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Kaiserschnitt

kaiserschnitt
Der Bauch nach einem Kaiserschnitt.
Der Bauch nach einem Kaiserschnitt.

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AutoreninfoMag. Reka Schausberger
aktualisiert: 15.08.2021Mehrfache Mutter
Erziehung, Familie, Psychologie
Der Kaiserschnitt, (kurz auch "Sectio" genannt) ist eine operative Methode, bei der Geburt. Das Baby geht dabei nicht den natürlichen Geburtsweg durch die Scheide der Mutter, sondern wird mittels Bauchschnitt durch einen Arzt aus der Gebärmutter geholt. Der Kaiserschnitt steht im Gegensatz zur vaginalen Geburt und kann auf verschiedene Arten erfolgen.

Gründe für einen geplanten Kaiserschnitt

Ein geplanter Kaiserschnitt wird vorgenommen, wenn die zukünftige Mutter aus persönlichen (z.B.: Angst vor den Schmerzen, Traumata) oder körperlichen (z.B.: zu schmales Becken) Gründen keine vaginale Geburt erleben will beziehungsweise kann. Sobald derartige Gründe aufgetreten sind, entscheidet sich die Schwangere zusammen mit Ärzten und Hebamme für den geplanten Kaiserschnitt. Durchgeführt wird dieser in der Regel zehn bis vierzehn Tage vor dem errechneten Geburtstermin. Das Kind wird mithilfe eines heutzutage fast immer waagerechten Bauchschnitts aus der Gebärmutter geholt.

Vorteile dieser Variante sind dank der Planung eine erhöhte Kontrolle über den Geburtsverlauf und weniger gesundheitliche Risiken für Mutter und Kind. Allerdings birgt jede Form des Kaiserschnitts auch erhebliche Nachteile für Mutter und Kind. Viele Mütter fühlen sich nach einem Kaiserschnitt psychisch stark belastet, da sie das Gefühl haben, ihr Kind nicht "selbst" zur Welt gebracht zu haben und es oft direkt nach der Geburt nicht bei sich haben konnten. Außerdem ist die Idee, ein Kaiserschnitt wäre die schmerzfreie Version einer Geburt, nicht vollkommen richtig. Die Schmerzen der Wehen und Geburt selbst bleiben zwar aus, jedoch haben viele Frauen nach einem Kaiserschnitt mehrere Tage anhaltende Schmerzen und fühlen sich länger schwach, als Mütter die natürlich geboren haben. Einige Frauen hadern nach der Operation auch mit der entstandenen Narbe und finden diese sogar abstoßend. Das Risiko eines Atemnot-Syndroms und der Verengung der Tränenwege ist bei Kaiserschnitt-Kindern erhöht.

30% sind Kaiserschnitt-Geburten

Heute sind etwa 30% aller Geburten Kaiserschnitt-Geburten. Die meisten davon gehören allerdings nicht den geplanten Kaiserschnitten an, sondern sind Notkaiserschnitte. Diese sind risikoreicher als ein geplanter Eingriff und werden nur durchgeführt, wenn größere unerwartete Komplikationen (Geburtsstillstand, Gebärmutterriss, Fieber der Mutter etc.) auftreten.
Lesetipp: Was ein "Geburtsstillstand" ist und wie es dazu kommt, lies hier:

Quellen:

Gemeinsamer Bundesausschuss: Mutterschafts-Richtlinien

H. Schneider, P. Husslein, K.T.M. Schneider. Die Geburtshilfe, Springer (2010)

Voigt F., Farrokh A., Franz C. et al., Tokolyse – Update 2016 – Der Gynäkologe, Springer (2016)

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