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Schlaf gut, Frühchen!

schlafmuetze
Soooooooooo müde!

Schlaf ist bekanntlich die beste Medizin. Denn nur, wenn wir schlafen, kann unser Immunsystem auf Hochtouren arbeiten und der Körper sich regenerieren. Für das Frühchen heißt das, viel Schlaf hilft ihm dabei, sich gesund zu entwickeln und zu wachsen. Hierbei ist es wichtig, dass das Baby minimale Belästigung durch Lärm, Licht und medizinische Behandlungsapparaturen erfährt. Auch häufige Verwandtenbesuche sollten auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden, wenn der Entwicklungsprozess weiter fortgeschritten ist. Wie das Frühchen zu Hause gut schläft, erfährst Du hier:


Im Idealfall beträgt die Raumtemperatur im Kinderzimmer oder im Zimmer, in dem das Kinderbettchen steht, 18 Grad Celsius. Das Bett selbst sollte weder direkt an der Heizung noch am Fenster stehen, für die Eltern aber gut erreichbar sein. Also am besten in eigener Bettnähe und mit einer mittelharten Matratze ohne Kopfkissen. Die idealen Voraussetzungen für einen gesunden und tiefen Schlaf des Frühgeborenen sind damit erfüllt. Sollte das Kleine dies allerdings nicht so sehen und in den ersten Nächten zu Hause unruhig und oft wach sein, liegt das an der neuen Umgebung. Ein Schlaflied kann hier die Unruhe vertreiben.

Da die Haut eines Frühchens sehr dünn ist, frieren die Babys leicht. Anstatt die Heizung höher zu drehen, solltest Du das Baby wärmer anziehen. So trocknet die empfindliche Nasenschleimhaut der Kinder nicht so schnell aus, was zu Atemproblemen führen könnte. Ist das Kleine soweit stabil, kann es auch bei gekipptem Fenster schlafen, so wird das Raumklima verbessert. Der Wickeltisch und der Platz zum Baden sollten allerdings gut geheizt sein, da das Baby dort leicht auskühlen kann. Angenehm kann hier ein Heizstrahler sein, der über dem Wickeltisch angebracht ist. Zum Zudecken eignet sich am besten ein Schlafsack.

Zu den Dingen, die Frühchens gesunden Schlaf stören, gehören:

  • Bauchlage des Babys

  • Fell oder eine Steppdecke

  • Überhitzung

  • Kopfkissen

  • Rutschen unter die Zudecke

  • Rauchen in der Wohnung

Auch die Kleidung trägt wesentlich zum Wohlbefinden des Frühchens bei. Denn wie bei uns Erwachsenen gilt auch für die ganz Kleinen, wer entspannt ist und sich wohl fühlt, der schläft auch gut. Hierfür gibt es spezielle Frühchenkleidung, die sich von normaler Babykleidung durch einige besondere Merkmale unterscheidet. Dazu zählen Kleidungsstücke unter Größe 50. Achte also beim Kauf auf natürliche Materialien, die Hautirritationen vermeiden helfen und durch ihre Atmungsaktivität Wärmestaus verhindern. Auch die dünnen Extremitäten der Babys werden bei der Fertigung dieser Kleider berücksichtigt, so dass sie am Körper anliegen, um die für Frühchen so wichtige stabile Körpertemperatur zu gewährleisten.

Sind die Sachen nämlich zu groß, friert das Baby und das ewige Umkrempeln der Arme und Hosenbeine kann auf Dauer auch ziemlich nervig sein. Zumal das Kind dann noch kleiner aussieht als es ohnehin schon ist. Da viele Frühgeborene medizinisch überwacht werden, hat Frühchenkleidung spezielle Öffnungen, durch die diese Kabel dann geführt werden können. Wickelbodies passen sich den individuellen Bedürfnissen des kindlichen Körpers an. Für das Köpfchen und die Ohren sorgen krempelbare Mützchen für Schutz vor kalter Zugluft. Weiters sollte die restliche Kleidung vor allem praktisch sein, wobei seitliche Druckknöpfe helfen können, die empfindlichen Extremitäten zu schützen.

[AKH]




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