Mein Sohn ist aggressiv ich bin langsam ratlos und traurig

olenka
olenka
07.05.2015 | 17 Antworten
Hallo Ihr Lieben Mütter,
ich weis garnicht wie ich am besten anfange..ich habe zwei Söhne, der große ist 6 und ein absolut unkompliziertes Kind (schon immer gewesen) ist lieb und wirklich brav für sein Alter.
Mein zweiter Sohn ist gerade gestern erst drei geworden und das (Problemkind) es klingt so schlimm..aber es ist im Moment wirklich ein Problem..er wurde damals per Not KS geholt und war mehr oder weniger ein Schreikind..immer recht unzufrieden, sehr aktiv( schon mit knapp 7 Monaten konnte er aufstehen und stehen mit fest halten. Er war immer sehr aktiv bis heute...er wird sehr schnell agressiv und böse, beschimpft alle einfach so grundlos frei raus..tritt und haut oft..
Ich und mein Mann sind langsam ratlos wie wir mit ihm umgehen sollen und wie wir auf diese Situationen reagieren sollen.Er geht seit drei Tagen in den Kindergarten und heute schon hat mich der Erzieher angesprochen wie schlimm er sich benimmt..das er den Erzieher beschimpft hat und ihn gegen das Schienbein gehauen hat. Es war mir so unangenehm..ich wollte am besten im Erdboden versinken..
Habt ihr Ideen, Ratschläge für mich was wir machen können...

ich bin für jeden Ratschlag dankbar..
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17 Antworten

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1 Antwort
Habt ihr ihn schon bei einer Frühförderung bzw. Entwicklungsdiagnostik abklären lassen? Seht es nicht als Fehler eurerseits sondern seit offen für Unterstützung und Tipps... Wie ist dein Sohn in seiner Wahrnehmung? Teilt er so viel aus, weil er sich vielleicht selbst nicht so spürt... Unser mittlerer Sohn war auch ein Notkaiserschnitt und van anfang an wirklich anstrengend... Cranio-Sacral-Therapien standen als baby an der Tagesordnung, laut Energetikerin ist die Milz beleidigt und wegen der Frühgeburt hat er auch starke Tendenz zu Asthma... Es tut ihm unheimlich gut, wenn wir ihm klare Grenzen setzen und diese auch klar vertreten und Bewegung ist an der Tagesordnung... Holt euch Hilfe, oft vollbringt eine Ergotherapie WUnder...
Mia80
Mia80 | 07.05.2015
2 Antwort
viele meiner Freundinnen haben mir ebenfalls den Tipp der Ergotherapie ans Herz gelegt...kann ich da einfach den Kinderarzt drauf ansprechen oder an wen wende ich mich am besten da?
olenka
olenka | 07.05.2015
3 Antwort
Hm mm. ..klingt schwierig...vielleicht ist er über-oder unterfordert? Wie reagiert ihr, wenn er euch beleidigt oder tritt?
sophie2689
sophie2689 | 07.05.2015
4 Antwort
am Anfang habe ich ihm gedroht..wenn du das und das nocheinmal sagst bleibst du im Zimmer oder die Speilsachen kommen weg...mittlerweile ignoriere ich wenn er mich beschimpft und tu so als ob ich es nicht gehört habe :-(((
olenka
olenka | 07.05.2015
5 Antwort
@olenka Und hast du aus deiner "Drohung" mal ernst gemacht?
sophie2689
sophie2689 | 07.05.2015
6 Antwort
ja sehr sehr oft..ich habe ich die Spielsachen für eine Weile weg genommen oder ihn einfach im Zimmer alleine spielen lassen jedes mal kam er entschuldigte sich bei mir und sagte er sagt sowas nicht mehr..und im nächsten Moment tut er es aber doch
olenka
olenka | 07.05.2015
7 Antwort
@olenka Und hast du das mit den Spielsachen auch mal länger durchgezogen und immer erklärt warum, wenn er es haben wollte? Ich habe mit meiner Tochter viele Alltagsthemen mithilfe von Büchern besprochen. Da bekommen sie kindgerechte Möglichkeiten gezeigt mit sowas umzugehen. Trotzdem denke ich, du solltest mal mit dem Kinderarzt und oder den Erziehern darüber reden. Es muss ja eine Ursache haben. Das du es mittlerweile ignorierst ist natürlich nicht gut, aber ich kann mir vorstellen, dass man irgendwann resigniert.
sophie2689
sophie2689 | 07.05.2015
8 Antwort
ich glaube diese buch würde dir sehr gut tun :-) http://www.amazon.de/Aggression-Warum-unsere-Kinder-notwendig/dp/310091063X drohen solltest du auf jeden fall unterlassen. aggressionen hat jedes kind und diese sind auch wichtig für seine entwicklung…also hast du schon mal nix falsch gemacht was das anbelangt. wichtig ist einfach dass DU nun weisst wie du damit umgehst, wie du deinem kind dabei helfen kannst und dass du um die hintergründe weisst warum dein kind aggressiv reagiert zur zeit. vorallem in diesem alter ist das normal. bei manchen kindern mehr oder weniger ausgeprägt, aber mach dir erstmal keinen kopf darum, sondern informier dich gut z.b. mit hilfe des vorgeschlagenen buches…damit sparst nerven, energie und zeit :-) alles gute dir und deinem sohn!
tate
tate | 07.05.2015
9 Antwort
dieses buch..
tate
tate | 07.05.2015
10 Antwort
@tate Ich gebe dir Recht, dass Aggressionen in dem Alter normal sind und Kinder diese auch ausleben müssen. Allerdings gab es bei uns dazu einfach Grenzen. D.h. ich habe ihr erklärt, dass ich verstehen kann, dass sie wütend ist und das auch okay ist. Es ist auch okay, wenn sie vor lauter Wut losschreit oder mit den Füßen trampelt. Aber es wird nicht gehauen. Ich bin sicher, dass aus aus jedes Kind das irgendwann das mal macht, weil sie in dem Moment ihren Unmut nicht anders zum Ausdruck bringen können. Aber es geht nicht. Wir alle mussten lernen mit unserer Wut anders umzugehen. Hier scheint es so zu sein, dass der Kleine sehr schnell wütend wird. Zumal ich finde, dass der Begriff Drohungen etwas übertrieben ist. Ich würde es eher als ankündigen von Konsequenzen sehen. Denn die sollte es ab einem gewissen Punkt schon geben. So denke ich darüber. Vielleicht bin ich da auch etwas altmodisch. Bei allem Verständnis für das Kind, es geht nicht, dass ein Kind die Eltern haut. Erstrecht nicht, wenn es zur Tagesordnung wird.
sophie2689
sophie2689 | 07.05.2015
11 Antwort
@olenka also bei uns geht das über die Familienberatung oder auch über die Lebenshilfe... aber frag beim kinderarzt nach, der weiß bestimmt, wohin du dich wenden mußt... und wenn du auf der suche nach einer ergotherapeutin bist, dann kann ich dir sehr empfehlen, dass du dir eine nimmst, die ergotherapie mit sensorischer integration anbietet... alles alles gute - und es wird bestimmt besser, wenn du dir hilfe suchst...
Mia80
Mia80 | 07.05.2015
12 Antwort
wie gehts denn dem großen bruder mit dieser schwierigen situation?
Mia80
Mia80 | 07.05.2015
13 Antwort
Ich habe einen Sohn von 3, 5 Jahren. Die Geburt wurde bei ihm über 8 Tage eingeleitet und endete schließlich im Kaiserschnitt wg. Geburtsstillstand. Auch er war ein echtes Schreikind. Er schrie viel tagsüber und ab 15 Uhr ging es richtig los. Fast ohne Unterbrechung, bis nachts 0/1 Uhr. Ab dem 5. Monat wurde es besser, aber bis heute hat es sich nicht ganz gegeben. Er fing sehr spät an zu sprechen. Anfangs dachten wir, er hört nicht richtig, weil er manchmal nicht auf seinen Namen reagierte und sich häufig nicht angesprochen fühlte. Ein umfangreicher Hörtest beim Pädaudiologen ergab jedoch eine uneingeschränkte Hörfähigkeit und mein Gefühl sagte mir auch, dass er gut hören kann. Nach langem Hin und Her, Frühförderung im Kindergarten, einer Menge Arztbesuche und allem Drum und Dran, haben wir eine Diagnose: auditive Wahrnehmungsstörung. Dabei ist das Gehör gut, die Informationsverarbeitung im Gehirn funktioniert jedoch nur eingeschränkt. Mit dieser Diagnose einhergehend sind enorme Wutanfälle und ein sehr ausgeprägtes Maß an unruhig sein und Hibbligkeit. Mein Sohn ist den ganzen Tag nur am Hüpfen und Zappeln. Er kann sich schwer auf eine Sache konzentrieren und ist eben einfach total zappelig. Seine Wutausbrüche: Puh, da schlackerst Du mit den Ohren. Das ist schon doll. Ich weiß nicht, ob das bei anderen Kindern auch so ist. Erlebt habe ich es woanders jedenfalls noch nie. Lange Rede, kurzer Sinn: Wir sind seit 8 Monaten bei der Ergotherapie. Dort üben wir Konzentration, Fein- und Grobmotorik und diverse andere Sachen. Die Ergotherapie betrachtet Dein Kind ganzheitlich, d.h., dort wird nicht nur auf die Sprachentwicklung geschaut, sondern auch auf Grob- und Feinmotorik und Sozialkompetenz. Du bekommst Tipps und auch Hausaufgaben, wie Du zu Hause die Ergo unterstützend begleiten kannst. Für mich ist das wirklich Gold wert. Ab Herbst kommt bei uns die Logopädie hinzu. Was Dein Sohn schlussendlich hat, kann hier leider keiner sagen. Ich würde an Deiner Stelle mal das Gespräch mit dem Kinderarzt suchen. Er kann Dir sicher weiterhelfen. LG und alles Gute!
andrea251079
andrea251079 | 07.05.2015
14 Antwort
Nachtrag: Mich macht das auch oft nachdenklich und traurig. Wir haben den Zwerg in einem Sportverein angemeldet und ich hatte nach der Probestunde, wo schnell klar war, dass er eine 1:1-Betreuung braucht, füchterliche Angst, dass wir abgelehnt werden. Ich habe dann erklärt, was mit ihm ist und angeboten, an einigen Stellen auch zu unterstützen, weil logischerweise niemand meinen Sohn die gesamte Stunde über führen kann. Es sind ja noch mehrere Kinder dort. Ich habe mich auch schon gefragt, warum das ausgerechnet mir passieren musste. Es klingt schlimm, ich weiß, aber es ist eben menschlich! Die meiste Zeit bin ich optimistisch und sage mir, dass nichts ohne Grund geschieht und dass wir eben die Auserwählten sind, ihn bestmöglich zu fordern und zu fördern. Und genau das machen wir auch. Dass Du traurig bist, kann wohl kaum jemand besser nachvollziehen als ich. Aber es bringt Dich auch nicht weiter. Also schau einfach, dass Du in Erfahrung bringst, was mit Deinem Sohn ist und dann gehst Du das Thema an.
andrea251079
andrea251079 | 07.05.2015
15 Antwort
@sophie2689 es geht darum dass eltern um die hintergründe von aggressionen bei den kindern wissen…das hilft ihnen schon mal enorm und gibt ihnen mehr kraft mit dem ganzen thema umzugehen. verständnis haben heisst nicht gleich dass man keine liebevollen grenzen setzen kann. was die drohungen angeht, da beziehe ich mich auf die eigene aussage von olenka.. dass kinder die eltern hauen ist auch in einem gewissen rahmen normal und wenn man weiss damit umzugehen dann ist das ganze auch halb so wild. damit meine ich in keinem wort dass den kindern keine grenzen gesetzt werden sollten…habe ich auch nirgendwo behauptet. das problem ist meist einfach dass eltern es persönlich nehmen wenn die kinder in dem alter hauen und genau da fängt dann oftmals eine spirale an aus der es schwer wird wieder auszubrechen…aber wenn man weiss dass es ein normaler prozess ist und es zum größer werden dazugehört dann geht man damit auch anders und liebevoller um. dem kind klarmachen was es heisst…dass es weh tut und dass auch es nicht gehauen werden möchte z.b. wäre eine konsequenz konsequenzen sind nunmal nicht gleich konsequenzen. ich denke das buch welches ich empfohlen habe wäre bei so manchen eltern sehr gut aufgehoben. schon nur um das ganze mal aus der perspektive des kindes zu sehen, denn schon nur damit kann man vieles an aggressionen abfangen oder mit dem kind gemeinsam umwandeln. ich selbst habe 4 kinder und habe schon einiges durch…ich hab schon ein bisschen ahnung und vorallem sind unterm strich meinungen auch verschieden. jedoch würde ich niemandem zu etwas raten was ich selbst nicht auch vertreten könnte und mit was ich selbst keinen erfolg gehabt hätte…von dem her ;-)
tate
tate | 07.05.2015
16 Antwort
@tate Ich wollte dich damit auch nicht kritisieren und gebe dir auch in vielen Punkten Recht. Ich hatte nie große Probleme mit sowas bei meiner Tochter, wer weiß, vielleicht wird das jetzt beim 2. Kind ganz anders... Ich sehe irgendwie ganz oft, insbesondere bei einem Kind in der Familie, dass von Anfang an keine Grenzen aufgezeigt wurden bzw. bis heute an manchen Stellen auch viel zu lange diskutiert wird. Er akzeptiert kaum ein nein, ohne ewig zu diskutieren und zeigt insgesamt sehr wenig Benehmen. Ich will damit nicht sagen, dass das hier der Fall ist. Um Gottes Willen. Ich finde es klingt nach mehr als "nur" Trotzphase. Ich sehe recht oft, dass Eltern nicht konsequent sind und die Kinder sich dementsprechend verhalten. Ich bin überzeugt, dass Erziehung immer mit Verständnis und liebevoller Konsequenz einhergeht. Aber das kann man hiermit nicht vergleichen. Jedenfalls sollte es kein Angriff oder so sein.
sophie2689
sophie2689 | 07.05.2015
17 Antwort
Hast du ihn schon mal beim Osteopathen vorgestellt??
schokoqueen
schokoqueen | 07.05.2015

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