co-abhängigkeit

jasmin000
jasmin000
10.09.2009 | 13 Antworten
Jeder, der mit einem Alkoholiker in Verbindung steht, wird auf irgendeine Weise von dessen Krankheit beeinflusst. Die direkten Folgen treffen jedoch seine Familie, die Menschen, die buchstäblich sein Leben und später seine Krankheit mit ihm teilen.
Die Freunde können sich abwenden, der Chef kann kündigen, Kollegen können ihn meiden. Aber die Familie des Alkoholkranken bleibt der Situation ausgesetzt, es sei denn sie ist zu einer grundlegenden Veränderung bereit und trennt sich von dem Menschen, den sie liebt oder einmal geliebt hat. Alkoholismus hat immer wieder den gleichen Tatort: die Familie. Tag für Tag laufen hier Szenen ab, die allen Familienmitgliedern feste Rollen aufzwingen. Da sich eine Abhängigkeit schleichend entwickelt, bemerken auch Angehörige lange nicht, dass all ihre Bemühungen zu helfen das Suchtverhalten des Betroffenen eigentlich nur unterstützen und verlängern.
In Fachkreisen hat man hier den Begriff der Co-Abhängigkeit geprägt. Gemeint sind all jene typischen Verhaltensweisen von Bezugspersonen des Alkoholkranken, die damit die süchtige Fehlhaltung unterstützen und eine rechtzeitige Behandlung verhindern. Menschen, die mit Suchtkranken zusammenleben, werden durch das Verhalten des Süchtigen, sowie dessen Konsequenzen mitbetroffen, beeinträchtigt und gekränkt, ohne zu wissen, was sie anders machen könnten. Angehörige versuchen meistens allein ihre Lebenssituation zu bewältigen und soviel Kontrolle wie möglich über diese chaotische Situation zu gewinnen. Das bedeutet gleichzeitig, dass dem Abhängigen Verantwortung abgenommen wird.

Suchtförderndes Verhalten von Partnern, Eltern oder anderen erwachsenen Bezugspersonen kann sehr unterschiedlich aussehen und letztendlich ist es dabei unerheblich welches Suchtmittel missbraucht wird - ob es sich um Alkohol oder eine andere Droge handelt. Heute kennt man mehrere typische Verhaltensstile, die von einer Co-Abhängigen Person praktiziert werden:
Vermeiden und beschützen: Der Abhängige wird davor bewahrt, die volle Tragweite der schädlichen Konsequenzen des Suchtmittelkonsums zu spüren.
Kontrolle: Der Co-Abhängige übernimmt die Kontrolle über den Suchtmittelkonsum des Abhängigen.
Der Co-Abhängige übernimmt zunehmend die persönlichen Verantwortlichkeiten des Abhängigen, seien dies Tätigkeiten im Haushalt oder am Arbeitsplatz.
Rationalisieren und Akzeptieren: Verhaltensweisen des Co-Abhängigen, mit denen er den Suchtmittelmissbrauch erklärt und rechtfertigt oder gar akzeptiert.


Unterstützung und Beteiligung des Co-Abhängigen bei der Beschaffung, der Zubereitung und dem Gebrauch des Suchtmittels.
Retten und sich dem Abhängigen nützlich machen: Der Abhängige wird übermäßig beschützt

im moment bin ich eine der co abhängigen. mein partner und seine mutter trinken. meine schwiegermutter hat meinen freund dazu gebracht. ich wollt nur mal das so erwähnen. sorry
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13 Antwort
meine kinder..........
also darum starte ich nun durch. die schwiegermutte darf sie nicht mehr sehen und er muss mit mir erstmal in eine suchtberatungsstelle.
jasmin000
jasmin000 | 10.09.2009
12 Antwort
@jasmin000
Nein Süße schütze dich bitte!! ich wünsche dir ganz viel Kraft, du tust mir unendlich leid
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 10.09.2009
11 Antwort
Dafür musst Du Dich nicht entschuldigen!
Mein Schwiegervater ist auch Alkoholiker, seine Frau hat ihn verlassen, die Kinder sind alle aus dem Haus, welches jetzt wohl verkauft werden muss . Ich habe meinem Mann gesagt, dass wir auch keinen Alkohol für ihn mitbringen sollten, ich mache das auch nicht, aber mein Mann leider schon. Ich versuche auch die Kinder nach Möglichkeit von ihm fern zu halten, da er ständig trinkt, nie nüchtern ist und man das auch riechen kann, sprich, er stinkt. Aber ändern wird sich wohl nichts. Er wollte zwar mal aufhören, weil seine Brüder jetzt wohl auch endlich trocken sind, aber dann hat er es nicht einmal versucht. Für meinen Mann ist das schlimm, schließlich geht es um seinen Vater, aber zum Glück bin ich emotional unbeteiligt. Wir halten den Kontakt gering, so belastet uns das auch nicht so. Ich kann Dich gut verstehen und fühle mit Dir! Alles Gute!
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 10.09.2009
10 Antwort
@marquise
stimmt. das sag ich auch. ih war in einer suchtberatungsstelle und zieh das nun durch. ich kann nicht sein problem lösen.
jasmin000
jasmin000 | 10.09.2009
9 Antwort
...
das einzige was du tun kannst dich auf unbestimmte zeit dich von ihm zu trennen. Wenn er dich wirklich liebt, sieht er was er verliert und versucht sichzu ändern. das kann aber dauern Ich habe das auch schon alles durch mit meinem Freund. ich bin für drei Wochen gegangen. er hat gemerkt das ihm was fehlt und ist zur awo gegangen und hat einen ambulanten entzug gemacht. Das ist wirklich eine harte zeit mit sehr viel tiefen, aber man kann es schaffen. natürlich nur wenn dein partner es eingesehen hat. Ich wünsche dir viel Kraft und hoffe das es sich zum guten wendet... Lg Nicole
Fussi86
Fussi86 | 10.09.2009
8 Antwort
Das tut mir leid für dich
mein Vater ist auch Alkoholiker, hat es aber zum Glück geschafft trocken zu werden*aufholzklopf*, er ist jetzt seit gute 10 Jahre trocken. Ich drücke dir und deinen Freund die Daumen das er einsieht das er abhängig ist und er eine Therapie macht. Soweit ich weiß gibt es auch für Angehörige eine Therapiegruppe, ich mein bloß vielleicht hilft es dir ja... Lg Chaotenbande
Chaotenbande
Chaotenbande | 10.09.2009
7 Antwort
@Cathy01
Doch sie kann was tun, sie muss diese Menschen fallen lassen, sie müssen so tief in der Gosse stecken das sie sich helfen lassen Keine Hilfe ist die beste Hilfe in diesem Fall!!
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 10.09.2009
6 Antwort
habe den kampf 8 jahre mitgeacht.
.....
jasmin000
jasmin000 | 10.09.2009
5 Antwort
meint ihr ich sitz nur da?
ich habe gestern meinen partner verlassen.
jasmin000
jasmin000 | 10.09.2009
4 Antwort
..
ja ich weis wovon du sprichst. Ich wünsch dir gaaannnzzz viel Kraft. Mein Partner hat den Ausstieg geschafft. Aber glaube mir auch das war für mich nicht einfach.
max1411
max1411 | 10.09.2009
3 Antwort
Oh mein Gott
ich hab ja schon was dazu geschrieben, trenne dich ganz schnell bitte!!!!!
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 10.09.2009
2 Antwort
Und was willst du uns nun damit sagen ?
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 10.09.2009
1 Antwort
tu doch was dagegen!
das ist doch schlimm, vor allem für dich! :-( aber was dagegen tun kann man nicht....du kannst dich nur weigern ihnen noch was zu besorgen.
Cathy01
Cathy01 | 10.09.2009

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