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38. Schwangerschaftswoche (38. SSW)

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38. Schwangerschaftswoche (38. SSW)
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AutoreninfoSylvia Koppermann
aktualisiert: 01.08.2021Mehrfache Mutter u. Autorin
Medizin, Gesundheit und Erziehung

Die 38. Schwangerschaftswoche (38.SSW)

Dein Baby misst in der 38. Schwangerschaftswoche, vom Scheitel bis zur Sohle, etwa 49cm und wiegt im Durchschnitt zwischen 3.100 bis 3.400 Gramm. Das Ungeborene wird, bis zum Geburtstermin, noch etwa 25 Gramm zunehmen. Das Schätzgewicht Deines Babys kann allerdings stark vom Durchschnitt abweichen, denn nicht nur die Veranlagung, die Du und der Kindsvater dem Baby genetisch mit auf den Weg gegeben haben, spielt eine einflussreiche Rolle, sondern auch mögliche krankheitsbedingte Umstände, die Du möglicherweise mitbringst.

Ein Beispiel in diesem Zusammenhang wäre die Schwangerschaftsdiabetes. Je höher Dein Blutzuckerspiegel ist, desto mehr Insulin produziert Dein Baby und lagert dadurch mehr Fett ein. Das kann jedoch, ab einem Geburtsgewicht von 4.500 Gramm oder mehr, nicht ganz ohne Risiken bei einer normalen Entbindung sein. Der Grund dafür ist, dass es für das Baby umso schwerer ist, durch den Geburtskanal zu kommen, je größer und dicker es ist. Ist das Baby zu groß, wird meistens zu einem Kaiserschnitt geraten.


Vordere oder hintere Hauptlage?

Für die Hebamme und den Arzt, ist es nun auch vorteilhaft, nochmals die Kindslage in Erfahrung zu bringen. Eine optimale Voraussetzung für die spontane Entbindung, ist die Schädellage, kurz SL, des Kindes, bei der es mit dem Kopf nach unten, zum mütterlichen Becken liegt. Zudem ist es vorteilhaft zu wissen, in welche Richtung das kindliche Gesicht zeigt.

Im Normalfall ist das Gesicht des Babys der Rückseite der Mutter zugewandt. Es guckt also quasi zum Rücken der Mutter. Dies nennt man vordere Hinterhauptlage, da das Hinterhaupt, also der Hinterkopf des Kindes, der Vorderseite der Mutter zugewandt ist. Aus dieser Position heraus, kann das Baby besser den Geburtskanal passieren, als in der hinteren Hinterhauptlage, bei der es mit dem Hinterkopf der Rückseite der Mutter zugewendet liegt. Oft dauern Geburten mit Babys, die in hinterer Hinterhauptlage liegen, länger. Wird das kindliche Köpfchen geboren und schaut dabei nach vorn, spricht man von einem "Sternengucker" was daher stammt, dass man Frauen gewöhnlich grundsätzlich in Rückenlage entbinden ließ. Kam der Kopf des Babys und schaute zur Vorderseite der Mutter, war sein Gesicht also dem Himmel zugewandt.

Lesetipp: Mehr zur vorderen und hinteren Hinterhauptlage lies in unserem Beitrag:

Und wenn mein Kind jetzt geboren würde?

Von der Entwicklung her, kann Dein Baby jetzt bereits höchstwahrscheinlich ohne intensivmedizinische Betreuung auskommen, wenn es nun zur Welt käme. Auch die Lunge ist bereits weitestgehend ausgereift.

Dennoch ist jeder Tag im Bauch, für das Kind wichtig, um sich entsprechende Reserven für die ersten Lebenstage anzulegen.

Wird Dein Kind geboren, kann es sein, dass seine Atmung in den ersten Stunden unregelmäßiger ist, mal schneller und mal langsamer. Das liegt daran, dass sich die Lungenflügel nach der Geburt, mit dem ersten Atemzug, erst entfalten und ihren Rhythmus finden müssen.

Der geplante Kaiserschnitt in der 38. SSW

Vielleicht fragen Du und Dein Partner Euch, warum ein geplanter Kaiserschnitt in der 38. SSW, also fast drei Wochen vor dem Entbindungstermin vorgenommen wird, wo doch allgemein bekannt ist, dass jeder Tag im Bauch der Mutter, wichtig für das Baby ist.

Das stimmt auch. Gerade in den letzten Wochen reift die Lunge aus und das Kind lagert wichtige Fettreserven ein, die es in den ersten Lebenstagen unbedingt auch braucht. Allerdings muss man nun zwischen den Gründen eines Kaiserschnitts unterscheiden, um zu verstehen, warum eine vorzeitige Geburt per Kaiserschnitt, so wichtig sein kann.

Lesetipp: Mehr zur Risiken rund um den Kaiserschnitt lies in unserem Beitrag:

Kaiserschnitt vs. Wunschkaiserschnitt: Der Unterschied

Beim Wunschkaiserschnitt entscheiden sich Eltern ganz bewusst gegen die generell medizinisch mögliche Geburt. Sie haben für diese Entscheidungen unterschiedliche Gründe, auf die wir hier nicht näher eingehen müssen. Fakt ist jedoch, dass ein Kaiserschnitt, der nicht medizinisch begründbar ist, also nicht durchgeführt wird, weil eine spontane Entbindung ein Risiko für Mutter und Kind birgt, auch nicht zwei bis drei Wochen vor dem Entbindungstermin durchgeführt werden müsste.

Ganz im Gegensatz zum medizinisch tatsächlich notwendigen Kaiserschnitt, bei dem die natürliche Geburt eine echte Gefahr für Mutter und Kind darstellen würde. Um diese Gefahr zu umgehen, möchten Ärzte und Hebammen natürlich kein Risiko eingehen, dass die Geburtswehen beginnen und das Kind sich vielleicht auf den natürlichen Weg in die Welt macht, der in diesem Fall ein großes Risiko darstellt. Entsprechend wird der Kaiserschnitt zu einem Zeitpunkt durchgeführt, an dem noch eher unwahrscheinlich ist, dass die natürlichen Geburtswehen einsetzen.

Aber trägt das Baby dabei keine Schäden davon?

Wenn das Kind zwei oder drei Wochen vor dem eigentlichen Geburtstermin auf die Welt kommt, kann es natürlich sein, dass es größere Startschwierigkeiten hat, als ein Kind, das am Entbindungstermin geboren wird. Etwas früher geborene Kinder haben häufiger Atemdepressionen, brauchen also in den ersten Stunden oder Tagen öfter noch etwas Unterstützung bei der Atmung oder sie zeigen später Entwicklungsverzögerungen. Allerdings muss auch abgewogen werden, welches Risiko die normale Entbindung mit sich bringt. Kann das Baby nicht ohne Lebensgefahr normal geboren werden, dann nimmt man sicher lieber in Kauf, dass es ein wenig Atemhilfe oder später, in der Entwicklung, ein wenig mehr Zeit oder Förderung braucht. Die Risiken und der Nutzen, müssen genau abgewogen werden, um den sichersten Weg für Mutter und Kind zu wählen.

Ich schaffe meinen Haushalt nicht mehr wie früher

Je näher der Geburtstermin rückt, je schwerer fallen Dir die früher doch so einfachen Aufgaben. Auch im Haushalt. Vielleicht wirst Du deswegen ein schlechtes Gewissen haben und Dich für unfähig halten. Möglicherweise machst Du Dir sogar Gedanken, ob Du eine gute Mutter sein kannst, wenn Du jetzt, wo Dein Baby noch nicht da ist, nicht einmal den Haushalt schaffst, ohne Dich regelrecht zu verausgaben.

Bitte verwirf solche Gedanken und Ängste umgehend wieder.

Du bist im Moment einfach sehr eingeschränkt, was Deine Bewegungen und die Kraft, die Du für die Erledigung der Aufgaben brauchst, betrifft. Halte Dir bitte vor Augen, dass das Gewicht Deines Bauches und der Brüste, das vermehrte Blutvolumen und Einlagerungen von Wasser im Gewebe, zusätzliches Gewicht ist, das Du trägst. Entsprechend ist Dein Energiebedarf höher, als außerhalb der Schwangerschaft und Du ermüdest wesentlich schneller, da eben Deine Kraftreserven auch schneller aufgebraucht sind.

Durch Deine verschobenen Organe, die dem Platz für das Kind wichen, bist Du kurzatmig und kannst, so sehr Du es Dir auch wünscht, körperlich nicht mehr leisten, was Dir außerhalb der Schwangerschaft sonst leicht von der Hand ging.

Was kann ich zur Entlastung tun?

Zuerst einmal solltest Du Dich nicht unter Druck setzen. Teile Dir die Aufgaben im Haushalt danach ein, was wichtig ist. Die nötigsten Arbeiten erledige zuerst. Aber nur, sofern Du sie auch wirklich erledigen kannst. Zeigt sich, dass es Dich zu sehr anstrengt, vielleicht sogar Schmerzen verursacht oder gar Wehen auslöst, dann stelle diese Aufgaben hinten an und scheue Dich nicht, um Hilfe zu bitten. Ob das nun Dein Partner, Familienangehörige oder Freunde sind, spielt dabei keine Rolle. Wichtig ist, dass Du es nicht als Versagen siehst, um Unterstützung zu bitten, sondern auch erkennst, dass darin eine Stärke liegt. Denn Du zeigst damit, dass Du verstanden hast, nicht immer perfekt sein zu müssen, um so perfekter zu werden.
Lesetipp: Warum du als Mutter Hilfe im Haushalt annehmen solltest lies bitte in unserem Beitrag:
Lasse also zu, dass man Dich unterstützt und Dir zur Hand geht. Scheue Dich nicht zu sagen "Ich müsste eigentlich Fenster putzen, traue mir das aber nicht allein zu. Hilfst Du mir bitte?"

Mir geht es körperlich so schlecht, dass mir sogar die einfachsten Aufgaben zu schwer fallen

Es kann vorkommen, dass die Schwangerschaft eine Frau so sehr belastet, dass sie zum Entbindungstermin hin tatsächlich kaum noch etwas im Haushalt erledigen kann, ohne sich völlig zu verausgaben. Ein Zeichen, dass ihr Körper seine gesamten Kraftreserven in die Schwangerschaft legt.

Gehörst Du zu diesen Frauen, dann besprich bitte mit Deiner Hebamme und Deinem Arzt, wie Dir geholfen werden kann. Hast Du zusätzlich möglicherweise keine Unterstützung innerhalb der Familie und dem Freundeskreis, kann der Arzt Dir attestieren, dass Du, für die Zeit bis zur Geburt, eine Haushaltshilfe benötigst, deren Kosten, in der Regel, von der Krankenkasse getragen werden. Erkundige Dich also auch bei der Krankenkasse, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und nimm, wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, die Hilfe an. Für Dein Baby, denn Du brauchst Deine Kraft schon bald, um ihm auf die Welt zu helfen.

Immer einen Notfallplan parat haben

Viele werdende Eltern bereiten sich gut auf den Moment vor, an dem es losgeht. Der Klinikkoffer ist gepackt, der Wagen stets mit vollem Tank versehen, der kürzeste Weg zur Klinik ausgelotet.

Und dann kommen die Fragen. Was ist, wenn das Auto genau dann nicht anspringt, wenn die Wehen einsetzen? Was, wenn auf dem kürzesten Weg zur Klinik eine Baustelle ist, die einen Umweg erfordert? Und was, wenn das Baby nun so schnell auf die Welt will, dass wir es zur Klinik, in der das Kind geboren werden soll, möglicherweise nicht mehr schaffen?

So viele Frage, die natürlich auch Angst machen. Und das ist auch normal, denn werdende Eltern wollen für alle Fälle gewappnet sein, möglichst nichts dem Zufall überlassen und sich vorbereiten. Genau das zeigt, dass sie schon mittendrin in ihrer Elternrolle sind.

Wie kann ich mich denn nun auf verschiedene Eventualitäten vorbereiten?

Es kommt darauf an, welche Eventualitäten Du befürchtest. Könnte das Auto ausfallen oder Dein Partner möglicherweise nicht selbst fahren, ist es vorteilhaft, wenn Ihr Euch mindestens zwei in Frage kommende Fahrer parat haltet, die notwendigerweise nicht die gleichen Arbeitszeiten haben sollten, damit im Notfall immer einer von ihnen erreichbar ist.

Auch eine andere Fahrstrecke zur Klinik auszukundschaften, ist nicht verkehrt. Ebenso, wenn die Klinik, die Ihr für die Geburt ausgesucht habt weiter weg liegt, Alternativen zu finden, in Form von näher liegenden Krankenhäusern mit Entbindungstationen.

Bei allen Planungen für den Notfall vergesst aber bitte eine Option nicht: Geht es wirklich unerwartet schnell los und Ihr befürchtet, auf eigene Faust nicht schnell und sicher in die Klinik zu kommen, bleibt immer noch die Möglichkeit den Rettungswagen anzufordern, der Euch zur Klinik bringt und während der Fahrt eine kompetente Betreuung bietet.

[SyKo]

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1 Kommentar

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Dieser Text enthält derart viele Kommafehler, dass das Lesen beinahe schon schmerzhaft ist.

von godzillja am 01. 09. 2018



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