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Ohrfeige oder Klaps, Tabu oder nicht so schlimm?

Waikiki
Waikiki
09.12.2013 | 45 Antworten
Ein kräftiger Schlag auf den Po oder eine schallende Ohrfeige?

Nach einer im Jahr 2012 veröffentlichten repräsentativen forsa-Umfrage rutscht rund der Hälfte der Eltern in Deutschland bei der Erziehung noch immer die Hand aus.

Anders als früher schlagen die meisten Mütter oder Väter aber nicht aus Überzeugung zu, sondern aus Hilflosigkeit. Den Großteil der Eltern packt danach das schlechte Gewissen. Erschreckende Wirklichkeit. Für Eltern von kleinen BABYS kaum vorstellbar, jedoch wenn die Trotzphase eintritt oder gar die frühe Pupertät können viele Eltern nicht anders laut Umfrage.

Keiner mag es gerne zugeben und doch müssen zwei Drittel der Kinder damit leben. Unvorstellbar, dass es heute noch so verbreitet ist. Zugegeben, mir ist das in den letzten 11 Jahren auch passiert und ich weiß es war nicht richtig und ich war in den Momenten restlos überfordert. Wie ist eure Meinung zu diesem brisanten Thema?

Die Frage kam von Solo-Mami, vielen Dank!
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45 Antworten

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31 Antwort
Mein Sohn ist 13 Jahre und in der pubertät. Er strapaziert manchmal meine Nerven und es fliegen auch Beleidigungen, trotzdem würde ich nie mein Sohn schlagen, ich werde lauter und er darf mal nicht playstation spielen. viele haben mir schon gesagt, denen wäre die hand ausgerutscht
Petra1977
Petra1977 | 11.12.2013
32 Antwort
Mein sohn ist fast 7 und versteht es schon manchmal uns zu reizen, wie ein ganz großer..aber schlagen würde ich ihn nie, da lieber werde ich kurz laut und dann weiß er, jetzt ist es gut. ich habe damals auch immermal eine aufn arsch bekommen
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 11.12.2013
33 Antwort
Was würde man denn seinem eigenen Kind sagen, wenn es ein halb so großes Kind schlagen würde, weil er gereizt wurde? Das das gar nicht geht. Und man selbst darf das dann bei seinem eigenen Fleisch und Blut? Für mich ist es wie ich schon sagte einfach schwach ein kleineres Wesen zu schlagen. Klar, vielleicht schadet ein Klaps auf dem Po nicht fürs ganze Leben, aber schon allein den Moment in dem es passiert möchte ich meinem Kind ersparen.
Tine2904
Tine2904 | 12.12.2013
34 Antwort
Ich glaube, es ist keine Frage, dass man es nicht darf und es ist auch keine Frage, dass es kein Erziehungsmittel sein darf. Davon abgesehen weiß ein gesunder Menschenverstand, dass Schläge zu keinem Erziehungserfolg führen. Und ich glaube auch, die allerwenigsten Eltern schlagen ihre Kinder, weil sie glauben, dass sie es damit erziehen können. Den allermeisten rutscht die Hand aus, weil sie sich in einer Ausnahmesituation befinden und ihnen die Nerven durchgehen, weil sie sich nicht mehr anders zu helfen wissen. Eltern, denen so etwas schon passiert ist, zu verurteilen, dass sie schwach sind und unfähig, ihre Kinder mit anderen Mitteln zu erziehen, finde ich anmaßend. Und zu glauben, dass Schreien und Beschimpfen besser als Schläge sind, ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss, denn man sollte wissen, dass seelische Gewalt oft tiefere Wunden hinterlässt als ein Klaps auf den Po aus einer Überforderung heraus. Aber ich kenne kaum jemanden, der nicht gerne über das Verhalten anderer urteilt und einsehen möchte, dass er nicht in seinen Schuhen steckt und deshalb null Recht hat, andere zu verurteilen. Wir sind alle nur Menschen und machen es, so gut wir können. Ich genauso wie die arbeitslose, rauchende und saufende Nachbarin, die ihr Kind jeden Tag anschreit und womöglich schlägt. Wir geben alle unser Bestes, auch wenn unser Bestes nicht immer gut genug ist. Ich habe meinen Kindern schon mehrmals einen Klaps gegeben, das gebe ich offen zu. Wenn es mir passiert ist, habe ich aus einer persönlichen Notsituation heraus gehandelt und ja, das war schwach. Aber ich bin deswegen kein Schläger oder eine schlechte Mutter, denn meine Kinder bekommen von mir möglicherweise mehr Liebe und Verständnis als von manch anderer Mutter, die ihr Kind womöglich noch nie angefasst hat. Ich glaube, KEINE Situation lässt sich mit der anderen vergleichen. Eine Mutter mit einem Einzelkind, die nicht arbeitet und keinem Arbeitsdruck ausgesetzt ist, wird womöglich viel mehr Kraft und Geduld für ihr Kind haben, als eine berufstätige Mutter mit drei kleinen Kindern und einem Chef im Nacken, der ihr mit Rauswurf droht, wenn sie noch mal zu spät zur Arbeit kommt, weil eins ihrer Kinder sich MAL WIEDER nicht hat anziehen lässt. Ich spreche dieses Beispiel an, um mal von der Blümchenvorstellung abzulenken, dass man alles immer sanft und geduldig regeln kann oder damit, dass man ja einfach rausgehen kann. Es gibt Situationen, da ist der Druck so immens, dass man sich manchmal nicht anders zu helfen weiß. Ich selber bin seit Mai letzten Jahres im bescheinigten Burnout mit akuten Erschöpfungszuständen und arbeite trotzdem. Zwar nur noch bis Januar, weil ich danach in Elternzeit gehe , aber bis dahin muss ich durchalten. Und ich gebe zu, dass in der schlimmsten Zeit gerade morgens, wenn die Kinder funktionieren MUSSTEN, damit ich pünktlich zur Arbeit kam, das ein oder andere Mal die Hand auf dem Po gelandet ist. Ich stand dann schweißüberströmt und beinahe heulend vor Verzweiflung vor zwei Kindern, die meine Unsicherheit spürten und das als Anlass nahmen, es noch mehr auszureizen und wollte nur noch sterben. Keiner, der das nicht selber schon mal erlebt hat, weiß wie das ist, total hilflos zu sein, voller Angst, mal wieder einen Einlauf vom Chef zu kriegen und einfach JETZT funktionieren zu müssen, damit es nicht im Desaster endet. Natürlich ist das eine Fehleinschätzung der Situation, denn keiner stirbt, wenn ich mal wieder zu spät komme und mir den Scheiß vom Chef anhören muss, der selber keine Kinder hat , dann kann es einen in tiefe Verzweiflung stürzen, wenn die eigenen Kinder in den größten Stressituationen nicht kooperieren mit einer Penetranz, dass man einfach nur blanke Wut und totale Hilflosigkeit empfindet. Warum ich dieses Beispiel anführe? Weil es mich missmutig stimmt, wenn manche Mütter rigoros meinen, dass ihnen das nie passieren würde und dass sie es unverzeihlich finden, wenn es anderen passiert. Mir ist es ein paarmal passiert, nicht oft, aber ein paarmal. Ich habe mir nicht zuletzt wegen dieser Überforderung Hilfe geholt, aber nicht, weil ich mit meinen Kindern überfordert war sondern wegen der Doppelbelastung mit Job und Kindern. Unsere Gesellschaft ist absolut rücksichtslos gegenüber Müttern, die zwei Jobs zu bewältigen haben, den Job, wofür sie Geld kriegen und den Job mit den eigenen Kindern und dem Haushalt, der ohne jede Pause gleich nach der Arbeit weiter geht. Ich habe reagiert und gehe in Elternzeit und seit ich das weiß, ist es nie wieder passiert. Und ich bin sehr bemüht, dass es mir nie wieder passiert. Eine Garantie dafür kann ich nicht geben, ich weiß nicht, ob ich vielleicht noch mal in Ausnahmesituationen geführt werde, in denen ich die Nerven verliere. Ich bin nur ein Mensch und keine Maschine. Aber ich kann versichern, dass meine Kinder all meine Liebe bekommen, die ich zu geben habe. Mit all dem will ich mich nicht rechtfertigen, aber mal eine Situation deutlich machen, die manch einer von denen, die hier den Finger hoch halten, nie im Leben nachvollziehen können. Das soll auch keine Entschuldigung für die wenigen Male sein, wo es mir passiert ist, es ist aber eine Erklärung. Und Mütter wie ich können es nicht gebrauchen, verurteilt zu werden für ihre Schwäche. Denn die allermeisten Mütter, denen es schon passiert ist, haben genug mit sich selber zu kämpfen, dass es ihnen passiert ist und verurteilen sich selber genug dafür. Und wir reden hier ja nicht von Schlägern, die unreflektiert mit dem Gürtel drauf dreschen, sondern von Müttern, die im Affekt einen Klaps auf den Po gegeben haben. Danke fürs Lesen. Wer möchte kann jetzt drauf kloppen.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 12.12.2013
35 Antwort
@Maulende-Myrthe Ich kloppe nicht drauf, sondern du hast mein Respekt , Du sagst , , scheiße mir ist es passiert, , Du lügst Dir da keinen in die Tasche und das ist es was ich schon mal gesagt habe, das wäre noch mal so schlimm, es zu verheimlichen , den das tun viele aber zu anderen sagen, , wie kannst Du nur, ,
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 12.12.2013
36 Antwort
@Maulende-Myrthe so sehe ich es auch, früher gab es auch für meine Süße auch mal einen Klaps, weil ich einfach überfordert mit der ganzen Situation war, mittlerweile, je länger man mit einem Kind zu tun hat und als Elternteil agiert, umso mehr versucht man solche Situationen in Griff zu bekommen, aus Liebe zu seinen Kindern, mir hat das Buch " Kinder fordern nuns heraus, wie erziehe ich es zeitgemäß" welches du mal auch erwähnt hattest, ziemlich gut dabei geholfen. Ich finde jede Mutter die um Hilfe in der Erziehung fragt, ist eine gute Mutter, die anderen inetressieren sich einfach icht für ihre Kinder.
olgao
olgao | 12.12.2013
37 Antwort
@olgao Wenn man Dich falsch verstehen möchte, könnte man meinen Du willst sagen: Jede Mutter MUSS sich Hilfe holen, wenn nicht, interessiert sie sich nicht für ihre Kinder! Dein letzter Satz ist ein wenig unglücklich ausgedrückt
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 13.12.2013
38 Antwort
@Mrs_Burns stimmt, es sollte heißen, dass die jenigen, die um Hilfe in der Erziehung bitten, sich Gedanken um ihre Kinder machen. War gestern wohl zu spät. Die anderen, die überfordert sind, es aber weiterhin nicht ändern und Kinder schlagen, die haben kein Interesse an ihren Kindern.
olgao
olgao | 13.12.2013
39 Antwort
@olgao kein Thema, hab nur gedacht, ich sprech das mal an, bevor es wirklich wer falsch verstehen möchte.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 13.12.2013
40 Antwort
@Mrs_Burns In Antwort 4 von Tine steht genau das. Allerdings nicht von olgao.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 13.12.2013
41 Antwort
Sorry, Antwort 3
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 13.12.2013
42 Antwort
Hallo, und Guten Tag, ichabe hier im Forum nachrichten angeblich v. mir gefunden die ich nie geschrieben habe bitte notfalls meinen account zu löschen MFG. Melaxel
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 13.12.2013
43 Antwort
Das es natürlich Phasen im Leben gibt wo man hilflos ist und über die eigene Wut schockiert ist, die man verspüren kann, kommt vor. Natürlich ist ein burnout ne heftige Sache aber Ich habe mich doch damit auseinander gesetzt was es für mich bedeutet das ich jetzt schwanger bin und ein Kind erwarte . Nen klapps auf den hintern weil dein Kind nicht hört, OBWOHL es ganz genau weiß was du von ihm möchtest und es mit Absicht soweit treibt, das wird mit Sicherheit 90% der Eltern mal passieren.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 13.12.2013
44 Antwort
@maulende: ich finds 1. mal wieder schön wie du geschrieben hast und 2. Gut das du die Notbremse ziehst um dein Wohl und das deiner Familie!
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 13.12.2013
45 Antwort
das thema sollte endlich kein tabu mehr sein sondern erst recht thematisiert werden! finde es auch immer bewundernswert wenn jemand kommt und sagt, habe meinem kind noch nie einen klapps gegeben noch hatte ich je einen solchen gedanken daran . oder wie auch immer! es gab schon oft situationen, da hätte ich eines meiner kinder wirklich am liebsten aus dem fenster geworfen . situationen da war ich kurz davor ne ohrfeige zu verpassen, habe in einer immens unterdrückten wut das kind aber an beiden armen gepackt und mit einer unterdückten stimme, weil ich mich durch schreien selbst noch mehr in meiner überforderung und wut angestachelt hätte, anweisungen gegeben. der gesichtsaudruck des kindes jeweils in solchen situationen sprach bände . ! wirklich besser als einen klapps oder ne ohrfeige war das auch nicht! meine tochter bekam schon mal ne ohrfeige und geschriehen habe ich gewiss schon mehrmals seit ich kinder habe. ob das ein alleiniges zeichen von schwäche ist, sei dahingestellt. menschen haben verschiedene aufgaben . verschiedene schicksale, die einem kraft kosten . hut ab an all die, die damit umgehen als würden sie alles im handumdrehen schaffen und ihre familie trotz teilweise erdrückenden problemen völlig selbstlos auf rosen betten. wer weiss, hätte ich im leben alles was ich als wichtig empfinde . und damit sind nun wirklich nicht die materiellen dinge gemeint . hätte ich mein kind vielleicht auch noch nie angeschriehen oder geohrfeigt. wer weiss, vielleicht könnte eine andere mutter in meiner situation noch viel schlechter mit gewissen dingen umgehen..! man darf nicht verallgemeinern und muss die menschen und ihre situationen als individuen sehen und respektieren. muss sehen was sie aufbringen können zu leisten in ihren möglichkeiten. ich selbst hatte nie probleme damit mich bei dem betroffenen kind für die jeweiligen eskalationen zu entschuldigen und das kind merkte dabei immer, dass ich aus vollem herzen sprach! es sah, mami kann auch schwach sein, aber versucht an sich zu arbeiten! ich denke dass es keine schlechte lektion für ein kind ist, wenn es sieht dass eltern zu ihren fehlern stehen und die probleme angehen! . doch mit was ich wirklich mühe hatte war darüber mit erwachsenen zu reden . mir hilfe zu holen, aus angst als schwache und schlechte mutter abgestempelt zu werden, welche null interesse an ihren kindern zeigt! was bin ich froh eine tolle familienärztin zu haben die mir mal nach einer "beichte" vom mir eröffnete, was alles hinter ihrem äusseren erscheinungsbild als spitzenärztin, die alles im leben erreicht hat was sie wollte und zu ihren kindern ein inniges verhältnis pflegt, steckt! nicht dass dieses erscheinungsbild nicht echt wäre, aber alle menschen haben verschiedene facetten! stark ist seine dünkleren facetten zu erkennen, dazu zustehen und daran zu arbeiten. ich wurde in der tat als kind oft geschlagen . auch mit gegenständen beworfen! eine solche anerzogene verhaltensweise einfach mal mit nem fingerschnipsen zu durchkreuzen ist für mich nahezu ein ding der unmöglichkeit. ich sage nicht, dass ich das nun mit meinen kindern auch genauso mache, aber das thema begleitet mich schon nur in gedanken fast jeden tag! z.b. wenn ich mich erwische wie ich wie meine mutter damals in einer situation eigentlich grundlos laut werde. trotzdem liest man hier von vielen die schlimmes als kind erlebt haben, doch alledem zum trotz erst recht keine gewalt anwenden. ist auch richtig, dass man erst recht keine gewalt anwenden möchte, nur fällt es mir schwer nachzuvollziehen wie das so einfach sein kann, dass mal so mir nichts dir nichts abzulegen! die frage ist zudem, was alles dem begriff gewalt unterzuordnen ist?! nein, es ist in der tat keine entschuldigung sein kind zu schlagen, weil man selbst als kind schläge erlebt hat. aber ich glaube kaum, dass auch wirklich nur eine mutter mit voller überzeugung dies als eine entschuldigung sieht ihr kind zu züchtigen. es sollte nicht länger tabu sein! mütter sollten sich hilfe holen dürfen, wenn sie überfordert und verzweifelt sind, ohne angst haben zu müssen für 2% von dem was n der erziehung stattfindet verurteilt zu werden. die 2% machen die andern 98% nicht einfach unbedeutsam und wer weiss wieviel liebe, interesse, wärme und anstrengung in diesen 98% stecken?
tate
tate | 14.12.2013

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