Gibt es denn nur noch Kaiserschnitte?

Jialina
Jialina
28.11.2011 | 18 Antworten
Hallo hr lieben,
mir ist mal aufgefallen, dass in den letzten 2 Jahren oder so in meinem Freundes-und Bekanntenkreis die Kinder fast immer per Kaiserschnitt zur Welt gekommen sind.... wir habend fast alle im gleichen KH entbunden ( Krankenhaus ST. Adolf Stift in Reinbek falls das jemandem was sagt).
Fast immer waren es auch sekundäre Sectios, also erst Wehen und sowas und dann doch Kaiserschnitt. Mein kleiner kam auch per (not-)Kaiserschnitt auf die Welt, war aber auch wirklich nötig da während der Wehen die Herztöne immer weiter abgesackt sind, bis sie plötzlich fast ganz weg waren.
Liegt das am Kh, is das alles ein komischer Zufall oder ist es einfach so, dass heutzutage immer mehr Kaiserschnitte einfach notwendig sind?
Ich möchte irgendwann gerne noch ein zweites Kind haben, und wenns am Kh liegt sollte ich mir wirklich überlegen woanders zu entbinden, denn ich würde es gerne auf natürlichem Weg versuchen wenn möglich.
Lg
Jialina
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18 Antworten

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1 Antwort
Ich gebe dir einen guten Rat! Suche dir eine gute Beleghebamme, also eine Hebamme, die dich nicht nur vor und nach der Geburt betreut, sondern mit dir ins KH geht und das Kind entbindet. Solche Hebammen entscheiden nämlich, sofern sie was drauf haben, im Sinne der Mutter und nicht im Sinne der Krankenhauskassen. Ein Kaiserschnitt kann von den Kliniken deutlich teurer abgerechnet werden als eine spontane Geburt und es gibt tatsächlich Kliniken, die mit Vorliebe Kaiserschnitte machen, weil sie daran mehr verdienen können . Aber, nein, es gibt nicht nur noch Kaiserschnitte. In der Hebammenpraxis, in der ich war, kam ein Kaiserschnitt auf vielleicht 8-10 Frauen, zumindest in der Zeit, in der ich da war. Und DA war es dann auch unumgänglich. Es kommt schon auf die Hebamme und das KH an.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 28.11.2011
2 Antwort
es werden allgemein viel zu viele kaiserschnitte gemacht die gar nicht nötig wären! im kh hat man gute chancen schlussendlich einen kaiserschnitt zu bekommen resultierend aus verschiedenen faktoren! es wird viel zu viel in den geburtsverlauf eingegriffen und somit kommt es zu komplikationen, die hätten vermieden werden können wenn man die natur einfach hätte machen lassen. die kaiserschnittrate in dem kh in dem ich die ersten 2 entbunden habe liegt bei über 40%. in dem geburtshaus in dem ich bald entbinden werde liegt sie bei 5%...die statistik spricht für sich und ich finde es einfach nur schrecklich, dass mediziner heutzutage immer mehr davon ausgehen mit dem körper der frau stimme was nicht als dass sie darauf vertrauen, dass frauen zum gebären gemacht sind es geht um profit...ich finds kriminell!!!
tate
tate | 28.11.2011
3 Antwort
in dem kh in dem ich entbunden hab werden normalerweise nur sehr ungern kaiserschnitte gemacht... bei meiner tochter wars auch wirklich nötig, die dicke hummel hätt ich niemals normal rausbekommen... generell machen die auch keine wunschkaiserschnitte wenn nicht mindestens 3 vorgespräche waren... kann auch nur jedem davon abraten dort per ks zu entbinden, die haben den mrsa im gyn-op...
zwergenmamilein
zwergenmamilein | 28.11.2011
4 Antwort
Meine Freundinnen haben fast alle natürlich entbunden. Nur zwei hatten Kaiserschnitte. Allerdings unfreiwillig.
Noobsy
Noobsy | 28.11.2011
5 Antwort
ach...dazu wird heute viel zu oft, gegriffen, obwohl es nich nötig wäre! allerdings is des auch echt krankenhausabhängig! bei uns gibts auch nen kh, wo die total gerne aufschlitzen! da die chronisch pleite sind!
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 28.11.2011
6 Antwort
hab auch schon gehört das es kh abhängig ist.
stern89
stern89 | 28.11.2011
7 Antwort
statistisch gesehen enden 40% aller geburten in deutschland mit einem kaiserschnitt. ich hatte selber auch zwei notkaiserschnitte.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 28.11.2011
8 Antwort
Gibt mehr Kohle fürs KH
SrSteffi
SrSteffi | 28.11.2011
9 Antwort
Es ist leider so, dass sich die Ärzte und Hebammen viel zu viel in den Geburtsverlauf einmischen. Ich hab zwar fast natürlich meine Tochter bekommen, aber wurde künstlich an den Wehentropf angehängt - was ich nie mehr zulassen würde. Dann wird entschieden, wie man sich verhalten soll. Ich hatte zwar eine ganz liebe Hebamme u sie setzte sich auch für mich sehr ein, aber die Ärztin, die immer wieder ins Wehenzimmer kam, hat sehr viel reingepfuscht und wollte sogar einen Kaiserschnitt machen. Aber ich sagte sofort, auf keinen Fall und die Hebamme gab mir recht und es klappte ohne Kaiserschnitt, wie gesagt fast natürlich. Aber der Wehentropf war sehr heftig und hat mich sehr zerissen und ich hatte nachher arge Schwierigkeiten. Ich denk, das passiert mit natürliche Wehen nicht so leicht, da ist es ein wenig schonender. Es wird echt viel zu viel reingeredet u.das was mich am meisten gestört hat, das gesagt wurde, wie man sich hinlegen soll, obwohl ich gar keinen Bock hatte, mich hinzulegen
Helimouse
Helimouse | 28.11.2011
10 Antwort
@Helimouse boah! wenn ich solche geburtserlebnisse höre/lese kommt mir die galle hoch! deshalb werde ich in einem geburtshaus mein nächstes kind zur welt bringen...ich hab genug von dem theater welches sie in kh abziehen! ich wünsche dir, dass deine nächste geburt natürlicher zu und her geht und vorallem, dass du deine gebärposition selbst bestimmen darfst!
tate
tate | 28.11.2011
11 Antwort
@Helimouse: Ich muss dir Recht geben: Der Wehentropf hat mich fast umgebracht. Ich hatte im 30-60 Sekunden-Takt heftigste Wehen, deren Peak gar nicht mehr aufgezeichnet wurde : 7 Stunden lang. Das Resultat war ein Not-KS. Ich weiß nicht, was schlimmer war: Der KS oder die Wehen. @Jialina: Ich schließe mich einigen Vorschreiberinnen hier an: Es wird zu sehr eingegriffen, anstatt die Dinge einfach mal so laufen zu lassen, wie von Mutter Natur vorgesehen. Das geht schon los mit Geburtseinleitungen wegen SS-Diabetes, Kindsgewicht etc. Früher wurde äußerst selten eingeleitet. Heute ist eine Einleitung alltäglich und ganz oft - nämlich weil der Körper und das Baby noch gar nicht bereit sind - enden genau diese Einleitungen im KS. Wenn es bei Dir soweit ist, kannst Du auf eine natürliche Entbindung bestehen. Es sei denn natürlich, ein KS ist aus med. Gründen notwendig. In vielen Fällen ist dies jedoch nicht so. Viel Glück und alles Gute
andrea251079
andrea251079 | 28.11.2011
12 Antwort
naja, wären die mal lieber nach bergedorf oder bis hin nach geesthacht gefahren. in geesthacht sind extrem wenig kaiserschnitte und die dammschnittrate ist auch erstaunlich gering gegenüber anderen krankenhäusern. aber ich persönlich finde das kkh in reinbek auch sehr angenehm . aber es sind immer mehr mütter, die lieber nen kaiserschnitt machen lassen.
2xmami
2xmami | 28.11.2011
13 Antwort
@Helimouse das du dich beispielsweise von der rechten seite auf die linke legen sollst hat nen simplen hintergrund. hat das die hebamme im geburtsvorbereitungskurs gar nicht erklärt? es geht da drum, das die hebamme ja fühlen kann wie das kind liegt. und in bestimmten situationen muß frau sich halt ein wenig ein eine bestimmte richtung bewegen, damit die geburt weiter vorran geht.
2xmami
2xmami | 28.11.2011
14 Antwort
@tate: Richtig so Wenn man weiß, was man will und ein wenig Durchsetzungsvermögen mitbringt, dann ist das die halbe Miete. Und dann noch im Geburtshaus: Da kann nix mehr schiefgehen :)
andrea251079
andrea251079 | 28.11.2011
15 Antwort
@tate Ja das was auch dumm von mir war, ich hab mir viel reinreden lassen, nur beim Kaiserschnitt hab ich ausdrücklich Nein gesagt. Wenigstens das hab ich nicht zugelassen. Ich hatte einfach zuviel Pech, weil dann dauerte es mit der Nachgeburt länger, da machten sie mich auch so nervös, dann das Nähen ist misslungen, nach 2 Wochen kam ich drauf, dass da was nicht stimmt, ich konnte fast nimma gehen. Es wurde ein Plastik vergessen und dann kamen sie noch drauf, dass ich einen Plazentarest auch noch in der Gebärmutter habe. Naja viel Pech ! Ich konnte es erst nach 8 Wochen so richtig mit meiner Tochter genießen und alles wurde endlich besser. Ich weiß nur eines. Nochmal mach ich sowas nicht mit. Wenn ich eine liebe Hebamme finde, dann möcht ich, dass sie mich zu der Geburt begleitet und nachher auch. Ich denk, da mischen sich andere Hebammen und Ärzte nicht ein, wenn alles normal verläuft. Ein zweites Mal macht man so etwas nicht mehr mit !!!
Helimouse
Helimouse | 29.11.2011
16 Antwort
@andrea251079 der ganze Verlauf war ein wenig misslungen. Ein zweites Mal macht man so etwas nicht mehr mit. Die einzige, die sich bemüht hat, war die Hebamme, aber alle anderen waren überhaupt keine Hilfe. Hebamme zeigte mir Übungen und es ging dann in den letzten 1 1/2 Stunden von 10 Stunden heftigen Wehen endlich was weiter und der Wehentropf wurde dann in den letzten 1 1/2 Stunden auch endlich abgedreht. Da spürte ich endlich mal meine natürlichen Wehen und empfand das dann nicht mehr so schlimm !
Helimouse
Helimouse | 29.11.2011
17 Antwort
@2xmami um das ging es ja gar nicht und ich hab sehr wohl im Kurs aufgepasst. Die Ärztin war nie länger als eine 1/4 Std im Raum, wenn sie ihre Kontrolle machte und gab nur blöde Anweisungen, sie hat viel zu viel in den Geburtsverlauf reingepfuscht und ihr erster Gedanke war immer, den Wehentropf noch weiter rauf zu drehen und in den unbequemsten Stellungen zu liegen. Ich bin froh, dass ich die Hebamme gehabt habe, sie zeigte mir sinnvolle Übungen und gab mir Tipps, die hilfreich waren, wo auch was weitergegangen ist. Ohne der Ärztin wär die Geburt sicher normaler verlaufen, aber egal, ein zweites Mal lasst man sich das sicher nicht gefallen.....
Helimouse
Helimouse | 29.11.2011
18 Antwort
@andrea251079 Tut mir sehr leid, dass du einen Notkaiserschnitt auch noch mitmachen musstest. Ja leider ist vieles nicht okay, als normaler Kassenpatient ist man schon recht ausgeliefert !
Helimouse
Helimouse | 29.11.2011

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