Was haltet ihr von dem text

lafra996
lafra996
16.02.2012 | 20 Antworten
Kind wieder Kind sein lassen!
von schuchardt1972 | #1
Ich hatte eine „schwere Kindheit“: Ich wurde in den 1970iger Jahren geboren. Wir hatten nur drei Fernsehprogramme und anfangs noch nicht mal Telefon. Ich wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf. Meine Eltern hatten keine Zeit und auch kein Geld für Pekip oder einen Babyschwimmkurs. Leider – oder Gott sei Dank - hatten sie auch kein Geld für einen Babygebärdensprachkurs. Wie viel früher hätte ich ihnen sonst von meinen Sorgen und Nöten erzählen bzw. gebärden können?! Aber unsere Tochter soll es nun besser haben. Wir stehen vor einer breiten Auswahl an Möglichkeiten: Knigge-Kurs für 5-jährige, Chinesisch ab 3 oder Gebärdensprachkurs für Babys. Herrlich! – Aber mal im Ernst: Kann es sein, dass die Eltern, gerne die mit höheren Schulabschlüssen und Selbstverwirklich, den berühmten Schuss nicht gehört haben?!? Offensichtlich ist es so, dass mit sinkender Geburtenrate in Deutschland, mehr und mehr der Tanz um das goldene Kalb in Form einer zu melkenden Kuh veranstaltet wird. Nicht nur das Eltern heutzutage Oper einer geschickt eingefädelten Werbemasche sind, in der der Nachwuchs in einer „Tummy Tub“ (einer Art Badeeimer, nur teurer) gebadet, im Designer-Kinderwagen mit iPhone-Halterung rumkutschiert wird oder die Hinterlassenschaften der Stammhalter im einem „Windel-Twister“ für teures Geld gequetscht werden, nein, jetzt werden ihnen auch noch Kurse angeboten, ohne diese der Nachwuchs in unserer Leistungsgesellschaft angeblich sonst nicht überleben kann. Liebe Eltern, lasst Euch nicht kirre machen, nur weil Ihr Euch nicht für mindestens drei Babykurse angemeldet habt. Meine eigene Erfahrung als Vater zeigt: Die beste Entwicklung nimmt ein Baby, wenn es von seinen Eltern geliebt wird. Der größte Kreativmotor dabei ist „Langeweile“, mit der neue Erdenbürger sich und seine Umwelt erforscht. Sicherlich ist ein Babygebärdensprachkurs nicht schädlich, aber nützlicher bleibt die Ruhe und Zeit, die man sich für und mit dem Kind nimmt. Ein Besuch einer Krabbelgruppe ist für die Eltern als Erfahrungsaustausch viele wichtiger als für die Kinder und ein Babyschwimmkurs macht einfach nur Spaß. Aber alles andere kann man sich wirklich schenken, ohne dabei befürchten zu müssen, dass das Baby etwas verpasst. Mit dem ersparten Geld können die Eltern dann in den Kurs „Kind wieder Kind sein lassen“ gehen - Offensichtlich gibt es dafür einen Bedarf….
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20 Antworten

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1 Antwort
Läßt sich nix dagegen sagen, ist ein netter Beitrag. Sehr in meinem Sinne. Wobei, die kreative Langeweile eben auch ein entsprechendes Umfeld braucht - viel Natur, wenig Gefahren und wenig Kontrolle durch Erwachsene ist leider oft nicht realisierbar, obwohl angeblich gut für die kindliche Entewicklung.
BLE09
BLE09 | 16.02.2012
2 Antwort
Ich geh nicht mal mehr in die krappelgruppe. Dieses ständige vergleichen und übertrumpfen ging mir sowas von auf den sack. Meine Tochter hat auch so viel Kontakt zu anderen Kindern, auch in ihrem alter.
wossi2007
wossi2007 | 16.02.2012
3 Antwort
@wossi2007 Ja aus dem Grund bin Ich auch in keiner Krabbelgruppe beigetreten Eltern können echt schrecklich sein
rosafant1980
rosafant1980 | 16.02.2012
4 Antwort
ich persönlich finde es auch übertrieben diese ganze kurse. der mann hat vollkommen recht nen kurs kind wieder kind sein lassen is besser
lafra996
lafra996 | 16.02.2012
5 Antwort
@rosafant1980 da muss echt aufpassen sonst melden die das dem JA, weil man das Kind nicht genug fördert weil es mit 6monaten immer noch nicht den eigenen Namen tanzen kann.
wossi2007
wossi2007 | 16.02.2012
6 Antwort
ich halte davon auch nicht viel der mann hat für mich den nagel auf den kopf getroffen
lafra996
lafra996 | 16.02.2012
7 Antwort
Das ist mal ein sehr guter Beitrag. Das ist mir bei manchen auch schon aufgefallen, dass so viele Eltern einfach nur andere mit ihrem Kind übertrumpfen wollen. Ich finde sowas schlimm
Jinja87
Jinja87 | 16.02.2012
8 Antwort
finde auch das das ein sehr guter beitrag is heutzutage müssen kinder einfach viel zu viel an kursen etc machen nur damit die eltern den ruhm haben freizeit oder zeit mit den eltern gibts da keine:-
hoffebaldmami23
hoffebaldmami23 | 16.02.2012
9 Antwort
also mein Sohn ist nun 24 Wochen beherrscht perfekt die Gebärdensprache, spricht suahelisch, tanzt den eigenen Namen, läuft und spielt Klavier.. ich finde die ganzen angebotenen Kurse haben was gebracht ... :-) Pekip kann ich auch zu Hause haben Kamin an Wohnzimmertür schließen Kind ausziehn und mit ihm turnen/spielen wie ich es sonst auch mache ... ein Babyschwimmkurs wird nur besucht weil er unter das Kiss Syndrom leidet und dieser speziell für die Kinder ist und er bereits 20 mal Krankengymnastik hinter sich hat und mehr zahlt die Krankenkasse nicht ... wenn ich etwas gutes für mein Kind machen möchte gönne ich ihm Ruhe und Zeit die er benötigt um neue Dinge zu erlernen und gehe nicht in irgendwelchen Gruppen in denen man unter Druck gesetzt wird ... wenn man sein Kind auch mal für ein paar Minuten alleine lässt lernt es auch sich alleine zu beschäftigen ... das geld was ich nun spare gebe ich lieber für Zoo Besuche oder urlaub zusammen mit meinem Kind aus
hummel87
hummel87 | 16.02.2012
10 Antwort
Das ist ein guter Betrag. Genau so seh ich das auch.
mamavjulian1983
mamavjulian1983 | 16.02.2012
11 Antwort
PS: Und ja, Krabbelgruppen sind primär für die Mütter - und das hab ich dringend gebraucht. Jeder der weit weg von Freunden und Verwandten ein Kind bekommt, kann das sicher nachvollziehen. Ich war soo froh endlich mit jemandem von angesicht zu angesicht reden zu können! Und babyschwimmkurs ist so der Klassiker, wo mal Papa oder Oma etwas "Besonderes" mit dem Nachwuchs machen können - auch wenn ich nur Krabbelgruppe in Anspruch genommen hab, bin ich dankbar für diese Angebote, denn das natürliche Groß-Familiengeflecht, wo man sich einfach untereinander besucht, und da sind dann immer ein paar Kinder dabei, ist heutzutage ausgedünnt. Klar "braucht" man die Kurse nicht. Aber gerade die Gratis-Angebote bzw. Günstig-Angebote, die eher einen sozialen Aspekt haben, will ich nicht missen! Aber genau so lese ich das auch aus obigem Artikel heraus.
BLE09
BLE09 | 16.02.2012
12 Antwort
so is es krabbelgruppen oder das babyschwimmen ist auh ok muss jeder selber wissen aber wie du schreibst mehr für die muttis
lafra996
lafra996 | 16.02.2012
13 Antwort
Cooler Text. Erstmal.Aber wenn ich mal hierauf eingehen darf: "Sicherlich ist ein Babygebärdensprachkurs nicht schädlich, aber nützlicher bleibt die Ruhe und Zeit, die man sich für und mit dem Kind nimmt." Den Kurs machen ja die Eltern, nicht das Baby. Das ganze Ding klappt auch nur, wenn sich die Eltern SEHR intensiv, mit viel Geduld und Ruhe, ihrem Baby widmen. ALso eigentlich passiert das Gegenteil von dem, was der Autor hier kritisiert. Vielleicht kann man über so etwas schmunzeln, wenn man sich nicht damit auskennt. Klingt ja auch ertsmal komisch. Aber gerade diese Gebärden-Sache ist etwas, das sehr kommunikative Kinder hervorbringt, und -ja, die das SPRECHEN lernen. Denn das Prinzip funktioniert nur mit viel verbaler Zuwendung . Denn woher soll das Baby sonst wissen, welche Handbewegung für welches Ding steht? Aha ... Außerdem sind etliche Kurse eh für die ELtern gedacht.Baby schläft, Mutti schnattert :)
sommergarten
sommergarten | 16.02.2012
14 Antwort
Ich sehe den Beitrag mit etwas anderen Augen. In keinem Lebensalter sollten die Eltern versuchen, andere Kinder zu übertrumpfen. Aber nicht jeder Erwachsene, der mit seinem Kind einen Pekip-Kurs besucht oder zum Babyschwimmen geht, hat dabei derartiges im Sinn. Ja, der Mensch ist 1970 geboren und es gab sicher nicht die Beschäftigungsmöglichkeiten für Babys, die es heute gibt. Das heißt aber nicht, dass diese deshalb schlecht sind. Nun, 40 Jahre später, ist die Forschung auch ein wenig weiter, die sich mit der Entwicklung von Babys und Kindern befasst. Und da gibt es durchaus positive Meinungen, was z. B. den Besuch eines Schwimmkurses angeht. Daran haben ganz sicher viele Babys Spaß. Ich selbst werde mit meinem Baby ab März einen Pekip-Kurs besuchen und ab Mai zum Babyschwimmen gehen. Ich mache das, weil ich davon ausgehe, dass es meinem Kind Freude bereitet und nicht aus den o. g. Gründen! Und ist es etwa verwerflich, wenn ich mich als Mutter freue, unter Gleichgesinnte zu kommen?
andrea251079
andrea251079 | 16.02.2012
15 Antwort
@andrea251079 nein ist es nicht aber viele mütter übertreiben es darum geht es ja eigentlich nur
lafra996
lafra996 | 16.02.2012
16 Antwort
@sommergarten mit dieser geb.sprache finde ich zb gut kann es mir zwar nicht vorstelven wie das gehen soll beim baby aber es muss ja funktionieren
lafra996
lafra996 | 16.02.2012
17 Antwort
@lafra: Aus meiner Sicht der Dinge gab es nicht viele, die diesen Beitrag auch von der anderen Seite beleuchtet haben. Für mich klang der Großteil sehr negativ und solange man nicht übertreibt und IMMER das Wohl des Kindes im Auge behält, finde ich einige der angebotenen Kurse sinnvoll! Natürlich habt ihr alle Recht: Es gibt auch diejenigen, die eher auftrumpfen wollen und deshalb ihren Kindern viel zu viel zumuten. DAS GEHT NATÜRLICH GAR NICHT!
andrea251079
andrea251079 | 16.02.2012
18 Antwort
@andrea251079 aber wir sind auch ohne alles groß geworden zumindestens wir im osten wie es im westen war keine ahnung und denke nicht das ich dadurch im nachteil bin
lafra996
lafra996 | 16.02.2012
19 Antwort
@lafra: Bin ja auch ein waschechter Ossi =) Du darfst aber nicht vergessen, dass wir zumindest zu Schulzeiten Pioniernachmittage etc hatten. Uns Kindern war nie langweilig und daher haben wir zu Ost-Zeiten bedeutend weniger Mist gebaut als heutzutage. Und für die Babys gab es in der Tat nix, als draußen im KiWa herumzuliegen Passt schon. Ich sehe, wir sind so ziemlich einer Meinung
andrea251079
andrea251079 | 16.02.2012
20 Antwort
@andrea251079
lafra996
lafra996 | 16.02.2012

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