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Sex nach der Geburt

Paar in der Sonne
Als Eltern die Paarbeziehung pflegen.

Mit der Geburt des Babys ändert sich vieles im Leben einer Familie. Mit dem Sex nach der Geburt ist das nicht anders. Das Baby ist da und jetzt beginnt für frisch gebackene Eltern eine aufregende und turbulente Zeit. Gemeinsam gibt es viel Neues und Spannendes zu entdecken. Babys erste Nacht in der Wiege oder im Bettchen. Papis erste Wickelversuche. Mamis Herausforderung, mit wenig oder bisweilen gar keinem Schlaf auszukommen, um das Kind rund um die Uhr zu stillen. Zweisamkeit steht dabei für die Partner erst mal ganz hinten an. 

Doch wie ist das eigentlich mit dem Sex? Wie lange sollte man nach der Geburt damit warten? Mit welchen Ängsten haben vor allem Frauen bei dem Gedanken daran zu kämpfen? Wann haben Mütter und Väter überhaupt wieder Lust auf Sex? Und wie schafft man sich Raum für ein bisschen Zweisamkeit?



Eltern sein und trotzdem Liebespaar bleiben“ lautet die Devise für Paare nach der Geburt. Wann es jedoch tatsächlich wieder zum Geschlechtsverkehr kommt, ist jedem selbst überlassen und variiert von Paar zu Paar bzw. der individuellen Situation. 

Rein medizinisch gesehen, versiegt nach circa sechs Wochen der sogenannte Wochenfluss, bei dem Wundsekret aus der Gebärmutter abgesondert wird. Ist der Wochenfluss vorüber, bzw. hat sich die Gebärmutter wieder zurückgebildet, kann man sich nun theoretisch wieder dem Liebesleben widmen. Bei vielen Paaren dauert es dennoch Monate, bis sie nach der Geburt wieder miteinander schlafen.

Die Gründe hierfür liegen auf der Hand. Viele Frauen, die vor nicht all zu langer Zeit unter Schmerzen ein Kind geboren haben, fühlen sich auch Wochen danach noch körperlich richtiggehend verwundet. Sie empfinden beim Gedanken, die selben Körperteile nun wieder beim Sex einzusetzen, Unbehagen oder sogar Angst. 

Ganz besonders, wenn es während der Geburt zum Dammriss oder -schnitt gekommen ist oder das Kind mit der Geburtszange geholt werden musste. In diesen Fällen kann der Sex mitunter auch eine Zeitlang weh tun, bis sich die Scheide komplett erholt hat. Hierbei empfehlen sich Stellungen, bei denen die Frau kontrollieren kann, wie tief der Penis des Mannes in sie eindringt. 

Durch den niedrigen Östrogenspiegel (durch das Stillen) haben viele Frauen auch das Problem, dass ihre Scheide nicht richtig feucht wird, auch wenn sie eigentlich Lust auf Sex haben. Hier kann ein geduldiger und einfühlsamer Partner sowie eine Gleitcreme Abhilfe schaffen.

Viele Frauen fühlen sich zudem hin und her gerissen zwischen der Rolle als Mutter und jener als Ehefrau oder Partnerin. Die voll ausgebildeten Mutterinstinkte lassen junge Mütter mit einem Ohr sowieso immer beim Baby sein, womit es schwer fällt, sich auf den Partner zu konzentrieren. Besonders wenn das Babyfon auf dem Nachttisch liegt oder das Baby im selben Zimmer schläft.

In diesem Artikel:

Seite 1: Körperliche Veränderungen machen weniger Lust auf Sex
Seite 2: Das Liebesleben muss sich erst wieder einpendeln




quelle » Dr. Gerhard Oellinger für Mamiweb

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