Fruchtbare Tage: Wann?

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Die fruchtbaren Tage berechnen.
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Die fruchtbaren Tage berechnen.

Wer einen Kinderwunsch hat, für den ist es unglaublich wichtig herauszufinden, wann die fruchtbaren Tage im Monat sind, denn eine Frau kann nur an sechs Tagen im Monat schwanger werden. Aber auch zur Empfängnisverhütung lassen sich diese Methoden ein setzen.
Wie du das herausfindest erklären wir dir in dem Beitrag, der wie folgt untergliedert ist:
  1. Was sind die fruchtbaren Tage?
  2. Wann hat Frau ihre fruchtbaren Tage?
  3. Wie lange dauert die fruchtbare Phase einer Frau an?
  4. Fruchtbarkeit und Alter
  5. Fruchtbare Tage erkennen mittels Basalttemperatur
  6. Fruchtbare Tage erkennen durch Eisprungkalender
  7. Zervixschleim markiert fruchtbare Tage
  8. Ziehen im Unterleib und der ersehente Eisprung
  9. Fruchtbarkeitsbestimmmung durch Gebärmutterhals und Muttermund
  10. Gesteigerte Libido als Fruchtbarkeitszeichen
  11. Ovulationstest
  12. Digitale Zyklusüberwachung (Cyclotest wertet mehr Daten auf einmal aus)
  13. Fruchtbarkeit steigern
  14. Hinweise auf fruchtbare Tage

Was sind die fruchtbaren Tage?

Im Durchschnitt reift etwa alle 28 Tage eine Eizelle so weit heran, dass sie sich, in der Mitte des Zyklus, vom Eierstock aus auf den Weg in die Gebärmutter macht und befruchtet werden kann. Die Eizelle selbst ist nur in den etwa 12 bis 24 Stunden nach dem Verlassen des Eierstocks befruchtungsfähig. Im Gegensatz dazu können die Spermien eines Mannes bis zu sechs Tage im Körper der Frau überleben. Die fruchtbarste Phase der Frau beginnt etwa 72 Stunden vor dem eigentlichen Eisprung und endet 12 Stunden danach. Paare mit Kinderwunsch sollten ihre Hoffnungen auf dieses Zeitfenster legen.

Wann hat Frau ihre fruchtbaren Tage?

In der Regel liegen die fruchtbaren Tage der Frau in dem Zeitfenster 15 bis 20 Tage vor dem ersten Tag der kommenden Periode. Damit kann man ganz grob sagen, dass der Eisprung etwa in der Hälfte bzw. im ersten Drittel des Zyklus der Frau stattfinden. Wann genau hängt stark davon ab, wie lang der Zyklus der Frau ist und wie regelmäßig er ist. Wann genau es zum Eisprung kommt, hängt von der Konzentration des LH (luteinisierndes Hormon; siehe hierzu: LINK) ab.

Wie lange dauert die fruchtbare Phase einer Frau an?

Da die Eizelle nur zwischen zwölf und 24 Stunden befruchtungsfähig ist und die männlichen Spermien nur etwa sechs Tage im Körper der Frau überleben können ergibt sich eine maximal sechstägige, fruchtbare Zeit. Eine Frau kann also nur durch Geschlechtsverkehr an diesen sechs Tagen schwanger werden. Jeglicher, anderer Geschlechtsverkehr außerhalb dieser Zeit wird in der Regel keine Schwangerschaft nach sich ziehen.

Fruchtbarkeit und Alter

Grundsätzlich nimmt die Fruchtbarkeit im Laufe des Alters einer Frau immer weiter ab. Am fruchtbarsten sind Frauen im Alter zwischen 20 und 24 Jahren. Der Grund liegt hierfür einfach darin, dass die Eizellen einer Frau nur einmal im Leben gebildet werden und somit mit der Frau altern. Die Spermien des Mannes werden quasi sein Leben lang neu produziert und haben so nicht das Problem, dass sie ebenfalls altern. Mit etwa 35 Jahren nimmt die Fruchtbarkeit spürbar wieder ab und eine Frau ist nur noch etwa halb so empfängnisbereit, wie sie es mit 24 wäre. Schon mit etwa 40 Jahren, also nur fünf Jahre später hat sich die Empfängnisbereitschaft einer Frau noch einmal halbiert. Des Weiteren kann man beobachten, dass die Zyklen ohne Eisprung mit zunehmendem Alter mehr werden.

Fruchtbare Tage erkennen mittels Basalttemperatur

Die Basaltemperatur wird in der Regel nach dem Schlafen oder nach mindestens anderthalbstündiger Entspannungspause gemessen. Ideal ist es, wenn immer zur gleichen Uhrzeit gemessen wird. Die Messergebnisse werden notiert hierbei kann beobachtet werden, dass etwa 24 bis 36 Stunden nach dem eigentlichen Eisprung die Temperatur um 0,2 bis 0,6 °C ansteigt. In der Regel beginnt die unfruchtbare Zeit, wenn mindestens drei Tage hintereinander die gemessene Temperatur um mindestens 0,2 °C höher ist, als sie das an den vorausgegangenen sechs Tagen gewesen war. Sollte man feststellen, dass der Temperaturanstieg Zacken oder Trepen hat, so muss man auf jeden Fall fünf Tage ansteigende Temperatur abwarten, bis die unfruchtbare Zeit beginnt. Die fruchtbare Zeit zeichnet sich durch einen Temperaturabfall sehr deutlich aus.

Fruchtbare Tage erkennen durch Eisprungkalender

Über den Daumen kann man sagen, dass der Eisprung etwa 15 Tage vor dem Einsetzen der neuen Periode stattfindet. Gerade wenn man einen regelmäßigen Zyklus hat, kann man über diese Kalendervariante zumindest ganz grob das Zeitfenster einschätzen, wo der Eisprung irgendwann passieren sollte. Diese Methode ist allerdings nicht besonders sicher und berücksichtigt auch keine individuellen Schwankungen. Tage zählen ist also die unsicherste Variante, um den Eisprung und somit seinen fruchtbaren Tagen stimmen zu können.

Zervixschleim markiert fruchtbare Tage

Der Zervixschleim verändert sich im Laufe des weiblichen Zyklus ganz enorm. Zu Beginn des Zyklus ist der Zervixschleim weiß und cremig und wenn man ihn zwischen zwei Fingern auseinanderziehen will, stellt man fest, dass dies nicht möglich ist. Er ist also nicht spinnbar. Wenn die fruchtbare Zeit näher heran rückt beziehungsweise beginnt, wird der Zervixschleim klarer, nimmt in seiner Menge westlich zu und beginnt spinnbar zu werden, will heißen, man kann Fäden ziehen. Je näher also der Eisprung rückt, desto mehr Sekret wird auch produziert und desto länger lässt sich dieses Sekret auch spinnen. Nach dem Eisprung wird der Zervixschleim wieder trüber bis hin zu weißlich und cremig und verliert seine Elastizität. Um den Zervixschleim untersuchen zu können, muss man diesen entweder direkt am Eingang der Scheide oder wenn man dort keinen findet, direkt vom Muttermund abnehmen. Gerade beim letzten ist etwas Vorsicht geboten, denn der Muttermund sollte nicht gedrückt oder durch Fingernägel beschädigt werden. Auch das gründliche Händewaschen, vor der Abnahme des Schleims, ist natürlicheine Grundvoraussetzung.
Lesetipp:

Zum Thema "Zervixschleim" lies unseren Beitrag: Zervixschleim

Ziehen im Unterleib und der ersehente Eisprung

Viele Frauen bemerken den Eisprung durch ein Ziehen rechts oder links im Unterleib. In der Regel wechselt sich die Seite jeden Monat ab und der Schmerz kann einige Stunden anhalten und verschwindet dann in der Regel genauso schnell wieder, wie er gekommen ist. Befindet sich dieser Schmerz in einer Zeit, in der du auf den Eisprung wartest, so kannst du ziemlich sicher sein, dass der Schmerz vom Eisprung kommt.

Fruchtbarkeitsbestimmmung durch Gebärmutterhals und Muttermund

Auch der Gebärmutterhals unter Muttermund geben Hinweise darauf, ob man sich gerade in der fruchtbaren Zeit befindet. Ist man gerade in der fruchtbaren Zeit, so ist der Gebärmutterhals kurz und weich und der Muttermund ist leicht geöffnet. Je fester bzw. geschlossener Gebärmutterhals und Muttermund sind, desto unwahrscheinlicher ist es, dass du in der Nähe deiner fruchtbaren Zeit bist. Beim Abtasten von Gebärmutterhals und Muttermund sollten immer vorher die Hände gewaschen werden und es sollte darauf geachtet werden, dass du weder den Gebärmutterhals noch den Muttermund mit Fingernägeln verletzt oder zu sehr quetscht.

Gesteigerte Libido als Fruchtbarkeitszeichen

Wenn sich eine Frau ihrer fruchtbaren Zeit nähert, so ist sie in der Regel auch sexuell aktiver und hat mehr Lust auf Sex. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass eine Frau in ihrer fruchtbaren Zeit in der Regel viel häufiger Interesse an Sex hat, als außerhalb ihrer fruchtbaren Zeit.

Ovulationstest

Ein Ovulationstest oder auch Eisprungstest genannt dient dazu, die fruchtbaren Tage einer Frau bzw. den genauen Zeitpunkt des Einspruchs zustimmen. Ausschlaggebend für einen erfolgreichen Eisprung ist das luteinisierende Hormon, welches in der Hirnanhangdrüse, der sogenannten Hypophyse, gebildet wird. Ein Anstieg dieses Hormon im Blut und im Urin löst in der Regel den Eisprung aus und ist ein guter Hinweis auf die fruchtbaren Tage, die dann folgen. Das LH lässt sich ganz einfach mittels Urinteststreifen, die man in der Regel in jeder Apotheke im Fünfer oder Zehnerpack bekommt, messen.
Lesetipp:

Mehr zum Thema Ovulationstest, und wie er funktioniert, erfährst du in unserem Beitrag: Ovulationstest.

Ovulationstests werden in der Regel von Paaren mit Kinderwunsch eingesetzt, um den genauen Zeitpunkt des Eisprungs bestimmen zu können. Wichtig bei diesen Tests ist es, am richtigen Tag mit dem Testen zu beginnen. Bei einem durchschnittlich 28 Tage langen Zyklus würde man am neunten Zyklustag beginnen. Hierbei ist zu beachten, dass der erste Zyklustag immer der erste Tag der Periode ist. Hat man einen sehr kurzen Zyklus, mit nur 23 Tagen, so würde man schon am sechsten Zyklustag mit dem Testen beginnen. Frauen mit einem sehr langen Zyklus von 36 Tagen sollten ab dem 15. Zyklustag beginnen zu messen.

Die Tests sollten jeden Tag etwa um die gleiche Uhrzeit durchgeführt werden. Für die Durchführung braucht man einen sauberen Behälter, in dem man etwas Urin sammeln kann. In diesen Urin taucht man den Teststreifen und kann so das Ergebnis nach wenigen Minuten ablesen. Ganz wichtig ist hierbei zu beachten, dass man nicht mit dem Morgenurin messen sollte, da dieser durch seine höheren Hormon Konzentrationen falsche Ergebnisse liefern kann. Auch eine zu große Flüssigkeitsaufnahme direkt vor der Prüfung kann dafür sorgen, dass der Hormonspiegel im Urin verdünnt wird und somit falsche Ergebnisse geliefert werden.

Nach dem ersten positiven Test kann man mit dem Eisprung binnen der nächsten 24-36 Stunden rechnen. Interessant bei Ovulationstests ist noch die Tatsache, dass diese auch dann positiv ausfallen können, wenn eine Schwangerschaft vorliegt. Das liegt daran, dass das HCM Hormon dem LH recht ähnlich ist und somit manchmal einen Test beeinflusst. Eine Schwangerschaftsbestätigung ist ein LH Test auf jeden Fall nicht, da dies sehr fehleranfällig ist und somit sollte mittels eines echten Schwangerschaftstests die Schwangerschaft bestätigt werden. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, dass bei einigen Frauen die Ovulationstests immer ein leicht positives Ergebnis haben. Dies kann ein Hinweis auf ein hormonelles Ungleichgewicht sein oder vielleicht sogar auf eine hormonelle Störung wie beispielsweise das PCO Syndrom.

Digitale Zyklusüberwachung (Cyclotest wertet mehr Daten auf einmal aus)

Wer den Eisprung ganz genau überwachen möchte, der sollte darüber nachdenken, ob er sich nicht ein Gerät zur digitalen Zyklusüberwachung und Fruchtbarkeitsbestimmung zulegen möchte. Diese Geräte können in der Regel mehrere fruchtbarkeitsbestimmende Maßnahmen gleichzeitig erfassen und verwalten. Der Cyclotest Myway zum Beispiel ist in der Lage die Basaltemperatur zu messen, Daten zum Zervixschleim zu erfassen, Beobachtungen von Muttermund und Gebärmutterhals zu speichern und sogar die Ergebnisse von Ovulationstests mit zu verarbeiten. Aus all diesen einzelnen Eingaben kann er eine recht genaue Prognose erstellen, wie es um die Fruchtbarkeit an bestimmten Tagen bestellt ist. Damit eignet er sich übrigens auch zur Verhütung, vorausgesetzt, dass man einen sehr gleichmäßigen Zyklus hat.

Fruchtbarkeit steigern

Um die Fruchtbarkeit zu steigern kann man einiges tun. Zum einen sollte man darauf achten, dass man ein normales Körpergewicht hat. Durch die vermehrte Insulinproduktion durch Übergewicht kann der Eisprung ausbleiben. Übergewicht ist übrigens nicht nur ein Problem bei der weiblichen Fruchtbarkeit, sondern auch bei der männlichen, da Übergewicht die Qualität der Spermien in der Regel stark beeinträchtigt. Eine ausgewogene Ernährung kann ebenfalls dafür sorgen, dass die Fruchtbarkeit gesteigert wird. „Du bist was du isst“ sollte man sich hierbei definitiv zu Herzen nehmen. Auch ausreichende Bewegung fördert die Fruchtbarkeit, da diese in der Regel die Durchblutung ankurbelt. Ebenso sollten die Zähne gesund sein, denn auch hier scheint es einen Zusammenhang zwischen Zahngesundheit und Empfängnisbereitschaft zu geben.

Hinweise auf fruchtbare Tage

Hier noch einmal zusammengefasst alle Hinweise, die auf die fruchtbaren Tage einer Frau hindeuten können:
  • Die weibliche Libido ist in der fruchtbaren Phase gesteigert.
  • Kurz vor dem Eisprung vergrößert sich die Muttermundöffnung.
  • Der Muttermund wird vor dem Eisprung deutlich weicher.
  • Es wird mehr Zervixschleim gebildet.
  • Der Zervix Schleim wird flüssiger.
  • Die Farbe des Zervix Schleims wird klarer.
  • Der Zervix Schleim wird spinnbar, was bedeutet, er zieht Fäden.
  • Die Frau spürt rechts oder links am Unterbauch ein leichtes Ziehen.

[KaKra]

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