auf phosphathaltige Lebensmittel verzichten ... Schokolade vermeiden ... bezw. auf Zucker so gut es geht verzichten ... keine zuckerhaltigen Getränke ... dazu zählen auch Säfte ... das kann auch aufdrehen ... eher auf basische Ernährung achten ... auf einen geregelten ruhigen Tagesablauf achten ... es gibt auch Meditationen für Kinder ... oder Kinderyoga ... ausgedehnte Spaziergänge in der Natur ... laufen erdet ... so wenig wie möglich Medienkonsum ... sind seine Augen in Ordnung ? sind seine Ohren in Ordnung ? ist er sonst gesund ? Weidenkätzchen ... unser Sohn hatte auch über 2 Jahre Ergotherapie ... und er war nicht verhaltensauffällig ... hatte aber durch seine extreme Sehschwäche , starke Konzentrationsschwäche und Hand/ Augenkoordinationschwierigkeiten ... es gibt auch eine psychologische Beratungsstelle , sie ist kostenlos und dort wird auch geholfen ... bezw.geben Tipps ... Alles Gute ...
130608
130608 | 05.01.2020
18 Antwort
... sorry ... = übel ... weidenkätzchen ... ich wollte damit nur erwähnen , dass es verschiedene Gründe für eine Ergotherapie gibt ... es müssen nicht immer Verhaltensauffälligkeiten sein ...
130608
130608 | 05.01.2020
19 Antwort
@130608 Die Ergo war aus Ärztesicht abgeschlossen. Konzentration hat sich auch gebessert. Das was ich schildere alles kam jetzt die letzten Wochen, vor allem in den Ferien, zum Vorschein. Davor war er händelbar. Klar, Ausraster gabs, aber er war mir gegenüber nie gewalttätig. Seine Ernährung stört mich nicht. Soll er machen. Wenn er täglich nichts als Toast mit Teewurst und bei der Oma statt Toast Spinat mit Kartoffeln essen will soll er das. Stört mich gar nicht. Seine Süßigkeiten von Weihnachten z.b. rührt er kaum an. Natürlich gibts mal nen Saft oder so, wie bei allen. Aber nicht übermäßig.
Maja003
Maja003 | 05.01.2020
20 Antwort
Ein halbes Jahr Ergo ist absolut nichts! Unser Sohn ist mit 3 Jahren das erste Mal zur Ergo gegangen und hat mit knapp 19 Jahren aufgehört! Ein/e Ergotherapeut/in ist kein/e Zauberer/in. Da wird nicht mit dem Zauberstab gewedelt und das Kind ist wieder in Ordnung! Erstmal kommt die Eingewöhnungs- und Kennenlernphase. Der Ergotherapeut und das Kind brauchen seine Zeit. Da ist ein halbes Jahr gerade mal der Anfang. Manchmal muß man sogar mehrfach die Ergo wechseln bis man eine Praxis gefunden hat wo die Chemie stimmt. Unser Sohn hat z.B. bei einer Ergotherapeutin nur am Tisch gesessen und sie angeschaut! Er hat auf sie absolut nicht reagiert und nichts gemacht. Es passte einfach nicht. Wir haben dann eben so lange gesucht bis es passte und das hat dann wirklich super funktioniert. Wir konnten dann sogar auf Medis verzichten, weil eben die Ergo sehr geholfen hat. Was das heutige Theater betrifft: Man sieht daran einfach, daß Du Dich nicht wirklich durchsetzen kannst bei ihm. Er weiß genau welche Knöpfe er bei Dir drücken muß damit Du so funktionierst wie er das von Dir erwartet. Wieso lässt Du Dir das gefallen, daß er so ausrastet? Geh aus dem Zimmer, schließ die Türe und lass ihn toben. Wieso lässt Du Dich an den Haaren ziehen, Dir Sachen entgegenwerfen? Er spürt die Angst die Du schon vor ihm hast und weiß diese Angst auszunutzen! Beende das SOFORT! Wenn er so anfängt mach eine klare Ansage: "Wenn Du nicht SOFORT aufhörst und Dich hinlegst, ist Dein Zimmer leer! Du scheinst ja weder mich noch die Dinge hier zu respektieren und daher nicht zu brauchen. Morgen werde ich dann - solltest Du weiter so ausrasten - Dein Zimmer ausräumen." Und mach es dann auch. Er muß sehen, daß er zu weit geht. Er verliert den Respekt vor Dir und das ist gefährlich. Was den KiA betrifft: Es gibt immer irgendwo KiÄ, die noch aufnehmen! Dann muß man eben weitersuchen! Mach Dir die Mühe und lass Dich nicht abwimmeln. Schildere Deine Not und wende Dich notfalls an profamilia oder das JA. Die MA dort werden Dir bestimmt Adressen von KiÄ nennen können, die Dir helfen werden. Oder frage Mütter von seinen Schulkollegen. Ihr braucht Hilfe, DRINGEND! Du brauchst jemanden, der Dir hilft konsequenter zu werden und Dich bei Deinem Sohn durchzusetzen! Sonst wird das in einer Katastrophe enden, denn er wird größer und kräftiger werden und dann seine Kraft irgendwann möglicherweise so einsetzen, daß er vor nichts mehr Halt macht. Du MUSST JETZT handeln! Die Gewalt kommt durch die fehlenden Grenzen. Er merkt, daß er immer weiter gehen kann, weil Du ihn nicht stoppst und er so seinen Willen bekommt! Es geht auch bei der Ernährung nicht nur um Süßigkeiten. Auch in vielen anderen Dingen ist Zucker . Du mußt da wirklich mal drauf schauen und es reduzieren, das kann helfen. Macht er Sport? Wenn nicht, melde ihn in einem Verein an. ...
babyemily1
babyemily1 | 05.01.2020

1 von 3
»

ERFAHRE MEHR:

Ähnliche Fragen finden

Kategorie: Erziehung

Unterkategorien:

In den Fragen suchen



uploading