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Mein Mann trauert nicht

Fortuna1984
Fortuna1984
25.01.2014 | 13 Antworten
Guten Morgen liebe Mamis,
Ich weiß nicht was ich machen soll am Dienstag ist der Opa von meinem Mann ziemlich plötzlich verstorben. Wenn ich mit meinen Mann darüber sprechen möchte oder über seine Oma blockt er total ab. Wenn ich ihn frage wie es ihm geht sagt er nur:gut wie Solls mir gehen. Er weint nicht und ich komm nicht an ihn ran er redet fast nicht . Wir sind mitten im Umzug und er verkriecht sich in den Gedanken dahin. Ist sehr launisch ! Auch seine Mutter kommt nicht an ihn ran. Nächste Woche ist die Beerdigung und ich wollte eigendlich ohne unsere Tochter dahin ( sie ist gerade 2 geworden) er überlegt aber sie mit zunehmen . Nur wenn mein Mann dann da in Tränen ausbricht wie soll ich mich um ihn kümmern und um meine Tochter die ja gar nicht weiß was da passiert. Ich selbst kann dadurch auch nicht trauern. Meine Mutter hat sich den Tag frei genommen damit sie notfalls unsere Tochter nehmen kann. Habt ihr einen Rat?
Liebe grüße
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1 Antwort
hab geduld. die trauer kommt auf der beerdigung sicher auf. links das kind aufm arm und rechts den männe im arm, das klappt. mein beileid für euch.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 25.01.2014
2 Antwort
Danke es ist nur gerade so schwer weil er so kalt und abweisend ist?
Fortuna1984
Fortuna1984 | 25.01.2014
3 Antwort
Nicht ?? Sondern :- (
Fortuna1984
Fortuna1984 | 25.01.2014
4 Antwort
@Fortuna1984 So sehr Du ihn auch unterstützen möchtest, sich zu öffnen, könnte es auch passieren, dass er sich umso mehr abkapselt. Trauer durchläuft man in mehreren Phasen, die man unterschiedlich in sich austrägt. Ihr meint es gut, wollt nicht, dass er es in sich hinein frisst, aber indem Ihr es ihm zeigt, setzt Ihr auch eine Erwartungshaltung und übt, ugewollt, Druck auf ihn aus. Fragt nicht, wie es ihm geht, sondern beobachtet. Wenn er schlecht gelaunt ist, nehmt es ihm nicht krumm, sondern geht einfach auf ihn zu und zeigt ihm wortlos, dass Ihr ihn versteht. Aber behandelt ihn auch nicht wie ein rohes Ei. Du darfst ihn also, in einer wirklichich ruhigen Minute darauf ansprechen, dass Du Dir Sorgen machst, dass er die Trauer in sich hinein frisst. Aber das dann auch nur einmalig und nicht immer wieder wiederholen. Vielleicht möchte er Eure Tochter auch dabei haben, weil ihm selbst das Kraft verleiht. Es ist schwierig, mit einem Trauernden richtig umzugehen. Im Grunde gibt es da auch kein "richtig", sondern nur ein "einfühlsam".
Moppelchen71
Moppelchen71 | 25.01.2014
5 Antwort
Ja da hast du recht aber z.b hab ich ihn nur gefragt ob wir seine Oma anrufen wollen und er dreht sich um und redet kein Wort mehr .
Fortuna1984
Fortuna1984 | 25.01.2014
6 Antwort
Ich habe nach dem Tot meiner Oma auch lange gebraucht . Sie war für mich Mutter/Vaterersatz. Als ich es erfuhr, war ich still, habe es geschluckt und weiter gemacht . denn es war Heiligabend- vorletztes Jahr. Aber danach ging es weiter, ich habe mit meinem Mann nicht drüber gesprochen, hin und wieder wenn keiner geguckt hat, liefen mir ein paar Tränen, ich hab sie weggewischt und weitergemacht . es hat bei mir auch gedauert bis ich darüber gesprochen habe . gut 4-5 Monate . und ich habe es erst vergangenes Weihnachten begriffen- da ist es wirklich erst angekommen, dass sie nicht mehr da ist . Gib ihm Zeit! Meine Oma wurde nicht beerdigt sondern anonym verbrannt, also weiß ich nicht ob die Trauer hätte schon früher kommen können..denn mir hat der Abschied schon irgendwo gefehlt. Ich würde die Kleine nicht mitnehmen, ich denke das ist für euch alle drei die bessere Entscheidung . und vielleicht löst sich ja auf der Beerdigung doch etwas bei ihm . und dann hast du Die Arme frei . Mein Beileid .
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 25.01.2014
7 Antwort
Vor fast genau 3 Jahren ist der Opa meines Mannes verstorben. Mein Mann war genauso nur nicht drüber reden wenn man ihn gefragt hat ging es ihm gut und abgeblockt hat er immer ich kam nicht an ihn ran. Das änderte sich bei der Beerdigung so habe ich meinen Mann noch nie erlebt. Da ließ er seine Trauer zu und seinen Gefühlen freien lauft. Meine Schweiger Mutter wollte ihn trösten und auffangen da hatte ich erstmal mein tun sie von ihm weg zu bekommen, da sie einfach nicht merkte das er sie gerade nicht um ihn haben wollte . Jeder geht mit Trauer erstmal anders um und gerade Männer reagieren oft mit Abwehrhaltung, denn sie sind ja oft der Überzeugung Männer müssen stark sein, Männer weinen nicht etc etc. Im Moment kannst du nicht viel machen, aber wenn er sich öffnet sei an seiner Seite. Sei seine stütze und fang ihn auf in dem Moment wo er es nicht mehr schafft. Früher oder später kommt der Moment. Mein herzliches beileid.
Jacky220789
Jacky220789 | 25.01.2014
8 Antwort
Das ist wahrscheinlich seine Art der Trauer. Zeig ihm dass du da bist wenn er dich braucht aber lass ihm den Abstand den er jetz braucht. jeder geht mit Todesfällen und Trauer anders um. Du solltest ihn in Ruhe lassen und ihm nicht aufzwingen was du als richtig in der situation empfindest. So wie du sein verhalten nicht verstehst versteht er wahrscheinlich deins nicht. Jeder soll für seine eigene Art zu trauern den Raum dazu haben.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 25.01.2014
9 Antwort
Erst einmal: mein herzliches Beileid! Er war ja auch immerhin dein Schwiegervater. Ich persönlich glaube, dass jeder Mensch auf seine Art trauert. Es gibt Trauernde, die ihre Gefühle nicht zeigen, aber innerlich ein Trauerprozess stattfindet. Wenn er seinen Vater geliebt hat und ein gutes Verhältnis zu ihm hatte, dann wird er trauern. So eine Beerdigung ist in den meisten Fällen sehr emotional und mit vielen Tränen. Ich weiß ehrlich nicht, was ich machen würde mit meinem 2-Jährigen. Meiner würde diese Tränen und die Verzweiflung nicht verstehen. Mein 5- Jähriger schon. Schade dass du dich dadurch selbst in deinem Trauerprozess beeinträchtigt fühlst! Lass doch auch deinen Mann seine Trauer selbst finden und suche dir jemandem mit einer starken Schulter, damit du weinen kannst!
mama-von-jungs
mama-von-jungs | 25.01.2014
10 Antwort
@mama von Jungs danke für dein Beileid aber es war sein Opa nicht sein Vater. Liebe grüße
Fortuna1984
Fortuna1984 | 25.01.2014
11 Antwort
Oops . sorry. Missverständnis!
mama-von-jungs
mama-von-jungs | 25.01.2014
12 Antwort
Wieso muss man weinen? Wieso muss man das breit reden? Versteh mich bitte nicht falsch aber nicht jeder trauert gleich. Wenn er schlecht drauf ist und er sich zurück zieht, ist das doch auch ein Zeichen das es ihn beschäftigt. Ich würde ausrasten wenn dann andauernd jemand fragt wie es mir geht und mit mir darüber reden will. Irgendwann wird er darüber reden wollen, aber bis dahin sei einfach für ihn da. Ich weiß ja nicht wie die Verhältnisse sind aber vielleicht kannst du mit seinen Eltern oder der Oma reden, wenn dir das bei deiner Trauer hilft.
Junibaby
Junibaby | 25.01.2014
13 Antwort
Es ist nicht an dir, ihn dazu zu bewegen, zu trauern. Außerdem weißt du nicht, ob er trauert. Man muss nicht weinen, um zu trauern und jeder geht mit Trauer anders um. Es gibt kein Schema, an das man sich halten muss, damit man es richtig macht. Jeder macht es so, wie es gut für ihn ist. Du darfst aufhören zu bewerten, wie gut oder schlecht er mit dem Tod seines Opas umgeht. Und du darfst auch die Verantwortung abgeben, dass du ihn in dem Moment, wo er möglicherweise auf der Beerdigung seine Traurigkeit zulässt und weint, auffangen musst. Er ist schon groß, er wird einen Weg finden. Zur Zeit bist du ja auch nicht seine große Zuflucht, bei der er sich ausweint. Vielleicht will er deinen Trost momentan auch gar nicht, vielleicht setzt es ihn eher unter Druck zu spüren, dass du von ihm eine bestimmte Reaktion erwartest, die er nicht in der Lage ist, dir zu liefern. Also fahre auf die Beerdigung und respektiere seinen Wunsch, wenn er deine Tochter mitnehmen möchte. Und wenn er vor deiner Tochter weinen sollte, dann lernt dein Kind einzig, dass es verschiedene Facetten von Gefühlen gibt und dass alles normal und gut ist. Freude wie Trauer. Vielleicht möchte er gerade dann deine Tochter bei sich haben, weil sie ihm den Halt und das Wissen gibt, dass Geburt und Tod zum Leben dazu gehört. Deine Tochter verkörpert den Anfang, das ist ein schöner Trost, finde ich. Und vielleicht wird er auch gar nicht weinen, das weißt du nicht. Egal, was er tut, es ist alles richtig und gut, weil er es so tut, wie er es braucht. Und du wirst spüren, was du zu tun hast. In keinen Fall wirst du in Konflikt kommen, wenn du dich auch um deine Tochter kümmern musst. Du hast nur ein Kind, nicht zwei. Versuche vielleicht, nun mehr bei dir zu bleiben und sei aufmerksam, was deine Mann jetzt braucht. Er wird dir zeigen, ob er Nähe oder Abstand braucht. Akzeptiere es und nimm es nicht persönlich und vor allem bewerte nicht, ob er richtig trauert oder nicht. Das ist nicht deine Sache.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 25.01.2014

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