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Was ist Osteopathie?

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Osteopathie: Eine manuelle Therapieform
Osteopathie: Eine manuelle Therapieform
AutoreninfoMag. Birgit Schulz
aktualisiert: 16.11.2019Online Redakteurin
Gesundheit und Homöopathie

Osteopathie ist eine alternative Heilmethode, die davon ausgeht, dass sich viele Beschwerden durch das lösen von Blockaden und Verspannungen im Körper lösen lassen. Woher die Osteopathie kommt und was es sonst noch über sie zu wissen gibt, das erfährst du hier in diesem Artikel.

 

Inhalt des Beitrags:
  1. Ursprung und Wirkweise der Osteopathie
  2. Möglichkeiten und Anwendungsgebiete
  3. Die Behandlung
  4. Ausbildung

Ursprung und Wirkweise der Osteopathie

Grundsätzlich handelt es sich bei der Osteopathie um eine eigenständige Form der Medizin. Sie dient dem Erkennen und dem Behandeln von Funktionsstörungen und nutzt hierzu ganz eigene Techniken, die nur mit den Händen ausgeführt werden. Bei der Osteopathie wird jeder Patient als Individuum wahrgenommen und behandelt in seiner Gesamtheit. Aus diesem Grund gilt die Osteopathie auch als ganzheitliche Form der Medizin. Entdeckt wurde die Osteopathie vor etwa 140 Jahren vom amerikanischen Arzt Andrew Tyler Still. Er legte die Prinzipien der Osteopathie fest und begründete damit eine neue Medizin. Seit dieser Zeit wurde die Osteopathie kontinuierlich weiterentwickelt nicht nur in den USA, sondern auch in Europa und anderen Teilen der Welt. Interessant ist, dass der Osteopath ausschließlich mit den Händen behandelt. Ziel der Behandlung ist es, mit den Händen als feinfühlige und jahrelang geschulte Instrumente Bewegungseinschränkungen zu erkennen und Osteopath Tisch zu behandeln.

Der Grundgedanke der Osteopathie ist, dass unser Organismus aus unzähligen Strukturen besteht, die alle mehr oder weniger direkt oder indirekt miteinander zusammenhängen. Diesen Zusammenhang stellen die sogenannten Faszien dar. Bei diesen handelt es sich um dünne Gewebehüllen, die jede Struktur umgeben und gemeinsam eine große Körper Faszie bilden. In der herkömmlichen Schulmedizin finden diese Faszien in der Regel kaum Beachtung, aber für die Osteopathie sind sie von großer Bedeutung. Folgt der Osteopath mit den Händen einer dieser Gewebehüllen, so gelangt er schließlich von einer Körperstruktur zur nächsten. Die Faszien verbinden auch Strukturen miteinander, die funktionell nicht unbedingt etwas miteinander zu tun haben. Aus Sicht der Osteopathie können diese Gewebehüllen auch Veränderungen übertragen, wie etwa Funktionsstörungen. Dies erklärt auch warum der Osteopath oft beobachten kann, dass eine Ursache an einer Stelle zu Beschwerden an einer ganz anderen Körperregion führen kann. Diese Funktionsstörungen können den gesamten Organismus betreffen und deshalb behandelt der Osteopath niemals einzelne Beschwerden oder Krankheiten, sondern immer den Patienten in seiner Gesamtheit.

Der lateinische Begriff Osteopathie kann übrigens mit „Knochenleiden“ übersetzt werden.

Möglichkeiten und Anwendungsgebiete

Grundsätzlich beschäftigt sich die Osteopathie nicht mit der Behandlung einzelner Symptome, sondern will immer die Ursache von Beschwerden aufspüren und behandeln. Ziel einer Osteopathiebehandlung ist es, die Funktionsstörungen und Blockaden, die eine Krankheit herbeigeführt haben oder begünstigen oder sie womöglich sogar aufrechterhalten zu lösen und somit dem Körper zu helfen Gesundheit wiederzuerlangen.

In der Regel kann die Osteopathie in allen medizinischen Bereichen Anwendung finden, wo funktionelle Störungen die Ursache für Beschwerden sein können. Dabei kann die Osteopathie als erste Maßnahme natürlich auch begleitend zu allen möglichen anderen Behandlungen eingesetzt werden. Letzteres ist vor allem dann immer eine Möglichkeit, wenn eine ernsthafte Erkrankung zugrunde liegen, in der eine interdisziplinäre Behandlung des Patienten erstrebenswert ist, um dessen Gesundung zu optimieren.

Obwohl mithilfe der Osteopathie einige interessante Dinge getan werden können, wird aufgrund fehlender Studien zur Wirksamkeit der Osteopathie derzeit in der Schulmedizin nicht richtig Gebrauch von ihr gemacht. Die Behandlungen werden von den Krankenkassen nicht immer erstattet und so muss man damit rechnen, dass man als Kassenpatient selbst 80-100 € pro Behandlungseinheit zahlen muss.

Die Behandlung

Jeder Behandlung vorweg geht in der Regel erst einmal ein ausführliches Gespräch und im Anschluss eine ausführliche Diagnose und Therapie mit den Händen. Hierbei ertastet der Osteopath bei der Untersuchung das menschliche Gewebe Schicht für Schicht und spürt so Bewegungseinschränkungen und Spannungen, die er dann mit speziell für die Osteopathie entwickelten Techniken behandeln und oftmals auch auflösen kann. In der Regel muss man für eine osteopathische Behandlung eine durchschnittliche Behandlungsdauer von etwa 50 Minuten ein rechnen. Der Körper kann auf eine osteopathische Behandlung etwa 2-3 Wochen lang reagieren. Bei jeder neuen Therapiesitzung wird dann wieder individuell auf die Symptome des Patienten geachtet und die Behandlung angepasst. Grundsätzlich kann man sagen, dass der genaue Verlauf einer Behandlung vom Einzelfall abhängig ist und sich nicht verallgemeinern lässt.

Grundsätzlich unterscheidet man übrigens drei Formen der Osteopathie:

Parietale Osteopathie: Befasst sich mit Blockaden im Bereich der Wirbelsäule und der Gelenke.

Viszerale Osteopathie: Befasst sich mit Blockaden der Bauchorgane.

Kraniosacrale Osteopathie: Behandelt Blockaden im Bereich der Schädelknochen, des zentralen Nervensystems und bei der Reizleitung der Nerven.

Diese verschiedenen Formen werden in der klassischen Form der Osteopathie allerdings nicht strikt getrennt, sondern je nach Bedarf in Kombination angewendet.

Ausbildung

Um sich zum Osteopathen ausbilden lassen zu können, gibt es in Deutschland teilweise Hochschulen auf akademischem Niveau, die diese Ausbildung leiten. Darüber hinaus gibt es private Schulen die grundständig, aber auch als Teilzeit, also berufsbegleitend besucht werden können. Diese richten sich in der Regel an Ärzte, Heilpraktiker oder Physiotherapeuten.

Da die Osteopathie in Deutschland als Heilkunde gilt, was letztendlich bedeutet, dass nach der aktuellen Rechtslage nur Ärzte und Heilpraktiker diese praktizieren dürfen, alle anderen Berufsgruppen müssen erst eine Heilpraktikererlaubnis erwerben und sind in der Regel auf die Tätigkeit im Rahmen ihres Grundberufs beschränkt. Wer eine grundständige Ausbildung machen möchte, braucht in der Regel eine Hochschulreife, die während der Ausbildung auf die Heilpraktikerprüfung vorbereiten wird.

 

[KaKra]

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