Mittelohrentzündung bei Kindern

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Mittelohrentzündung bei Kindern
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Mittelohrentzündung bei Kindern

90 Prozent aller Kinder erkranken an einer Mittelohrentzündung. Zu erkennen ist das meist an Kindern, welche sich die Ohren reiben und vor Schmerzen weinen.

Nicht selten bekommen auch Babys ihre erste Mittelohrentzündung, noch bevor sie das sechste Lebensmonat erreicht haben. Was können Eltern gegen eine Mittelohrentzündung tun?

Was ist eine Mittelohrentzündung?

Eine Grippe, Masern oder eine Erkältung zieht meist bei Kindern eine Mittelohrentzündung mit sich. Da der Mund und Rachenraum schon wegen der Bakterien oder Viren angegriffen ist, können diese einfach weiterwandern und eine Entzündung der Schleimhaut anspornen. Verhindern kann man eine Mittelohrentzündung meist nicht, da sich die Kinder immer und immer wieder bei den anderen anstecken.

Das Mittelohr an sich ist ein mit Luft befüllter Hohlraum, der sich zwischen dem Trommelfell und dem Innenohr befindet. Durch einen Luftkanal ist das Mittelohr mit dem Nasen-Rachen-Raum verbunden, diese Verbindung nennt man Ohrtrompete. Diese Ohrtrompete versorgt das Mittelohr mit Luft. Es sorgt auch dafür, dass eventuell vorhandene Flüssigkeiten ablaufen können. Bei einem erwachsenen Menschen ist die Verbindung also die Ohrtrompete kleiner und länger, was das Eindringen für Bakterien und Viren erschwert. Bei Kindern hingegen ist die Ohrtrompete weiter und die Verbindung ist kürzer. Das hat zur Folge das die Bakterien und Viren sich bis in das Mittelohr ihren Weg bahnen und dort heftige Schmerzen und Entzündungen verursachen.

Was sind die Ursachen?

60 Prozent der Säuglinge sind von einer Mittelohrentzündung betroffen, noch bevor sie das erste Lebensjahr vollendet haben. Die meisten Mittelohrentzündungen werden bei Kindern zwischen vier und sechs Jahren diagnostiziert. Ursachen hierfür sind Bakterielle wie durch einen Virus hervorgerufene Infektion. Sprich eine Erkältung, ein grippaler Infekt oder auch Masern. Besonders Kinder, welche eine Kita besuchen bringen diese Erkältung und eine Mittelohrentzündung mit nach Hause.

Auf welche Signale sollten Eltern achten?

Bei einem Baby, das noch nicht sprechen kann, sind die ersten Anzeichen für eine Mittelohrentzündung das Zupfen an den Ohren. Meist kommt Fieber hinzu und wenig Flüssigkeitsaufnahme. Natürlich weinen die Kleinen noch dazu. Der Allgemeinzustand verschlechtert sich, Schwindel sowie Schüttelfrost, Erbrechen und Durchfall sind klare Begleiterscheinungen einer Mittelohrentzündung. Wenn das Kind plötzlich schlechter hört und ein Druckgefühl auf den Ohren hat, können Eltern davon ausgehen, dass die Mittelohrentzündung schon im Kommen ist.

Wann sollte man zum Arzt?

Wenn Fieber und andere Begleiterscheinungen auftreten, ist der Gang zum Arzt immer sinnvoll. Er wird genau sagen können, ob es sich um eine Mittelohrentzündung handelt oder nicht. Wichtig für den Arzt ist allerdings die genaue Vorgeschichte. Denn wenn er daraus schließen kann, das es sich um eine bakterielle Infektion handelt, kann er das entsprechende Antibiotikum verschreiben. Geht die Mittelohrentzündung von einem Virus aus, hilft auch das stärkste Antibiotikum nichts. Es ist also nicht immer sinnvoll eine Mittelohrentzündung mit Medikamenten zu behandeln.

Wie wird es behandelt?

Damit das Mittelohr wieder ausreichend belüftet werden kann, muss die Blockade entfernt werden. Das geschieht durch die Gabe von einem Nasenspray. Ohrentropfen würden an dieser Stelle keine Besserung bringen. Die Nasentropfen sorgen dafür, dass die Schwellung verringert wird und auch die Schleimhäute sich beruhigen. Die Ohrtrompete geht langsam wieder auf und kann das Mittelohr gut belüften. Wenn das Kind über starke Schmerzen klagt, kann ein Schmerzmittel verabreicht werden, welches außerdem entzündungshemmend wirkt. Der Arzt wird darüber informieren, welche Medikamente für Kinder geeignet sind. Außerdem hilf viel Wärme, welche mit Wattepackungen oder mit einer Wärmeflasche erzeugt werden können.

Als Hausmittel eignet sich eine Zwiebel hervorragend. Man verwendet die Zwiebel in einem kleinen Säckchen, welches man aufs Ohr legt. Durch das Austreten der Flüssigkeit beim einmaligen Quetschen entwickeln sich schwefelhaltige Stoffe. Diese bekämpfen erfolgreich Viren und Bakterien außerdem haben diese eine entzündungshemmende Wirkung.

Können Komplikationen oder Spätfolgen auftreten?

In vielen Fällen platzt das Trommelfell und das Eiter sowie die Flüssigkeitsansammlung können austreten. Die Schmerzen lassen sofort nach und eine Heilung erfolgt meist in einem Zeitraum bis zu zwei Wochen. Die Begleitsymptome einer Mittelohrentzündung wie das schlechtere Hören ist besonders bei Kindern eine große Komplikation. Denn diese befinden sich in einem Alter, in dem das intellektuelle Verstehen beginnt. Bei einer längeren Dauer kann dies zu einer Sprachentwicklungsstörung führen. Deshalb ist es wichtig auch beim kleinsten Verdacht auf eine Mittelohrentzündung, sofort einen Arzt aufzusuchen.

In seltenen Fällen kann sich ein Teil hinter der Ohrmuschel entzünden, welcher auch auf die Hirnhaut übergreift. In solchen Fällen hilft nur noch die Gabe von Antibiotika.

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