Wie findet ihr diesen Text? Ist eine Psychologiearbeit und wollte fragen ob das gut verständlich geschrieben ist

Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer
10.06.2009 | 4 Antworten
Thema – Persönlichkeit:
10. Veränderungen

Name: Sabine


Das Leben ist voller Veränderungen, und das ist auch gut so, sonst würde es an irgendeinem Punkt langweilig werden. Veränderung hat für mich immer etwas mit Stärkung oder Schwächung der Persönlichkeit und des Charakters zu tun.
In meinem Leben gab es zwei große Veränderungen meiner Persönlichkeit bzw. meines Charakters.
Die erste große, ich muss fast sagen komplette Veränderung meiner Persönlichkeit geschah 2006.
Ich weiß noch, das ich meiner ganzen Schulzeit (Grund- und Realschule) ein eher ruhiges und schüchternes Mädchen war, das sich niemals getraut hat etwas zu sagen oder sich gegen etwas zu widersetzen. Ich war gutes Mittelfeld von den Noten her gesehen, ich glaube meine Devise war bloß nicht auffallen, eine von vielen sein. So habe ich mich recht gut durch meine Schulzeit, ich mag fast sagen, gemogelt. Nie wirklich negativ aufgefallen. Ich habe mich nur einige Male durch positive Dinge hervorgehoben, was doch die Seltenheit war. Und doch habe ich meinen Abschluss der Realschule geschafft. Irgendwie habe ich die Schikanen meiner Grundschulzeit überstanden, habe die Realschule erfolgreich absolviert.
Und ich ging mit dem Bewusstsein in den Sommer 2006, das ich es geschafft habe. Das ich neu Anfangen kann. Das alles nur unterbewusst, aber dieses Bewusstsein war da. Irgendwo in meinen Gedanken. Ein neuer Beginn würde mir bevorstehen. Viele neue Leute, wenige Bekannte. Neue Klasse, neue Leute, neue Schule. Erstmal eine schreckliche Situation für mich!
Meine Gedanken kreisten um die Gedanken des Neuanfangs. Wie soll ich kleines, schüchternes Mädchen nur Freunde finden. Ich werde in der Klasse bestimmt keine Freunde finden, außer den Leuten die ich schon zu meinen Freunden zählte. Mit jedem Tag der verstrich wurde meine Angst größer. Und ich bemerkte gar nicht, das es eine Chance für mich darstellen könnte. Die Chance sich neu zu erfinden! Quasi ein neues Leben zu beginnen.
Als der Tag dann da (es war Ende August 2006) war und ich in die neue Klasse kam, stellte ich mit Verwunderung fest, das es allen so ging. Nicht nur mir. Eine gewisse Erleichterung stellte sich ein, und mit den Tagen, die wir alle in dieser neuen Klasse verbrachten wurden wir so was wie Freunde. Selbst ich hatte neue Freunde kennen gelernt. Ich die solche Angst davor hatte.
Und ich hatte mich verändert. Positiv wie mir viele zusicherten. Ich war offen neuem gegenüber, war witzig, hatte immer einen lockeren Spruch auf den Lippen (auch Lehrern gegenüber, was ich mich vorher nie getraut hätte). Ich stand für die Dinge ein, an die ich geglaubt habe. Ich habe andere Leute offen verteidigt.

Wir hatten einmal das Thema „Wir vor dem Kinderpfleger“ und wir haben alle herzlich gelacht als ich erzählte, was ich vorher für ein Mensch gewesen sein sollte. Keiner wollte mir das so recht glauben, doch durch die Bestätigung meiner drei Freunde aus der Realschulzeit (die mit mir diesen Berufsweg einschlugen), musste mein gesagtes geglaubt werden.
Da ist mir zum ersten Mal bewusst geworden, was aus mir geworden ist: Eine halbwegs starke Persönlichkeit die zu dem steht was sie sagt! Und ich war glücklich über diese Entwicklung. Ich habe nicht mehr alles hingenommen, gesagt wurde oder was geschehen ist.
Die zwei Jahre vergingen viel zu schnell, wie ich jetzt finde. Wir wussten alle mehr oder minder was aus uns nach dem Kinderpfleger werden würde. Alle hatte eine neue Ausbildung oder eine Arbeitsstelle gefunden. So auch ich.
Ich hatte das Vorstellungsgespräch am EBG hinter mich gebracht, war begeistert von der Schule, und dachte mir: „ach machst es wie beim Kinderpfleger gehst da locker ran!“ Alles war super.
Doch dann kam meine zweite große Veränderung, die leider nicht so positiv ausfiel wie die erste. Es war im Sommer 2008.
Dieser Sommer, war der schrecklichste den ich bis dato erlebt hatte. Alles ist schief gelaufen. Mein Leben drohte auseinander zu brechen.
Ich stand kurz davor mein Leben alleine zu Leben. Fremde Stadt, Keine Freunde in der Nähe. Dann die Trennung von meinem damaligen Partner, welcher der erste Mensch seit langem war, dem ich vertrauen konnte. Und ein Ereignis, über welches ich nicht sprechen will, vielleicht auch nicht kann.
Nur ich weiß, durch dieses Ereignis, ist ein Teil meiner Fröhlichkeit verloren gegangen. Ein Teil meiner Stärke und ein Teil auch von mir selbst.
Von diesem Erlebnis wissen sehr wenige Menschen in meinem Leben. Mittlerweile hab ich meine Kraft zum Leben zurück, doch ich bin sehr nachdenklich geworden. Mir ist viel bewusster geworden, was ich tue. Ich wäge oft ab, ob ich das richtige tue! Kurzschlussreaktionen gibt es nur noch selten. Doch wenn, dann nur für Menschen die mir wichtig sind. Ich setzte mich seitdem für meine Freunde mehr ein, als ich es je zuvor getan habe.
Ich selbst empfinde mich seither, als traurigen Menschen der seine wahren Gefühle gut überspielen kann. Grade in meiner jetzigen Klasse fällt mir das sehr auf.
Durch Konflikte und Meinungsverschiedenheiten in meiner Klasse, ist mir klar geworden wie viele Menschen mich doch falsch einschätzen und das ich niemanden mehr so recht an mich ran lassen.

Fazit: Es ist viel passiert in meinem Leben. Dies war nur ein kurzer Einblick in die Zwei größten Veränderung. Ich hoffe und ich weiß, dass es noch weitere geben wird.
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4 Antwort
@greca
dir dank ich natürlich auch
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 10.06.2009
3 Antwort
@19yaho82
danke schön....
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 10.06.2009
2 Antwort
schöner text
das lebt geht berg auf und berg ab............................
greca
greca | 10.06.2009
1 Antwort
Also ich finde den
Text sehr gut sehr verständlich und ich denke ein großteil der Text liest findet sich selbst darin wieder und genau das macht einen tollen Text aus.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 10.06.2009

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