Integrierte-, oder kooperative Gesamtschule? Oder doch Hauptschule/Realschule?

Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer
10.02.2014 | 25 Antworten
Welche schulform ist/war eure Entscheidung? Warum habt ihr euch dafür entschieden? Oder welche dieser Schulen habt ihr selbst besucht? Was hat seine Vorteile, was seine Nachteile?

Bin auf eure Erfahrungsberichte und Meinungen gespannt.
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1 Antwort
es kommt drauf an, was du für ein Kind hast. Schau aufs Kind- seine Bedürfnisse und dann schau dir die Schule an ... ob die zu den Bedürfnissen deines Kindes passen und auch deinen Vorstellungen entsprechen Pauschal kann man das nicht sagen. Ich hatte für meinen Großen eigentlich die integrative Montessori-Grundschule angedacht, weil ICH der Meinung war, dass diese Form des Lernens für ihn das beste gewesen wäre ... Hätte dafür einen langen zusätzlichen Weg UND Schulgeld auf mich genommen. ER hat für sich aber entschieden, in die anliegende Grundschule zu gehen, weil er dann in seinem Kindergarten weiter in den Hort und auch allein nach Hause gehen kann ... und wie sind total zufrieden- das war eine super Entscheidung!! is also immer abhängig von der jeweiligen Situation
sinead1976
sinead1976 | 10.02.2014
2 Antwort
an dem punkt stehen wir bei püppi noch nich ... die wird erstma dies jahr eingeschult ... was nach der 6.klasse is, wird sich zeigen ... da müssen wir erstma schauen, was für Schulformen noch da sind im ort ... ich bezweifle, dass das Gymnasium hier noch bestehen wird..jedenfalls nich bis zur 13.klasse, sollte mausi da ma hingehen nach Grundschule ansonsten is hier neben dem gym noch ne oberschule, die früher ne realschule war ... ansonsten gabs früher auch noch ne Gesamtschule..die haben sie aber im zuge der neuschaffung der oberschule abgeschafft ... ergo gehen real-und gesamtschüler seitdem auf die oberschule ich ging damals auf die realschule ... Gesamtschule kam für mich damals nich in frage und ob ichs aufm gym mit meinem Leistungsstand gepackt hätte weiß ich nich ... meine schwester ging ab 7.klasse aufs gym und hat da problemlos ihr abi gemacht ... so im nachinein betrachtet, da ja nun quasi der direkte vergleich da war , hät ich das aufm gym auch geschafft, auch wenns für mich ggf mehr arbeit bedeutet hätte ... unmöglich wärs jedenfalls nich gewesen und in manchen fächern war die realschule auch schwerer, als aufm Gymnasium hier aber das hängt eben auch viel von den schulen ab und wie dort der unterricht is ... das Gymnasium hier is mit früher gar nich mehr zu vergleichen ... hat sich alles sehr verschlechtert ... mein mann ging damals auch aufs gym und das war zu heute n himmelweiter unterschied ... und auch wenns an der oberschule noch etliche Lehrer gibt die ich damals in der realschule hatte, hat sich da auch so einiges zum negativen geändert und es is bei weitem nich mehr das was es mal war..leider ... kann auch sein, dass püppi später nen ort weiter in ne weiterführende schule kommt.. ich würd mir, stünde ich aktuell vor der Entscheidung, jedenfalls dreimal überlegen, ob sie hier aufs gym oder die oberschule kommt oder nen ort weiter an eine weiterführende schule, die noch nen weit besseren ruf genießt als die hiesigen..
gina87
gina87 | 10.02.2014
3 Antwort
Da bei uns hier 3 Schulen schließen habe ich leider keine großartige auswahl, die Schule in der ich meine Tochter anmelde ist eine verbundschule , , Hauptschule, Realschule, Gymnasium
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 10.02.2014
4 Antwort
Im deutschen Schulsystem hast du derueit nur die Wahl zwischen Pest und Colera. Im Prinzip ist egal, wo du dein Kind hinschickst, es wird so oder so nicht so gefördert, wie es nötig wäre, um einen selbstverantwortlichen Menschen heranzuziehen, der weiß, wer er ist, was er kann, was er will und was zu tun ist, um unsere Welt zu erhalten. Aber da die Menschen in der Welt noch schlafen, werden die Wenigsten diesen Hinweis verstehen. In ein paar Jahren sehen die meisten dann klarer. Meine Kinder werden an der Waldorfschule angemeldet, da ich dieses System nicht mehr weiter unterstützen werde. Ich bin selber Lehrerin und habe mir in den letzten Jahren ein schönes Bild über das Totalversagen unseres Schulsystems machen können und du wirst in den nächsten Jahren immer mehr Menschen treffen, die das bestätigen werden. Wenn für dich eine Waldorfschule oder eine andere Privatschule nicht in Frage kommt und es eine Gesamtschule sein soll, empfehle ich zur besseren Ausbildung eine kooperative Gesamtschule, sofern dein Kind im mittleren oder oberen Leistunsbereich ist, denn dann hat dein Kind mehr Chancen, sein Potenzial in den vorgegebenen Fächern auszuschöpfen und wird nicht von den schwächeren Kindern gebremst. Wenn es im unteren Leistungsbereich steht, wäre eine integrierte Gesamtschule besser, da ein schwächeres Kind durch die stärkeren hochgezogen werden und von ihnen profitieren kann. Letztendlich sind meiner Meinung nach die Konzepte der integrierten Gesamtschule reine Show. Auf dem Papier sieht alles ganz toll aus, so viele Förderkonzepte, so viele individuelle Förderung und Forderung von Stärken und dahinter stehen Lehrer, die das nicht mehr leisten können, was von ihnen erwartet wird. In Wahrheit wird von dem, was an Qualitäten hochgehalten wird, nur ein Bruchteil sinnvoll umgesetzt. Das meiste ist Blenderei oder bringt gar nichts. Also, wie gesagt, wenn ich die Wahl zwischen integrierter und kooperativer Gesamtschule hätte, würde ich die kooperative nehmen.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 10.02.2014
5 Antwort
@Maulende-Myrthe Du spricht mir aus der Seele, Meine Tochter hasst die Schule mitlerweile bin ich soweit das JA und eine Kinder und Jugend Psychiatrie hinzu zu ziehen da es in der Schule probleme gibt, von den lehrerinnen kommen nur vorwürfe das ich meine Tochter nicht genug fördere, sie geht aber bis 15 Uhr in die übermittagsbereuung sie brauch auch Freitzeit was mir das JA auch gesagt hat, ich hoffe inständig das mir die Erziehungshilfe helfen kann und meine Tochter die letzten Mon. auf der Grundschule gut übersteht.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 10.02.2014
6 Antwort
@Aurora39 Wenn es schon in der Grundschule so weit ist, dass ein Kind die Schule hasst, ist es wirklich schlimm. Das wird an der weiterführenden Schule möglicherweise nicht besser, es sei denn, ihr Hass beruht auf dem Verhalten der Lehrer oder der Schüler, sodass sie in einer neuen Schule eine neue Chance erhält. Ich drück die Daumen, dass ihr es aufarbeiten und in den Griff bekommt.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 10.02.2014
7 Antwort
@Maulende-Myrthe Es ist wohl die Lehrerin Ich hab meine Tochter gefragt warum sie nicht mit macht, die antwort war, , ich trau mich nicht sie ist immer so streng, ,
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 10.02.2014
8 Antwort
meine Kinder gehen mal auf eine Gesamtschule, da bin ich großer Fan, weil man die Entscheidung Abi oder nicht erst im Laufe der Jahre treffen muss. Gymnasium würden die auch locker schaffen, aber da ist bei uns schon im Anmeldeprozess so ein Zwang und Druck dahinter da wirds mir ganz übel. Integration streben ja inzwischen irgendwie alle Schulen, manche machen es halt mehr publik und schreiben sich Integration! auf die Fahnen und was aber im innern passioert ist die andere Frage, andere Schulen machen das ganz selbstverständlich, einfach weil das Kliente so unterschiedlich ist. Oberschule kommt für uns eher nicht in Frage, die Jungs sind die Leistungsspitze in ihren Klassen, aber wenn das nicht wäre, würde ich dennoch für Gesamtschule plädieren, denn manchmal "platzt der Knoten" eben erst später ;)
sommergarten
sommergarten | 10.02.2014
9 Antwort
@Maulende-Myrthe ohne das Waldorfsystem schlechtmachen zu wollen, hat eine Freundin die Erfahrung gemacht, dass man zu 100 Prozent dahinter stehen muss, nichts in Frage stellt, nicht kritisiert und alles toll finden muss, sonst wird man da nicht gerne gesehen. Sie war, als ich sie vor ca. 10 Jahren kennengelernt habe, etwas Öko angehaucht. Teilweise hat sie Fragen gestellt, warum gerade mit diesen Stiften gemalt wird und warum keine Gummibärchen gegessen werden dürfen. Sie war mit ihrer Tochter in einer Waldorfspielgruppe und wollte sie auch im Waldorfkindergarten anmelden, da ist sie aber nicht genommen worden und sie vermutet, dass sie da ganz einfach zu "unbequem" war.
Chrissi1410
Chrissi1410 | 10.02.2014
10 Antwort
@Chrissi1410 Ich denke, das ist auch nicht zu verallgemeinern. Ich möchte nicht von einer Erfahrung auf alle Waldorfschulen schließen. Ich kenne auch jemanden, die schlechte Erfahrung in einem Waldorfkindergarten gemacht hat. Deswegen ist das Waldorfsystem aber nicht schlecht. Ich kenne hingegen Millionen, die schlechte Erfahrungen auf den Schulen unserer aktuellen Schulsystems gemacht haben. Wenn man also auf jede schlechte Erfahrung hören würde, könnte man sein Kind vermutlich in keine Schule schicken. Du kannst mir wirklich glauben, dass ich mir nicht erst seit gestern Gedanken über unser Schulsystem mache und dass ich triftige Gründe habe, die ich hier im Einzelnen nicht aufsführen möchte, warum für meine Kinder wahrscheinlich keine typische Schule in Frage kommt . Da ich aber als Beamter kein Recht habe, das deutsche Schulsystem zu kritisieren, muss ich mich ein bisschen zurück halten. Ich sage dazu in letzter Zeit eh viel zu viel. Im Übrigen: Solltest du als Mutter unser Schulsystem vor unserer Berufsgruppe kritisieren, etwa weil dein Kind Probleme in der Schule hat, wirst du so dermaßen vor die Wand rennen, du ahnst es nicht. Also glaube ich nicht, dass sich das von Waldorfschulen in irgendeiner Forum unterscheidet.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 10.02.2014
11 Antwort
@Maulende-Myrthe da sprichst du wahre Worte.Meine beste Freundin ist Grundschullehrerin.Sinngemäß sagt sie das gleiche wie du. Ich kann das alles gut nachvollziehen.Was du beschreibst, wie mit Eltern umgegangen wird, oder was alles an Regelschulen passiert, höre ich auch viel im Freundes und Bekanntenkreis.Nicht umsonst haben Privat Schulen einen immer größeren Zulauf. Unsere Tochter ist ein KANN Kind und sie wird ein jahr länger im waldkindergarten bleiben.Danach wird sie auch eine waldorfschule besuchen. Es gibt immer Leute die gegen das eine oder andere System wettern. Für unsere Tochter wird die Walsorfschule gut sein.Es wird in kleinen Klassen untrerrichtet.Es wird die ersten jahre alles sehr spielerisch gehalten.Trotzdem halten sie sich auch an einen Lehrplan, den sie erfüllen müssen. Unsere Tochter ist sehr zurückhaltend, schüchtern und verträumt.In einer Regelschule würde sie untergehen.
zickizacki69
zickizacki69 | 10.02.2014
12 Antwort
@Maulende-Myrthe das 100%ige gibt es nicht, das ist klar. Jeder muss für sich und hauptsächlich natürlich für sein Kind das raussuchen, was für ihn am nächsten kommt. Ich weiss nicht, inwieweit Du schon was von der Schule gehört hast, auf die Consti geht, aber sie ist allgemein bis über die Stadtgrenzen hinaus beliebt und wir haben jedes Jahr wahre Anmeldestüreme, auf einen Platz kommen ca. 2-3 Anmeldungen, weiss ich, weil ich jedes mal bei den Anmeldungen mithelfe. Aber auch da gibt es einige Dinge, mit denen nicht alle Eltern einverstanden sind, ganz klar. Ich hab sowieso das Gefühl, dass von Jahr zu Jahr eine grössere Scheissegaleinstellung herrscht, nicht nur in der Schule, sondern allgemein. Aber das ist ein anderes Thema.
Chrissi1410
Chrissi1410 | 10.02.2014
13 Antwort
@Chrissi1410 Es spielt keine Rolle, auf welche Schule Consti geht und ob sie besonders gut oder schlecht ist. Es geht um das heutige Schulsystem, das unsere Gesellschaft und unsere Welt in den Abgrund treibt, weil sie Kinder zu Leistungsaffen erzieht, die nicht wissen, wer sie sind, was sie können und die später ohne jedes Verhältnis zur Natur und zu ihrer Berufung unglücklich werden. Unsere Welt geht den Bach runter mit diesem Wettbewerbsprinzip unserer Gesellschaft, gespiegelt durch das Schulsystem. Ich kann das nicht in 3000 Zeichen erklären und ich darf es auch nicht. Wie gesagt, Lehrer haben kein Recht, sich kritisch über das Schulsystem zu äußern. Das wird bestraft . Ich versuch es trotzdem in aller Kürze. Und das ist auch ein Grund, warum du auch in Regelschulen vor die Wand rennst, wenn du z.B. erzählst, dass dein Kind Mathe nicht kann, aber auch eigentlich Maler werden möchte, was er gut kann und warum er dann in Mathe Nachilfe kriegen muss, wo er doch andere Sachen viel besser kann. Lehrer müssen dagegen sein, weil sie sonst kaputt gehen in diesem Job. In heutigen Schulen werden Kinder alle zu Akademikern herangezüchtet, ungeachtet dessen, wer sie sind und was sie für Stärken haben. Jeder muss am Ende das gleiche können und bitte nur im Kopf arbeiten, nicht mit dem Rest des Körpers. Der Körper ist nur dazu da, den Kopf auf den Schultern zu tragen. Frag ein Kind, welches Verhältnis es zur Natur hat, um sie zu schützen. Es wird dir keine Antwort geben können, es hat keins. Wie kann man etwas schützen, das einem fremd ist, weil es viel zu wenig thematisiert wird? Weil Unterricht nur im Klassenraum über Büchern stattfindet und pure Theorie ist, fern von jeder Lebenswirklichkeit der Kinder? Wann lernen die Kinder, selbstbestimmt zu denken und zu sein? Wann lernen die Kinder, sich wertvoll zu fühlen? Wann lernen die Kinder, bei sich zu bleiben und sich zu entwickeln, ungeachtet dessen, was andere von ihm erwarten? Nichts von all dem wird berücksichtigt in Schulen. Kinder werden zu willenlosen Marionetten, die glauben, Glück bedeutet, eine Familie, ein Haus und vor allem einen gut bezahlten Job zu haben. Und 90% von ihnen werden ihren Job hassen und bei facebook die Sprüche kloppen, dass schon wieder Montag ist und wie sie sich aufs Wochenende freuen. Weil kaum einer von ihnen das tut, was er wirklich mit Freude und aus tiefstem Herzen tun würde, weil er gar nicht weiß, was ihm eigentlich Freude macht und was er aus tiefstem Herzen tun möchte. So funktioniert Schule und so funktioniert unsere Gesellschaft. Und so geht sie zu Grunde. Es wird so nicht funktionieren und ein paar fangen an, das zu verstehen. Die Waldorfschulen machen auch nicht alles toll, Rudolf Steiner hat bereits früh einiges begriffen, was an anderen vorbei gegangen ist. Ich hoffe, es dauert nicht mehr ewig, bis der Rest es auch versteht. Es ist keine Frage, OB die Gesellschaft es rafft. Es ist nur eine Frage WANN.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 10.02.2014
14 Antwort
@zickizacki69 Ich muss da allerdings ergänzen, dass es nicht nur darum geht, wie mit Eltern umgegangen wird. Es geht auch darum, wie mit Lehrern umgegangen wird. Ich schwöre dir, das ist jenseits deiner Vorstellungskraft. In der Gesellschaft wird nach wie vor das Bild verbreitet, wir Lehrer seien faule Schweine, die noch zu viel verdienen. Du hast keine Ahnung, was hinter den Kulissen läuft, was von uns erwartet wird mit einem Lächeln und einem Nicken und wenn du fragst, wie man das schaffen soll, dann wird einem gesagt, ein bisschen Idealismus müsse man schon haben für den Job. Du hast keine Ahnung, mit welcher Eiseskälte die Leute in den Bezirksregierungen sitzen und über uns bestimmen und richten. Und wage es nicht, etwas zu kritisieren. In Aachen haben 40 Lehrer wegen eines Briefs an die Bezirksregierung, in dem die Inklusion kritisch diskutiert wurde, Disziplinarverfahren, Einträge in die Personalakte und sogar eine Suspendierung bekommen. Lehrer haben keine Rechte und schon gar nicht dürfen sie etwas gegen die tollen Ideen sagen, die die Länder uns präsentieren. Wir dürfen nur nicken und ausführen und du hast nicht den Ansatz einer Ahnung, was da alles von uns erwartet wird. Und am Ende, wenn es dann mal wieder schief geht, wer trägt es? Wir Lehrer! Wir sind die Dummen, die unfähig, faul und überfordert sind. Wer das verursacht und was hinter den Kulissen läuft, wissen nur die Lehrer und ihre Obrigkeiten. An die Öffentlichkeit geht davon nichts. Das einzige, was man Lehrern von Heute vorwerfen könnte, ist, dass sie ihren Arsch nicht auf die Straße bewegen und sich wehren. Aber Demonstrieren ist als Lehrer ebenfalls verboten und so ein Beamtenstatus bietet viel Sicherheit, den riskiert man nicht so leicht. Was ich damit sagen will: Ich glaube, Lehrer MÜSSEN Eltern auflaufen lassen, weil ihnen die Hände vielfach gebunden sind. Sie müssen dahinter stehen und sich mit dem Schulsystem identifizieren, damit sie überhaupt weiterhin in Schulen überleben können. Stell dir vor, du bist total dagegen und rennst jeden Tag zur Arbeit, um etwas zu tun, was dir zuwider ist, weil du weißt, dass es falsch ist. Das ist ein Grund, warum so viele Lehrer in den Sack hauen. Ich selber bin seit einer Woche wieder in Elternzeit und merke jetzt erst wieder, wie sehr es mich fertig gemacht hat. Und ich bin ein guter Lehrer, ich habe keine Probleme mit Schülern oder Eltern, um Gegenteil. Die Eltern merken schon, wie ich eingestellt bin, auch wenn ich es natürlich im Dienst niemals an die große Glocke hängen dürfte. Streng genommen darf ich, wie gesagt, öffentlich gar nichts sagen, auch hier nicht, vermute ich. Ich glaube, es wäre für viele Eltern ein Schock, wenn sie wüssten, was eigentlich dahinter steckt, wenn Lehrer "nicht genug" unternehmen. Manche sind unfähig, keine Frage. Aber die meisten KÖNNEN nicht. Na ja, genug geredet. Es ist ein Drama, dass so wenige Leute wissen, welche Wahrheit dahinter steckt.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 10.02.2014
15 Antwort
@Maulende-Myrthe heftig, was Du da schreibst, da muss ich mir erst mal Gedanken machen, bevor ich was dazu schreibe. Aber ähnliches hat meine Mutter auch immer gesagt, sie hat bei einer Bank gearbeitet. Sie mussten den Leuten Anlagen verkaufen, die Sachen in den höchsten Tönen loben, die Vorteile hervorheben, und den Leuten weismachen, es sei das beste für sie, obwohl sie genau wusste, dass es der grösste scheiss war, weil sie eben diese Vorgaben von oben hatten. Ich erinner mich da an einen Fall von vor ca. 2 Jahren, wo einer über 80jährigen Frau ein Zertifikat mit 20 Jahren Laufzeit verkauft worden ist, wo sie vor Ablauf keine Chance hatte, dranzukommen. man kann sich ausrechen, welche Chancen die Gute hatte, ihr Geld nochmal wiederzusehen. Ich kann mir schon vorstellen, dass man es als Lehrer nicht leicht hat.
Chrissi1410
Chrissi1410 | 10.02.2014
16 Antwort
@Maulende-Myrthe Ganz kurz eine Frage zur Waldorfschule ... Meinst du, dass es den Lehrern an einer Waldorfschule auf Dauer wirklich eher möglich ist, eine entspanntere Lernatmosphäre zu schaffen? Letzendlich müssen die doch auch einen Lehrplan erfüllen, oder? Mich macht es auch immer sehr traurig, wenn ich mitbekomme, dass motivierten und engagierten Lehrern quasi jede Möglichkeit genommen wird, wirklich "guten" und interessanten Unterricht zu machen. Bei dem die Kinder wirkliches Wissen erwerben und nicht nur für die nächste Klassenarbeit lernen. Auf was für eine Schule unsere Tochter später gehen wird, kann ich noch nicht sagen. Ich weiß ja noch nicht mal, welche Schulformen bis dahin noch existieren bzw. welche neuen geschafft werden. Deutschland ist da ja immer sehr reformfreudig. Schade nur, dass nie daran gedacht wird, auch die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen. Was mir allgemein einfach wichtig wäre, eine Schule zu finden, auf der mein Kind die Möglichkeit hat, vor allem die persönlichen Stärken zu nutzen. Ich selber war damals auf einem stinknormalen Gymnasium. Vor-/Nachteile? Keine Ahnung ... ich habe mir da nie wirklich Gedanken drum gemacht und bin halt einfach da durch. Aus heutiger Sicht könnte ich mir aber vorstellen, dass ich mich auch an einer Waldorf- oder Montessorischule gut aufgehoben gefühlt hätte.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 11.02.2014
17 Antwort
Mh ... ich weiß das unser bildungssystem versagt, leidee kann ich aber auch nicht viel dagegen tun :- ( für eine Privatschule fehlt das Geld. Ich habe mich für eune integrative Schule für Kai entschieden, da er im Moment ein starker wackelkandidat ist. Er hat Fächer in denen er recht stark ist, leider aber ist er in deutsch nicht sehr gut. Im halbjahreszeugnis hat er eune 4 in deutsch und daher wird er für eine Hauptschule vorgeschlagen. Ich dachte mir einfach, dass er in einer integrativen Schule eben die Chance hätte, in seinen starken fächern weiter gefordert zu werden und eben in den schwachen fächern es etwas langsamer angehen lassen kann. Ich hätte auf einer Hauptschule eben die angst, dass seine starken Fächer im seinem Niveau mit runter gezogen werden, nur damit er un den schwachen fächern nicht unter geht. ich muss ihn am Mittwoch anmelden und ich habe wirklich Angst die falsche Wahl zu treffen. Da ich eben grade seine Zukunft in der Hand halte und ich nicht dafür verantwortlich sein möchte, das er eventuell später eine nicht so gute Zukunftschance hat. Hört sich jetzt doof an, aber es ist so. Ich habe einfach Angst.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 11.02.2014
18 Antwort
@SKKJFP Aber eine Entscheidung ist ja nicht für immer und ewig in Stein gemeißelt, oder? Das heißt, wenn man merkt, dass die getroffene Schulwahl nicht optimal war, besteht doch auch die Möglichkeit, die Schule später zu wechseln. Ich kann mir zwar vorstellen, dass das dann unter Umständen nicht ganz einfach ist, aber möglich sollte das doch sein oder nicht?
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 11.02.2014
19 Antwort
@cgiering Das stimmt. Aber jeder schulwechsel ist ein Hürde. Egal in welche Richtung. Ich möchte schon versuchen, das diese Schule auch die sein wird, in der er seinen Abschluss macht. Und das für ihn, den möglichst besten. Und da ist die schulwahl essentiell.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 11.02.2014
20 Antwort
@SKKJFP Sicher, das wäre natürlich das optimale und verständlicherweise wünschenswert. Ich wollte dir auch eigentlich nur ein wenig die Angst nehmen, falls sich die Wahl der Schule später aus irgendeinem Grund doch nicht als optimal rausstellt.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 11.02.2014

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