Was mach ich nur falsch? Setze ich uns zu sehr unter Druck?

Cleopatra1980
Cleopatra1980
12.10.2014 | 9 Antworten
Zur Problematik: Mein Sohn (wird im Februar 10 Jahre alt) ist jetzt in der vierten Klasse und ich bin mit ihm fast am verzweifeln. Durch Gespräche mit seiner Lehrerin weiß ich das er gerade in den Kernfächern (speziell Deutsch und Mathe) kaum hinterher kommt da er in der Unterrichtszeit lieber vor sich hinträumt. Auch "vergisst" er immer wieder mir wichtige Informationen zu übermitteln bzw mir die Eintragungen der Lehrerin im HA-Heft zu zeigen (da muss ich jeden Tag hinterher sein). Auch Hausaufgaben macht er nur widerwillg, und er hat täglich welche auf. Mit seinen Schulsachen geht er auch um wie sau... da fliegen die losen Blätter in der Schultasche umher ... die Federtasche ist zur hälfte ausgeräumt und das Kind "weiß" nicht mehr wo die Sachen sind.

In der Klasse hat er eine Mitschülerin die sich bereit erklärt hat so eine Art Patenschaft für ihn zu übernehmen um ihm zu Helfen besser im Schulalltag zurecht zu kommen und auch den Unterrichtsstoff zu schaffen. Aber diese Hilfe will er nicht so recht annehmen.

Nun hatten wir ein gemeinsames Gespräch mit der Lehrerin und haben versucht ihm klar zu machen das er nicht für uns lernt, sondern für sich selber. Das es wichtig ist das er jetzt gut mitkommt und auch die Leistung zeigt zu der er fähig ist (ich erwarte nicht das er ein einser Schüler wird, aber für vierer und fünfer ist er zu schlau).

Dieses Gespräch ist jetzt auch bereits vier Wochen her ... und die erste Zeit wirkte es so als hätte es was gebracht ... aber er macht seid zwei Wochen wieder so weiter wie bisher.

Und nicht genug das er in der Schule so schlammt ... er hat auch noch ein paar andere Sachen gucken lassen die gar nicht gehen.

Z.B. hat einer unserer Nachbarn ihn beim Schwänzen erwischt und er ist einen Tag über zwei Stunden zu spät nach Hause gekommen nach der Schule (Schulweg ist max 15 min).

Seid Wochen rede ich nun immer wieder mit meinem Sohn. Wir haben auch des öfteren gemeinsam Regeln und Ziele vereinbart und auch die Konsequenzen (positive wie auch negative)welche folgen wenn die Regeln eingehalten oder nicht eingehalten werden. Doch leider muss ich immer öfter negative als positive Konsequenzen ziehen. Das macht mir als Mutter nun auch keine Freude mein Kind immer "bestrafen" zu müssen .... ich möchte ja doch das er glücklich ist. Nun schwanke ich also zwischen notwendigen Erziehungsmaßnahmen und dem Wunsch mein Kind glücklich zu sehen.

Wie kann ich da bloß was ändern?? Wie mach ich ihm das notwendige am lernen begreiflich ohne ihn zu sehr unter Druck zu setzen? Wie bringe ich meinem Sohn das lernen bei???
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9 Antwort
hmm kann ich auch was dazu sagen.. und zwar ist es so mein partner hat ne tochter die ist 9 jahre alt zwar noch nicht in der vierten klasse... aber das ist sehr sehr schwer gewesen für sie... manchmal ist es so das sie überhaupt gar keine lust hat... und dann kommt zei mal im monat dieses gespräch eines bei ihrer mutter falls sie das ein hält weiss ich nicht auf jedenfall gibt es dann immer ein gespräch und es ist so wichtig ist das sie die abwechslung zwischen lernen und spielen haben man könnte ja auch ein lern spiel zusammen gestalten ohne dann zwanghaft an den aufgaben zu sitzen ... bei uns klappt das eigentlich prima und wenn sie dann bereit ist mehr zu macehn gibt es dann eine kleine belohnung das wird ann am gespräch fest gelegt sie sagt dann waas ihr welche arbeit wert ist und wir schauen ob es dann ungefä#hr in den plan passt
mama2015
mama2015 | 14.10.2014
8 Antwort
@Maulende-Myrthe super Text!!! deine Worte werd ich mir merken, sollte der Fall bei meinem Sohn eintreffen, wovor ich auch etw Angst habe, denn viel kann man als Eltern nicht machen, wenn das Kind überhaupt keine Einsicht hat.... Wie BLE09 schon sagte. Ich glaube auch, dass es eine bestimmte Ursache für sein Verhalten gibt. Ich habe die Schule eigentlich immer geliebt, aber auch ich habe in der 10ten Klasse mal geschwänzt. ABER nicht, weil ich kein Bock hatte, sondern wegen Mobbing und, weil keiner was dagegen getan hat...
JessYLe
JessYLe | 13.10.2014
7 Antwort
PS: UNd meine Eltern haben mir in 12 Jahren chule auch 2 Mal gestattet zuhasue zu bleiben, weil ich gaaar nicht hinwollte, und ne Test/ ne Schularbeit nachzuschreiben. Und ich durfte auch in der Früh Aufgabe schreiben, dann stand ich eben um 5:30 auf. So haben wir die Schule gemeistert, und ich dann das Studium. Druck der Eltern hat bei mir nie funktioniert, da ich selber immer den Druck ganz allein gespürt hab, und das machte es noch schlimmer...
BLE09
BLE09 | 13.10.2014
6 Antwort
Schwierig, denn das "Lernen" können ist Talentsache. Kommt die Pubertät hinzu, kommen einige an ihre Grenzen. Ging mir auch so. Meine Eltern haben mir sehr geholfen, indem sie meine "Schlamperei" eben akzeptiert haben. Ich war nie ordentlich. Das liegt mir eben nicht im Blut. Ich habe auch massive Probleme mit der Aufmerksamkeit. Mir hat geholfen: o) Musik beim Aufgaben schreiben, dann war es nicht sooo öd. Bzw. bei Mama in der Küche sitzen. Schlimmste Strafe war: ruhig am Schreibtisch. Das kann ich heute noch nicht. o) Mit Küchenwecker: nicht so schön, wie möglich, sondern so schnell und effizient wie möglich. Küchenwecker hilft auch beim Schultasche packen, anziehen, etc.... Zeitdruck tut mir immer gut, da ist plötzlich die Konzentration besser und die Leistung besser. Nicht beider kombinieren, nur entweder oder. ;) zum Schwänzen: das hatte bei mir ganz konkrete Anlassgründe und ging so weit, dass ich vor der STunde von Lehrer X die Klasse und Schule verließ, und danach wieder kam. Im Alter Deines Sohnes hat er wohl gehofft, es merkt keiner :) - reden, das hat sicher ne konkrete Ursache. Alles Gute!
BLE09
BLE09 | 13.10.2014
5 Antwort
@Maulende-Myrthe danke für diesen text! das ist genau das was ich letztens versucht hab meiner mutter zu erklären, aber ich hab die worte nicht gefunden
DASM
DASM | 13.10.2014
4 Antwort
Es ist offensichtlich, dass dein Sohn keine Freude am Lernen in der Schule hat. Was ja auch kein Wunder ist, so wie Schule aufgebaut ist. Du hast das Pech, dass du einen Sohn hast, der sich nicht in das Schema F pressen lässt, was die Schule so gerne möchte . Ihr habt ihm gesagt, dass er für sich selber und nicht für die Schule oder euch lernt, aber das ist leider nicht sehr glaubhaft im deutschen Schulsystem. Denn das, was er lernt, hat in der Regel wenig mit seiner Lebenswirklichkeit zu tun, weswegen er sich die berechtigte Frage stellen wird, wozu er das alles lernen soll und warum erst recht für SICH, wenn es für ihn doch keine Bedeutung hat. Dann bekommt er noch Noten und wird vollständig über diese Noten definiert, obwohl sie rein gar nichts über ihn als Person und seine Stärken aussagen. Also ist der Satz, dass er für sich lernt, total hinfällig und wenn er schlau ist, hat er das erkannt. Zudem wird er vermutlich in dem, was er wirklich tun möchte und tun könnte, total beschnitten. Wenn ich die Chance hätte, würde ich versuchen rauszufinden, was seine Neigungen und Stärken sind, damit ich die wenigstens außerhalb der Schule fördern und ihm Raum dafür könnte. Zudem würde ich versuchen, nicht mit Strafen sondern mit Belohnungen zu arbeiten. Was macht er besonders gerne, gibt es etwas, ein Hobby, das er liebt oder gerne beginnen will? Immer, wenn er gut gelernt hat , gib ihm Raum, um das, was er liebt, zu tun. Stelle das auch in Aussicht, damit er einen Sinn darin sieht, das zu lernen, was er eigentlich nicht will. Dieses Schulsystem unterdrückt Kreativität und Lernen an der Welt. Die meisten Kinder werden in ihrer Kindheit diesbezüglich so angepasst erzogen, dass sie in der Lage sind, sich zu fügen und trotzdem zu lernen, was von ihnen erwartet wird. Aber manche Kinder sind eben nicht so angepasst, die wenigsten sind einfach faul oder nicht schlau genug, sie sind nur einfach so charakterstark und oft intelligent, dass sie sich nicht vorschreiben lassen wollen, was sie lernen müssen, erst recht nicht, wenn es für sie keinen Sinn macht. Also muss man diese Kinder eher darin unterstützen, dass sie das lernen, was für sie Sinn macht. Problem ist natürlich, dass wir nur dieses eine Schulsystem haben und er zumindest ein Mindestmaß an Bereitschaft aufbringen muss, das nötigste in seine Rübe zu hämmern. Und das erreichst du definitiv nicht über Strafen, sondern nur über Belohnung. Vielleicht ist es für dich eine Alternative, ihn an einer Waldorfschule oder einer anderen alternativen Schule unterzubringen, die mehr auf die Stärken der Schüler eingeht und mehr Wert auf kreatives Arbeiten legt.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 13.10.2014
3 Antwort
Machst du ihn glücklich wenn du so handelst wie er in der welt rum läuft? Nein, dann behalte deinen weg bei. Auch wenn es schwer ist. Du bist damit das Vorbild auch wenn du zur Zeit die doofe Mama bist ;-)
daven04
daven04 | 12.10.2014
2 Antwort
oh man, da haste ja den Kopf voll. Meine Große ist 12 Jahre alt und nicht ganz so krass drauf, jedoch hat auch sie ihre Probleme alles ordentlich zu führen, die HAs pünktlich zu machen. Bei uns werden Hausaufgaben stehts nach der Schule gemacht, ehr gehts nicht zum Spielen. Gibt es da Schwierigkeiten ist ihr Handy ganz schnell weg - damit kriech ich sie meistens, da sie nach der Schule immer mit ihren Mädels chattet. Sanktionen wie gänzliches Handyverbot, Stubenarrest oder TV-Verbot brauchen wir nur wenig durchziehen - wenns aber nötig ist, dann zieh ich das schon mal für 2-3 Tage durch. Sie kennt die Regeln und weiß was passiert, wenn sie sich nicht daran hält. Ihr ist bewußt, dass ich angekündigte Dinge auch durchziehe. Solange das bei deinem Sohn so sehr schief läuft kontrolliere ihn. Wie in der 1. Klasse. Was das schwänzen betrifft - da mußte jetzt ganz hart sein. Entziehe ihm eine Freiheit die er sehr schätzt. Scheiß auf das Glücklichsein - damit kommt er nicht weit in diesem Punkt. Er muß begreifen, dass manche Dinge gehen und manche Dinge auch nicht. Und das ist eins davon. Du mußt da Druck ausüben. Je mehr er mitmacht, um so weniger kannst du ausüben. Verfällt er wieder in sein altes Muster erhöhe den Druck wieder. Er muß lernen, dass sein Handeln Konsequenzen hat. Verlorene Dinge, die zum wiederholten Male angeschafft werden müßen, weil er schlampig ist kauft er zukünftig von seinem Taschengeld. Komm von der Schiene weg, dass du möglichst wenig Druck ausüben willst - weil langfristig funktioniert die HeitiDeitiWelt nicht
Solo-Mami
Solo-Mami | 12.10.2014
1 Antwort
Du machst ja schon ganz viel richtig. Wichtig wäre es zu wissen, warum er so ist. War er schon immer so oder hat das irgendwann angefangen? Denn wenn es erst mit zunehmendem Alter war, dann wird es sicherlich einen Auslöser geben, denn einfach nur Null-Bock gibts nicht. Da ist immer etw, dass zu diesem Uninteresse führt. LG
JessYLe
JessYLe | 12.10.2014

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