Welche Risiken birgt der Kaiserschnitt?

baby-mutter-kaiserschnitt

Die Geburt per Kaiserschnitt bedeutet für viele Menschen irrtümlich eine "sanfte" Geburtsmethode. Dass es sich hierbei um einen operativen Eingriff handelt, der unter Abwägung aller Risiken und Nutzen geplant und durchgeführt werden sollte, ist vielen werdenden Müttern oft nicht bewusst.

Was passiert im Groben beim Kaiserschnitt und welche Risiken birgt er? Vor allem wann sollte er angewendet werden und wann nicht? Wir haben uns mit diesen Fragen einmal näher auseinander gesetzt

Kaiserschnitt - schnell und einfach?

Etwa jedes 3. Kind in Europa, wird heute per Kaiserschnitt geboren. Wirklich medizinisch notwendig, sind dabei nur etwa 10%. Fast alle darüber hinausgehenden Zahlen, setzen sich aus geplanten oder Wunschkaiserschnitten zusammen, für die es als Begründung nicht Lebensgefahr für Mutter und Kind gibt. Häufig ist beispielsweise Angst der Mutter vor der normalen Entbindung, der Hauptgrund, sich für einen Kaiserschnitt zu entscheiden. Statt behutsam auf diese Ängste einzugehen und sie zu entkräften, wird oft schnell dem Wunsch der Schwangeren entsprochen. Manchmal raten Ärzte auch direkt zum Kaiserschnitt, um eventuelle Risiken auszuschließen, bevor diese auch nur zu einer Problematik werden könnten. Dabei spielen nicht selten mögliche Haftungsgründe eine Rolle, die Ärzte zum Teil jegliche Bereitschaft ablegen lassen, die Natur selbst regeln zu lassen, wie sie das Kind auf die Welt bringen möchte.

Kaiserschnitt früher

Über viele Jahrhunderte war der Kaiserschnitt die letzte Möglichkeit ein Kind zu retten. Erst ab dem Mittelalter begann man ihn auch mit der Hoffnung anzuwenden, der Mutter das Überleben zu ermöglichen, wenn eine normale Geburt nicht möglich war. Allerdings war die Sterblichkeitsrate der Frauen mit Kaiserschnitt bei fast 100% und nur sehr wenige Frauen überlebten den Eingriff. Durch verbesserte anatomische Kenntnisse und Hygienemaßnahmen, konnte ab dem Ende des 19. Jahrhunderts die Sterblichkeitsrate der Frauen nach Kaiserschnitt stark herabgesetzt werden.

Kaiserschnitt heute

Heute wird diese Operation als Routineeingriff gesehen. Man sollte bei der heute bestehenden Sicherheit jedoch nicht vergessen, dass jede Operation Risiken birgt und man diese erst dann auf sich nehmen sollte, wenn es keine andere Möglichkeit gibt, das Leben von Mutter und Kind zu gewährleisten.
Im ganz Groben gesagt, wird beim Kaiserschnitt eine Betäubung in Form einer Periduralanästhesie oder Vollnarkose verabreicht. Durch einen Schnitt in etwa Höhe des Schamhaaransatzes, wird das Operationsteam nun schichtweise Haut, Bauchdecke und Muskulatur durchtrennen, um zur Gebärmutter zu gelangen. Diese wird ebenfalls durch einen Schnitt eröffnet. Nun ist der Weg zum Kind frei und es kann herausgeholt werden. Für die Eltern ist dies der Moment, an dem sie häufig nicht mehr registrieren, was um sie herum geschieht. Sie sind auf ihr Kind fixiert und genießen das Glück, dass es dem Baby gut geht. Währenddessen beginnt für die Operateure die Arbeit am Leib der Mutter. Blutungen müssen gestillt werden, Gewebe und Muskeln wieder vernäht und Schicht für Schicht der Bauch wieder verschlossen werden.

Dank schonenderer Methoden, ist ein Kaiserschnitt heute nicht mehr mit einer Schnittentbindung vor wenigen Jahrzehnten vergleichbar. Trotz allem, auch wenn die Narben heute kleiner sind und die Frauen so wesentlich schneller wieder auf die eigenen Beine kommen, darf man nicht vergessen, dass es sich um ein recht großes Operationsfeld handelt, das bis tief in den Körper hineinreicht. Entsprechend muss nun eine großrahmige Wundheilung mit eingeschlossen werden, die unter Umständen sehr unangenehm bis schmerzhaft sein kann. Neben Wundheilungsschmerzen können auch Komplikationen in der Abheilungsphase entstehen. Durch den meist höheren Blutverlust während des Eingriffs, fühlen sich Frauen nach dem Kaiserschnitt oft müde und schlapp.

Hier geht´s weiter:


Dein Kommentar

noch 1000 Zeichen.

Magazin durchsuchen

Verlinke mich

Umfrage Ergebnisse

Ich hatte einen Kaiserschnitt, der auch notwendig war.
22,2 %
Ich hatte einen Wunschkaiserschnitt und bereue es auch nicht!
11,1 %
Der Kaiserschnitt war notwendig, hätte mir eine natürliche Geburt sehnlichst gewünscht!
66,7 %
Hatte bis jetzt immer eine spontane Entbindung!
0,0 %
eXtra: Frühchen

Interessantes zum Kaiserschnitt in Deutschland

quelle

Magazin durchsuchen

Verlinke mich

Umfrage Ergebnisse

Ich hatte einen Kaiserschnitt, der auch notwendig war.
22,2 %
Ich hatte einen Wunschkaiserschnitt und bereue es auch nicht!
11,1 %
Der Kaiserschnitt war notwendig, hätte mir eine natürliche Geburt sehnlichst gewünscht!
66,7 %
Hatte bis jetzt immer eine spontane Entbindung!
0,0 %
eXtra: Frühchen

Interessantes zum Kaiserschnitt in Deutschland

uploading