Verarbeitung von Kaiserschnitten

lolora
lolora
17.10.2014 | 19 Antworten
Hallo,
ich hatte mittlerweile 2 Kaiserschnitte, Mai 12 und Mai 14.

Mir fällt es etwas schwer, diese zu verarbeiten. Für mich waren es keine schönen Erlebnisse, keine schönen Geburten.

Hierzu einmal meine Story:
1. Mai 12
Eine Woche über Termin.Nach über 21 Stunden Wehen, erste Presswehe, das Kind kommt nicht tiefer, steckt oben fest. Also muss ein Kaiserschnitt gemacht werden.
Ich wollte das auf keinen Fall, war völlig verzweifelt und nach 2 Tagen ohne richtigen Schlaf. Ich wollte den Kaiserschnitt auf jeden Fall umgehen.
Es ging allerdings nicht anders, also ab in den OP, ich war nur am Weinen.
Als der Kleine da war, haben sie ihn über das Tuch gehalten, ein wundervoller Moment! Mein erster Moment mit meinem Kind!
Dann sagten sie zu mir: "Gleich bekommen sie ihr Kind"
(Ich war übrigens festgeschnallt während der OP.)
Dann war ich weg. Im Nachhinein hab ich erfahren, das ein Beruhigungsmittel überdosiert war.
Als ich aufwachte schob man mich durch die Gänge und ich hatte mein Kind nicht bei mir, Ich hatte Angst. Nach einer gefühlten Ewigkeit sah ich meinen Mann mit meinem Sohn auf dem Arm. Alles gut.

etwas über ein Jahr später war ich wieder schwanger, nach Absprache mit dem Frauenarzt. Mit der Narbe alles Ok. Normale Geburt möglich.
Es war wohl ein Fehler, dass ich mich nicht eingehend mit der Möglichkeit auseinander gesetzt habe, das es wieder ein KS werden könnte.
Zum Ende der SS hin begann ich mir diesbezüglich sorgen zu machen.
3. Mai: Nachts starke wehen. Es geht los. sehr heftige Wehen in kurzen Abständen. Den Tag davor war auch schon einiges zu spüren.
Ich wusste ja wie eine Geburt ablaufen wird, ging davon aus, aufgrund der Heftigkeit der Wehen und den kurzen Abständen (bei Fahrt ins KH schon alle 2 min) dachte ich, die Geburt stünde unmittelbar bevor.
Leider war dem nicht so. Muttermund nur fingerbreit, viel zu starke unwirksame Wehen.
Viel hin und Her.
Nach 4 Stunden in der Klinik plötzlich "Ihr Kind hat Stress, wir müssen jetzt einen KS machen"
Ohne Vorwarnung. Das Fruchtwasser war grün, keiner hat mir vorher erzählt, das es meinem Kind schlecht geht. Herztöne waren sehr bedenklich.
10 Minuten Später war ich im OP. Völlig unvorbereitet, kam nun der zweite KS.
Kind raus, Schrei, nichts. Kein erster Moment, kein Blick. Ich erinnere mich nicht daran wie es war, als ich sie das erste Mal auf dem Arm hatte.
Dann das zunähen. Eine Ewigkeit und der Arzt völlig respektlos am labern über Autos und Türken und seinen letzten Urlaub.
Auf Fragen von mir, was sie jetzt genau machen, wie lange es dauern würde etc hat er genervt reagiert.
Über eine Stunde nach der Geburt hatte ich mein Kind auf dem Arm.
Diesmal dauerte es etwas bis ich mich daran gewöhnen konnte. Ich habe mein Kind nicht vom ersten Moment an geliebt so wie meinen Sohn. Es hat einige Tage gedauert, bis die Liebe sich entfaltet hat.

So.... Langer langer Text.

Ich Weiß, das ich evtl noch Kinder möchte. Ich wollte immer 4. Allerdings habe ich Angst vor weiteren Kaiserschnitten, ohne geht es ja bei mir nun nicht mehr.

Wie habt ihr es geschafft die Kaiserschnitte zu verarbeiten. Hattet ihr ein richtiges Geburtserlebnis, einen ersten Moment, die sofortige Verbundenheit?
Habt ihr Angst vor weiteren Kaiserschnitten?
Wie geht ihr damit um?

Vielen Dank für lesen, Ich hoffe auf viele Antworten


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19 Antworten (neue Antworten zuerst)

19 Antwort
Hallo, ihr lieben, vielen dank für die vielen Antworten. Jetzt weiß ich das es mir nicht allein so geht. Nach meinem großen war soweit ja noch alles okay. aber der zweite hat mich schon traumatisiert irgendwie. Ich hatte ja nach dem ersten noch die Hoffnung, das es einmal besser werden könnte und eine zweite Geburt schöner sein könnte. Diesmal weiß ich: Zweimal scheiße und jedes weitere Kind wird ein geplanter KS. Ich weiß, das ich mir eine Klinik aussuchen werde, die es so macht wie ich es will. Ich werde mir meine dritte Geburt nicht auch noch versauen lassen, und wenn ich dafür 100 km fahren muss. Das habe ich mir schon vorgenommen. @strangi: Wie ist es gelaufen? Ich hoffe es war alles so wie du es dir gewünscht hast!
lolora
lolora | 04.11.2014
18 Antwort
Hm, der schlimmste KS war für mich der von meiner Grossen. Muttermund auf, Kind wollt net raus, auch die Herztöne gingen immer weiter runter. Innerhalb weniger Minuten wurde Entschieden Notks. Also ich rein, zack Kind da. Mann heulend vor OP, weil er angst hatte. Als ich raus kam vom op und meine Maus das erste mal sah, war ich noch ganz benommen, ging dann aber wieder. Aber ich hatte Probleme, im Krankenhaus hiesse es, hm ok, Wunde ein wenig wässrig, aber keine Bedenken darf heim. Ich heim keine 2 Tage später wieder drin, entzündete Narbe, bzw innen hatte sich alles entzündet, blutig. würde täglich gespült die Wunde. Leicht war es nicht für mich anfangs. aber es ging dann mit der Zeit. KS nummer 2 war einfach klasse. War geplant, diesmal direkt Antibiotikum damit sich nichts entzündet, super OP Team, Schwestern und alles andere auch. Da ich so schiss vor der PDA hatte, warteten sie sogar bis mein Mann bei mir drin war um sie mir zu legen. Im Dezember wird KS Nummer 3 durchgeführt und ich hab echt bammel davor. Aber nicht vor der Op selber sondern von der Narkose legen, hab so angst vor Spritzen und Nadeln. Aber Probleme meine Kinder anzunehmen hatte ich nie.
JACQUI85
JACQUI85 | 19.10.2014
17 Antwort
Mein erster not ks war wegen gebaermutterentzuendung nach 14 stunden unaufhaltsamer wehen in der 29. Ssw.Die aerzte hielten mich im daemmerzustand. Ich wachte nur gelegentlich auf. Mein kind wurde gleich nach geburt wiederbelebt und dann unter beatmung verlegt. Wir wussten erstmal ne weile nicht, ob sie ueberhaupt ueberlebt hat. Erst 36 stunden nach geburt wurde ich auch verlegt und konnte sie das erste mal im brutkasten sehen. Es war grauenvoll und ich brauchte monate mich daran zu gewoehnen, dass sie mein kind ist. Dazu entzuendete sich mein ks, platzte auf und brauchte 5 monate, um zuzuwachsen. Trotzdem hatte ich auch danach massive schmerzen am ks. Der zweite not ks wurde noetig, weil meine gebaermutter beim wehentest gerissen ist. Ich verweigerte die vollnarkose und bekam eine spinale. Ich hoerte mein kind schreien und das gelaechter, weil er nachm ersten schrei erstmal in die runde grinste. Ich hatte ihn nachm zunaehen im aufwachraum gleich im arm und gab ihn nichtmehr her. Ich hatte sofort eine verbindung zu meinem sohn und er war auch extrem unkompliziert. Trank seine flasche fix ohne probleme und schlief die meiste zeit am anfang. Das war noch mein schoenster ks. der dritte ks war dann auch noetig wegen der vorgeschcihte und da lief wieder alles schief. Ich bekam innere blutungen und musste erneut operiert werden. Weitere 1, 5 jahre kaempfte ich mit den folgen des ks, musste monatelang antibiotika nehmen wegen der entzuendungen und eisen, weil der eisenwert im keller war. Ich muss hormone nehmen gegen die endometriose und tabletten gegen den bluthochdruck, der sich wohl durch die massiven komplikationen entwickelt hat. im nachhinein betrachtet ist es zwar sehr traurig, dass ich meine kinder nicht spontan zur welt bringen konnte, doch ich bin sehr sehr froh, dass sie angesichts der umstaende alle 3 gesund sind und noch eine mama haben, die sie aufwachsen sehen kann.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 19.10.2014
16 Antwort
@Tine2904 Leider gab es bei mir nur diese Möglichkeit, da die Werte zu schlecht waren und die Plazenta verdrohte zu versagen. Zudem stellte man fest, dass die Nabelschnur um den Hals lag und das recht eng :( Auf jeden Fall drücke ich allen, die hier spontan entbinden möchten, ganz fest die Daumen, dass es auch klappt :)
xxWillowXx
xxWillowXx | 18.10.2014
15 Antwort
@ Andrea, das ist ja auch eine wirklich harte Story und ich kann es so gut nachvollziehen. Das man total auf die Aussage der Ärzte vertraut, sollte einem eigentlich nicht zum Verhängnis werden. Aber was ich schon alles gehört habe, warum Frauen KS machten MÜSSEN ist wirklich unfassbar und macht mich so wütend. Hoffentlich können wir alle hier ein bisschen helfen, den Frauen mehr Selbstbewusstsein zu schenken, auf sich und ihren Körper zu hören. Und ich kann auch nur allen raten, sich schon vor der Geburt an eine Hebamme zu wenden. Denn Hebammen sind Helfer für eine natürliche Geburt und würden ohne medizinische Indikation nie wegen Geld oder der Einfachheit halber zu einem KS raten. Zumindest ist das meine Erfahrung. Wir sind dafür gemacht, Kinder spontan zu entbinden und sollten froh sein, dass es den KS gibt um schlimme Folgen zu verhindern. Aber es sollte niemals einer spontanen Geburt vorgezogen werden. Ich hoffe sehr, dass euer nächstes Geburtserlebnis dieses Wunder zulässt.
Tine2904
Tine2904 | 18.10.2014
14 Antwort
@Strangi Ich wünsche Dir alles Gute für die anstehende Geburt. Hab Vertrauen in Dich und höre auf das, was Dein Bauch Dir sagt.
andrea251079
andrea251079 | 18.10.2014
13 Antwort
Ich kann leider auch nur von einer Horror-Story berichten. Wegen einem auffälligen CTG musste ich abends in die Klinik, nochmal ein CTG schreiben lassen. Das war dann in Ordnung, aber beim Ultraschall meinte die Ärztin, mein Baby wäre viel zu groß und man müsse einleiten, damit ich normal entbinden kann. Also ließ ich mich, unaufgeklärt und uninformiert, wie ich war, darauf ein. Da war ich SSW 38+4. Ich blieb über Nacht und am nächsten Tag begann die Einleitung mit dem Gel. Ich wusste nicht, dass die Babys nicht kommen, wenn sie nicht bereit sind. Ich wurde jeden Tag aufs Neue eingeleitet. Am 5. Tag sprang die Fruchtblase. Leider konnte mein Körper dann keine eigenen Wehen produzieren. Vermutlich eine Wehenschwäche, denn ich hatte die 5 Tage täglich ca. 10h Wehen. Man nutzte die 72h, die eine Schwangere mit offener Fruchtblase zubringen kann und leitete weiter ein. Am 8. Tag kam ich dann an den Wehentropf. Der wurde irgendwann bis zum Anschlag aufgedreht, weil sich hier zunächst auch nichts tat, bzw. mein Körper gar nicht mehr darauf ansprang. Dann hatte ich 7h unvorstellbare, schreckliche Wehen. Die Abstände zwischen den Wehen waren max. 1.5 Minuten, meist weniger. Ich konnte da gar nichts mehr veratmen. Muttermund-Befund nach 7h: Mit etwas Glück und Auge zudrücken 1.5cm. Das Resultat von 8 Horrortagen und 7 schrecklichen Stunden. Die Herztöne gingen mittlerweile auch immer weiter runter und dann kam es zum Not-Kaiserschnitt. Das Anästhesisten-Team war wirklich sehr nett und kümmerte sich rührend, denn ich hatte panische Angst. Mein Sohn wurde mir kurz gezeigt und während er gewaschen, gemessen und gewogen wurde, wurde ich zugenäht. Ich empfand ihn ein wenig fremdartig, allerdings nur in der ersten Stunde. Danach liebte ich ihn einfach nur abgöttisch und mit jedem Tag etwas mehr. Er war und ist bis heute ein Schreikind. Ich bin überzeugt, dass er unter einem Geburtstrauma litt, sich bestimmte Verhaltensweisen angeeignet hat und diese bis heute fortsetzt. Ich mache mir bis heute Vorwürfe, eben weil mein Zwerg sich nicht altersgerecht entwickelt. Und ich fühle mich um das Geburtserlebnis betrogen - ebenso, wie mein Zwerg das wohl tut. Ich bin nun wieder schwanger - in der 25. Woche. Ich habe mir fest vorgenommen, mir diesmal von niemandem reinreden zu lassen. Ich habe eine Hebamme, die mir den Rücken stärkt. Ich bin besser informiert und ich werde dieses Mal nicht zulassen, dass mir irgendein Arzt reinredet, der wahrscheinlich darauf achten muss, dass die Klinik ausreichend Geld verdient.
andrea251079
andrea251079 | 18.10.2014
12 Antwort
Ich hatte eineine leichte Praeklampsie und sollte deshalb eingeleitet werden. Bekam aber gleichzeitig einen 24 Std Trip mit Magnesium wegen dem hohen Blutdruck. 9 Tage wurde zwei mal täglich mit Gel eingeleitet. Keine einzige Wehe, aber es wurde auch nichts an dem Prozedere geändert. Es war das erste handelt ich hab denen blind vertraut. Nach 2 Wochen KH wollte ich nicht mehr. Meine Maus war auch eine BEL aber ich wollte so gerne natürlich entbinden. Naja, hab mich dann zum KS überreden lassen. Der KS selbst war ok, Team war nett. Aber als mir dann meine Tochter an die Backe gehalten wurde, war meine Gedanke: nehmt sie weg, ich kann das jetzt nicht. Das war furchtbar, mein erster Gedanke an meine Kind und dann so ein schrecklicher. Ganz davon zu schweigen, dass ich mich als Versagerin gefühlt habe. Ich hatte sehr lange damit zu kämpfen, hab viel mit meiner späteren Hebi drüber gesprochen und meinen Sohn 2, 5 Jahre später normal entbunden. Wobei ich hier bei ET+9 dann einen Wehencocktail getrunken habe. Ging dann auch bilderbuchmäßig voran. Jetzt beim dritten wünsche ich mir, dass ALLES ganz natürlich klappt. @Strangi: bleib stark und höre nicht auf die Ärzte, wenn die einen KS machen wollen ohne das es absolut notwendig ist. Lass dich jetzt schon von deiner Hebamme betreuen, dann bist du in Guten Händen. Man kann sehr wohl lange über ET gehen!!! @lolora: bei dir scheint so einiges im Argen zu sein. Empfehle dir dringend, Sir professionelle Hilfe zu holen. Wie in der anderen Frage schon gesagt, wende dich ruhig erst an deine Hebi. Das wird schon!!! Alles Gute
Tine2904
Tine2904 | 18.10.2014
11 Antwort
Meine Kids kamen beide per Kaiserschnitt. Bei dem großen war es eine Not-OP mitten in der Nacht, und ich war in Vollnarkose da für die PDA keine Zeit mehr war. Ich war 1, 5 Tage über ET ... hatte keine Wehen ... aber mir und dem Zwerg ging es richtig schlecht. Ich war total unterzuckert und mein Blutdruck war mit 80/40 total im Keller, die Ärzte und Hebammen wollten erst versuchen mich soweit zu stabilisieren damit am nächsten Morgen die Geburt eingeleitet werden kann... aber seine Herztöne spielten verrückt ... die lagen teilweise bei knapp 80 - 90 Schläge die Minute. Also viel zu gering. Nachts um 0:30 Uhr wurde er dann geholt. Richtig gesehen hab ich ihn dann auch erst als ich aus der Narkose aufwacht ... so in etwa drei - vier Stunden später. Aber die Liebe zu ihm war sofort da ... Bei meiner Püppi war es ein geplanter KS. Sie lag in Steißlage und da der erste KS gerade mal 19 Monate her war wollten die Ärzte kein Risiko eingehen. Ich hätte zwar versuchen lassen können sie zu drehen um dann natürlich zu entbinden ... aber auch mir waren die Risiken zu hoch ... Ich musste ja schließlich auch an meinen Sohn denken und daran das mich zwei Kinder dann brauchen. Das Risiko das die KS-Narbe reißt und es zu inneren Blutungen kommt ist halt bei so etwas nicht außer acht zu lassen. Diesmal hatte ich dann aber ne PDA und habe meine Maus gleich nach der Entbindung gesehen. Allerdings kann ich nicht sagen das die KS-Entbindungen für mich besonders Traumatisch waren ... sie waren medizinisch Notwendig um in erster Linie das Leben meiner Kinder zu retten. Natürlich hatte ich gehofft normal entbinden zu können ... aber deswegen fühle ich mich jetzt nicht als eine schlechtere Mutter oder Liebe meine Kinder weniger. Auch unsere Bindung ist sehr intensiv ...
Cleopatra1980
Cleopatra1980 | 18.10.2014
10 Antwort
also ich hatte 2 kaiserschnitte, der erste war net not op während der normalen geburt und der 2te war aufgrund dessen geplant und ich muß sagen würden wir uns doch für ein drittes kind entscheiden wäre es auch wenn es anders gehen würde wieder einer....die erste geburt hat mir zu viel angst hinterlassen. ich hatte bei beiden auch erst nach tagen diese wirkliche bindung aber das empfand ich jetzt nicht als wirklich schlimm, die ops an sich waren relativ ok, ich konnte beide ärzte nicht wirklich ab weil sie recht unfreundlich waren aber ok, man hat ja nicht lange mit ihnen zu tun :-)
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 18.10.2014
9 Antwort
@strangi ich hoffe diesmal läuft alles glatt. ich wünsche es dir. für mich klingt es so als wäre es jeden moment soweit. ich drücke dir ganz doll die daumen und wünsche dir eine schöne geburt. :)
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 18.10.2014
8 Antwort
sie ist jetzt fest im Becken. heute nacht hatte ich eine leichte Schmierblutung , muttermund ist weich und 1 cm geöffnet ...es passiert also schon etwas ... ich hoffe nur die ärzte pfuschen da nicht wieder rein ... Hoffe die Versorgung bleibt noch so lange gut aufrecht wie sie braucht zu kommen ... ich hoffe ich kann dieses Kämpfen durchstehen trotz möglicher Kritiken seitens der Ärzte ... ich hoffe ich entscheide mich richtig ... und ich hoffe es wird alles gut .. und bis dahin werde ich mich mehr mit schönen Dingen beschäftigen, der kleinen Maus und mir bis dahin eine halbwegs stressfreie Zeit bescheren ... Mein Körper kann es ja, das merkt man ja nun jetzt ... er und meine kiddies brauchen eben einfach länger. Und ich denke das mir alleine die positiven Erfahrungen bisher , das bewusstwerden des Könnens meines Körpers schon einiges wieder gegeben hat ... Vertrauen ! Meine Mutter hatte mit mir und meinen 2 geschwistern auch nur kaiserschnitter erlebt und mir nach der Geburt meines Sohnes ein Buch geschenkt... "Kaiserschnitt- wenn narben an bauch und seele heilen" Es rührt mich immer wieder wenn ich reinlese und das finde ich gut ... wenn sich etwas rührt dann rührt sich etwas ;) .... Ich weiß dir keinen Rat zu geben , als dich vll einfach bewusst damit auseinander zu setzen , was du ja schon tust, das ist der erste Schritt und der Rest .. der Rest braucht Zeit .. Ich denke alleine wenn man schon merkt man ist nicht alleine mit diesem Gefühl .. das hilft ... auch den Kindern fehlt etwas, das kann auch schneller verbinden . Es wird vll auch immer eine Narbe bleiben .. und so ist es .. Ich wünsch dir Alles Gute und dass du mal mit einem lächelnden und einem weinenden Auge zurück blicken kannst und es auch ok findest darüber auch traurig sein zu dürfen!!!! glg
Strangi
Strangi | 18.10.2014
7 Antwort
ich hatte bei meinem Sohn vor 6 Jahren auch einen Notkaiserschnitt und verstehe sehr gut wie du dich fühlst. Habe mich sehr lange und tw vll noch, als nicht ganz vollwertige Frau/Mutter gefühlt. Für mich hatte ich das natürlichste auf der Welt nicht hinbekommen. Mir und meinem Sohn wurde mit dem Kaiserschnitt und dem ganzen Ablauf dieser etwas genommen, ich finde es grenzt an einer Form von Vergewaltigung. Man hat etwas von außen zerstört, etwas sehr intimes eigentlich, etwas schönes eigentlich, hat man zerstört... Bei meinem Sohn fanden dazu auch nie natürliche Geburtswehen statt...es war von vorne bis hinten nur reingepfuscht worden... das macht es f mich denke ich auch nochmal schlimmer.. es ist so seltsam so Mutter zu werden. Es wurde 2 Tage nach Termin eingeleitet, angeblich wegen zu wenig Fruchtwasser, mittel Gel. Das auch nach 3 Stunden zum wirken anfing...natürlich wie bei Einleitungen fängt das dann nicht langsam an, sondern geht gleihc mit einem WUSCH los...daran musste ich mich erst gewöhnen, dann ging es aber und ich empfand es auch nicht als besonders schmerzhaft od schlimm. Irgendwann meinte die Hebi ich solle schlafen und gab mir ein Schmerzmittel, ich war damals wirklich zu jung um einfach nein zu sagen und habe blind vertraut... das war, denke ich, der Fehler bei Allem. Nach 3 Stunden bin aufgewacht und die wehen hatten inzwischen natürlich aufgehört zu wirken.... also wurde die Fruchtblase aufgestochen und wehenfördernde Mittel gegeben ... und es ging auch wieder voran ...kurz... dann machte mein Sohn bei dem hinundher nicht mehr mit und seine Herztöne fielen in den Keller... Wehenhemmende Mittel! ich zitterte am ganzen Körper und hatte einfach nur Angst ... ich hab das Alles nur noch ab da wie einen Traum in Erinnerung, war geschockt und stand völlig neben mir .. wurde in den Op verfrachtet ... bekam dann kurz mein Kind gezeigt und dann lag ich da ... dann wurde ich in einen komischen Aufwachraum gebracht und lag dann dort ne 3/4 std ca rum ... wozu auch immer... ich hätte mehr dahinter sein müssen!!!! Dann kam mein Sohn .... und ich weiß noch wie sie mit ihm herein kamen.... aber ich empfinde nihcts f diesen Moment ... Alles nur wie ein traum ... Ich habe längere Zeit gebraucht bis ich wirklich begriffen habe dass ich jetzt Mama bin, auch mit dem stillen hat es dann nicht geklappt ... Jetzt bin ich nach 6 Jahren wieder schwanger, 41+1 und habe auch Angst dass es wieder zu einer Einleitung kommt und ich bin mir sicher dass es dann wieder zu einem Kaiserschnitt kommen wird... Hatte tw deswegen wirklich Panik ... Ich versuche jetzt abzuschalten, versuche kommen zu lassen was auch immer kommen mag ... es liegt nicht in meiner Hand... ich bin guter Dinge dass es diesmal natürlich laufen kann, ich werde dafür kämpfen meiner Tochter diese Zeit die sie noch braucht geben zu können ... und es geht voran, diese woche hatte ich Senkwehen,
Strangi
Strangi | 18.10.2014
6 Antwort
ich fühle mich auch um das natürliche geburtserlebenis betrogen und mein ks war noch viel blöder und noch unerwarteter, zumal ich extra eine beleghebamme hatte, die ich privat vorab zahlte, eine ambulante geburt war geplant und ich war komplett alleine, kein partner, keine freunde, keine bezugsperson, nichts, nur meine hebamme und ich. und weil der ks doch etwas dramartisch war, sollte ich zehn tage im kh bleiben. das war mir aber so scheißegal, ich bin am nächsten tag nach hause. es war alles furchtbar. ich habe all das auch nicht verarbeitet und es nagt immernoch an mir. ich bin mir sicher, dass ich auch noch weitere kinder möchte, jedoch möchte ich wieder, so wie du, beim zweiten mal, auch eine normale geburt versuchen. ob es klappt wird sich zeigen. wenn es dich sehr belastet, empfehle ich dir zu einem psychotherapeuten zu gehen, es gibt auch speziell welche für geburtstraumata bei gebärenden. es ist wichtig, dass du das verarbeitest. ich werde das auch bald in angriff nehmen, denn mich belastet es wirklich sehr.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 18.10.2014
5 Antwort
Danke dir
xxWillowXx
xxWillowXx | 17.10.2014
4 Antwort
Ich war vorher schon depressiv, hatte das aber gut im Griff. Depressive Episoden. Irgendwo hab ich mich richtig schlecht gefühlt, die Trauer, die Angst, meinem Sohn nicht gerecht zu werden und irgendwo auch, dass ich ihn vielleicht zu wenig lieb habe und ne schlechte Mama bin, weil ich eben diese Trauer empfand. Über all das wurde in der Therapie gesprochen. Ereignisse aufgearbeitet, familienbegleitende Psychologin, Familienhelferin und alle konnten mich darin bestärken, dass ich meine "Aufgabe" als Mama gut mache und Nichts falsch. Es hat mir die Ängste genommen. War schon ein langer Weg, aber ein hilfreicher und jetzt hab ich die Chance, vllt direkt wieder in ein Familienhelferprogramm zu kommen und das begrüße ich auch sehr. Denn ich habe damit nur gute Erfahrungen gemacht.
xxWillowXx
xxWillowXx | 17.10.2014
3 Antwort
Ich drücke dir ganz fest die Daumen für eine natürliche Geburt!
lolora
lolora | 17.10.2014
2 Antwort
Es verstört einen schon irgendwie, wenn das Geburtserlebnis fehlt. Ohne Wehen ist natürlich auch ziemlich heftig... An die ganzen unterlagen und die Leute und das Chaos erinnere ich mich auch gut. Worum ging es in der Therapie? Habt ihr drüber gesprochen? Wie hat es dir helfen können es zu verarbeiten?
lolora
lolora | 17.10.2014
1 Antwort
Hallo, also ich hatte 2010 meinen Kaiserschnitt. Quasi unvorbereitet. Ich war beim FA zur Kontrolle und dort wurde mir gesagt, dass er einen Termin für den nächsten Tag im KH macht. Das Kind müsse raus - egal wie. Das war 3 Tage vorm ET. Ich konnte nicht schlafen, war tierisch nervös und mir ging es richtig schlecht. Ich hatte bis dato auch keine einzige Wehe - ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass die SS nun zu Ende sein sollte. Also am nächsten Tag mittags ins KH, vormittags lag noch ein anderer Arzttermin an. Viele Unterlagen, Fragen, Chaos. Dann zum Wehenbelastungstest. Tropf, piepende Maschinen mit Monitor. Hebammen rein und raus und ich sollte schauen, ob am Monitor was rot leuchtet. Die Freunde des KV standen da und nur dumme Sprüche. Der Belastungstest fiel schlecht aus, der Tropf wurde eingestellt, Wehenhemmer. KS wurde vorbereitet. In der Zwischenzeit mehr Fragen, Fragebögen, Unterschriften und der KV und die 2 Damen sind Essen gegangen. Da stand ich da und war doch mehr als nur leicht überfordert. Gegen 19 Uhr OP-Vorbereitung. Die Narkoseassistenten waren sehr nett. Die Ärzte eher schweigsam. Ging dann recht schnell. Der erste Schrei, ich durfte meinen Sohn kurz anschauen. Dann wurde er raus gebracht und ich genäht. Schlecht war mir auch, aber von den Antibiotika im Tropf. Die wurden dann abgenommen. Als ich raus kam aus dem OP, waren Alle wieder da und ich durfte meinen Sohn auf den Arm nehmen. War einfach wunderschön *.* Die dummen Kommentare hab ich versucht auszublenden. Nach dem KS ging es mir weniger gut. Körperlich top, psychisch am Ende. So sehr ich meinen Sohn von Anfang an geliebt habe, so sehr vermisste ich aber auch meinen Babybauch. Das Strampeln und Alles, was dazu gehörte. Es ging einfach zu schnell. Später war ich deshalb auch in Therapie und es hat mir sehr geholfen. Jetzt nach 4 Jahren hoffe ich darauf, dass ich spontan entbinden kann. Der FA ist sich noch unsicher, ob es was wird - aber bisher spricht so noch Nichts dagegen. Auch wenn ich Bedenken habe, ich wünsch es mir wirklich.
xxWillowXx
xxWillowXx | 17.10.2014

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