Kinder Zuhause unterrichten

tate
tate
10.03.2015 | 36 Antworten
Wer von euch wäre dafür wer dagegen und warum?
Sollte die Möglichkeit bestehen, dass Eltern in Deutschland ihre Kinder homeschoolen dürfen, oder findet ihr das Schulsystem wie es ist gut?

Mein Mann und ich klären ja grade ab wie das ganze ablaufen würde und überlegen uns ernsthaft das Homeschooling anzugehen…wir wohnen in der Schweiz und dort ist das in manchen Kantonen erlaubt, unter anderem in dem wo wir wohnhaft sind.
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36 Antwort
Ich bin der Meinung, man sollte Familien die Möglichkeit geben, ihre Kinder zu Hause zu unterrichten. Man muss dann halt prüfen, ob die Familie die Voraussetzungen erfüllt. Es zu verbieten, finde ich einfach nicht richtig. Warum? Weil die Regierung dann weniger Kontrolle hat? Wenn die Prüfungen abgelegt werden, ist doch alles tutti. Was also soll der Tanz? Und natürlich geht das. Es gibt zahllose Beispiele, die beweisen, dass es möglich ist. Das hat auch nicht mit unterschiedlichen Anforderungen der einzelnen Bundesländer zu tun. Da kann sich ja jede Familie drauf einstellen, je nachdem, wo sie wohnt bzw. wo ihr Wohnsitz gemeldet ist. Ich verstehe nicht, wo das Problem ist. Es gibt für jedes Bundesland Richtlinien und Lehrpläne, wonach sich Eltern richten können. Nichts anderes tun die einzelnen Schulen auch. Hier mal ein Link, wo man sehr schön sehen, kann, dass Homeschooling gut funktioniert: http://www.spiegel.de/schulspiegel/abitur-ohne-schule-die-reicherts-widersetzen-sich-der-schulpflicht-a-1018205.html Ich finde diesen Artikel wirklich lesenswert. Ich sehe es so, dass damit ein Hauptproblem unseres Bildungssystem nicht gelöst ist. Nämlich, dass die Inhalte reichlich wenig mit der Lebenswelt der Kinder zu tun haben, dass alle am Ende das gleiche können müssen, ungeachtet ihrer Dispositionen und Stärken und dass man einen Menschen nach seiner Leistung beurteilt und zwar nicht nach der speziellen Leistung dessen, was er gut kann, sondern immer nach der durchschnittlichen Leistungsfähigkeit, die mit seinen Stärken nichts zu tun haben. Ist vermutlich noch nicht vielen aufgefallen, aber in Schulen werden Schwächen gefördert, nicht Stärken. Man überlege sich mal, was für gute Spezielisten wir hätten, wenn man die Kinder mal darin fördern wurde, was sie gut können und gerne machen. Jedes Kind kommt mit individuellen Talenten auf die Welt. Ich könnte dazu noch mehr schreiben, aber meiner Erfahrung nach wollen Leute davon nichts wissen, deswegen spare ich mir die Mühe. :) Man sollte eine selektive Abschaffung der Schulpflicht bzw. das Schaffen der Möglichkeit von Homeschooling nicht damit verwechseln, dass man Eltern verpflichtet, ihre Kinder zu Hause zu unterrichten. Es geht darum, dass man nach Prüfung der Umstände erlaubt, dass manche Familien es tun. Und mit Verlaub: Was in Schulen abläuft in Bezug auf Mobbing und sozialem Druck, in Bezug auf Leistungsdruck und Unterdrückung von Stärken... Es ist sehr blauäugig zu glauben, dass Kinder sich sozial nur gut in Schulen entwickeln und nur dort Wertesysteme kennen lernen, die sie sonst nicht kennen würden. Und es kommt auch nicht von ungefähr, dass ein erschreckender Teil der Kinder bereits in der Grundschule an Burnout und Depressionen und stressbedingten Krankheiten leiden. Wer allen Ernstes meint, dass einem Kind durch Homeschooling zu viel vorenthalten oder weggenommen wird, der sollte mal seine "Hausaufgaben" machen und sich belesen. Nichts für ungut.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 15.03.2015
35 Antwort
@tate Wir haben in Borlänge gewohnt. Das ist in "Mittelschweden" Ein Großteil des Nordens wird ja nicht bewohnt, daher ist die Mitte etwas südlicher :D Euch wirds gefallen. Es gibt richtig tolle Erlebniswelten für Kinder. Und sowieso ist das Land Kinderfreundlicher als die meisten anderen.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 13.03.2015
34 Antwort
Hmmm, es ist eine gute frage mit der ich mich noch nie auseinandersetzt habe. Wie soll denn das zuhause unterrichten ablaufen? Ich kann weder für das dafür noch für dad dagegen sprechen, wenn man selbst konsequent genug ist und über ein bestimmtes wissen verfügt um seinem Kind dad wichtige zu vermitteln was es braucht warum nicht. Kannst du die zeit zuhause aufbringen? Meist ist ha so das die Mamas heute auch arbeiten gehen müssen damit die Existenz gesichert werden kann man sich was leisten kann usw. Jetzt wäre meine frage noch ob es nicht eigentlich sehr wichtig ist seine Kinder zu integrieren so wie es eigentlich sein sollte, also das Sie Mut anderen Kindern zusammen kommen, sprich Freundschaften schließen und eben Menschen auf ihrem Weg kennenlernen über die Jahre hin? Wenn man dies beachten kann den lernstoff zuhause gut vermitteln kann und dad natürlich nicht als leihe, sondern jemand der selbst ein hohes Allgemeinwissen hat könnte das gut klappen. Ich selbst bin nur in den sprachlichen, fächern gut BBiologie, Erdkunde... Allgemeinwissen und dad berufliche... Alles was mit Chemie Physik und mathe Zutun hat da wäre ich mir einfach unsicher... Hab diese facher nur mit 3 bestanden... Also; wenn du selbst der Meinung bist du kannst das, es ist bei euch erlaubt und ihr bekommt das hin auch was das soziale Umfeld und Freunde betrifft dann geht das bin ich fest von überzeugt. Aber ich glaube ich würde es nicht gebacken bekommen. Da bin ich etwas zu wenig von mir überzeugt.
Goldmouse
Goldmouse | 13.03.2015
33 Antwort
Auf nach Schweden!
Kerstin_K
Kerstin_K | 12.03.2015
32 Antwort
@Lunar2005 darf ich fragen wo in schweden ihr gewohnt habt? alo ich hab mich da jetzt mal ein bisschen informiert und bisher klingt alles positiv….die kinder wären auch nicht abgeneigt dank pippi, michel und co. wir haben sogar schon einen kleinen crashkurs in schwedisch gemacht… ich kenne nun zumindest schon mal einige wörter :D die aussprache ist echt cool…! und wie es der zufall will hat mein mann einige verwandte die in malmö wohnen. wir werden nun mal anfragen um im sommer dort urlaub zu machen. ihre wohnung steht im sommer sowieso immer leer ;-)
tate
tate | 12.03.2015
31 Antwort
ich denke, dass da ehrlich gesagt auch nicht viele von gebrauch machen würden wenn es grundsätzlich möglich wäre. wir haben heute eine mail bekommen wo klar drinsteht, dass homeschooling nur in Ausnahmefällen gemacht werden darf…also so wirklich möglich ist es also doch nicht! "...Sie haben bei Frau ... nach den Grundlagen für Privatunterricht gefragt. Diese sind im Schulgesetz wie folgt geregelt: " VIIter. Privatunterricht § 135. 1 Privatunterricht für Schülerinnen und Schüler zur Erfüllung der Schulpflicht bedarf einer Bewilligung der Volksschulleitung. ² Voraussetzungen für die Bewilligung sind: a) Es müssen nachweisbar besondere Gründe vorliegen, dass ein Unterrichtsbesuch nicht möglich ist; b) Der Privatunterricht ist mit dem Kindeswohl vereinbar; c) Ein qualitativ ausreichender Unterricht wird gewährleistet; d) Der Unterricht muss so gestaltet sein, dass der Anschluss an das nächste Bildungsangebot gesichert ist; e) Wenn das Kind länger als ein Jahr Privatunterricht erhält, muss spätestens im zweiten Jahr die jeweilige Lehrperson über ein anerkanntes Lehrpersonendiplom verfügen. ³ Die Bewilligung wird längstens für ein Schuljahr erteilt und kann mit Auflagen und Bedingungen verbunden werden. 4 Die Bewilligung kann nach ihrem Ablauf erneuert werden. 5 Die Bewilligung kann entzogen werden, wenn die Voraussetzungen für die Erteilung oder Auflagen und Bedingungen der Volksschulleitung nicht erfüllt werden. 6 Die Volksschulleitung bezeichnet eine Aufsichts- und Kontaktperson. Die Aufsichts- und Kontaktperson kann für den Privatunterricht Weisungen erteilen und die Sachkompetenz der Schülerinnen und Schüler überprüfen lassen." Wie Sie daraus entnehmen können, ist in Basel-Stadt ein Homeschooling nur im Ausnahmefall möglich. Es gibt deswegen jeweils nicht mehr als 3-4 Schülerinnen und Schüler, die mittels Privatunterricht geschult werden. Wir benötigen von Ihnen ein Gesuch an den Leiter Volksschulen. In diesem Gesuch müssen Sie darlegen, wie Sie die Bewilligungsvoraussetzungen nach Paragraf 135 erfüllen. Insbesondere müssen Sie darlegen, welche besonderen Gründe vorliegen, dass Ihren Kindern der Besuch der Regelschule nicht möglich ist. Weiter müssen Sie zeigen, wie Sie für die einzelnen im Lehrplan und Stundentafel ausgewiesenen Fachbereichen und Fächern den Privatunterricht gewährleisten und sicherstellen, dass der Anschluss an die Regelschule erreicht wird. Mit freundlichen Grüssen…"
tate
tate | 12.03.2015
30 Antwort
@Solo-Mami gut, aber die kinder daheim unterrichten zu DÜRFEN heisst ja dann nicht dass das auch so sein MUSS, es geht ja nur darum, dass grundsätzlich für eltern die möglichkeit besteht es zu dürfen wenn es für sich passend erscheint, deswegen gibt es ja für alle anderen kinder trotzdem noch ganz normal die öffentlichen schulen..
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 12.03.2015
29 Antwort
@chrysantheme und das ist nur ein Punkt von vielen was erstmal auf eine einzige Stadt begrenzt wäre. Schaut man sich in den Bundesländern um gibt es wieder verschiedene Materialien und Lehrpläne. Erstmal muß Deutschland es schaffen da eine Linie reinzubringen, eine die uns einen besseren Platz verschafft als in den letzten Pisa-Studien. Andere Länder sind da sehr viel weiter und fortschrittlicher und da mag das Homescholling funktionieren. Aber da hat Deutschland noch sooooo viel aufzuholen. Und selbst wenn das geschafft ist muß ein System geschaffen werden, was auch noch funktioniert. Deutschland nimmt sich nix an was anderswo bereits positive Ergebnisse gebracht hat was die Bildung betrifft. Dann wären da noch in zweiter Linie die Eltern selbst - wo wir wieder beim aktuellen deutschen Arbeitsmarkt ankommen. Wer Arbeit hat wird diese nicht einfach aufgeben, um freiwillig in einem Sozialsystem zu landen wo man nicht mehr rauskommt, wenn eine gewisse Zeit verstrichen ist. Und selbst wenn es bildungstechnische Regelungen für Homeschooling gäbe - wie will man das finanzieren? Diese Eltern hätten Verdienstausfälle ohne Ende. Abgesehen von so vielen Punkten: Kinder lernen bei den eigenen Eltern langsamer und weniger intensiv als bei fremden "Lehrkörpern" Einfachstes Beispiel: ich habe Hunderten von Kindern das Schwimmen beigebracht. bei meinen eigenen Kindern bin ick fast verzweifelt - die habe ich zu Kollegen gegeben. Da haben sie besser gehört, besser aufgepasst, sich mehr zu getraut, schneller Dinge umgesetzt ... da war eine gewisse Distanz da, die in dem Fall, also dem Erlernen des Schwimmens positiv war. Und ich denke dass ist mit allen Dingen so, die ein Kind lernen muß. Eltern sind anders als Lehrer in der Schule. Und in der Schule muß man anfangen Dinge anders anzugehen. Ich würde also kein Homeschool unterstützen, jeden Falls nicht aktuell wie es in Deutschland was die Schulbildung betrifft gerade allgemein läuft bzw. nicht läuft
Solo-Mami
Solo-Mami | 11.03.2015
28 Antwort
@Solo-Mami stimmt, da gibt es auch unterschiede ...
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 11.03.2015
27 Antwort
@chrysantheme ein einheitliches System wäre für mich schonmal, wenn die 1, Klassen in Berlin alle das gleiche Mathebuch hätten ...
Solo-Mami
Solo-Mami | 11.03.2015
26 Antwort
@Solo-Mami naja, aber was genau verstehst du unter einheitliches system? es gibt verschiedene schulformen, richtig. aber es gibt ja auch verschiedene kinder, nicht jedes hat einfach das zeug fürs gymnasium- was ich auch überhaupt nicht schlimm finde, es gibt so viele wichtige berufe die ohne hochschulreife ausgeübt werden können. gut, dass es sicherlich genügend eltern gibt denen es an "grips" fehlt ist sicherlich klar- man muss ja nur mal rtl-hartz4 tv einschalten da müsste es halt dann eine regelung geben dass es z.b. regelmäßige prüfungen gibt, und wenn eben die mindestanforderungen nicht erfüllt werden, diese kinder eben wieder an regelschulen unterrichtet werden MÜSSTEN. also quasi, es wird getestet ob eltern genügend wissen rüber bringen können..
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 11.03.2015
25 Antwort
@tate Das ist natürlich ein Ding! Punktabzug für "zu wenig" Freunde. Das hab ich selbst bei deutschen Schulen oder Kindergärten noch nicht gehört. Ich habe mal während meines Fachabiturs ein Jahr in einer Kita gearbeitet und habe auch mitbekommen, wie Kinder dort bewertet werden. Das ist zwar schon ein Paar Jahre her, aber damals war es so, dass es nicht nach Punkten ging, sondern ob ein Kind Kontakte knüpft oder wie es mit anderen Kindern zurecht kommt. Ich fand das ziemlich sinnvoll, da sich zB einige Kinder völlig eingeigelt haben oder gar aggressiv waren. Jenen Eltern wurde dann vorgeschlagen das Kind ein weiteres Jahr im Kindergarten zu lassen oder eine Integrationshilfe zu beantragen, um die Kinder zu unterstützen. Aber weil deine Tochter einen Freund zu wenig hat, bekommt sie Punktabzug ?? Das finde ich doch fast lächerlich. Das könnte ja fast vom deutschen Regierungssystem festgelegt worden sein. Ich hab die Schweizer ganz anders eingeschätzt! Ich dachte immer, das sei so ein positives Volk und das Motivation dort im Job ganz groß geschrieben wird. ich frage mich was dann hinter solch einem Bewertungssystem steckt ?! kann mein kleiner Geist das große ganze nicht erfassen oder ist es wirklich bescheuert ? Kinder sollten Spaß an der Schule haben und vor allem am lernen. Wie soll das funktionieren, wenn man lange Schulzeiten hat und das schon in der Grundschule ? Anstatt zu versuchen den Vermittlungsweg zu verändern, wird erst alles andere Verändert. Schade dass wir daran nichts ändern können, sondern darauf angewiesen sind, dass Menschen, die seit Jahren nicht mehr in der Schule waren neue Schulreformen erfinden. In Schweden lebt es sich super. Aber ich habe meine Familie vermisst. Mittlerweile kann ich mir aber wieder vorstellen dorthin zu ziehen. Es ist ein gut organisiertes Land. Jeder Zuwanderer muss einen Sprachkurs machen, der aber auch vom Staat angeboten wird. Du kannst dir dann selber einen Job suchen, oder dir wird einer gegeben, wo grade eben Leute gebraucht werden. Meine Mama wurde damals zB umgeschult zur Altenpflegerin. Ich bin damals in eine Sonderklasse gekommen, in der nur Kinder mit Migrationshintergrund waren, bis ich die Sprache beherrschte. Nach 3 Monaten kam ich in eine richtige Schule. Die Schweden haben sowieso viel ausgeklügeltere Systeme als wir hier in Deutschland. Vor 15 Jahren zB hatten die bereits Pfandflaschen und vor ca 3 Jahren habe ich da das erste mal ein Zahlungsvorgang erlebt, bei dem Bargeld an der Kasse in eine Maschine geworfen wird. Die Menschen sind total gechillt und locker. Kann ich nur als Urlaubsland empfehlen. Und wenn du echt auswandern willst, dann dahin :D
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 11.03.2015
24 Antwort
@HelenaundEric naja, dass lehrer den stoff viel besser vermitteln können, trifft halt auch nicht in jedem fall zu.. wir haben es hier sehr oft dass söhnchen total verzweifelt heim kommt weil er den stoff einfach nicht verstanden hat, und in der schule einfach die zeit fehlt auf einzelne kinder einzugehen. dann muss halt mama ran und schwups, wirds auch verstanden...
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 11.03.2015
23 Antwort
Ich halte es in Deutschland für eine absolute Unmöglichkeit. Der deutsche Stadt bringt es ja noch nicht mal fertig ein gemeinsames Schul- und Lernsystem auf die Reihe zu bekommen. Selbst in einer Weltstadt wie Berlin gibt es unterschiedliche Schulsysteme. Und in einem Schulsystem unterschiedliches Schulmaterial. Wie bitte soll es da also Eltern möglich sein seinem Kind verbindlich und zuverlässig das Wissen von 10 Schuljahren zu vermitteln ??? Punkt zwei für ein no go wäre die Tatsache, dass wir in Deutschland einfach nicht wirklich das Potential bei den Eltern haben. Die, die Gribs und Verstand haben gehen arbeiten. Diejenigen, wo es an Bildung hapert sind arbeitslos und beziehen Hartz 4, teilweise über Jahre und Jahrzehnte hinweg. Soll man diesen Eltern die Bildung der Kids anvertrauen? Lesen, rechnen und schreiben lernen geht noch, aber wenns um Wahrscheinlichkeitsberechnung, Herz-Lungen-Kreislauf oder z.B. Kinetik geht hörts auf würde ich mal sagen. Denn die, die seit Jahren Arbeitslos sind sind es nicht umsonst, da fehlt es an Bildung. Ich persönlich würde mir die Grundschule noch zumuten ... ich kündige also meinen sicheren Job, bekomme Hartz 4 und habe dann ganz viel Zeit, um meinem Kind alles beizubringen. Werde natürlich freigestellt vom Arbeitsamt und bekomme noch einen Zuschlag vom Staat. Brauche mich dann auch 6 Jahre lang nicht um einen Job bemühen. Klingt alles easy ;) so, Ironie aus ... nein, in Deutschland würde es nicht funktionieren, egal von welcher Seite man das betrachtet. Deutschland hat absolut Nachholbedarf, was den Schulstoff und das Lernen in der Schule angeht. Und bevor das nicht geregelt ist und es ein einheitliches System gibt braucht man über Homeschoolen gar nicht nachdenken.
Solo-Mami
Solo-Mami | 11.03.2015
22 Antwort
@Lunar2005 das ist sehr interessant was du da schilderst! schweden setze ich also mal auf die liste ;-) gerade wenn du das zwischenmenschliche ansprichst habe ich persönlich da ganz andere erfahrungen gemacht. ich muss sagen, dass das zwischenmenschliche mir wirklich am herzen liegt und dass ich die art der vermittlung von schule und teilweise kindergarten oftmals nicht unterschreiben kann. so werden unsere kinder auch im sozialverhalten bewertet. meine tochter hatte da bisher immer die höchste punktzahl..ich muss dazu sagen dass ich bewertungen im sozialverhalten mehr als idiotisch finde...nun erklärte uns die lehrerin vor zwei tagen am elterngespräch, dass meine tochter fürs letzte semester da einen punkt abzug bekommt weil sie zu wenig freunde hätte. dass ihre beste freundin vor einigen monaten ausgewandert ist und sie daran noch zu nagen hat, sie trotzdem weiterhin ein sehr hilfbereiter und offener mensch ist und sich für andere schüler einsetzt wenn diese gehänselt werden war der lehrerin in dem moment egal… in den augen der lehrerin müsste sie mind. 4 freundinnen und freunde haben um ein gewisses bild von sozialität an den tag zu legen. ich habe mir da schon den mund bei meiner tochter fusselig geredet dass es uns als eltern EGAL ist wie sie bewertet wird, weil wir wissen wieviele stärken sie hat und wo sie noch daran arbeiten kann und vorallem dass es nichts darüber aussagt ob sie ein guter oder schlechter mensch sei und dass sie ok ist so wie sie ist wie jeder andere mensch auch. aber da die schüler da auch ständig ihre bewertungen mit denen der anderen vergleichen baut sich da automatisch ein leistungsdruck auf in einem bereich wo man die menschheit noch kränker macht. und genau in solchen dingen liegen bei mir die beweggründe mir ernsthaft zu überlegen meine kinder dort rauszunehmen. da sind natürlich noch viel mehr dinge vorgefallen die in meinem empfinden sehr fragwürdig sind. unterm strich kann ich sagen, dass die schule eher am selbstwert meiner kinder kratzt als dass sie ihnen hilft ein starkes selbstbewusstsein mit daraus folgender eigenverantwortung aufzubauen oder beizubehalten. beide meine großen gehen nicht wirklich gerne zur schule und sie sind gerade mal in der zweiten und dritten klasse. das fängt schon an mit dem zu bett gehen, dass sie nicht einschlafen können mit dem gedanken am nächsten morgen wieder in der schule zu stehen. ich kenn das von mir noch anders. nun schreiben sie jede woche mehrere prüfungen, die hausaufgaben sind zum schreien und die unterrichtszeit ist um einiges mehr geworden. natürlich ändern sich zeiten, aber diese beinahe schon fast perverse wirtschaftsorientierung kann auf dauer nicht gut gehen und daran zerbrechen viele kinder. ich wäre für eine schulreform die wirklich mal was gutes bringen würde… wie lebt es sich denn sonst so in schweden? :D
tate
tate | 11.03.2015
21 Antwort
@Chrissi1410 das ist natürlich ein guter gedanke ob man mit 4 kindern überhaupt die möglichkeit hat zuhause zu unterrichten. ich denke da dürfte es wirklich schwierig werden, aber da wir uns allgemein nicht wirklich was drunter vorstellen können wollen wir uns mal genauer mit dem thema befassen und infos sammeln. wir haben bisher eine sehr lange liste von vorteilen und nachteilen aufgestellt und da muss man sagen, dass mit homeschooling von einem unterricht an einer regulären schule viele wichtige dinge "verloren" gehen würden. jedoch sind wir mit unserm schulsystem in der schweiz absolut unzufrieden und bei uns gehen so manches mal die alarmglocken an. mittlerweile geht es bei ganz vielen schülern ja schon auf die gesundheit und das kann einfach nicht sein. ich denke die beste variante wäre es natürlich das schulsystem zu überarbeiten und ganz neue ansätze zu schaffen…aber das schulsystem wird bei uns seit jahrzehnten andauernd geändert…nur nicht verbessert skandinavien soll da sehr vorbildlich sein… vielleicht wäre auswandern auch ne option ;-)
tate
tate | 11.03.2015
20 Antwort
Hallo, ich finde deine Frage in der heutigen Zeit wirklich berechtigt. Wenn ich mir mal so anschaue wer aus meiner alten Stufe alles Lehrer wird, dann stelle ich fest, dass es die Sozial inkompetentesten sind und ich frage mich, ob ich mein Kind solchen Menschen anvertrauen möchte. Und ob diese Menschen in der Lage sind meier Kind mehr zu vermitteln als ich. Denn aus einem Lehrbuch predigen, kann ich auch. Natürlich werden jetzt gleich einige Mamis in die Ketten gehen und meckern, man könne nicht alle über einen Kamm scheren. Tu ich auch nicht, es gibt durchaus auch gute Lehrer, die toll vermitteln können. Ich hatte in meiner schulischen Laufbahn 3! Ich bin mit meiner Mutter für ein Jahr nach Schweden ausgewandert und habe 2 Jahre meiner Grundschulzeit, dort verbracht. Ich würde mir wünschen, dass sich jedes andere Land an den Schweden orientieren würde, denn ich habe in dieser Zeit so viel gelernt, wie hier in gefühlt 10 Jahren nicht. Und ich bin dort gerne zur Schule gegangen!! es ging dabei darum, dass jedes Kind sich selber einteilt, wie viel es in welchem Fach schafft. Natürlich wurde das vom Klassenlehrer abgesegnet. Jedes Kind hat sein eigenes Lernpensum bestimmt, was für viel mehr Erfolge sorgte. Wenn man wollte, konnte man auch zwischendurch einfach mal ein Spiel machen, aber wer am Ende der Woche nicht fertig war mit seinen Aufgaben, musste eben bleiben bis die Arbeit getan war. Durchaus effektiv, denn ich habe ein einziges Mal bis 17 Uhr dort bleiben müssen. Ihr könnt euch vorstellen, dass ich in den darauffolgenden Wochen bereits am Donnerstag fertig mit meinen Aufgaben war. So, jetzt habe ich ein bisschen weiter ausgeholt. Ich kann also verstehen, wieso einige Leute überlegen ihre Kinder selber zu erziehen. Wenn es die Möglichkeit gäbe, würde ich es wahrscheinlich auch wollen, aber ich denke, dass gerade das zwischenmenschliche für Kinder wichtig ist! Ein Großteil des Sozialverhaltens bildet sich meiner Meinung nach im Kindergarten und in der Schule, daher sollte man das den Kindern auch nicht vorenthalten. Wenn man also sein Kind selber Unterrichten möchte und dazu auch in der Lage ist, sollte man dennoch dafür sorgen, das Kind in sozialen Gruppen unterzubringen. Weiterhin denke ich, dass Eltern ihre Kinder nur unter gewissen Voraussetzungen unterrichten dürften. Es sollen ja auch moralische Werte vermittelt werden und dafür ist sicherlich nicht jeder geeignet. Und ein weiterer wichtiger Punkt: Ich habe mir Grundsätzlich bei schulischen Angelegenheiten nicht von meiner Mama helfen lassen. Andere konnten immer viel besser erklären :D :P
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 11.03.2015
19 Antwort
Es hat schon seinen guten Grund, warum es Lehrer/Lehrerinnen gibt.Die können den ganzen Stoff viel besser vermitteln und auf die Kinder ganz anders eingehen. Ich würde den wenigsten Eltern aus diversen Gründen zutrauen ihre Kinder selber zu unterrichten. Was ist, wenn für Prüfungen und Abschlüsse wichtiges Wissen fehlt? Das Schulsystem selber ist Mist, aber Homeschooling ist sicherlich keine Alternative, alleine schon aus finanziellen und zeitlichen Gründen
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 11.03.2015
18 Antwort
ich persönlich wäre damit überfordert, aber ich würde niemandem steine in den weg legen. abschlüsse müssen dann halt aber trotzdem staatlich gemacht werden. wie das kind den weg dahin meistert, ob zuhause oder an öffentlicher schule, wäre mir egal.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 11.03.2015
17 Antwort
würde für uns auch nich in betracht kommen... wir hätten dafür gar keine zeit...wir arbeiten beide und müssen auch beide arbeiten...allein aus dem grunde, ginge das schon gar nich und ich bezweifle auch, dass wir als Eltern der kurzen das so vermitteln könnten nich wegen dem Stoff..also inhaltlich hätten wir da keine großen Schwierigkeiten, selbst wenns bis zum abi gehen würde... aber das wie vermitteln, wär für uns ne fast unmögliche aufgabe bei mausi eben weil wir die Eltern und kein außenstehender sind, wo sie sich ganz anders verhält als bei uns das macht, bei uns jedenfalls, ne menge aus, ob wir der kurzen irgendwas beibringen oder jemand der nich zur Familie gehört ich merk das ja schon bei uns beim musik machen...wenn die kurze sich dann ma ans klavier setzt, sich Gitarre oder Akkordeon schnappen und spielen will und ich ihr das dann zeigen soll...würd das jemand anderes machen, der nich zur Familie gehört, würde das ganz anders und besser klappen, als wenn ich das bin... is halt so und so waren auch meine Erfahrungen als schüler damals, wenn ich mit meinen Eltern mal Hausaufgaben machte und die mir mal was erklären sollten oder so...bei meiner mutter gings noch, aber mit meinem vater war das ne reinste Katastrophe und am ende war man genauso schlau wie vorher.. nich weil ers nich konnte was man fragte, sondern weil ers eben total komisch vermittelt hat das heißt nich, dass ich unser Schulsystem super toll finde..im Gegenteil...aber homeschooling wär für uns auch keine alternative bzgl. unseres Schulsystems find ich nich mal die Inhalte allgemein als sooo schlimm, auch wenns auch da besser und anders gehen könnte vielmehr find ich dieses ganze Drumherum ne regelrechte Zumutung für schüler, wie auch für die Lehrer...dank des sowieso schon fehlenden personals, dank der ach so tollen Inklusion usw... wenn ich in mausis klasse und auch in allen anderen klasse so höre was da abgeht..wo es schon die regel is mindestens 5 extrem verhaltensauffällige kinder in der klasse zu haben, schulverweigerer von 1. klasse an, wo zuhause hinten und vorne nichts stimmt usw usw., ...wo eben die aufmerksamtkeit zu fast 100% nur diesen kindern gilt, damits einigermaßen funktionieren kann und der rest dann eben nebenbei mitläuft in der Hoffnung, die packen das irgendwie da wird mir schlecht bei... wir hatten vor kurzem einen elternstammtisch mit interessierten Eltern aus unserer klasse und was man so hörte, was bei älteren Geschwistern so in den Klassen los is, wie die zusammenarbeit generell zwischen schule, Schulamt, Jugendamt und letztlich Polizei läuft - nämlich gar nich, ..das es im Endeffekt wirklich nur ums Geld geht, grade was so extreme dinge angeht wie missbrauch zuhause, gewalt zuhause, und, und, und...da kriegst das kotzen echt...
gina87
gina87 | 11.03.2015

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