U-Untersuchungen – Vorsorgeuntersuchungen im ersten Lebensjahr

baby vorsorge u-untersuchungUns allen liegen unsere Kinder am Herzen. Kinder repräsentieren das Leben. Kinder sind die Zukunft. Kinder bringen das Leben zum Strahlen. Und ist der Kinderwunsch erst in Erfüllung gegangen, sollten wir somit das Möglichste tun, um die Gesundheit des Kindes zu erhalten.

Die Früherkennung von Krankheiten, insbesondere in der Kinderheilkunde, ist somit ein wichtiger Bestandteil der Medizin. Umso früher eine Krankheit erkannt wird, desto früher können Ärzte eingreifen und mit einer erfolgversprechenden Behandlung beginnen.

Gesundheit des Kindes beginnt bereits in der Schwangerschaft

Schon in dem Moment, wo die Kinderplanung der jungen Eltern beginnt, können Eltern viel für die Gesundheit des zukünftigen Kindes tun. Rauchen und Alkohol muss abgewöhnt werden, Stresssituationen sind zu vermeiden und die Ernährung sollte auf mineralstoffreichreiche und gesunde Ernährung umgestellt werden. Sorgen und Alltagsstress belasten den menschlichen Körper zusätzlich. Zudem ist es potentiellen Eltern daher immer zu empfehlen, sich regelmäßig eine Auszeit zu nehmen.

Nach den Mutterschaftsrichtlinien finden dann während der Schwangerschaft weitere Vorsorgeuntersuchungen statt. Dazu zählen Ultraschall-Untersuchungen, die in regelmäßigen Abständen vorgenommen werden; die individuelle Untersuchung je nach Risiko der Schwangeren, sowie das Informieren und Beraten der Schwangeren über den Zustand des Kindes.

Kind ist da – Vorsorgeuntersuchung im ersten Jahr

  • U1: Umgehend nach der Geburt wird schon im Kreissaal der Gesundheitszustand des Kindes beurteilt. Dafür werden ein und fünf Minuten nach der Geburt jeweils von 0 bis 2 Punkte für 5 verschiedene Aspekte des Allgemeinzustandes des Neugeborenen vergeben. Dazu zählen die Atmung, der Puls, die Reflexe beim Absaugen, die Farbe der Haut, aber auch für den Muskeltonus. In Krankenhäusern wird oft mithilfe einiger Tropfen des Nabelschnurblutes der pH-Wert des Blutes und andere Werte bestimmt. So erhalten Ärzte schnell einen objektiveren Wert für den Zustand des Kindes. Was der Kinderarzt bei der ersten Untersuchung noch macht – schau hier im Schwangerschaftslexikon!
  • U2: Circa drei bis zehn Tage nach der Geburt wird der Säugling erneut eingehend untersucht. Dabei begutachten Ärzte zum Beispiel die Gelenkbeweglichkeit oder das Reflexverhalten. Des Weiteren werden Herz und Lunge abgehört und das Sehvermögen wird beurteilt. Sollten sich dabei Auffälligkeiten zeigen, kann eine weiterführende Therapie sinnvoll sein, über die daraufhin weiter beraten und entschieden wird. Fehlhaltungen lassen sich somit einfach und schnell bis zur nächsten Vorsorge-Untersuchung beheben.
  • U3: Ungefähr vier bis Wochen nach der Geburt wird die nächste Untersuchung vollzogen, welche einer der aufwendigsten und wichtigsten Ermittlungen darstellt. Dabei wird das Kind gemessen und das Gewicht bestimmt. Die Eltern werden nach Auffälligkeiten beim Essen, Trinken und Stuhlgang befragt. Falls noch nicht geschehen, wird das Blut jetzt das Blut untersucht, um mögliche Stoffwechselstörungen zu finden. Im Rahmen der körperlichen Untersuchung werden wieder die Reflexmuster überprüft. Zudem werden auch neurologische Aspekte des Kindes begutachtet. Folgen die Augen Lichteinflüssen? Wie reagiert das Kind auf Worte der Mutter? Gibt es Laute von sich außer Schreien?
  • U4: Die nächste Beobachtung findet zwischen dem dritten und vierten Lebensmonat statt. Während dieser Untersuchung prüft der Arzt durch Lächeln, Sprechen oder Spielen einen sozialen Kontakt zu dem Säugling aufbauen. Hierbei können nicht ausreichende Reaktionen auf Störungen im Gehirn hinweisen, welche daraufhin näher geprüft werden können. Zudem wird die sprachliche Entwicklung überprüft. Nach dem 3. Lebensmonat sollte eine zunehmende Differenzierung der Tonhöhe wahrzunehmen sein.
  • U5: Während der fünften Untersuchung, die zwischen dem sechsten und siebenten Lebensmonat stattfindet, legt der Arzt besonderen Wert auf die Überprüfung der Hände, da diese das Beherrschen umfangreicher Funktionen voraussetzen.
  • U6: Zwischen dem zehnten und zwölften Lebensmonat findet die letzte Beobachtung des Kindes im Säuglingsalter statt. Dabei liegt der Hauptaugenmerk auf der Prüfung der Feinmotorik, sowie der sozialen Kontakte. Zudem müssen Hör- und Sehstörungen mit entsprechenden Tests ausgeschlossen werden.

Weitere fünf Untersuchungen werden zwischen dem 21. Lebensmonat und dem achten Lebensjahr durchgeführt. Dabei prüfen die Ärzte auch weiterhin die sprachliche Entwicklung, das Seh- und Hörvermögen, die geistige Fortbildung, Konzentrations- und Wahrnehmungsvermögen und die Prüfung und Untersuchung möglicher anderer Verhaltensauffälligkeiten, die entsprechend bei Bedarf weiter therapiert werden sollten.

Ergebnisse der Vorsorgeuntersuchungen werden in ein „Gelbes Kinder-Untersuchungsheft“ eingetragen. Dies bekommen die Eltern ausgehändigt, welches die Eltern gut aufbewahren und inklusive des Impfpasses zu jedem Arztbesuch mitnehmen sollten.

Mit etwa 12 und 16 jahren finden die sogenannten Jugensuntersuchungen J1 und J2 statt!

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