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Fieber in der Schwangerschaft

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Fieber in der Schwangerschft kann gefährlich werden
Fieber in der Schwangerschft kann gefährlich werden

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AutoreninfoMag. Reka Schausberger
aktualisiert: 15.12.2019Mehrfache Mutter
Erziehung, Familie, Psychologie

Egal, was in der Schwangerschaft passiert, man muss eigentlich immer ziemlich aufpassen. Die meisten Medikamente darf man nicht nehmen, wenn man schwanger ist und auch sonst ist vieles ein Problem. Dazu gehört auch Fieber. Wann Fieber ein Problem ist und was man wissen sollte, das erfährst du hier in diesem Artikel.

Inhalt des Beitrags:
  1. Fieber
  2. Fieber und Schwangerschaft
  3. Wann und wie handeln?
  4. Fieber nach der Schwangerschaft

Fieber

Bei Fieber handelt es sich im Normalfall lediglich um ein Symptom, das einer Virus- oder Bakterieninfektion begleitet und nicht um eine eigenständige Erkrankung. Der Körper reagiert mit dem Anstieg der Temperatur einfach auf die Eindringlinge, beschleunigt seinen eigenen Stoffwechsel und versucht gleichzeitig, ein ungeeignetes Umfeld für die entsprechenden krankmachenden Erreger zu bieten. Fieber ist in vielen Fällen durchaus nützlich, kann aber gerade im Zuge einer Schwangerschaft zu einem Problem werden, dass für das Kind durchaus auch gefährlich sein kann. In der Regel kann man sagen, dass wenn sich die Körpertemperatur um jeweils etwa ein Grad Celsius erhöht, der Stoffwechsel etwa um 12 % gesteigert wird und die Herzfrequenz um 15 Schläge pro Minute erhöht wird.

Fieber und Schwangerschaft

Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass Fieber mit Begleiterscheinungen wie Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und Schüttelfrost sowie einem allgemein Krankheitsgefühl und meist einer gewissen Mattheit und Müdigkeit einhergeht und von daher als stark belastend empfunden wird. Aber Fieber ist auch nicht gleich Fieber. Bis 37,8 °C spricht man in der Regel nur von einer leicht erhöhten Temperatur. Zwischen 37,9 °C und 38,4 °C spricht man von mäßigem Fieber und ab einer Temperatur von 38,5 °C spricht man von hohem Fieber.

Natürlich stellt sich nun die Frage, inwieweit Fieber das Kind in einer Schwangerschaft tatsächlich schädigen kann. Grundsätzlich muss man hier dazu sagen, dass die Fachleute sich hierüber noch immer nicht hundertprozentig einig sind, man aber zumindest schon davon ausgeht, dass sehr hohes Fieber in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen im zentralen Nervensystem des Babys führen kann. Das bedeutet, dass es zu Fehlbildungen im Gehirn oder im Rückenmark des Kindes kommt.

Ist man als Schwangere leicht erkältet und es tritt leichtes Fieber auf, so musst du dir als Schwangere in der Regel nicht sofort Sorgen machen. Bei niedrigen Temperaturen die also unter 38,5 °C liegen besteht in der Regel keine Gefahr für das Ungeborene. Die Mütter sollten sich trotzdem natürlich schonen und regelmäßig ihre Temperatur kontrollieren und im Zweifelsfall Rücksprache mit dem Arzt oder der behandelnden Hebamme halten. Weitere Maßnahmen sind in der Regel nicht erforderlich und leichtes Fieber sollte auch in einem relativ kurzen Zeitfenster wieder verschwinden.

Kommt es jedoch zu hohem Fieber in der Schwangerschaft, kann dies durchaus für das Kind gefährlich werden. Hohes Fieber kann gerade dann, wenn es lange anhält, vorzeitige Wehen auslösen und somit zu einer Frühgeburt führen. Aus diesen Gründen wird Schwangeren in der Regel direkt geraten, bei Temperaturen von über 38,5 °C zu fiebersenkenden Maßnahmen zu greifen. Welche Maßnahmen hierbei genutzt werden können, sollte je nach Absprache mit dem Arzt der Hebamme oder dem Apotheker durchaus einige Hausmittel, wie zum Beispiel Wadenwickel aber auch geeignete Medikamente wie zum Beispiel das fiebersenkende Paracetamol sein. Hält das Fieber allerdings länger an und ist sehr hoch, sollte auf jeden Fall ein Arzt konsultiert werden, der dann dementsprechend auch eine geeignete Behandlung in die Wege leiten sollte. Gerade in der frühen Schwangerschaft sollte man bei hohem Fieber definitiv acht geben, denn hier kann es schnell zu Fehlbildungen beim Kind kommen.

Wann und wie handeln?

Grundsätzlich sollte, sobald Fieber auftritt, behandelt werden. Handelt es sich zunächst einmal, um ein leichtes Fieber mit typischen Erkältungssymptomen so kannst du in der Regel schon einiges tun, um dem Körper Kraft zu geben.

Besonders schonend ist wichtig, damit der Körper Möglichkeiten hat gegen die Krankheitserreger vorzugehen. Das bedeutet nichts anderes, als dass der Körper Ruhe braucht und genau das diese solltest du noch geben.

Gerade bei Fieber gibt es nichts Besseres, als einfach viel zu schlafen. Es ist die angenehmste Art eine Fiebererkrankung hinter sich zu bringen und gibt dem Körper alle Möglichkeiten, sich voll und ganz auf die Bekämpfung der Krankheitserreger zu konzentrieren.

Du solltest darauf achten, dass du genügend Flüssigkeit zu dir nimmst, am besten in Form von Mineralwasser oder Tee um den Verlust im Körper auszugleichen und um die Elektrolytzufuhr zu erhöhen. Auch verdünnter Apfelsaft kann hier durchaus eine interessante Wahl sein, man sollte es aber auch hiermit nicht übertreiben.

Da der Körper mit der Bekämpfung der Erreger schon genug zu tun hat, sollte man auf allzu fette und energiereiche Speisen verzichten und nur leicht verdauliche Kost zu sich nehmen.

Man kann versuchen, den Körper etwas zu kühlen, indem man zu lauwarmen Lappen greift, die man um die Waden und auf die Stirn legt und diese damit etwas abkühlt. Auf kalte Wickel sollte verzichtet werden.

Genauso gut kann man sich auch einfach in lauwarmes Wasser legen, denn auch das hilft in der Regel, die Temperatur leicht zu senken.

Damit du nicht womöglich noch mehr schwitzt, solltest du darauf achten luftige, leichte Kleidung zu tragen und dir gegebenenfalls eine Decke umzulegen, sollte dir zwischendurch kalt werden.

Sollte das Fieber die 38,5 °C übersteigen oder einfach nicht runtergehen, ist es durchaus möglich, auch zu viel Verwendenten Mitteln wie zum Beispiel Paracetamol zu greifen. Allerdings sollte man auch dies erst in Absprache mit einem Arzt oder einer Hebamme tun, da obwohl Paracetamol in allen drei Semestern einer Schwangerschaft zugelassen ist, gilt auch hier, je weniger, desto besser.

Klettert die Temperatur auf 38,5° oder höher solltest du umgehend einen Arzt aufsuchen, die Hebammen verständigen oder sonst einen geeigneten Ansprechpartner aufsuchen, der im speziellen Fall mit dir klären kann, wie das weitere Vorgehen mit dem Fieber nun ist. In Notfällen kannst auch einfach in die Ambulanz einer Frauenklinik oder ins Krankenhaus fahren.

Grundsätzlich solltest du immer, wenn du dich irgendwie merkwürdig fühlst, versuchen, einen Arzt zu konsultieren. Selbst wenn du nur geringes Fieber hast, dich aber dabei überhaupt nicht mehr wohlfühlst, sollte der erste Weg zum Arzt sein, denn lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.

Fieber nach der Schwangerschaft

Ist das Kind auf der Welt, ist Fieber in der Regel nicht mehr ganz so wild. Allerdings muss man hierbei erwähnen, dass es nach der Entbindung zu dem sogenannten Kindbettfieber kommen kann, dass in der Regel durch Infektionen wie etwa Wundheilungsstörungen auftreten kann. Auch kann später noch einmal Fieber in Kombination mit einem Milchstau auftreten. Da beim Kindbettfieber es durchaus dazu kommen kann, dass die Mutter sich womöglich mit einer ernsthaften Erkrankung konfrontiert sieht, sollte hierbei definitiv immer ein Arzt zurate gezogen werden. In der Regel wird bei der Diagnose Blut abgenommen, um eine Infektion zuverlässig nachweisen zu können, was dem Arzt die Möglichkeit gibt, verschiedene Optionen voneinander abzugrenzen und zeitnah somit mit der richtigen Therapie zu beginnen. Hierbei ist wichtig, dass einige eher seltenere Komplikationen durchaus lebensgefährlich sein können und 2-3 von 100.000 Wöchnerinnen sterben jährlich an einer solch seltenen Erkrankung im Rahmen von Kindbettfieber. Zu spaßen ist damit also nicht. Grundsätzlich lässt sich auch nicht genau sagen, wie lange das Kindbettfieber im Endeffekt andauert, da die Bandbreite hier sehr groß ist. Eine kleine Infektion die gut hygienisch und medikamentös versorgt werden kann, klingt in der Regel innerhalb weniger Tage ab, doch je komplizierter und gefährlicher die Geburtskomplikation letztendlich ist, desto aufwendiger ist, auch die Therapie in ernsten Fällen kann vielleicht sogar dafür sorgen, dass du mit Kindbettfieber intensivmedizinisch betreut werden musst. Also auch direkt nach der Geburt sollte, wenn Fieber auftritt definitiv mit Vorsicht umgegangen werden und auch hier lieber einmal zu häufig als einmal zu selten ein Arzt zurate gezogen werden. Auf Selbstmedikation sollte in beiden Fällen verzichtet werden.

 

[KaKra]

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