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Nierensteine in der Schwangerschaft

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Patrick Kempf / Wikipedia
Nierensteine - klein und schmerzhaft
Bild: Patrick Kempf / Wikipedia

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AutoreninfoNatalija Krenz
aktualisiert: 30.07.2021Online Redakteurin
Gesundheit und Erziehung
Gallen- und Nierensteine bleiben häufig unbemerkt, aber wenn sie erstmal feststecken, können sie schmerzhafte Koliken auslösen. Nierensteine können während einer Schwangerschaft nicht einfach entfernt werden, da dies zu Komplikationen führen kann.

Diese Erkrankung kann verschiedene Ursachen haben. So können Nierensteine durch Stoffwechselstörungen oder Entzündungen entstehen oder aber auch genetische Ursachen haben. In vielen Fällen bleibt der Grund aber unbekannt. Daher gibt es auch kaum Möglichkeiten, Nierensteine in der Schwangerschaft zu verhindern.

Nierensteine entstehen aus kristallinen Ablagerungen des Urins. Etwa 5 Prozent der Bevölkerung sind davon betroffen, wobei sie bei Männern häufiger auftreten als bei Frauen. Kleine Nierensteine lösen normalerweise keine Beschwerden aus und können mit einer erhöhten Trinkmenge mit dem Urin ausgespült werden.

Risikofaktoren

Zu den Risikofaktoren gehören häufige Harnwegsinfektionen, Stoffwechselstörungen, ein hoher Fleischkonsum sowie eine genetische Veranlagung. Auch Lebensmittel, die viel Oxalsäure enthalten, wie zum Beispiel rote Beete, Spinat und Rhabarber können die Bildung von Nierensteinen begünstigen.

Was hilft bei Nierensteinen?

Regelmäßig trinken

Was der Bildung von Nierensteinen entgegenwirken kann, ist regelmäßiges Trinken. Schwangeren Frauen wird empfohlen, drei bis vier Liter pro Tag zu trinken.

Bewegung und Hüpfen

Bewegung hilft beim Abgang von Nierensteinen. Hüpfen sowie Treppen auf- und absteigen, noch besser einzelne Treppenstufen hoch und runter springen, befördern den Nierenstein mitunter zur Blase und von dort mit dem Urin nach draußen.

Ultraschall-Untersuchung

Außerdem ist es ratsam, die Nieren auch vor der Schwangerschaft schon einer Ultraschalluntersuchung zu unterziehen. Nur so kann der Arzt bei einer Schwangeren wirklich feststellen, ob eine normale Anstauung oder eine therapiebedürftige Veränderung der Niere vorliegt.

Typische Beschwerden

Wenn Nierensteine während der Schwangerschaft auftreten, kann es zu einer Verstopfung des Harnleiters kommen. Dies führt zu kolikartigen Beschwerden und einer Nierenstauung. Diese Beschwerden sind sehr schmerzhaft und können sogar eine Frühgeburt auslösen. Um die Schwangerschaft nicht zu gefährden, sollten Nierensteine während der Schwangerschaft daher auf jeden Fall therapiert werden. Weitere Merkmale sind Übelkeit, Erbrechen, Fieber und Blut im Urin.

Therapie

Wie werden Nierensteine bei Schwangeren therapiert?

Da eine Entfernung der Nierensteine im Zuge einer Operation während einer Schwangerschaft nicht möglich ist, wird die Niere abgeleitet. Dies ist eine nützliche Übergangslösung, um die Geburt abzuwarten und den Nierenstein nach dem Ende der Schwangerschaft zu entfernen. Dabei wird ein dünner Schlauch zwischen Niere und Blase oder direkt in die Niere eingelegt. So wird der Urin abgeleitet und einer Verstopfung des Harnleiters entgegengewirkt.

Lesetipps:

Video zur Therapie von Nierensteinen während der Schwangerschaft

In untenstehendem Video erklärt der Urologe Dr. Jörg Neymeyer, wie Nierensteine während der Schwangerschaft therapiert werden und die speziellen Schläuche für Schwangere an der Niere angesetzt werden.

Nierensteine in der Schwangerschaft

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Quellen:

Springer Medizin | Patrick Krombach: Springer Medizin



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