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Übergewicht und Schwangerschaft – Risiken für Mutter und Kind

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Mütter können ihr Übergewicht vererben
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AutoreninfoMag. Birgit Schulz
aktualisiert: 02.11.2010Online Redakteurin
Gesundheit und Homöopathie
In der Schwangerschaft braucht der Körper einer Frau mehr Nährstoffe wie Vitamine, Mineralien und Eiweiß, um eine optimale Versorgung des Ungeborenen zu gewährleisten.

Der Anstieg des Kalorienbedarfs hingegen wird oftmals überschätzt und liegt im Durchschnitt nur bei etwa 250 bis 300 zusätzlichen Kalorien pro Tag.

Nach neueren Erkenntnissen fördert eine Überernährung des Babys in der Schwangerschaft sogar die spätere Neigung des Kindes zu Übergewicht. Allgemein wird Frauen mit Übergewicht empfohlen, vor einer Schwangerschaft abzunehmen, um mögliche Risiken für Mutter und Kind zu verringern.

Wann spricht man von Übergewicht?

Bei einem Körper-Massen-Index (Body-Mass-Index oder kurz BMI) von mehr als 25 liegt Übergewicht vor, bei einem BMI von mehr als 30 spricht man von Adipositas oder Fettleibigkeit.

Vor allem bei Frauen mit starkem Übergewicht verläuft eine Schwangerschaft häufiger problematisch und die Quote an Fehl- und Frühgeburten oder Missbildungen bei den Kindern ist nachweislich höher. Man vermutet, dass dies mit der unausgeglichenen Nährstoffversorgung, die bei einer massiven Fehlernährung meist vorliegt, in Zusammenhang steht.

Für die Frau erhöht sich das Risiko während der Schwangerschaft mit gesundheitlichen Problemen wie Bluthochdruck, Diabetes oder Wassereinlagerungen kämpfen zu müssen. Da überernährte Föten zudem oft sehr groß und schwerer als die empfohlenen drei bis vier Kilogramm sind, erhöht sich das Verletzungsrisiko bei der Geburt. Häufig ist ein Kaiserschnitt nötig.

22% der Kinder von adipösen Müttern sind übergewichtig

Auch wenn das Kind einer adipösen Mutter zunächst normal gewichtig zur Welt kommt, zeigt sich die Neigung zu Übergewicht oft in den ersten Lebensjahren. So belegen Studien, dass 22 Prozent der Kinder adipöser Mütter mit einem BMI von mehr als 30 später ebenfalls übergewichtig waren, bei den Kindern normal gewichtiger Mütter wiesen hingegen nur vier Prozent der Kinder eine Neigung zu Übergewicht auf. Man nimmt daher an, dass dies im Zusammenhang mit einer pränatalen Prägung stehen könnte und Faktoren wie die erhöhte Insulinausschüttung in der Gebärmutter adipöser Frauen bereits den Stoffwechsel des Kindes im späteren Leben bestimmen.

Was kann man tun?

Zwar sollte man während der Schwangerschaft niemals radikale Diäten machen, doch sollten gerade übergewichtige Frauen darauf achten, die zusätzliche Gewichtszunahme möglichst gering zu halten. Während bei der normalen Frau die Gewichtszunahme 10 bis 15 Kilogramm betragen darf, sollten übergewichtige Frauen nicht mehr als 7,5 bis 10 Kilogramm zunehmen. Stark Übergewichtige sogar nur circa sechs Kilogramm.

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