Im Idealfall beträgt die
Raumtemperatur im Kinderzimmer oder im Zimmer, in dem das
Kinderbettchen steht, 18 Grad Celsius. Das Bett selbst sollte weder
direkt an der Heizung noch am Fenster stehen, für die Eltern aber
gut erreichbar sein. Also am besten in eigener Bettnähe und mit
einer mittelharten Matratze ohne Kopfkissen. Die
idealen Voraussetzungen für einen gesunden und tiefen Schlaf des
Frühgeborenen sind damit erfüllt. Sollte das Kleine dies allerdings
nicht so sehen und in den ersten Nächten zu Hause unruhig und oft
wach sein, liegt das an der neuen Umgebung. Ein
Schlaflied kann hier die Unruhe vertreiben.
Da die Haut eines
Frühchens sehr dünn ist, frieren die Babys leicht. Anstatt die
Heizung höher zu drehen, solltest Du das Baby wärmer anziehen. So trocknet die empfindliche Nasenschleimhaut der Kinder nicht so schnell
aus, was zu Atemproblemen führen könnte. Ist das Kleine soweit
stabil, kann es auch bei gekipptem Fenster schlafen, so wird das
Raumklima verbessert. Der Wickeltisch und der Platz zum Baden
sollten allerdings gut geheizt sein, da das Baby dort leicht
auskühlen kann. Angenehm kann hier ein Heizstrahler sein, der über
dem Wickeltisch angebracht ist. Zum Zudecken eignet sich am besten
ein Schlafsack.
Zu den Dingen, die
Frühchens gesunden Schlaf stören, gehören:
Auch die Kleidung trägt
wesentlich zum Wohlbefinden des Frühchens bei. Denn wie bei uns
Erwachsenen gilt auch für die ganz Kleinen, wer entspannt ist
und sich wohl fühlt, der schläft auch gut. Hierfür gibt es
spezielle Frühchenkleidung, die sich von normaler Babykleidung durch
einige besondere Merkmale unterscheidet. Dazu zählen Kleidungsstücke unter Größe
50. Achte also beim Kauf auf natürliche Materialien, die
Hautirritationen vermeiden helfen und durch ihre Atmungsaktivität
Wärmestaus verhindern. Auch die dünnen Extremitäten der Babys
werden bei der Fertigung dieser Kleider berücksichtigt, so dass sie am Körper anliegen, um die für Frühchen so wichtige
stabile Körpertemperatur zu gewährleisten.
Sind die Sachen nämlich
zu groß, friert das Baby und das ewige Umkrempeln der Arme und Hosenbeine kann auf Dauer auch ziemlich nervig sein. Zumal das Kind
dann noch kleiner aussieht als es ohnehin schon ist. Da viele
Frühgeborene medizinisch überwacht werden, hat Frühchenkleidung
spezielle Öffnungen, durch die diese Kabel dann geführt werden
können. Wickelbodies passen
sich den individuellen Bedürfnissen des kindlichen Körpers an. Für
das Köpfchen und die Ohren sorgen krempelbare Mützchen für Schutz
vor kalter Zugluft. Weiters sollte die restliche Kleidung vor allem praktisch
sein, wobei seitliche Druckknöpfe helfen können, die empfindlichen
Extremitäten zu schützen.
[AKH]