Beziehung hielt dem Baby nicht stand

Lisie15
Lisie15
10.12.2015 | 19 Antworten
Hallo ihr.

Ich war jetzt sehr lange nicht mehr hier.
Bestimmt bin ich mit meinem Schicksal nicht ganz alleine, daher melde ich mich mal zu Wort. Vielleicht kann ich ja auch hier Mut machen.
Ich hatte eine sehr traumatische Entbindung und hoffte auf einen fürsorglichen Ehemann und hatte das genaue Gegenteil. Oft suchte er Streit, wenn ich stillte. Einmal packte er mich am Arm, obwohl ich unser Baby im Arm hatte. Letztendlich warf er mich dann raus und nun gibt er mir allein die Schuld an unserer gescheiterten Ehe.
Er wollte immer, dass unser Neugeborenes sich an unsere Bedürfnisse anzupassen hat und war nicht damit einverstanden, dass wir uns nach unserem Baby zu richten haben.
Mein Nochmann ist neidisch auf mich, darauf, dass ich Mutter geworden bin und natürlich ein ganz enges Band zu unserem Sohn habe als er. Liebend gern würde er mit mir tauschen.
Verbal griff er mich sehr oft an und brüllte herum, so dass Fabian begann zu schreien. Das war ihm egal, er nahm keine Rücksicht auf seinen Sohn. Einmal hielt er das Baby vor sich und brüllte ihn an, weil der Kleine so vor Hunger schrie, dass er nicht mehr saugen konnte. Danach hatte ich immer Panik, wenn es mit dem Stillen nicht gleich klappte.
Da ich verstehen wollte, warum er plötzlich so verändert war, tat ich in seinen Augen etwas unverzeihliches, woraufhin er mich raus warf und ehrlich, was besseres hätte nicht passieren können. Wir wohnen jetzt erstmal bei meiner Schwester und es geht uns bei ihr richtig gut. Es gibt keinen Streit, kein Geschrei und keine Angst mehr. So im Nachhinein hätte ich schon früher gehen sollen, aber die Hoffnung gibt nicht so leicht auf.
Es gibt Männer, die werden nach der Geburt ihres Kindes ganz anders und nein, wenn sie nach drei Wochen nicht wieder normal geworden sind, wird das auch nichts mehr. Ich komme gut alleine klar, besser als vorher und das ist auch gut.
Es gibt eine Zukunft für uns zwei. So schwer mir auch der Gedanke fiel, mich zu trennen, so leicht ist es jetzt, damit zu leben.

Vielleicht hat ja eine von euch auch so was ähnliches durchmachen müssen. Würde mich über einen Austausch freuen.

LG Eve
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19 Antworten (neue Antworten zuerst)

19 Antwort
@xxWillowXx Ja, ich weiß
andrea251079
andrea251079 | 11.12.2015
18 Antwort
@andrea251079 Die Bedenken kann ich durchaus auch nachvollziehen. Du weißt ja ;) Aber man sollte sich eben doch immer über Alternativen Gedanken machen und vorausschauend handeln. Auch wenn es jetzt noch nicht so "leicht" ist.
xxWillowXx
xxWillowXx | 11.12.2015
17 Antwort
@xxWillowXx Ja, da hast Du natürlich recht. Dennoch verstehe ich die aktuellen Bedenken der TE...
andrea251079
andrea251079 | 11.12.2015
16 Antwort
@andrea251079 DAS wäre dann wieder eine Basis, auf der man "verhandeln" könnte. Vorraussetzungen schaffen. Mir ging es hier lediglich darum, dass man nicht generell sagen kann: "Nö, ich find es Scheiße, dass es ein Umgangsrecht gibt. Er soll das Kind überhaupt nicht mehr sehen." Denn das ist in meinen Augen auch ein völlig falscher Ansatz, mit dem man nicht nur dem Vater weh tut, sondern auf Dauer auch dem Kind. Man sollte schon versuchen, eine Basis zu schaffen. Verweigert der KV solche Sachen komplett, dann steht es wieder auf einem anderen Blatt.
xxWillowXx
xxWillowXx | 11.12.2015
15 Antwort
@xxWillowXx Ich finde, er sollte erstmal grundsätzlich etwas dafür tun, seine Aggressionen in den Griff zu bekommen. Egal, ob wer Professionelles anwesend ist und ggf. einschreiten kann: Babys/Kinder nehmen Aggressivität sehr gut war, bzw. Spannung im Allgemeinen. Wenn er sich dann nur mühsam beherrschen kann, wenn der Lütte mal losquakt - na, ich weiß ja nicht. Daher ist meine Auffassung: Erst sich selbst in den Griff bekommen und dann gerne Umgang. Ist aber - wie alles - Ansichtssache
andrea251079
andrea251079 | 11.12.2015
14 Antwort
@andrea251079 Deswegen ja auch "und wenn mittels professioneller Hilfe" Allein lassen würde ich die 2 auch nicht oder im privaten Rahmen, aber mit einer Fachkraft anbei als Zeuge und der einschreiten kann, finde ich schon, hat er das Recht, sich auf lange Sicht als Vater beweisen zu können.
xxWillowXx
xxWillowXx | 11.12.2015
13 Antwort
@xxWillowXx Ich sehe das ein bisschen anders als Du. Immerhin hat er das Baby angeschrien und die TE am Arm gezerrt, als sie beim Stillen war. Das zeigt mir schon ein sehr hohes Aggressionspotential. Wenn der Kleine mal schreit, hätte ich an Stelle der TE auch Angst, dass der KV sich nicht beherrschen kann. Sein Verhalten deutet mir stark auf unterdrückte Aggressionen hin. Da kann ich gut verstehen, dass sie lieber das Umgangsrecht verwehren würde.
andrea251079
andrea251079 | 11.12.2015
12 Antwort
@Lisie15 Leider? Auch wenn mir einige deiner Erzählungen hier mehr als bekannt vorkommen, sollte man nicht von "leider gibt es das Umgangsrecht" sprechen. Denkst du etwa, er habe nicht das Recht, euren Sohn zu sehen? In die Rolle als Vater hineinzuwachsen? Natürlich hat er das Recht, und wenn es mittels professioneller Hilfe ist. Glaub mir, ich weiß zu gut, was du erlebt hast. Aber dennoch ist es kein Grund, ihm das Vatersein auf ewig zu verbieten ... Klar hat er Scheiße gebaut, aber die kann er auch wieder gut machen. Zumindest eurem Sohn gegenüber.
xxWillowXx
xxWillowXx | 11.12.2015
11 Antwort
ganz ehrlich....sein Verhalten ist natürlich nicht o.k ...vor allem Baby anschreien , verbale Gewalt usw...jedoch ist mir aufgefallen , dass Du nur schreibst, was ER gemacht hat....zu einer Beziehung gehören immer ZWEI....Allerdings bin ich ja der Meinung , dass ein Elternvorbereitungskurs angeboten werden sollte....denn es ist ja bekannt , dass die meisten Beziehungen in eine Krise geraten und sich erst neu finden müssen...da man ja nicht nur ein Paar ist , sondern Eltern und gemeinsame Verantwortung trägt.......Alles Gute...
130608
130608 | 11.12.2015
10 Antwort
Leider gibt es das Umgangsrecht und das nimmt er jetzt erst einmal auch brav wahr. Ich kann nichts machen.
Lisie15
Lisie15 | 10.12.2015
9 Antwort
Hi eve, Ganz ehrlich, auf so einen Mann kannst verzichten. Für immer. Es gibt euch zwei und das ist was wichtigeste auf der Welt. Alles Gute euch beiden. Und er soll sich ja nicht bei eich melden. Wäre ich in dieser Situation ich würde ihm eine rein hauen. Aus Wut. Weil er auch sein Kind angeschrien hat.
HoppelHase2013
HoppelHase2013 | 10.12.2015
8 Antwort
oh man.... das is unverzeihlich? die ex anzuschreiben? da hab ich keine worte mehr für -, - käme meinem mann nie in den sinn - mich rauszuwerfen, weil ich seine ex anschreibe -, -
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 10.12.2015
7 Antwort
Mein Mann hat eine Tochter zu der er keinen Kontakt will. Da er so anders war und ich ihn nicht wiedererkannt habe, wollte ich wissen, ob er sich bei seiner Tochter auch so verändert hatte. Ich schrieb also die Mutter seiner Tochter an, bekam aber keine aussagekräftige Antwort. Die musste natürlich petzen. Ich wusste mir einfach nicht mehr anders zu helfen. Das ich mich rechtfertigen musste, verstehe ich. Nur ließ er kein Argument gelten und warf mich raus. Es war nicht die feine Art, nur ohne Grund hätte ich das, was ich gemacht habe, nie gemacht. Ich war mit ihm fünf Jahre zusammen und seit der Geburt fragte ich mich jeden Tag, wo der Mann hin ist, den ich mal kannte. Schon in der Schwangerschaft hatte er sich verändert, nur nicht ganz so schlimm.
Lisie15
Lisie15 | 10.12.2015
6 Antwort
was hast du unverzeihliches gemacht? würde mich auch interessieren. mein mann war anfangs genauso wenig der perfekte tolle vater wie ich mama war. er musste auch in seine rolle reinwachsen und ich musste ihn zu vielem nötigen, aber er hätte weder mich noch unser kind je angeschrien oder angepackt und jetzt ist er ein toller papa. von daher glaube ich auch, du hast die richtige entscheidung getroffen.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 10.12.2015
5 Antwort
was hast du denn so unverzeihliches gemacht wenn ich mal so direkt fragen darf? auf jedenfall wünsch ich euch alles erdenklich gute auf eurem weg!
Nayka
Nayka | 10.12.2015
4 Antwort
Mein Partner und ich sind seit knapp 15 Jahren zusammen und haben 2 Kinder. Wir sind glücklich und er ist der tollste Papa für die Kinder, den ich mir wünschen kann. Und wir hatten es wahrlich nicht einfach. Der Große war wirklich ein Schreikind und auch der Kleine schrie in den ersten 14 Wochen wahnsinnig viel. Wir unterstützten und stützten uns gegenseitig. Ich freue mich aufrichtig für Dich und für Fabian, dass Du diesen nicht einfachen Schritt gemacht hast. Niemand - schon gar nicht ein Baby - sollte in häuslichem Terror aufwachsen. Du hast alles goldrichtig gemacht und für Dein Baby ist es das Beste. Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute für die Zukunft. Solltest Du irgendwann das Bedürfnis haben, das Ganze aufzuarbeiten, scheue Dich nicht, professionelle Hilfe zu beanspruchen.
andrea251079
andrea251079 | 10.12.2015
3 Antwort
Oh Mann, da blutet einem ja das Herz. Der arme kleine. Mein ex hat zwar nie unseren Sohn angeschrien, aber auch er schrie mich vor dem kleinen an und wurde mir gegenüber handgreiflich während ich stillte oder der kleine auf meinem arm war. Mir tut es so leid dass ich den Kontakt nicht schon während der Ss abbrach. Mein kleiner hat einfach zu viel Stress mitbekommen, was mir so leid tut. Aber immerhin hat dein kleiner dich. Und dass du erkannt hast dass man als erwachsener sich nach dem baby richtet finde ich auch super. Fein Sohn wird es dir danken mit einer engen Bindung und vertrauen.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 10.12.2015
2 Antwort
Sei froh. dass es so gekommen ist. Lieber ein e nde mit Schrecken als ein Schrecken ohne ende. Dieser Mann ist absolut nicht reif für eine familie. Irgendwann wird er sein Verhalten bereuen und merjen, was er verloren hat, aber das ist dann nicht mehr dein problem. Ich wünsche dir und deinem kLeinen alles gute.
Chrissi1410
Chrissi1410 | 10.12.2015
1 Antwort
Doofes Schicksaal, was du da erlebt hast dennoch Kopf hoch dieser Mann hatte dich einfach nicht verdient, es wird irgendwann wieder ein Mann in dein Leben treten der sich ganz fürsorglich um euch kümmert... Alles Gute für dich liebe liesie und Fabian
Mam2015
Mam2015 | 10.12.2015

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