Vorbildfunktion als Mutter oder Vater

Kessy81
Kessy81
30.06.2008 | 12 Antworten
Hallo Mami's,
vorab ich möchte hier keinen Streit oder so. Es interessiert mich einfach mal, wie ihr euch als Vorbild für eure Kinder seht in punkto Geld/Arbeit/Beruf. Diese Gedanken beschäftigen mich die letzten Tage. Ich bin der Meinung, dass Kinder sich halt von ihren Eltern abgucken, wie das Leben so läuft. Unsere Große z.B. Wenn sie irgendwas haben oder kaufen will, erkläre ich ihr immer, dass Papa dafür arbeiten muss, damit er Geld verdient. Und das man manche Dinge eben auch nicht kaufen kann, weil sie zu teuer sind. Sprich ich versuche ihr klar zu machen, dass man im Leben was tun muss für das Geld und das es nicht einfach DA ist. Sie sieht ja selber auch, wie oft und wie lange ihr Papa arbeiten muss, damit wir Geld haben.
Und nun Frage ich mich - ganz ehrlich und ohne jemanden angreifen zu wollen - wie Eltern, die ihr Geld vom Amt bekommen ihren Kindern auf diesem Gebiet Vorbild sind. Ich meine jetzt wirklich Langzeit-Empfänger. Die Kinder sehn doch Papa ist immer für uns da - also zu hause - und Geld haben wir aber trotzdem, keiner hungert, keiner muss draußen schlafen. Denken die Kinder nicht, wenn sie älter sind automatisch "Ich muss ja nichts lernen oder arbeiten, das Geld kommt ja auch so". ?
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15 Antworten (neue Antworten zuerst)

12 Antwort
@ Susanna
Das hast Du wirklich super geschrieben, deshalb bekommst Du von mir keinen Daumen, sondern ich schreibe hier hin, daß ich Deiner Meinung bin.
Chrissi1410
Chrissi1410 | 30.06.2008
11 Antwort
Ich bin
bei meiner Großmutter aufgewachsen, die von Sozialhilfe abhängig war, da meine Mutter erst 17 und ohne Ausbildung war, getrennt von meinem Vater und sich bis heute mit Hilfsjobs über Wasser hilft.Also eine richtige Assi-familie. Ich habe gesehen, daß man ohne Arbeit weniger Geld hat und sich nicht alles leisten kann was man möchte. Für mein Taschengeld habe ich meiner Oma im Haushalt geholfen. Ich war die erste Person in meiner Familie, die einen höheren Bildungsabschluß hat und eine gute Ausbildung gemacht hat. Ich habe bis heute super JObs bekommen und meine Eltern sind stolz auf mich. Meine Eltern waren nie Vorbilder für mich und trotzdem kann aus einem Kind etwas werden. Wir bekommen im Moment Hartz 4 da ich nicht arbeiten kann im Erziehungsurlub. Mein Sohn ht jetzt schon eine Spardose wo immer mal eine Münze reinkommt. Ausserdem ein Sparbuch für Geldgeschenke und 2 Sparverträge. Ein Kind lernt so oder so, wie die Eltern mit Geld umgehen, daß muss ich ihm nicht dauernd erklären. Es gibt wichtigere Werte. Trotzdem lernt mein Sohn, daß alles seinen Wert hat. Wenn er etwas weniger Spielzeug hat, ist es mehr wert, als wenn er zu viel hat.
tazzy2405
tazzy2405 | 30.06.2008
10 Antwort
bei uns geht jetzt nur noch der papa arbeiten,
der aber sehr viel, meine grossen wissen das es seín muss, das er damit unseren lebensunterhalt verdient... nic hat inzwischen angefangen sich zum taschengeld immer mal wieder was dazu zu verdienen, das er sich grössere wünsche außer der reihe selbst finanzieren kann... er ist 7...er hilft beim autowaschen oder boot putzen... unsere bekommen nicht alles was sie haben wollen...
bineafrika
bineafrika | 30.06.2008
9 Antwort
hallo
also das ist wirklich ein heikles thema. grundsätzlich meine ich auch, dass die kinder eine vorbildwirkung durch die eltern haben. ich beschäftige mich ua. mit ähnlichen thema schon seit vielen jahren und kann dir dazu sagen .... verbale erläuterungen machen nur einen geringen teil der vorbildwirkung aus. wesentlich größer ist das nonverbale, welches durch vorleben und körpersprache vermittelt wird. das von dir angesprochene thema ist sehr sehr komplex, daher nur mal so grobe gedanken dazu: langzeitarbeitslose, die sich auf dieser situation "ausruhen", also eigentlich nicht wirklich arbeiten wollen und meinen sie kommen auch so gut zurecht, ist meist ein milleau, wo arbeit und geld das "geringste" problem ist. es gibt aber auch langzeitarbeitslose die sich wirklich um einen job bemühen, aber leider oft pech haben. da gibts ja dann keine negative vorbildwirkung, eher lernt dann das kind, dass es nun mal schwierige phasen im leben gibt und wie man mit frust umgehen kann. ich persönlich meine auch, dass geld in verbindung mit wert vermittelt werden könnte. also z.b. kleber beim billa sammeln, jeder ist 50 cent wert und wenn das kindchen ein eis möchte, muss es mal mind. 2 kleber sammeln und die dann auch abgeben. und wenn keine mehr da sind, muss es wieder sammeln. ich bin aber überzeugt davon, dass es noch viele andere pädagogischen möglichkeiten dazu gibt.
schnacki
schnacki | 30.06.2008
8 Antwort
man sollte versuchen immer ein gutes vorbild zu sein
weil kinder sich an den eltern , umfeld orientieren, wen eltern ein schlechtes leben führen , finde ich es oft traurig für die kinder, LG:)
linak
linak | 30.06.2008
7 Antwort
Also das mit dem Geld und dem Einkaufen versteht meine Tochter ja noch nich (17 Monate)
Aber dafür bin ich Vorbild für sie und zeige ihr, was richtig und was falsch is. Zum Beispiel, dass man an der Strasse an der Hand von Mama oder Papa laufen muss, dass man nich schreien und hauen muss, damit ein Kind was richtig macht oder lernt, dass man sich anderen gegenüber benimmt und dass man vor Allem mehr mit Liebe, Aufmerksamkeit und Geduld erreicht. Und die Sache mit dem Arbeiten und dem Geld kommt dann später mal.
LiselsMama
LiselsMama | 30.06.2008
6 Antwort
Dies ist eine gute Frage
nur dies kann man nicht so einfach beantworten, weil hinter jedem HarzIV Empfänger eine andere schwere Schicksal-Geschichte steckt. Langzeitlos, ist auch ein Wort was in den Medien GROßGESCHRIEBEN wird und leider auch da gibt es Geschichten die man sich hier nicht vorstellen kann. Trauer, Leid, Trennung, Tod, Schmerz, Pleite, Krankheit, keine Arbeit durch Überqualifikation usw. Natürlich gibt es auch die schwarzen Schafe, die einfach faul sind, leider auch genug, doch wie gesagt, man muß einfach hinter der Fassade schauen, warum diese Menschen in so einer Situation stecken, der Staat hat da doch seinen größten Anteil!!! Auch HarzIV Empfänger sind tolle Menschen wo man sich so manches Stück auch als Arbeitender abschneiden kann sowie tolle Vorbilder. Denn so manche Mami oder ein Papa gehen arbeiten und verdienen nicht genug zum Leben und müssen HarzIV in Anspruch nehmen. Ich weiß ja das Du die schwarzen Schafe meinst und dich darüber einfach mal unterhalten möchtest, aber du wirst sehen das gibt nachher eine sehr offene Runde wo so mancher sich getroffen füllt. Also Mädels, bitte seid Fair zueinander und redet vernünftig. Eure Christina
SUNSANA
SUNSANA | 30.06.2008
5 Antwort
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
man muss sich immer wieder sagen, dass sich die menschen ihre nöte nicht aussuchen! ich denke die kinder begreifen auch so im zusammenleben, dass mama oder papa gerne arbeiten gehen würden...aber es halt nicht immer einfach ist was rechtes zu finden. DAS ist erziehung: den kinder auch die nöte erklären. nicht durch jammern.
skandal
skandal | 30.06.2008
4 Antwort
also ich weiß das das von dir kein vorwurf ist
aber bei manchen gehts einfach nicht anders. ich bin 19 und stand kurz vor antritt meiner ausbildung. naja jetzt beziehe ich hartz4 weils nicht anders geht. die ausbildung fang ich natürlich noch an. der platz ist mir auch noch sicher! nächstes jahr. gut mein mann geht auch arbeiten also ausbildung ist jetzt aber bald fertig. manchmal gehts halt nicht anders. bei solchen aber die freiwillig hartz4 beziehen und kein bock haben arbeiten zu gehen. da ist das was ganz anderes. da würd mich auch mal interessieren was die ihren kindern so vermitteln..
kleene89
kleene89 | 30.06.2008
3 Antwort
Das liebe Geld!
Kenne das Thema ein wenig von Berufswegen... Natürlich ist Geld in vielen Familien ein immer aktuelles Thema, unabhängig davon, ob sie es haben oder nicht. Kinder gehen bis zu einem gewissen Alter ganz unbedarft mit dem Thema um. Das Geld kommt schließlich aus einem Automaten an der Wand, und wenn es "alle" ist, dann holt man Neues...Das Woher ist selbst beim "normalen Arbeiten" der Eltern für die Kinder unglaublich abstrakt zu begreifen... Zumindest im Kindergartenalter ist das kaum zu verstehen. Selbst bei Erklärungen...hilfreich ist schon mal, die Kinder sehen sich den Arbeitsplatz an und bekommen ein Gefühl dafür wo MAMA oder PAPA den Tag lang so sind. In anderen Familien wird das Thema vielleicht eher nicht oder nur im Streit aufgegegriffen, da ist Geld einfach gut, solange es da ist und zu schnell weg. "Schuld" sind dann oft "die Anderen" für die Kinder ( und oft auch für die Eltern" kaum zu begreifende Vorgänge. Ist ja auch alles nicht so einfach...So verschieden wie die Familien und ihre jeweiligen Situationen- so verschieden sind wahrscheinlich auch deren Umgangsweisen damit.
Jeans
Jeans | 30.06.2008
2 Antwort
Meine Große weiß dass alles Geld kostet und das man dafür arbeiten gehen muß
Denn von nix kommt nix Ich halte es für absolut falsch einem Kind jeden Wunsch zu erfüllen - auch wenn es noch so ein Wunschkind ist. Die Realität ist anders und wenn man später ein selbsständiges Kind haben möchte, so fängt das schon im jüngsten Kinderalter an Kinder sollten mitbekommen, das arbeiten keine Strafe oder kein Zwang ist sondern ein Geben und nehmen. LG Nele weiß auch das ich Geld vom Amt bekomme und zwar deshalb weil alle Muttis, die ein Baby bekommen eine kurze Zeit auch Geld bekommen obwohl sie gar nicht arbeiten gehen. Es ist für sie auch völlig klar, das ich wieder arbeiten gehe, sobald Lia kein Baby mehr ist. neles berufswunsch ändert sich täglich :O)
Solo-Mami
Solo-Mami | 30.06.2008
1 Antwort
ich bekomme
hartz4 weil ich in der schangerschaft gekündigt worde und das leider rechtens war. mein mann geht arbeiten und wir bekommen trotzdem noch hartz4 weil er zu wenig verdient. ich fange morgen an zu arbeiten mein kleiner ist mittwoch eins geworden. ich hoffe wir kommen so vom sch... hartz4 los
kaeferbraut87
kaeferbraut87 | 30.06.2008

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