Plazentalagen und ihre möglichen Auswirkungen bei der Geburt

babybauch

Bei Einnistung der Eizelle bildet sich auch die Plazenta als Verbindung zwischen Mutter und Kind, sowie Versorgungsorgan, das das Baby möglichst optimal versorgt.

Je nachdem, an welcher Stelle der Gebärmutter sich die Plazenta befindet, gibt es verschiedene Begriffe, von denen einige nur ein Hinweis auf den Sitz geben, andere jedoch zusätzlich noch auf mögliche Komplikationen hinweisen.

Oft fühlen sich werdende Mütter verunsichert, wenn sie nach der Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchung im Mutterpass Begriffe lesen wie "Hinterwandplazenta", "Vorderwandplazenta" oder "Plazenta Grad I". Die Frage kommt auf, ob die Plazenta an der richtigen Stelle sitzt, gut arbeitet und das Baby optimal versorgt wird.

Kein Anlass zur Sorge

Grundsätzlich besteht kein Anlass zur Sorge, wenn die Plazenta an der Vorderwand, der dem Bauch der Mutter zugewandten Seite, liegt oder der Hinterwand, der dem Rücken zugewandten Seite der Gebärmutter. Wichtig ist die Höhe der Plazenta, denn eine Tieflage, wie bei der Plazenta praevia, kann unter Umständen Gefahren mit sich bringen, da diese Diagnose aussagt, die Plazenta liegt sehr nah dem Muttermund oder verdeckt in eventuell sogar teilweise bis gänzlich.

Kaiserschnitt

Je nach Form der Plazenta praevia, ist ein Kaiserschnitt eventuell unumgänglich. Dies hängt jedoch von verschiedenen Einzelfaktoren ab, die jeweils im Vorfeld abgeklärt werden können, denn auch bei der Plazenta praevia gibt es Unterschiede.

Der Sitz der Plazenta ist an sich egal

Für die Schwangere selbst, ist der Sitz der Plazenta an Vorder- oder Hinterwand eigentlich egal. Manche Frauen mit einer Vorderwandplazenta berichten, dass sie die Kindsbewegungen erst später oder schwächer spüren, als bei der Hinterwandplazenta. Dies hängt damit zusammen, dass die Plazenta die Tritte und Knuffe, die sonst durch die Bauchdecke zu spüren sind, wie ein kleines Kissen, dämpft.

Plazenta Grad I

Die Bezeichnung "Plazenta Grad I" beschreibt den Reifegrad und Zustand der Plazenta. Da die Plazenta ein Organ mit eingeschränkter Lebensdauer ist, verkalkt sie im Laufe ihres recht kurzen Lebens, was sich vor allem auf ihre Funktionstüchtigkeit auswirken kann. Dies wird in der Regel in 4 Grade eingeteilt, wobei Grad 0 für den Reifegrad bis zur 12. Schwangerschaftswoche, also dem ersten Schwangerschaftsdrittel (1. Trimenon) steht.

Grad I beschreibt die gesunde Plazenta von der 13. - 32. Schwangerschaftswoche. Bis zur 36. Schwangerschaftswoche ist Grad II normal, ab da, bis zur Geburt, entspricht sie Grad III.

Verkalkung der Gebärmutter

Alterungsbedingt findet also eine natürliche Verkalkung der Gebärmutter statt. Durch weitere Faktoren wie Durchblutungsstörungen, genetisch bedingte Ursachen, Erkrankungen, Medikamente und Genussmittel wie Nikotin, kann der Alterungsprozess und damit die vorzeitige Verkalkung, beschleunigt werden, was bis zum Kollaps der Plazenta führen könnte. In dem Fall wäre die Versorgung des Kindes nicht mehr ausreichend gewährleistet und es ist mit Lebensgefahr für das Kind zu rechnen.

Plazentainsuffizienz

Dabei bedeutet eine Grad II Plazenta im Zeitraum, in dem eigentlich normalerweise Grad III vorhanden sein sollte, nicht unbedingt ein Vorteil, auch wenn man denken mag, es spricht für eine Plazenta, die jünger wirkt. Eine nicht zeitgerecht entwickelte Plazenta kann auch für die Insuffizienz sprechen, das heißt, der Entwicklung der Schwangerschaft nicht angepasst zu sein und somit nicht die optimale Versorgung bieten zu können.
Je nach Ausmaß der Entwicklungsdefizite, kann eine vorzeitige Beendigung der Schwangerschaft, durch Kaiserschnitt, notwendig sein, wenn deren Fortbestand eine Lebensgefahr für das Kind darstellt und die kindliche Reife soweit gegeben ist, dass es außerhalb des Mutterleibes überleben kann.

[SyKo]

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