Ich hoffe der Tread lässt sich jetzt öffnen Bericht von 3 Sat

Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer
15.08.2009 | 23 Antworten
Wenn keine medizinischen Gründe dagegen sprechen, sollten Frauen normal entbinden", sagte der Geburtsmediziner Renaldo Faber von der Universitätsklinik Leipzig. Er äußerte scharfe Kritik an Kollegen, die leichtfertig Kaiserschnitte vornähmen. Denn diese seien grundsätzlich mit einem höheren Risiko für die Mutter verbunden als die normale Geburt.

Mögliche Risiken und Komplikationen seien unter anderem Verletzungen der Blase und des Darms, stärkere Blutungen, Blutgerinnselbildung und Embolie, Infektionen des Bauchraumes sowie eine längere Verweildauer im Krankenhaus. Zudem sei auch die Sterblichkeit der Mütter höher, betonte Faber. Da dem "Kaiserschnitt auf Wunsch" keine medizinische Notwendigkeit zu Grunde liege, widerspreche er eigentlich der ärztlichen Ethik. Auf der einen Seite stehe das Selbstbestimmungsrecht der Frau als hohes Gut.

Auf der anderen Seite stehe eine Körperverletzung, die nicht gerechtfertigt sei und immer noch mit höheren Risiken einhergehe. Er persönlich bewerte die Wunsch-Sectio, so der medizinische Fachausdruck für den Kaiserschnitt, in erster Linie als ein Versagen der behandelnden Geburtsmediziner, die Schwangere nicht von der Ästhetik und Unbedenklichkeit einer normalen Geburt überzeugen könnten, sagte Faber.
Erhöht sei das Risiko eines niedrigen Geburtsgewicht des Kindes, einer Frühgeburt sowie der Notwendigkeit eines Kaiserschnitts. Die Risiken seien um 30 bis 200 Prozent erhöht. Allerdings spielten auch andere Faktoren wie Rauchen, Alter und hohes Körpergewicht für solche Gefahren eine Rolle.

Die Entbindung bei einer Erstschwangerschaft per Kaiserschnitt verdoppelt das Risiko einer Totgeburt beim zweiten Kind. Dies ergab eine Studie der britischen Universität Cambridge. Die Forscher betonen jedoch in der Fachzeitschrift "The Lancet", dass das absolute Risiko für eine Fehlgeburt bei einer solchen Zweitschwangerschaft gering ist und bei etwa eins zu 1.100 liegt. Die Mediziner werteten die Daten von etwa 120 Geburten zwischen 1992 und 1998 in Schottland aus. Bei Frauen, die zuvor per Kaiserschnitt entbunden hatten, lag die Häufigkeit von Totgeburten in der Zweitschwangerschaft bei 2, 4 pro 10 Frauen pro Woche.

Hatten die Frauen ihr erstes Kind dagegen auf normalem Weg zur Welt gebracht, lag der Wert danach bei 1, 4. Die Mediziner erklären die Häufung damit, dass ein Kaiserschnitt das Risiko plazentaler Störungen bei zukünftigen Schwangerschaften erhöht. Die Gefahr einer Totgeburt begann bei Frauen, die ihr erstes Kind per Kaiserschnitt entbunden hatten, etwa mit der 34. Woche der zweiten Schwangerschaft.

Der Grund für den Kaiserschnitt beim ersten Kind hatte keinen erkennbaren Einfluss auf das Risiko. "Unsere Ergebnisse sind für Frauen wichtig, die einen Kaiserschnitt in Erwägung ziehen, jedoch noch weitere Schwangerschaften planen", schreibt Untersuchungsleiter Gordon Smith. Ein Kaiserschnitt reduziere die Gefahr vorgeburtlicher Erkrankungen und Todesfälle im Zusammenhang mit Steißgeburten. Falls Frauen jedoch einen Kaiserschnitt ohne klare medizinischen Vorteil wünschen, sollten sie laut Smith über die möglichen Auswirkungen auf Folgeschwangerschaften unterrichtet werden.

Viele Schwangere werden auf chirurgische Eingriffe bei der Entbindung nicht ausreichend vorbereitet. Zu diesem Schluss kommen schottische Forscher in einer Studie an Frauen, deren Kinder per Kaiserschnitt, Zangengeburt oder Saugglocke zur Welt kamen. Die meisten Mütter waren ursprünglich davon ausgegangen, dass sie ihr Baby auf natürlichem Wege zur Welt bringen können.

Die Mehrheit der befragten Frauen wurde der Studie zufolge beim Einsetzen der Wehen nicht richtig über die Gründe für die Operation aufgeklärt. Auch nach der Entbindung seien die Mütter nur ungenügend über den Geburtsvorgang und mögliche gesundheitliche Folgen informiert worden. Viele hätten daher anhaltende Ängste vor weiteren Schwangerschaften entwickelt. Einige wollten sogar ganz auf weitere Kinder verzichten. Nach Angaben der Mediziner sind bei nahezu jeder dritten Geburt operative Maßnahmen erforderlich. Diese seien mit dafür verantwortlich, dass 25 bis 33 Prozent aller Geburten zu traumatischen Symptomen bei den Müttern führten.

Beim ersten Kind sind deutsche Mütter immer älter. In Bayern sei nach aktuellen Zahlen inzwischen jede vierte Erstgebärende älter als 35 Jahre, was auch bundesweiten Schätzungen entspreche. Das sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Perinatalmedizin, Prof. Karl-Theo Schneider.

Im Jahr 1980 war hingegen bundesweit nur jede 50. Erstgebärdende über 35 Jahre alt. Die Zahl der Geburten sei in den vergangenen zehn Jahren bundesweit um 20 Prozent gesunken. Anstatt rund 900 Kindern kämen derzeit jährlich noch 700 auf die Welt - diese Differenz entspreche der Einwohnerzahl von zwei Großstädten.




Dein Kommentar (bzw. Antwort)
Noch 3000 Zeichen möglich.

23 Antworten (neue Antworten zuerst)

23 Antwort
@cherry1982
wüsste nicht wo hier jemand gegen WKS geschimpft hätte. es geht lediglich darum, fachlich, auch einmal die andere seite zu beleuchten, da ja immer häufiger gepriesen wird, wie ach so toll und vor allem risikofrei ein KS sei. und in einem wirst du dem bericht wohl auch nichts absprechen können: wenn man den frauen verstärkter die wunderbaren seiten der normalen geburt vermitteln würde, dann würde auch die anzahl der WKS sinken. viele frauen hatten bei einer normalen entbindung sehr unschöne erlebnisse. aber warum? weil sich heutzutage oftmals das betreuende fachpersonal nicht mehr die zeit nehmen, der natur ihren lauf zu lassen. durch das eingreifen steigen nicht nur die risiken, sondern auch die fälle mit komplikationen. und gerade damit schaffen dann ärzte die grundlage für die angst der mütter vor einer normalen geburt und der sehnsucht nach einem WKS.
Moppelchen71
Moppelchen71 | 15.08.2009
22 Antwort
@Heviane
das hast du super geschrieben die Frage. Meine Meinung spiegelt das wieder...ich habe meine Zwillinge spontan entbunden...gut meinen Sohn per Saugglocke weil es sonst noch ein NotKS geworden wäre. Aber ich hätte auch nie einen gewünschten KS in erwägung gezogen. Kann es auch nicht verstehen sich einem unnötigen Risiko auszusetzen wo es nich nötig ist.
Carina82
Carina82 | 15.08.2009
21 Antwort
ich verstehe das alles gar nicht
sorry , ein baby wird ja auch nicht per ks gezeugt, da kann man doch die 72 stunden wehen mehr oder weniger durch halten können....
harmony-chantal
harmony-chantal | 15.08.2009
20 Antwort
@Mami270409
Jetzt ist mir ganz anders! Jetzt weis ich auch warum die kleinen davon schaden tragen könne, so verkreuzt rausgezogen werden und das da irgendwas eindringt und dann kopfüber!!!!! SCHRECKLICH! Ich bin wirklich geschockt!
Kilian09
Kilian09 | 15.08.2009
19 Antwort
...
ich habe eine normale geburt und zwei WUNSCHKEISERSCHNITTE und habe sogar auf wunsch mir meine brüste vergrössern lassen und mir geht es gut jeder soll selber wissen was er macht ich schimpfe auch nicht rum ... wenn man einen WS macht hat man gründe die man nicht jdem erzählen muss bevor mich jetzt hier jemand wieder fragt wieso weshalb warum geht keinem was an hier schon mal garnicht kenne hier niemanden persöhnlich! meine bindung zum kind ist super wie auch bei der ersten die war eine normale geburt! ich zb mag auch keine hebamme haben so wie viele darüber schimpfe ich auch nicht daher finde ich jeder soll machen was er will ... bei brustvergrösserung gehen auch die meinungen auseinander!!!! der eine hat das geld und lässt es machen der eine hat es nicht und mault nur rum .... so und jetzt dürft ihr los legen mit euren tollen sprüchen etc. nur weil mein nicht den strom mitläuft wie alle anderen !
cherry1982
cherry1982 | 15.08.2009
18 Antwort
oh je, oh je
wenn ich mir vorstelle, dass meine maus so aus mir heraus gerissen wurde!! hab mir gerade das video angeschaut, auf dem man einen ks sehen kann. den link hat ja Mami270409 gerade eingestellt. ich war am anfang, als alles darauf hindeutete, dass ich nen ks bekommen werde, auch total tottraurig darüber, musste mich ja aber wohl oder übel damit anfreunden. meine kleine lag in bel . wenn ich noch eines bekommen sollte, möchte ich normal entbinden. hab das "damals" im kh auch die ärzte gefragt, ob die kleine denn nicht voll den schock bekommen würde, weil sie so plötzlich raus gerissen wird!! ich denke, eine normale geburt ist für die kinder besser, da sie vorbereitet sind!!
sandrav83
sandrav83 | 15.08.2009
17 Antwort
...
ich hatte mehrere gründe anfangs wars ein wunsch und um so näher die geburt kam um so panischer wurde ich! dann hat ich noch andere umstäände kein partner der mit kommt wegen trennung usw usw dann das sich mein kleiner gedreht und gewendet hat wie er lustig war selbst als ich im op rein geschoben wurde!! aber anhand daran das ich so panisch wurde wurde mir für ks das grüne licht gegeben alles andere kam erst später dazu! ABER ICH WÜRDS WIEDER TUN, da bin ich ganz ehrlich und steh ich auch zu
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 15.08.2009
16 Antwort
ohhhhhhhhhhh das video ist ja echt hart
jetzt weiss ich wenigstens wie meine Maus auf die Welt kam Wollte so gerne normal entbinden aber durch das einleiten gingen ihre herzschläge schnell in den keller und es musste auch schnell gehandelt werden:-( Ich würde es nie freiwillig machen lassen, da ich dadurch richtige depressionen bekam und das mit der bindungsstörung hatte ich die ersten tage auch. würde meine maus nicht genauso wie ich in ihrem alter ausgesehen habe aussehen, hätte ich nicht gegblaubt dass es mein baby ist...........
saliha-tara
saliha-tara | 15.08.2009
15 Antwort
@AliceimWunderla
Den Wunschkaiserschnitt bezahlt die Krankenkasse ...er steht nur in den wenigsten Kliniken als ein solcher in den Geburtenbüchern. Meistens steht dort...psychische Probleme der Mutter. Reicht als Indikation aus. LG
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 15.08.2009
14 Antwort
Öhm,
ich bin bislang immer davon ausgegangen, dass ein Wunsch-KS ca. 4000 EUR kostet... Zumindest war es im entfernten Bekanntenkreis der Fall. Nur wenn die Ärzte doch noch irgendeinen medizinischen Grund finden, z.B. psychische Belastung, dann werden die Kosten übernommen... Find ich spannend das es wohl doch Wunsch-KS auf Rezept gibt...
AliceimWunderla
AliceimWunderla | 15.08.2009
13 Antwort
Tja
es gibt wohl auch noch vernünftige Ärzte auf dieser Welt. Einen ähnlichen Bericht hab ich neulich auch gesehen. Ich finde das richtig gut. Man sollte grundsätzlich keine OPs ohne medizinische Notwendigkeit vornehmen lassen. Und ein KS ist nun einmal eine OP. Ich hätte mein Kind ja gerne auf ganz natürlichem Weg zur Welt gebracht. Leider war das dann doch nicht möglich und ich musste ins KH. Und hätte nicht an dem Tag der Arzt Dienst gehabt, der auch bei uns im Geburtshaus tätig ist und bei dem ich ca. 2 Wochen vor der Geburt vorstellig geworden bin deshalb dann hätten die mir wohl auch nen KS verpasst. So haben wir den Kleinen mit Hilfe der Saugglocke zur Welt gebracht. Nicht ganz natürlich und bestimmt nicht sanft aber immer noch besser als mich aufschneiden zu lassen. Und so schlimm die Schmerzen auch waren ich würde es immer wieder genauso machen und einen KS ablehnen.
Aziraphale
Aziraphale | 15.08.2009
12 Antwort
Frühgeburt
und gott sei dank muss auch nicht jede Frühgeburt per KS gehohlt werden. Trotz der 9 Wochen die meine maus zu früh drann war konnte ich normal entbinden und ich bin unendlich dankbar dafür. So konnte ich direkt nach der erstversorgung zu ihr und musste nicht warten bis ich aufstehen durfte. Und meiner kleinen hat das für die Lungen super gut getan so dass sie nicht beatmet werden musste. jeder zeit wieder normal vor einem KS hätte ich auch zu viel Angst.
Vivian07
Vivian07 | 15.08.2009
11 Antwort
hatte in der anderen "Frage" schon meine meinung gesagt
aber ich möchte noch gerne etwas hinzufügen also wie schon gesagt ich hatte auch einen kaiserschnit , es ist jeden selbst überlassen wie er entbindet, was ich aber sehr traurig finde ist, das ein kaiserschnitt so zu sagen eine "sturzgeburt" für das kind ist und es ziemlich dadurch gestresst wird. ich hatte heute schon den link zum viedeo eines kaiserschnitts geschickt. wer möchte kann sich das gerne mal anscheuen.. http://www.layyous.com/Videoclips/c_s.htm
Mami270409
Mami270409 | 15.08.2009
10 Antwort
immer wieder DAUMEN hoch
und
Fabian22122007
Fabian22122007 | 15.08.2009
9 Antwort
Hallo!
INTERESSANT!!!!
Kilian09
Kilian09 | 15.08.2009
8 Antwort
hallo
mir würde etwas fehlen wenn ich mein kind per keiserschnitt zur welt bekommen müßte.ich kann das gefühl nicht beschreiben erst schmerzen , aber wenn der kleine wurm dann da ist sind die schmerzen weg.einfach fantastisch. und die bindung erstmal.beim keiserschnitt einmal kind zeigen und weg.nein das währe nix für michgut wenn ein keiserschnitt not wendig ist dann ja aber sonst nein.
Heike-Gismo
Heike-Gismo | 15.08.2009
7 Antwort
natürlich
bleibts jedem selbst überlassen.. aber ich finde um eine wirkliche Entscheidung treffen zu können sollte man ja beide Seiten Geschichte betrachten.. und zu einer guten Entscheidungsfindung finde ich super dass eine erfahrene Hebamme sich hersetzt u uns hier informiert ;) ich bin froh eine natürliche Geburt erlebt zu haben - auch ich lag 40 stunden unter anfangs nur unregelmäßigen wehen im spital.. es zog sich - konnte keinen schlaf finden schmerzen usw. trotzdem war es wundervoll die kleine so auf die welt zu bringen *freu*
Jahjah23
Jahjah23 | 15.08.2009
6 Antwort
na wenn jetzt nicht wieder kommt
"eine natürliche geburt hat auch risiken für mutter und kind ... bla bla bla " also, sehr gut geschrieben oder zusammengefasst, ich ergänze, dass wunschkaiserschnitte die krankenkassen unnötig belasten und meiner meinung selbst bezahlt werden sollten und zweitens gibt es jetzt die ersten kliniken, die eine derartige stresssituation in den ersten lebenstagen des kindes versuchen zu simulieren, da wunsch-ks-kinder sich ihr leben nicht selbst erkämpft haben bzw. erarbeitet haben. geplante ks-kinder sind auch häufiger von autismus, diabetes, asthma und schizophrenie betroffen. das sind ergebnisse aus langzeitstudien. nee, da hab ich mich lieber ein paar stunden gequält und mir und meiner tochter die chance gegeben, die geburt richtig zu erleben.
julchen819
julchen819 | 15.08.2009
5 Antwort
re
Hatte auch ks die Ärzte haben mir dazu geraten..und dann habe ich zugestimmt.Aber eine normale Entbindung hätte ich lieber gehabt
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 15.08.2009
4 Antwort
Wie wahr.....
Ich finde ein Wunschkaiserschnitt sollte von den Frauen selbst bezahlt werden, inkl. aller Kosten die im Nachgang entstehen.....
Frauke_660
Frauke_660 | 15.08.2009

1 von 2
»

Ähnliche Fragen finden

Hier weiterlesen:

Bericht Organscreening - Fehlalarm
13.08.2012 | 4 Antworten
Kleinkind lässt sich nicht beruhigen
21.02.2012 | 10 Antworten
und mal wieder lässt er mich allein
29.10.2010 | 15 Antworten
Kind lässt mich nicht allein duschen
20.07.2010 | 9 Antworten

In den Fragen suchen


uploading