Nackenfalten-Messung/Ersttrimester-Screening

shipchen
shipchen
03.09.2008 | 29 Antworten
Ich frage mich die ganze Zeit, was jemanden dazu bewegt, eine Nackenfalten-Messung vornehmen zu lassen. Das Ergebnis dieser Untersuchung ist doch nur eine Wahrscheinlichkeit, mit der man genau GARNIX anfangen kann. Auch wenn es heißt, das Kind ist zu 80 % gesund, kann man Pech haben und gehört szu den 20 % und wiegt sich die ganze Schwangerschaft über "in Sicherheit".
Andersrum: wenn gesagbt wird, das Kind ist zu 80 % krank, treibt man in 20% der Fälle ein gesundes Kind ab ..
Wer wirklich unbedingt wissen möchte, ob sein Kind ohne Gendefekt auf die Welt kommt, der kann doch direkt eine Fruchtwasserpunktion machen lassen (die man ja sowieso machen sollte, wenn die Wahrscheinlichkeit auf Gendefekte auffällig erhöht ist)
Also klärt mich mal auf, was Euch dazu bewegt hat, eine in meinen Augen total unsinnge Untersuchung machen zu lassen!
(Ich weiß, dass meine Meinung vorgefasst ist. Überzeugt mich!) (denk)
shipchen
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32 Antworten (neue Antworten zuerst)

29 Antwort
@Kübragül
Erstmal guten morgen! Gestern hats nicht mehr gereicht, deshalb Antwort erst jetzt: Ich bin 37 Jahre alt, hatte die ganze Schwangerschaft über Blutungen durch ein Hämatom hinter der Plazenta mit Fehlgeburtsrisiko, und mußte liegen, durfte mich so gut wie garnicht bewegen, und habe 2 kleine Kids schon zu Hause. KK zahlt keine Haushaltshilfe, also bin ich garnicht anders zurechtgekommen, als mich zumindest teilweise zu kümmern. Mal abgesehen von den Medikamenten, die ich nehmen mußte, und CTGs, die nicht OK waren. Ich kenne um die Sorgen und Probleme! Aber niemalsnie hätte ich eine Nackenfaltenmessung machen lassen! Was hätte ich mit dem Ergebnis anfangen können??? Ich fands wichtig, zum Feinultraschall zu gehen, und zum Doppler. Weil DIESE Untersuchungen auf die Versorgung des Babys ausgelegt sind, und um organische Probleme festzustellen. Wenn Genkrankheiten in der Familie bekannt sind, oder andere ähnlichen Vorbelastungen vorliegen, dann kann ich es verstehen. shipchen
shipchen
shipchen | 04.09.2008
28 Antwort
ESS
Ich stimme völlig mit dir überein - eine Wahrscheinlichkeitsaussage kann jeder knicken. Die hat nämlich keinen praktischen Wert. Ich kenne viele Schwangere, die dadurch die SS gar nicht mehr geniessen konnten - obwohl das Baby gesund war. Es ist irgendwie nicht mehr von Wert, auf den eigenen Körper zu hören. Mit der Entscheidung für eine SS geht jeder auch das Rissiko ein, dass das Baby anders sein wird als erwünscht. Wobei das Down-Syndrom noch eine der leichteren Behinderungen ist. Die meisten Behinderungen entstehen entweder unter der Geburt, durch Frühgeburtlichkeit, durch Unfälle, Ärztefehler oder können mit den gängigen Methoden überhaupt nicht erkannt werden. Dann liebt man sein Kind aber bereits so, dass man die Behinderung wie selbstverständlich in das eigene Leben integriert und das Kind wird oft das ganz besondere Kind. Ich hab´das Glück, eine FÄ zu haben, die mich nie zu solchen Mehtoden gedrängt hat, auch in meiner jetz.SS nicht LG
Kornblümchen
Kornblümchen | 04.09.2008
27 Antwort
abendchen
warum ist deine meinung vorgefasst???ich hatte ne risikoschwangerschaft festgestellt im 6.monat.die nackenfalte und ... und... sind doch immer mit spielraum sowie restrisiko und die ärzte können es selber nicht immer einschätzen.selber erlebt.ich denk zum teil genauso, dass es auch geld macherei ist, nur bei mir war es so, dass bei sich ein stück vom mutterkuchen gelöst hatte und sie trotz ultraschall und hast du nicht gesehen, nicht festgestellt haben und ich dadran fast verreckt wäre.
Kübragül
Kübragül | 03.09.2008
26 Antwort
ja, dieses verunsichern der Mütter
find ich auch schlimm, ich habe trotz meinem Diabetes SEHR gut vorbereitet mit Fabian meine 4. Hausgeburt gemacht , trotz extremsten Protest einiger Menschen hatten meine vertraute Hebamme, meinen Gyn dabei und der Kiarzt hat die U2 hier gemacht und ich hab Fabian die ersten 3 Tage Zucker gemessen ;o) Danke für deine Antwort , verstehe deine Fragestellung , lg Sandra
Fabian22122007
Fabian22122007 | 03.09.2008
25 Antwort
@fabian22122007
Sorry! :-) Im ernst, wenn man familiär vorbelastet ist kann ich natürlich nachvollziehen, wenn man erstmal "klein anfängt" und die ungefährlichere Untersuchung machen läßt. Ich frag mich halt nur, was jemanden dazu bewegt, diese Untersuchung machen zu lassen, der NICHT vorbelastet ist? Um sich sicherer sein zu können, das das Kind gesund ist? Das ist doch trügerisch... Man verunsichert die Mütter, und treibt viele zur FWU, weil ja vielleicht am Kind was defekt ist...
shipchen
shipchen | 03.09.2008
24 Antwort
@shipchen
irgendwie überliest du immer MEINE Antworten ..............
Fabian22122007
Fabian22122007 | 03.09.2008
23 Antwort
Danke mameha!
Da hast Du was geschrieben, wie ich es besser nicht hätte tun können :-)
shipchen
shipchen | 03.09.2008
22 Antwort
@solo-mami
glaub mir, ich hab mich mit solchen Untersuchungen schon reichlich auseinander gesetzt. Zum einen, weil ich selbst Risiko-Schwangere war, zum anderen, weil einer 42jährigen Freundin nach einer Nackenfalten-Messung zur Abtreibung geraten wurde. Nachdem sie sich schlau gemacht hatte, WIE Abtreibungen ablaufen, hat sie sich entschieden, das Kind trotz allem behindert auszutragen. Die Überraschung war groß, als das Kind gesund war!!! Zur Abklärung einer LKGS, eines Herzfehlers oder offenen Rückens ist ein Feinultraschall die richtige Untersuchung. DEN würde ich jedem empfehlen, der wissen möchte, ob er sich für die Entbindung in eine Spezialklinik begeben muß. Dass ein Restrisiko immer bleibt, weiß ich auch, bin ja net blöd ;-)
shipchen
shipchen | 03.09.2008
21 Antwort
wie gesagt mein Risiko war 1:7 für Trisomie 13 oder
18, beides fast immer tödlich verlaufende Behinderungen , ich fand die Möglichkeit ganz wichtig das zu wissen auch um Vorbereitungen treffen zu können ................
Fabian22122007
Fabian22122007 | 03.09.2008
20 Antwort
mädls...
...ich denke, das ganze leben ist ein risiko. mal abgesehen davon, dass ich ein behinderste kind auch nciht abtreiben würde , denke ich, dass diese risiken zum leben dazu gehören. auch wenn ein kind kerngesund zur welt kommt, gibt es noch viele risiken, noch viel mehr als im mutterleib. so gesehen war es auch in ordnung wie unsere mütter in der SS untersucht worden: herztöne nngehört, bauchumfang gemessen. fertig. :-) wir haben es verlernt uns risiken zu stellen, ... und im übrigen: selbst bei einer fruchtwasseruntersuchung kann man vieles nicht entdecken, was später ein problem werden könnte. ich persönlihc bin für die untersuchungen die krankheiten entdecken können, die man vielleicht im mutterleib, oder unmittelbar nach der geburt heilen kann. der rest ist in meinen augen zu einem grossen teil nur marketing. lg, mameha
mameha
mameha | 03.09.2008
19 Antwort
@brit-hro
Das Recht zur Abtreibung eines behinderten Kindes möchte ich niemandem absprechen. Aber darum ging es mir auch nicht mit der Frage.
shipchen
shipchen | 03.09.2008
18 Antwort
Dieser test ist auf Trisomie 21 und 23 ausgelegt
Und es kann noch so viel mehr getestet und geschaut werden wie z.B. offener Rücken, Herzfehler, LKGS, Missbildungen usw. Die Technik ist heute so gut, da ist sich ein Arzt sehr sicher, wenn er etwas entdecken sollte ... und davon abgesehen: KEINE Untersuchung ist 100% immer richtig, ein restrisiko bleibt immer - egal worum es geht Deine Meinung ist da doch sehr einfach gestrickt LG
Solo-Mami
Solo-Mami | 03.09.2008
17 Antwort
@rubiosueno
ABTREIBEN WOLLTEN WIR AUCH NICHT , haben uns diese Schwangerschaft seeeeeeeeeeeeeeehr gewünscht aber wissen was auf uns zukommt ;o)
Fabian22122007
Fabian22122007 | 03.09.2008
16 Antwort
Da ich eine sog. Spätgebärende (35 J) war,
habe ich diese Untersuchung i.V.m. einigen anderen Untersuchungen machen lassen, jedoch keine Fruchtwasseruntersuchung, da mir das Risiko eines Abgangs zu hoch war. Dass es trotzdem zu Fehlbildungen etc. hätte kommen können, wurde mir sehr deutlich gesagt. Aber so war ich ein wenig beruhigter als vorher. Ach ja, mein Baby ist gesund.
spicekid44
spicekid44 | 03.09.2008
15 Antwort
hab die nackenfaltenmessung
und die fruchtwasseruntersuchung abgelehnt, weil es für mich nicht in frage gekommen wäre mein kind abtreiben zu lassen egal was wäre.
rubiosueno
rubiosueno | 03.09.2008
14 Antwort
Nach elf Jahren wurde ich mit gut 35J. nochmals schwanger.
Für uns stand fest, dass wir das Baby auch mit Down-Syndrom bekommen würden. Meine damalige FÄ machte mich fast wahnsinnig. ich MUSS unbedingt eine fruchtwasseruntersuchung machen lassen. Wir informierten uns und es hiess, dass es ein 20%iges Risiko gäbe, das Kind nach der Fruchtwasserpunktion zu verlieren. Wir waren nicht bereit, dieses Risiko zu tragen. Meine FÄ bearbeitete mich weiter, wie unverantwortlich wir doch seien und dass wir wenigstens die Nackenfaltenmessung machen sollten. Wir sahen es so, dass die ja kein Risiko birgt und uns in etwa eine Prognose geben würde, ob wir uns auf ein Kind mit Down-Syndrom vorbereiten müssten Nach der Untersuchung wechselte ich übrigends den FA, den ich bereits bei den beiden vorherigen Kids hatte. Bei dieser SS haben wir lediglich in der 23Wo ein Organsono machen lassen.
Moppelchen71
Moppelchen71 | 03.09.2008
13 Antwort
Aber
Gott sei Dank, kann das jede Frau für sich entscheiden, ob sie ein Kind mit Behinderung auf diese Welt schicken will, oder nicht.
brit_hro
brit_hro | 03.09.2008
12 Antwort
Nackenfalten-Messung
Gebe Dir völlig Recht. Ich habe eine Messung machen lassen und würde es nicht wieder tun. In meinem Fall war es meine Ärztin, die mich ehrlich gesagt ein wenig ängstlich gemacht hat und mich mit ihrem Statistik-"Gelaber" verunsichert hat. Letztendlich hätte ich ohnehin in keinem Fall abtreiben lassen, weil ich es nicht gekonnt hätte.
Mamavonnoah
Mamavonnoah | 03.09.2008
11 Antwort
ganz so einfach ist es nicht
du hast recht, so eine untersuchung ermittelt nur eine wahrscheinlichkeit. ABER: es ist so, dass die diagnose eine entscheidungshilfe ist um zu klären, OB man eine fruchtwasserpunktion machen soll. denn auch diese hat ein risiko von einer fehlgeburt und zwar mit einer wahrscheinlichkeit von 1%. dieses risiko ist fast immer viel höher als die wahrscheinlichkeit, dass das kind behindert wird! also, man macht die statistische schätzung, man ergänzt es oft mit einer blutuntersuchung empfohlen ist, oder nicht. wenn man das so sieht, kann man das fehgeburtsrisiko von 1% bei der fruchtwasserpunktion geringer machen, weil man diese nur bei "statistischen risikofällen" empfiehlt die beim nackentrasparenz-messung auffallen. lg, mameha
mameha
mameha | 03.09.2008
10 Antwort
@sinead
Ich habe geistig und körperlich behinderte Menschen in meiner Famlie und im Freundes- und Bekanntenkreis. Ich weiß auch, was das bedeutet, und in meinen Augen eben in den meisten Fällen durchaus lebenswertes Leben!
shipchen
shipchen | 03.09.2008

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