Vorteile, alleinerziehend zu sein?

Schnurpselpurps
Schnurpselpurps
18.09.2017 | 16 Antworten
Her mit euren Ideen: Welche Vorteile hat es, ohne Mann ein Kind zu erziehen? Bzw. ohne Partner/in?

Ich hab schon welche: Keine Diskussion wegen Ernährung, keine Diskussion über TV Konsum mit dem Partner. Mit dem Kind natürlich schon, grins.
Man kann ins Bett fallen, sobald die Monster schlafen oder weg sind. Man kann die Monster mal ans Lagerfeuer lassen und sie dürfen sich die Finger an Brennesseln verbrennen. Wenn man die Monster doch mal anschreit, muss man hinterher keine Abbitte beim Partner leisten. Das Leben ist so herrlich entspannt. Und die pissenden Katzen darf man auch trotzdem lieb haben.
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16 Antwort
Den Hinweis mit der Bequemlichkeit finde ich nicht entschuldigungsbedürftig. Ich finde es absolut bequem, meine Entscheidungen nicht rechtfertigen zu müssen. Ich finde es ungeheuer bequem, spontan sagen zu können: Ja, meine Süße, wir zwei fahren jetzt sofort zu der Hängebrücke im Harz und gucken uns das mal aus der Nähe an. Oder okay, wir gehen heute ganz faul Pommes essen statt zu kochen. Whatever. Ich finde, Bequemlichkeit gehört nicht zu den schlimmen Dingen des Lebens ;-)
Schnurpselpurps
Schnurpselpurps | 20.09.2017
15 Antwort
@oktoberbaby12 Das ist ein guter Hinweis, von wegen Konflikte und Kompromisse. Wobei ich schon denke, dass man dies mit Kindern sogar ganz wunderbar vorleben kann. Ja. MIT Kindern. Aber es ist sicher wichtig, dass Kinder auch sehen, wie Erwachsene untereinander damit umgehen. Allerdings bin ich als Alleinerziehende ja nicht aus der Welt ausgeschlossen. Ich zum Beispiel habe - außer meinem Partner - ja auch noch einige andere Menschen, die wir öfter sehen, mit denen ich Konflikte austrage. Ob es die Freundin ist, die Nachbarn, meine Eltern, die Erzieher im Kindergarten oder einfach nur die Leute im Einzelhandel: Überall ist meine Kleine dabei und kann erleben, wie man konstruktiv und freundlich miteinander umgeht - oder wie die Omma reagiert, wenn sie frontal angegiftet wird.
Schnurpselpurps
Schnurpselpurps | 20.09.2017
14 Antwort
Ergo: ich glaube, als Alleinerziehende kann man seinem Kind Konfliktfähigkeit oder Kompromissbeteitschat nicht so gut vorleben, weil es naturgemäß zwischen Eltern und Kindern ganz andere Konflikte gibt als zwischen zwei Erwachsenen. Das "Sich einig werden" vorleben, ohne dass das Kind am Konflikt beteiligt ist, geht halt nur zwischen Erwachsenen...
oktoberbaby12
oktoberbaby12 | 20.09.2017
13 Antwort
Als dann der neue Partner kam, war das Gefühl am Abend auch manchmal. Jetzt einfach nur schlafen, in Jogginghose wälzen und für niemanden mehr da sein. Aber macht der Partner das nicht auch irgendwie, obwohl er müde ist? Und wie schön es ist, wenn jemand einem zuhört, eine Wärmflasche oder eine Tasse Tee macht, weiß ja jeder selbst. Letztendlich ist es auch ziemlich bequem Aber darüber zu sprechen, hilft immer...
oktoberbaby12
oktoberbaby12 | 20.09.2017
12 Antwort
Jetzt lasse ich mal meine Meinung zu dem Thema da: Ich war 3, 5 Jahre alleinerziehend mit meiner Tochter und wir hatten die Diskussion oft im Kindergarten... Die verheirateten Mamas haben mich manchmal um die "Planungsfreiheit" beneidet, und es stimmt ja: Hab ich frei, kann ich mit ihr wegfahren. Ich kann Ausflüge von jetzt auf gleich machen, muss nie auf andere Kalender oder Oma-Geburtstage Rücksicht nehmen ;) Kann Geld ausgeben, kochen was ich will, kann es bis Samstag vermeiden, aufzuräumen ;) Aber es gibt auch Schattenseiten: Alle Aufgaben, Einkauf, Haushalt, Papierkram, Arzttermine, Kindergeburtstage und die Geschenke, alles klebt an dir. Klar, verheirateten Mamis kann es genauso gehen, weil der Partner sich nicht kümmern kann oder will, aber als Alleinerziehende hast du die Garantie dafür. Die Bindung zum Kind ist extrem, nicht unbedingt besser oder schlechter, aber ihr tragt alles miteinander aus. Und du kannst nie, wirklich nie das Haus spontan verlassen. Kein kurzer Einkauf, kein Vhs-Kurs, kein Fitnessstudio. Vollzeit arbeiten ist auch eher die Ausnahme.
oktoberbaby12
oktoberbaby12 | 20.09.2017
11 Antwort
Ich war immer froh beide Eltern als Kind zu haben und es wäre für mich undendlich traurig gewesen wenn einer der Beiden nicht da gewesen wäre, also im selben Haus, Lebensalltag. Ich hoffe ich kann meinen beiden Kindern das auch bieten. Eine 4 Köpfige Familie mit beiden Elterteilen. Sowohl von Vätern als auch von uns Müttern lernen die Kids und ich finde das unendlich wichtig. Aber auch wir müssen uns als Eltern täglich zusammen raufen und an der Zweisamkeit genauso wie am gemeinsamen Familienleben arbeiten. ... Trotzdem alle meine Hochachtung an alleinerziehende Elternteile, Ihr leistet großartiges. Berufsbedingt sind mein Mann und ich auch öfters eine Woche mit einem oder beiden Kindern alleine. Dann merkt man wie gut man es zu Zweit in der Erziehung und Betreuung hat.
EmmaKJ
EmmaKJ | 19.09.2017
10 Antwort
@Weidenkaetzchen Ich glaube man hat eine intensivere Beziehung zu seinem Kind, wenn man alleinerziehend ist, v.a wenn man alleinerziehend mit einem Kind ist. Ich möchte die 5 Jahre mit Robs allein nicht missen.
SuseSa
SuseSa | 18.09.2017
9 Antwort
@Schnurpselpurps Naja, manche Entscheidungen sind, zumindest für mich, nicht immer leicht zu treffen gewesen. Es gab schon einige Momente wo ich mir gewünscht hätte, ich könnte mich mit jemandem beraten und Freunde sind nicht das selbe wie der andere Elternteil. Ich entscheide nach bestem Wissen und Gewissen, aber wie oft sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht?
Weidenkaetzchen
Weidenkaetzchen | 18.09.2017
8 Antwort
Ich weiß nicht... Ich empfand es noch nie als "Muss", alleine irgendwas zu entscheiden. Ich entscheide. Klar, ich habe auch die Folgen zu tragen, aber wo ist das Problem?
Schnurpselpurps
Schnurpselpurps | 18.09.2017
7 Antwort
Ich glaube kein Vorteil kann die Nachteile des alleinerziehens aufwiegen, aber vorteile für mich wären zb: ich darf allein entscheiden. Bedeutet allerdings im Umkehrschluss: ich muss allein entscheiden. Das kann bei manchen Erziehungsfragen oder anderen Themen auch mal echt stressig sein... Weiterer Vorteil: man wächst über sich selbst hinaus und hat evtl auch eine andere, vielleicht sogar intensivere Beziehung zu seinem Kind. Da will ich mich aber nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen. Jedenfalls stärkt einen diese Aufgabe auch und holt alles aus einem raus. Ich staune manchmal selbst über mich, wie ich das alles gewuppt und mich entwickelt habe, obwohl die Ausgangssituation wirklich bescheiden war. Das mit dem rechtfertigen stimmt allerdings. Wenn ich sehe wie sich bei befreundeten Elterpaaren Mutter und Vater manchmal gegenseitig belehren, bin ich froh dass mir zumindest das erspart bleibt... ;-)
Weidenkaetzchen
Weidenkaetzchen | 18.09.2017
6 Antwort
Von der Seite kannst du keine objektive Kritik erwarten. Wenn es danach geht, habe ich hier den erbittetsten Kritiker seit Menschen gedenken. Erst heute flog mir sowas wie "Das ist keine Familie oder eine pseudoliberale Tyrannei" um die Ohren. Mein Freund und ich beraten noch, wer von uns der Tyrann ist.
SuseSa
SuseSa | 18.09.2017
5 Antwort
Weisst du, ich war 5 Jahre alleinerziehend und nun seit 7 Jahren nicht mehr. Ich kann kaum sagen was mir besser gefallen hat. Klingt schrecklich, oder? Vieles ist schönes zu zweit und vieles ist entspannter allein.
SuseSa
SuseSa | 18.09.2017
4 Antwort
@SuseSa Wie jetzt, keinen Kritiker? Clara kritisiert. Von morgens bis morgens. Außer ich mache Pfannekuchen.
Schnurpselpurps
Schnurpselpurps | 18.09.2017
3 Antwort
Vorteil: Du bist der einzige Koch in der Küche!!!! Nachteil: Es gibt keinen Restaurant-Kritiker. Ohne Kritik, null Chance auf Optimierung.
SuseSa
SuseSa | 18.09.2017
2 Antwort
Oh ja, ein Quälgeist weniger! Die Kids wissen, worauf sie sich einstellen müssen, und tun das auch. ;-)
Schnurpselpurps
Schnurpselpurps | 18.09.2017
1 Antwort
Man hat wesentlich weniger Arbeit, Ärger und Stress. Und die Kinder sind auch ruhiger, weil der ständige Stress weg fällt. Und man hat ein quengelndes Kleinkind weniger
dajana01neu
dajana01neu | 18.09.2017

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