Salmonellen bei Kindern

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Salmonellen - gefährlich fürs Kind
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Salmonellen - gefährlich fürs Kind

Die Infektion durch Salmonellen wird als Salmonellose beziehungsweise Salmonellenenteritis (Lebensmittelvergiftung) bezeichnet. Sie wird meist durch die Erreger S. Enteritidis und S. Typhimurium ausgelöst.

Insgesamt gibt es um die 2.500 verschiedene Salmonellenarten. Joseph Lignières beschrieb diese Bakterien erstmalig und nannte sie im Jahr 1900 nach dem Tierarzt "Daniel Elmer Salmon".

Klassische Symptome bei Salmonellen

Eine Salmonellen-Infektion macht  sich durch eine Magen-Darm-Entzündung bemerkbar, die mit Übelkeit, Brechdurchfällen, Kopf- und Bauchschmerzen sowie Fieber einhergeht. Salmonellen kann man weder riechen noch schmecken. Nach 12 bis 48 Stunden treten meist die Symptome auf. Nach einer Woche klingen die Beschwerden dann ab. Was kann man tun, um das Salmonellen-Risiko zu senken? Wertvolle Tipps für Eltern gibt es hier.

Salmonellen: Eine Gefahr für Kinder

Ansteckung mit Salmonellen

Meist werden Fälle von Infektionen in Kindergärten, Schulen, Altenheimen oder auf Straßenfesten bekannt. Für Säuglinge und Kleinkinder stellen Salmonellen eine echte Gefahr dar. Ihr Immunsystem ist noch nicht stark genug, eine Infektion abzuwehren. Laut dem Robert-Koch-Institut sind Kinder unter 10 Jahren am stärksten gefährdet. 30 Prozent der bekannten Fälle betreffen Säuglinge und Kleinkinder. Die meisten Erkrankungen treten zwischen Juli und September auf.

Behandlung

Fiebersenkende Medikamente sowie elektrolythaltige Flüssigkeiten helfen bei der Behandlung. Der Durchfall wird dabei nicht unterbunden, damit die Erreger aus dem Körper gespült werden können. In schweren Fällen sowie im 1. Lebensjahr wird mit Antibiotika behandelt. Eine Salmonellen-Infektion kann schlimmstenfalls zum Tod führen. Der Arzt ist verpflichtet, eine Salmonellen-Infektion an das örtliche Gesundheitsamt zu melden. Eine Untersuchung des Stuhlgangs oder des Erbrochenen schafft Klarheit. Wichtig ist, dass Maßnahmen getroffen werden, die das Risiko einer Infektion auf ein Minimum reduzieren.

Wo finden sich die Erreger?

In den meisten Fällen gelangen die Erreger über Wasser oder verunreinigte Lebensmittel in den Körper – sie werden somit oral aufgenommen. Der falsche Umgang mit Lebensmitteln ist die Hauptursache. Herstellungsfehler, falsche Lagerung, Vernachlässigung von Hygienemaßnahmen, Rohware sowie Verpackungs- und Transportfehler erhöhen das Salmonellen-Risiko. Auch die Übertragung durch bereits infizierte Personen ist möglich.

Besonders im Urlaub ist Vorsicht geboten, denn der Erreger löst nicht nur Salmonellen, sondern auch Typhus aus (Salmonella typhi). Im Ausland daher immer nur abgekochtes Wasser trinken, ganz auf Leitungswasser verzichten und auch beim Zähneputzen mit Mineralwasser aus Flaschen ausspülen. Vor Reiseantritt am besten eine Typhus-Schutzimpfung durchführen lassen. Die Impfung kann ab einem Alter von 2 Jahren durchgeführt werden. Gegen andere Salmonellen-Infektionen gibt es keine Impfung.

Besonders gefährdete Lebensmittel sind:

  • rohe Eier (z.B. in Tiramisu)
  • rohes Fleisch (z.B. Hackfleisch, Mettwurst)
  • Muscheln
  • Geflügel
  • Milchprodukte (z.B. Speiseeis, Käse)
  • Mayonnaise (z.B. in Fleischsalat)

16 wichtige Tipps zum Schutz vor Salmonellen:

  • das Auftauwasser von Fleisch und Geflügel sofort entfernen
  • Arbeitsflächen desinfizieren
  • rohes Fleisch auf keinen Fall mit anderen Lebensmitteln in Berührung kommen lassen
  • regelmäßiges Händewaschen ist Pflicht, um die Keimzahl auf der Haut zu reduzieren
  • Arbeitsgeräte sofort in die Spülmaschine geben
  • Fleisch mindestens 10 Minuten bei mindestens 75°C garen
  • gegarte Speisen unter 7°C aufbewahren
  • gekauftes Hackfleisch noch am selben Tag aufbrauchen
  • Speisen, bei denen rohes Ei zum Einsatz kommt, beispielsweise Tiramisu, am selben Tag aufbrauchen und durchgehend im Kühlschrank aufbewahren
  • die Eierschale vor der Verarbeitung des Eis mit Wasser gut abspülen – das gilt auch vor dem Verzehr von Obst und Gemüse
  • Frühstückseier 7-8 Minuten kochen. Wer das Ei weich mag, sollte keine Eier verwenden, die älter als 7 Tage sind. Ein frisches Ei erkennt man daran, dass es auf dem Boden eines mit Wasser gefüllten Glases liegt
  • immer auf das Haltbarkeitsdatum achten
  • gefährdete Lebensmittel immer frisch kaufen, kühl lagern und schnell konsumieren
  • das Einfrieren von Speisen tötet die Bakterien nicht ab
  • Instant-Säuglingsnahrung mit mindestens 70°C heißem Wasser zubereiten, abkühlen lassen und umgehend verzehren. Nicht länger als 2 Stunden aufbewahren.
  • auch Reptilien oder andere Tiere können infiziert sein. Das stellt gerade für Kinder ein Risiko dar. Selbst in getrocknetem Kot sind die Erreger noch 2 Jahre später nachweisbar
  • Kräutertees immer mit kochendem Wasser aufgießen und 5-10 Minuten ziehen lassen
  • NIE Babyfläschchen mit Wasser und Teebeutel in der Mikrowelle erhitzen


[AKL]

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