Über den Kaiserschnitt!

Moppelchen71
Moppelchen71
29.05.2012 | 149 Antworten
Da es wieder öfter Diskussionen zum Kaiserschnitt gibt, möchte ich ein paar Fakten ansprechen, die vor allem in der Fraktion der Befürworter des Wunschkaiserschnitts selten bis nie genannt werden.

Mittlerweile wird in den westlichen Ländern bereits jedes 3. Kind mit KS entbunden, wobei eine medizinische Notwendigkeit lediglich bei 10% der vorgenommenen Schnittgeburten vorliegt. 90% sind absolut vermeidbar!
Gründe für nicht notwendige Kaiserschnitte sind allerdings nicht nur bei den Müttern zu suchen (Wunschkaiserschnitte, die von den Müttern ausgehen, liegen lediglich etwa bei 3%), die oft aus Angst vor einer spontanen Entbindung die Entscheidung zum KS treffen, sondern häufig vor allem Entscheidungen der Ärzte.
Diese KÖNNEN darin ruhen, dass möglichst alle Risiken der normalen Geburt ausgeschlossen werden sollen, obwohl die Wahrscheinlichkeit einer Gebärmutterruptur unter der spontanen Entbindung bei einer Schnittentbindung lediglich bei etwa 0, 6% (also 1:1500 Geburten insgesamt, unabhängig ob ein KS vorangegangen ist) liegt.
Dabei wird den Schwangeren meist nicht mitgeteilt, dass für die Mütter selbst das Risiko, bei einem Kaiserschnitt zu sterben, dreimal höher ist, als bei der spontanen Entbindung zu sterben. Das Risiko, beim KS zu versterben, liegt heute bei 0, 004%, während das Risiko, bei der normalen Geburt zu sterben lediglich etwa bei 0, 001% liegt.

Nicht ungeachtet zu lassen ist auch die Tatsache, dass viele Entbindungskliniken, durch Reformen in der Gesundheitspolitik, um ihre Existenz kämpfen müssen und daher der KS definitiv lukrativer für die Klinik bleibt.
Man berät heute Frauen kaum noch zur normalen Geburt hin tendierend, sondern nimmt ihre Ängste oft fast wohlwollend hin, wenn sie den Wunsch zum KS ansprechen. Dabei könnte die Kaiserschnittquote allein schon durch einfühlsame Beratung deutlich gesenkt werden.
Sagt ein Arzt im Beratungsgespräch, dass er persönlich zum KS raten würde, um alle möglichen Risiken auszuschließen, versteht die Mutter in ihrer Sorge nur, dass der Wunsch zu einer normalen Geburt eventuell ein großes Risiko für sie und das Kind bergen würde. Somit zielt man häufig fast manipulativ auf die Psyche der Schwangeren ab, die für ihr Kind nur das Beste will.

Frauen hatten, bis Ende des 19. Jahrhunderts, beim Kaiserschnitt kaum eine Überlebenschance!
Sie starben an den Folgen des KS, wodurch die Sectio fast ausschließlich nur dann angewendet wurde, wenn das Überleben der Mutter sowieso kaum bis nicht mehr gewährleistet werden konnte.
Die ersten „Erfolge“, die ein Überleben der Mütter sicherten, waren mit einer kompletten Entfernung des Uterus verbunden.
Diese Tatsachen werden Frauen jedoch heute kaum mehr vermittelt. Im Gegenteil, der KS wird weiterhin unter dem Pseudonym „sichere Geburt“ gehandelt, wenn es um Beratung zur Entbindung geht.

Der Eingriff selbst, ist mit einer Betäubung als Peridualanästhesie oder Vollnarkose verbunden. Betrachtet man die möglichen Risiken beider Betäubungsmöglichkeiten, erkennt man schnell, dass allein hierbei schon nicht unbeträchtliche Gefahren für langfristige, irreparable oder sogar tödliche Schädigungen gegeben sein KÖNNEN.
Es wird durch mehrere Gewebe- und Muskelschichten, sowie die Gebärmutterwand selbst geschnitten, was wiederum Wundheilungsstörungen nach sich ziehen kann.
Blutungen müssen gestillt werden und Gewebe vernäht werden. Häufig sind Drainagen zum Abfließen von Wundsekreten nötig. Zu den nicht geplanten, aber MÖGLICHEN Risiken während des Eingriffs, zählen Schnittverletzungen an Blutgefäßen, Harnblase, Organen, Nerven, aber auch am Kind selbst.

Sicherlich ist der KS heute nicht mehr mit einer Sectio vor einigen Jahrzehnten vergleichbar, jedoch sollte niemand vergessen, dass es sich um ein recht großes Operationsfeld handelt. Je größer das Operationsfels, je größer auch die möglichen Risiken, die in der Abheilungsphase auftreten KÖNNEN. Dabei zählen nicht nur Entzündungen oder gar Vereiterungen, sondern auch Verwachsungen, die sich auf die Gebärmutter, Gewebe, Muskulatur, aber auch Darm und Organe beziehen.
Bei späteren Schwangerschaften kann es zu Lageanomalien der Plazenta oder auch Ablösungsproblemen der selben kommen, da das vernarbte Gewebe der Gebärmutter eventuell eine korrekte Anlage der Plazenta nicht mehr gewährleisten kann.

Kinder, die mit Kaiserschnitt geboren werden, leiden weit häufiger unter Atemdepressionen, als Kinder, die spontan entbunden wurden. Es ist nachgewiesen, dass Kinder aus KS wesentlich häufiger unter Anpassungsproblemen nach der Geburt leiden. Ihnen fehlen wichtige biochemische Vorgänge, denen sie nur unter einer normalen Entbindung ausgesetzt werden können. Auch Spätfolgen der KS-Entbindung sind bei Kindern weit häufiger nachzuweisen. Dazu zählt nicht zuletzt das KISS-Syndrom, welches manche Kinder ein Leben lang schmerzhaft begleiten kann.
Neben all den körperlichen Risiken, ist noch nicht die Psyche mit einbezogen. Viele Mütter leiden nach einer Entbindung per Sectio an dem Gefühl, „versagt“ zu haben. Auch stellt sich manchmal die Mutter-Kind-Beziehung etwas verzögert ein. Es KANN also notwendig werden, nach dem KS eine einfühlsame psychologische Betreuung über Hebamme oder Arzt in Anspruch zu nehmen, um eben die negativen Gefühle zu eliminieren.

Trotz all dieser Fakten und Tatsachen, wird jedoch weiterhin oft primär die Beratung zum KS vorgenommen. Man suggeriert Schwangeren, ein geringeres Risiko, in dem man Risiken einer spontanen Entbindung pauschal betont und die Risiken des KS herunterspielt oder teilweise gar nicht erst nennt.
Dabei sollte jeder Schwangeren bewusst gemacht werden, dass ein Kaiserschnitt vor allem dann Sinn macht, wenn durch eine spontane Entbindung das Leben von Mutter und/oder Kind direkt in Gefahr ist. Dann und NUR DANN, sollte der KS als sicherere Geburtsart überhaupt in Erwägung gezogen werden, da dann die Risiken des KS geringer sind, als die Gefahren, die in dem Einzelfall bei der spontanen Entbindung bestehen.
Trotzdem lassen sich Schwangere immer wieder allein durch ein minimales und theoretisches Risiko vorschnell in einen KS drängen, ohne dass es zumindest deutliche Hinweise auf eine tatsächliche Gefahr für Mutter und/oder Kind gibt.

Mag sich jeder eine eigene Meinung bilden. Ich persönlich jedoch habe mich mit all dem inzwischen sehr auseinander gesetzt und Dinge erfahren, die mir zuvor nicht bewusst waren. Zwei meiner sechs Kinder wurden ebenfalls mit Kaiserschnitt geboren. Es bestand tatsächlich vorhandene Lebensgefahr und kein theoretisches Risiko. Anders hätte ich den Kaiserschnitten auch nicht zugestimmt, denn dafür wären mir die Gefahren zu groß gewesen. Natürlich hatte ich auch manches Mal Angst vor einer Entbindung, aber diese Angst war nicht groß genug, um mein Kind oder mich UNNÖTIG in Gefahr zu bringen. Denn das hätte ich, wenn ich ohne wirkliche Notwendigkeit den Wunsch zum KS der normalen Geburt vorgezogen hätte.
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149 Antwort
Wow... Einfach Wow für diese Einstellung Sternstunden. Sowas Egoistisches habe ich lange nicht mehr lesen müssen. :) Wieso holst du dir nicht gleich eine Leihmutter, Sternstunden? Wäre doch direkt viel praktischer... Warum adoptierst du kein Kind? Das sind die typischen Modemütter, die alles zu ihrer Zufriedenheit einrichten. Alles planen und so legen, wie es ihnen passt und der Geburt einen wichtigen Teil der Natürlichkeit nehmen und zwar auf Kosten des Babys.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 02.06.2012
148 Antwort
@09mama Ich werde mir von DIR ganz sicher in meinen eigenen Fragen/Beiträgen nicht den Mund verbieten lassen. Wenn Du eine andere Meinung hast, ist das OK, aber so wie Du Deine Meinung hast, habe ich meine und das Recht, sie zu vertreten. Vor allem dann, wenn diese auf nachweisbaren Fakten basiert und, wie Du hier verfolgen kannst, auch von einer langjährig als Hebamme praktizierenden Mami bestätigt wird. Das hat dann nichts mehr nur mit letztem Wort haben wollen zu tun, sondern einfach auch mit dem Recht, die Wahrheit sagen zu dürfen oder Fragen zu Beweggründen zu stellen. Wenn Dir das nicht gefällt, überlies es einfach und verschließe eben die Augen vor den Fakten, um eine Gefährdung zu rechtfertigen, bei der Mütter in anderen Fällen hier zerrissen werden würden, weil ihnen die Gesundheit ihrer Kinder nicht wichtig genug erscheint. Der KS soll Leben retten, wenn dies gefährdet ist. Es setzt aber eine mögliche Lebensgefahr voraus, um die möglichen Risiken des KS gegenüber den eventuellen Gefahren der spontanen Entbindung als geringer einstufen zu können. Wie Du es für Dich drehst und wendest und dabei auf das Selbstbestimmungsrecht der Frau pochst, wirst Du die Tatsachen dabei nicht ändern. In meinen Augen dient in DIESEM Fall das Selbstbestimmungsrecht eher der Ausrede, um bewusst eingegangene und für das Kind unnötige Risiken schön zu reden. DAS ist für MICH basta!
Moppelchen71
Moppelchen71 | 02.06.2012
147 Antwort
@moppelchen71 du weißt auch immer noch was zum guten schluss...überlasse es doch einfach jeder frau selbst und misch dich nicht in die gefühlswelt anderer ein...so aus ende basta
09mama
09mama | 01.06.2012
146 Antwort
@09mama Wenn eine Mutter 20m von einer Fußgängerbrücke eine sehr viel befahrene Straße mit Kinderwagen und Kleinkind an der Hand überquert und dabei das Risiko eingeht, eher die Kinder in Gefahr zu bringen, egal wie gut sie auf den Verkehr achtet, ist es dann auch ihr gutes Recht, sich für den gefährlicheren Übergang zu entscheiden, wo sie doch nur ein paar Schritte mehr gehen müsste und die Kinder sicherer über die Straße bringen könnte?
Moppelchen71
Moppelchen71 | 31.05.2012
145 Antwort
ich denke, dass jede frau weiterhin selbst entscheiden dürfen sollte wie sie IHR Kind zur Welt bringt und nicht vorgeschrieben bekommt wie sie es machen sollte. Die eine macht WKS die andre entbindet spontan. Im Endeffekt ist das Ziel das Gleiche: Man ist Mama und man hat ein Baby. Jede Frau sollte, dass mit sich selbst ausmachen...Auch Frauen mit WKS oder ks sind wertvolle Mütter...
09mama
09mama | 31.05.2012
144 Antwort
@Sternstunden Dann gib Dir und vor allem einem eventuellen 2. Kind mal die Chance das zu erleben, was Du aus Unwissenheit darstellst, wie ein blankes Horrorerlebnis. Nimm notfalls eine PDA oder halte Dir die Option offen. Ich versichere Dir, unter geburt wirst Du all Deine Bedenken gar nicht mehr haben. Du wirst innerlich so konzentriert sein, Leben zu schenken und auch den Schmerz als wichtig empfinden. Ich hatte 2 KS und 4 normale Geburten. Selbst die eine spontane Geburt, die 40 Stunden Wehen und Saugglocke mit sich brachte, war im Vergleich zum KS ein schönes Erlebnis, denn ich hatte selbst Leben schenken können, meine Kraft war Teil der Geburt und der Rausch der Endorphine nachdem das Kind da ist, lässt sich mit nichts auf der Welt vergleichen. Macht Geburt nicht immer zu einem medizinischem Drahtseilakt. Die Natur hat uns dafür ausgelegt, ein Kind gebären zu können. Nehmt Euch selbst und Euren Kindern die Chance nicht!
Moppelchen71
Moppelchen71 | 31.05.2012
143 Antwort
@Moppelchen71 naja, ich hab ja schon auch genug freundinnen die mir auch ins gewissen geredet haben, weil die selber die natürliche geburt einfach als was sehr schönes empfunden haben und auch der meinung waren oder sind das ich etwas sehr schönes verpasst habe. und mit sicherheit hab ich mich mit der natürlichen geburt nicht in dem ausmaß befasst wie ich es mit dem ks getan habe, da mag ich dir nicht wiedersprechen, aber auch in den momenten in denen ich an meiner entscheidung gezweifelt hab konnte ich mir die natürliche geburt einfach nicht vorstellen. vorallem nicht als was schönes. mein empfinden ist da eben ein ganz anderes.
Sternstunden
Sternstunden | 31.05.2012
142 Antwort
@Sternstunden wenn das kind es garnicht merkt obs der falsche weg war, frag ich mich nur warum ks kinder öfters anpassungschwierigkeiten haben , abgesaugt werden müssen öfter auf intensiv liegen ect.. ich bin der meinung das ein ks nur die letzte lösung sein sollte. gegen die wehenschmerzen gibt es heut zu tage so viel . ich käme garnicht auf die idee nen wks machen zu lassen im gegenteil.
pobatz
pobatz | 31.05.2012
141 Antwort
@Sternstunden Ich habe hier bei uns schon des öffteren gehört, dass WKS abgelehnt worden sind.Ich finde es ehrlich gesagt auch nicht richtig, dass eine Klinik sich ohne Gründe darauf einlässt.Wie gesagt, ich bin froh, dass es die Option gibt, aber doch nicht für jeden.Vorallem finde ich es nicht richtig, dass Ärzte irgendeine Indikation an den Haaren herbei ziehen, nur damit die KK bezahlt, genau aus solchen Gründen müssen wir immer höhere Zusatzbeiträge bezahlen, immermehr Behandlungen werden von den KK schlichtweg garnichtmehr übernommen, weil Ärzte es Jahrelang ausgenutzt haben, dass die Kassen ohne wenn und aber bezahlt haben.Und auch die Hebammen werden unter diesem "Trend" leiden. Wiegesagt, ich bin froh, dass es diese Option gibt, aber bitte nur für Frauen, die auch wirklich einen Grund haben. @Moppelchen:Übrigens Danke nochmal für den Beitrag, hab einiges über den WKS erfahren, dass ich vorher nicht wusste. LG
Lia23
Lia23 | 31.05.2012
140 Antwort
@Sternstunden Ich will Dir nicht zu nahe treten, aber für mich klingt es so, dass Du Dich niemals wirklich mit einer normalenm Entbindung und ihren Vorzügen und WICHTIGEN Prozessen für das Kind auseinander gesetzt hast. Es hört sich an, als wärest Du von Anfang an so auf die Sectio fokussiert gewesen, dass Du Dir die spontane Geburt noch schlechter geredet hast, bis Du für Dich begründen konntest, wie es am besten passt. Nur leider wird all Dein Begründen nicht die Tatsachen ändern, dass eine spontane Geburt nun einmal das Gesündeste für ein Kind ist. Und mal ehrlich: Ich weiß nicht, was Du Dir unter einer normalen Geburt vorstellst, aber wäre sie SO grauenvoll, hätten wir wohl nur noch 1-Kind-Familien oder ausschließlich Schnittentbindungen.
Moppelchen71
Moppelchen71 | 31.05.2012
139 Antwort
@Lia23 nein, natürlich musste ich dafür nicht bezahlen! die klinken sind doch froh über jede entbindung a) wegen der statistik und b) wegen der kohle. also kriegt die kk halt irgendwas in ihre rechnung geschrieben und in der akte läuft man ja, wie bereits geschrieben wurde, auch nicht als wunschkaiserschnitt. wenn sich rumspricht dass die klinken einen das selber zahlen lassen, laufen denen die entbindungen ja weg. und bei uns ist es garnicht mehr so unüblich, jede klinik bietet das an. werbung macht damit natürlich keiner, aber es wird auch nicht abgelehnt, weil die kliniken eben wissen das die patientin ohne probleme in eine andere klinik gehen kann, wenn sie ihren wks dort nicht bekommt.
Sternstunden
Sternstunden | 31.05.2012
138 Antwort
einfach mal so getroffen, sondern mir gedanken darüber gemacht und mich bewusst mit allen möglichen risiken auseinandergesetzt. aber es wäre für mich im leben keine option gewesen mich vllt stundenlang mit wehen zu quälen um letztendlich doch mit einem nks entbinden zu müssen, weil es dann doch nicht ging, dann hätte ich mein kind doch wesentlich mehr in gefahr gebracht und ihm auch mehr zugemutet. so ein säugling weiß doch in dem moment in dem er auf die welt kommt nicht ob das jetzt der richtige oder der falsche weg war. das kleine kommt doch selber auch in eine neue, unbekannte situation und da zählt dann, dass jmd da ist der es hält und für es da ist. und da gab es bei uns keinen unterschied zur normalen entbindung, ich war direkt nach dem holen für mein baby da! und das ist das was für mich zählt!
Sternstunden
Sternstunden | 31.05.2012
137 Antwort
@Moppelchen71 naja, für mich stand immer fest, dass ich schon gerne kinder hätte, aber so lange die sache mit der geburt ist, keine haben werde! da ich aber seit ein paar jahren aus gesundheitlichen gründen auf hormone bei der verhütung verzichten muss haben wir eben mit weniger sicheren methoden verhütet. und eine abtreibung kam für uns noch weniger in frage. aber ich seh' auch keine gefährdung für mein kind, weil ich geplant einen termin hatte, im op war entspannte stimmung und es gab absolut keinen anlass zur eile. das risiko ist also im vergleich zum NKS um ein wesentliches reduziert! und was les ich in letzter zeit von frauen mit normaler entbindung die zum osteopathen rennen weil ihre kinder beschwerden von der geburt haben und die werden dann mit fragwürdigen pflanzlichen mittelchen vollgestopft. das findest du ernsthaft besser? mein kleiner war 11 tage vor ET, er ist topfit und liegt mit der entwicklung absolut in der zeit. ich hab diese entscheidung ja nicht aus spaß...
Sternstunden
Sternstunden | 31.05.2012
136 Antwort
@Heviane: 7.50 € Stundenlohn, dafür, dass Du für die Frauen täglich in Bereitschaft bist? Dafür, dass Du hilfst, einem neuen Erdenbürger den Weg in diese Welt zu zeigen? Ganz zu schweigen vom seelischen Beistand etc. Das ist echt arm :( Dein Vorschlag gefällt mir. Puh, was meinst Du, was dann los wäre? Die Kliniken würden Zeter und Mordio schreien. Heutzutage müssten die Frauen viel mehr bestärkt werden, das Kind auf normalem Weg auf die Welt zu bringen. Kaiserschnitte sollten ausschließlich Notfällen vorbehalten sein. Leider kehrt sich das Ganze gerade ins Gegenteil. Es gibt sicher auch viele Frauen, die eine Hebamme für unnötig erachten. Ich hatte eine Hebamme und würde mir immer wieder eine nehmen. Unsere Hebamme hat uns Frauen immer wieder bestärkt, spontan zu entbinden und z. B. auch zu stillen. Damit konnte sie eine Schwangere aus unserem Kurs bekehren. Das fand ich gut.Schade, dass das so schlecht entlohnt wird!
andrea251079
andrea251079 | 30.05.2012
135 Antwort
@Moppelchen71 Meine Kolleginnen aus der Klinik habe jetzt angefangen die Bemerkung " elektive Sectio" ins Geburtenbuch zu schreiben! Das ist in der fachsprache ein WKS! Ich glaube, der Chef hats noch nicht gesehen!
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 30.05.2012
134 Antwort
Die Klinik bekommt für einen KS zwischen 2500€ und 5000€ für eine spontane gesunde Geburt, bei einer Verweildauer von mind. 48 Stunden, etwa 1800€ So, ich hätte dann mal folgende Idee! Jede Frau, die sich eine freiberufliche Haus/oder Beleghebamme sucht, gesund von dieser durch die Schwangerschaft und die Geburt begleitet wird, bekommt für die ganzen Monate der rund um Betreuung mit Rufbereitschaft, einschließlich gesunder Geburt und Wochenbett 3000€ Pauschalbetrag! Die Frau ist unverletzt, das Kind hat den gesündesten Start bekommen. Wenn die Klinik einen geplanten Ks ohne nachweisliche echte medizinische Indikation macht, dann gibt es dafür weniger als bei der sponntanen Entbindung! Was für Aufschrei ginge durch die Ärzteschaft! Ich hätte Spass! Und...wieder Freude und Energie für meinen Beruf der mit 7, 50€ Bruttostundenlohn von den Krankenkassen, die im letzten Jahr 20 Milard. Gewinn erwirtschaftet haben, fürstlich entlohnt wird *Sarkasmus aus*
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 30.05.2012
133 Antwort
@Lia23 Gina hat recht. Es würde doch niemand das Ganze WKS nennen! Da gibt es sooooo viele Gründe, die man angeben kann.. Zwei Ärzte haben mir selbst gesagt, dass sollte ich einen KS wünschen, ich mich entspannt zurücklehnen könnten, denn Begründungen gäbe es immer.
Moppelchen71
Moppelchen71 | 30.05.2012
132 Antwort
@Lia23 nen richtigen wks gibt es hier in deutschland eigentlich gar nich...wenn doch, müssten nämlich die frauen selber bezahlen..und das tut keine..zumindest hab ich noch nie eine oder von einer gehört die ihren "wks" selbst zahlen musste... kriegst vom doc nen überweisungsschein ins kh..da steht nummer xy als grund für nen ks drin und schwups zahlts die kasse...ergo, kein wks, sondern n ks mit irgendnem med. grund der dafür hergenommen wird.. mir is es egal was andere machen..n ks kam und kommt für mich nie in frage..wenn andere sich gerne aufschneiden lassen wollen..bitte..
gina87
gina87 | 30.05.2012
131 Antwort
..wie Möglich zu haben.Da wird die Geburt so geplant, wie man es terminlich am besten einrichten kann und das finde auch ich dann zum denn genau wegen solchen Frauen müssen sich Frauen wie ich dann rechtfertigen..... Die Klinik hat doch sicher ne Menge negativ Schlagzeilen mit der Aktion gemacht, oder? LG
Lia23
Lia23 | 30.05.2012
130 Antwort
@Moppelchen71 Nein mit Plakaten haben dir für WKS geworben?????Das nimmt ja schon Formen wie in den USA an, oder die Option einen KS zwar im Hinterkopf zu behalten, aber es doch spontan zu versuchen. Aber das ist dann rein wirtschaftliches Denken der Kliniken, für einen KS bekommt die Klinik zwar angeblich genau so viel, wie für eine spontan Geburt, aber bei einer spontanen kann man nicht so Planen, wie bei einem geplanten KS.Aber unserer Gesellschaft schreit ja förmlich danach, es so bequem..
Lia23
Lia23 | 30.05.2012

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