Senioren in der Kinderbetreuung

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Auf Grund des demographischen Wandels in Deutschland steigt die Zahl der Senioren und Seniorinnen stetig an. Warum also soll man diese Entwicklung nicht auch Nutzen? Viele der älteren Menschen sind körperlich und geistig noch sehr aktiv und durchaus in der Lage die Betreuung von Kindern zu übernehmen. Senioren und Seniorinnen haben durch ihr hohes Alter eine weitaus größere Lebenserfahrung als junge Erzieherinnen, die gerade aus der Ausbildung kommen oder aber auch Schülerinnen, die neben der Schule als Babysitter ihr Taschengeld aufbessern.

Immer häufiger gibt es auch Projekte und Vereine, die junge und alte Menschen zusammenbringen soll. In einem Pflegeheim in Hamburg zum Beispiel ist auch eine Kindertagesstätte enthalten. Hier werden Kinder und Senioren gleichzeitig betreut und eine perfekte Verbindung hergestellt. Von einer solchen Organisation des Alltags profitieren die Kinder ebenso wie die Senioren und Seniorinnen. Die meisten älteren Menschen haben durch eigene Kinder oder auch Enkelkinder bereits Erfahrungen mit der Erziehung und Betreuung von Kindern gesammelt. Die Kinder lernen so von klein auf an sich auf ältere Menschen einzustellen und auf die besonderen Bedürfnisse der Senioren zu achten. Dies ist ein sehr großer Vorteil in der gesellschaftlichen Entwicklung der Kinder.

Bereits im Jahr 2012 verlieh unsere Bundesministerin Frau Dr. Ursula von der Leyen den Förderpreis der Initiative Bürgerstiftungen für excellente Projekte an den Verein Vivika. Die Idee des Vereins war es, dass Senioren die Eltern von behinderten Kindern entlasten, indem sie stundenweise die Betreuung übernehmen. Die Zeit, die die Eltern dadurch gewinnen, soll mit Entspannungsmethoden zur Entlastung und Stressbewältigung gefüllt werden.

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