Gebärmutterentfernung: Wann muss das sein?

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Gebärmutterentfernung: Macht vielen Frauen Angst.
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Gebärmutterentfernung: Macht vielen Frauen Angst.

Die Gebärmutter - für viele Symbol der Weiblichkeit

Die Gebärmutter (Uterus) ist viel mehr als ein reines Fortpflanzungs- oder Geschlechtsorgan. Vielen Frauen wird dies aber erst bewusst, wenn sie damit konfrontiert werden, dass ihr Uterus teilweise oder komplett operativ entfernt werden muss. Nach einer solchen Operation berichten dann auch viele Patientinnen von einem Gefühl des Beschnittenseins.

Mit der Gebärmutter haben sie ihr Identifikationsorgan verloren, was für sie einem Verlust an Weiblichkeit gleichkommt. Wieder andere, bei denen beispielsweise Gebärmutterkrebs diagnostiziert wurde, sind froh darüber, das erkrankte Organ nicht mehr in ihrem Körper zu wissen. Alle haben gemeinsam, dass die Entfernung des Uterus einen radikalen Einschnitt im Leben bedeutet. Warum es manchmal keinen anderen Ausweg als die Gebärmutterentfernung gibt, welche Operations-Methoden unterschieden werden und was man als Betroffene beachten sollte, erfährst Du in unserem Artikel.

Die Gebärmutter: Symbol der Weiblichkeit

Der Uterus der Frau liegt im Zentrum des Unterleibs, prägt seine Statik und nimmt eine zentrale Rolle bei der Fortpflanzung ein. Viele Frauen reagieren daher erschüttert, schockiert, wütend oder traurig, wenn ihnen der Arzt verkündet, dass aufgrund eines vorliegenden Befundes die Gebärmutter ganz oder teilweise entfernt werden muss. "Warum muss das ausgerechnet mir passieren", fragen sich viele Betroffene.

Hat man Frauenärzten lange Zeit vorgeworfen, die Gebärmutterentfernung, auch Hysterektomie genannt, viel zu häufig durchzuführen, geht der Trend heutzutage eher in Richtung einer organerhaltenden Medizin, die durch verbesserte medizinische Behandlungsmethoden gewährleistet werden kann. Nichtsdestotrotz muss aber in jedem Fall individuell und gemeinsam mit der Patientin entschieden werden, welcher Behandlungsansatz gewählt wird.

Lesetipp: Wissenswertes über die Gebärmutter.

Gebärmutterentfernung: Wann?

Im Falle einer OP bedarf es einer medizinischen Begründung, der sogenannten Indikation, bei der man zwei Arten unterscheidet. Auf der einen Seite gibt es die absolute Indikation, bei der die Entfernung der Gebärmutter, wenn möglich, erfolgen sollte. Die relative Indikation besagt, dass der Uterus grundsätzlich entfernt werden kann, dies aber nicht unbedingt erfolgen muss.

Absolute Indikationen

Zu den absoluten Indikationen gehören Krebserkrankungen des Uterus und/oder der Eierstöcke, schwere, durch organerhaltende Maßnahmen nicht mehr beherrschbare Infektionen der inneren Genitalorgane oder Blutungen aus der Gebärmutter (beispielsweise nach einer Geburt.

Lesetipp: Gebärmuttersenkung - was ist das?

Relative Indikationen

Relative Indikationen sind: Gebärmuttersenkungen, gutartige Tumoren (besonders Myomknoten), Blutungsstörungen der Gebärmutter, sehr starke und schmerzhafte Regelblutungen, eine deutliche Vergrößerung des Uterus, ein Vorwachsen der Gebärmutterschleimhaut in die Gebärmutterwand oder Verwachsungen im Unterbauchbereich.

Welche OP-Verfahren gibt es?

Liegt eine relative Indikation vor, sollte zuerst einmal darüber nachgedacht werden, ob nicht auch andere Behandlungsformen Aussicht auf Erfolg versprechen. Frauenärzte verpflichten sich heutzutage dazu, den Patientinnen Alternativen einer Behandlung aufzuzeigen und sie über die jeweiligen Vor- und Nachteile aufzuklären. So ist die Betroffene in der Lage, selbst über die Behandlung mitzuentscheiden.

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