Gestose (Schwangerschaftsvergiftung)

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Schwanger und gesund
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Schwanger und gesund

Schwangerschaftsvergiftung ist die veraltete Bezeichnung für eine so genannte Gestose, ein Überbegriff für eine Vielzahl von Erkrankungen, die nur in der Schwangerschaft auftreten.

Obwohl die genauen Ursachen für das Auftreten dieser Erkrankungen, die sich durch vielfältige Symptome äußern können, nach wie vor nicht geklärt sind, hat es sich nicht erwiesen, dass es sich dabei, wie früher angenommen wurde, um eine Vergiftung handelt. Daher wird der Begriff Schwangerschaftsvergiftung heute normalerweise nicht mehr verwendet. Unter Gestose werden eine Reihe von Krankheitsbildern zusammengefasst, die entweder erstmals in der Schwangerschaft aufgetreten sind oder bereits vorher bestanden und durch die Mehrbelastung des Körpers verstärkt wurden.

Frühgestosen und Spätgestosen

Frühgestose

Eine häufige Begleiterscheinung der Frühgestose ist Übelkeit. Frühgestosen treten im ersten Schwangerschaftsdrittel auf und bestehen selten über die 12. bis 16. Schwangerschaftswoche hinaus. Zu den Merkmalen einer Frühgestose zählt unter anderem auch die morgendliche Schwangerschaftsübelkeit mit Erbrechen, unter der viele Frauen zu Beginn der Schwangerschaft leiden.

Lesetipp: Zum Thema "Übelkeit während der Schwangerschaft" kannst lies bitte unserem Artikel Übelkeit in der Schwangerschaft.

Die Übelkeit wird durch die hormonelle Umstellung des Körpers verursacht und ist im allgemeinen harmlos. Lediglich in ihrer schweren Form (Hyperemesis gravidarum) ist sie behandlungsbedürftig, da das häufige Erbrechen zu einer übermäßigen Entwässerung und Schwächung des Körpers mit Gewichtsverlust führt. Um die Nährstoffversorgung von Mutter und Kind nicht zu gefährden, ist hier oft ein vorübergehender Krankenhausaufenthalt nötig. Weitere Symptome einer Frühgestose können übermäßiger Speichelfluss, Bluthochdruck, Kopfschmerzen und Juckreiz sein.

Spätgestose

Spätgestosen treten vor allem im letzten Drittel der Schwangerschaft auf, vor der 28.Schwangerschaftswoche nur in Einzelfällen. Allerdings kann der Verlauf einer Spätgestose schwerer sein, wenn diese früher beginnt. Man schätzt, dass circa 5 bis 8 Prozent der Frauen von Spätgestosen betroffen sind, die einen gefährlichen Verlauf für Mutter und Kind nehmen können.

Symptome einer Präeklampsie (EPH-Gestose)

Eine Form der Spätgestose ist die so genannte Präeklampsie oder EPH-Gestose. Die Symptome einer Präeklampsie sind wie folgt:
  • Bluthochdruck (Hypertonie) und
  • Eiweißausscheidungen im Urin,
  • meist in Verbindung mit Wassereinlagerungen (Ödemen) in Händen und Beinen.
Schwangerschaftsödeme können aber auch auftreten, ohne dass eine Gestose vorliegt, und an sich bedeuten sie noch keinen Grund zur Sorge.

Lesetipp: Zu Schwangerschaftsödemen lies bitte unseren Artikel: Schwangerschaftsoedeme.

Treten sie jedoch in Verbindung mit anderen Symptomen wie Schwindel, Kopfschmerzen, Benommenheit, plötzlicher Gewichstzunahme, Übelkeit und Erbrechen, sollte die Schwangere so schnell wie möglich ein Krankenhaus aufsuchen. Neben der Gefahr für die Mutter kann eine Plazentainsuffizienz vorliegen, die zu einer Unterversorgung und damit zu Entwicklungsverzögerungen oder gar dem Absterben des Babys führen kann.

Behandlung der Präeklampsie

Je früher eine Präeklampsie behandelt wird, desto eher kann man sie unter Kontrolle bekommen und gesundheitliche Schäden für Mutter und Kind vermeiden. Empfohlen werden absolute Ruhe und medizinische Betreuung. Die früher empfohlenen Reis- oder Obsttage und andere Entwässerungskuren sollten dringend unterlassen werden, da sie die Symptome oftmals noch verschlimmern. Auch von einem kompletten Verzicht auf salzhaltige Kost wird heute abgeraten. Ziel ist es, eine Frühgeburt, die häufig Folge einer Präeklampsie ist, ebenso wie die Notwendigkeit eines Notkaiserschnitts, so lange wie möglich zu verhindern.

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