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Weihnachtsbräuche in anderen Ländern

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Weihnachten - Überall ein wenig anders

Weihnachten wird weltweit von Millionen Christen gefeiert, unabhängig, ob diese der protestantischen, katholischen oder orthodoxen Kirche angehören. Selbst Nicht-Christen feiern das Fest von der Geburt Jesu Christi, dann allerdings ohne religiöse Hintergründe.

So haben beispielsweise die Japaner US-amerikanische Weihnachtsbräuche übernommen, weil die Tradition des Schenkens beliebt ist und auch die Konsumwirtschaft antreibt. Traditionell wird Weihnachten in Japan nur von den Christen gefeiert. Doch so ähnlich Christen auch in ihrem Glauben sind, so unterschiedlich begehen sie oft das Weihnachtsfest. Für die einen sind die Festtage Tage der Stille, andere wiederum feiern ausgelassen, fröhlich und laut. Auch das Datum des Festes ist nicht überall einheitlich.



Weihnachten international

Wir haben uns für Euch schlau gemacht, wie Weihnachten in anderen Ländern gefeiert wird.

Dänemark
In Dänemark beginnt Weihnachten bereits am 23. Dezember mit dem kleinen Heiligen Abend, dem Lillejuleaften. Am 24. Dezember stellt man die Weihnachtsbäume auf, die meist in den dänischen Landesfarben rot und weiß geschmückt werden. Geschenke bringt der Julemand, der von Wichteln mit roten Mützen begleitet wird. Sie heißen Nissen. Ihnen stellt man auch eine Schüssel Brei hin, damit sie im nächsten Jahr wieder den Weg zum Haus finden. Eine Tradition ist in Dänemark auch der Risasalmande, ein Reispudding, in dem eine Mandel versteckt wird. Wer sie findet, bekommt ein Extrageschenk und hat ein besonders glückliches Jahr vor sich.


Niederlande
Am letzten Samstag im November kommt Sinterklaas, bei uns der Heilige Nikolaus, auf einem Schiff angereist. Mit einem weißen Pferd reitet er an Land, wo er von jubelnden Menschen, Glockengeläut und auch der Königsfamilie begrüßt wird. Sein Begleiter ist der ’zwarte Piet’, der unserem Knecht Ruprecht entspricht. Kinder stellen ihre Schuhe auf, in denen sich ein Wunschzettel und eine Leckerei, eine Möhre oder Apfel, für das Pferd befinden. In der Nacht vor seiner Abfahrt am 6. Dezember bringt Sinterklaas die Geschenke. Erst wenn er mit dem Schiff wieder abgereist ist, beginnt man in den Niederlanden die Weihnachtsbäume zu schmücken. Das Weihnachtsfest selbst wird mit der Familie und einem Festmahl gefeiert.


Schweden
Das schwedische Weihnachtsfest beginnt bereits mit dem Fest der Heiligen Lucia am 13. Dezember. Sie ist die Lichtkönigin, der zu Ehren man Festumzüge mit Gesang und Lichterkronen durch die Straßen hält. Geschenke bringt in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember der Jultomte. Äußerlich sieht er unserem Weihnachtsmann ähnlich, ist jedoch eher ein Kobold. Um ihn nicht zu verärgern und zu riskieren, dass er einem Streiche spielt, wird ihm eine Schüssel Brei in die Fensterbank gestellt. Bis ins 19. Jahrhundert war der Überbringer der Weihnachtsgeschenke noch der Julbock. Es ist zu vermuten, dass die Tradition des Julbock noch aus dem alten, vorchristlichen Glauben der Schweden stammt und auf den Gott Thor hinweist, dessen Wagen von einem Ziegenbock gezogen wurde.


Italien
Zwar feiert man in Italien Weihnachten eher traditionell mit Messe, Festmahl und Bescherung, doch es gibt noch eine Besonderheit, die in anderen Ländern nicht so bekannt ist: In der Nacht zum 6. Januar reitet die Hexe Befana auf ihrem Besen durch die Luft, kommt durch den Schornstein in die Häuser und bringt artigen Kindern kleine Gaben, unartige bekommen dagegen ein Stück Kohle.


Griechenland
Am 24. Dezember ziehen Kinder singend und musizierend von Haus zu Haus. In der darauf folgenden Nacht beginnt ein Zeitraum von 12 Tagen, an denen jede Nacht ein Feuer brennen soll, dass die ganze Nacht nicht ausgehen darf. Die Geschenke bringt der Heilige Vassilius dann in der Nacht zum 1. Januar und legt die Gaben vor die Betten der Kinder.


Russland
Die orthodoxe Kirche richtet sich noch nach dem julianischen Kalender, wodurch das Weihnachtsfest erst am 7. Januar gefeiert wird. In der Nacht auf unser kalendarisches Neujahr kommt Väterchen Frost in seinem Pferdeschlitten vom Nordpol und bringt den Kindern die Geschenke. Begleitet wird er von der Schneeflocke Snegorochka und dem Jungen namens Neujahr. Am 31. Dezember verkleiden sich daher viele Kinder, bevorzugt als Schneeflocken.


Spanien
Nach der Mitternachtsmesse in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember treffen sich die Menschen auf dem Markt- oder Dorfplatz, um ein großes Feuer anzuzünden. In einer lebensgroßen Krippe liegt das Christkind, das nun von jedem mit einem Kuss begrüßt wird. Gemeinsam feiert man dann die Geburt des Heiland. Die Geschenke bringen die Heiligen Drei Könige. Ihre Ankunft wird in Umzügen unter großer Freude am 5. Januar gefeiert. Die Gaben, die sie mitgebracht haben, bekommen die Kinder dann am 6. Januar.


Mexiko
Bunte Umzüge auf den Straßen sollen die Herbergssuche von Maria und Josef symbolisieren. Nach der Mitternachtsmesse vom 24. auf den 25. Dezember werden unzählige Freudenfeuer angezündet, die Menschen tanzen auf den Straßen den Blumentanz und laute Feuerwerkskörper sollen die Freude über die Geburt Christi ausdrücken. Für die Kinder ist der Höhepunkt des Festes die Pinata. Dies ist eine aus Papier geformte Figur, die innen hohl und mit Süßigkeiten gefüllt ist. Sie wird aufgehängt und die Kinder versuchen die Pinata mit verbundenen Augen und einem Stock so zu treffen, dass sie ihren süßen Inhalt frei geben.

So unterschiedlich die Weihnachtstraditionen in den Ländern auch sein mögen, haben sie doch alle etwas gemeinsam: Überall steht das Beisammensein mit der Familie im Vordergrund und die Freude über die Geburt von Jesus Christus.

[SyKo]

quelle » Dr. Gerhard Oellinger für Mamiweb

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